CH244477A - Verfahren zum Empfang von amplitudenmodulierten elektrischen Signalen mit reduziertem Träger. - Google Patents
Verfahren zum Empfang von amplitudenmodulierten elektrischen Signalen mit reduziertem Träger.Info
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Description
Verfahren zum Empfang von amplitudenmodullerten elektrischen Signalen mit reduziertem Träger. Bei der Übertragung elektrischer Signale durch das Mittel der Amplitudenmodulation einer Trägerwelle sieht ,man sich unter Um ständen veranlasst, nach vorgenommener Mo dulation den Träger nachträglich im Ver gleich zu den Seitenbändern zu reduzieren, den Modulationsgrad also wesentlich zu er höhen. Dieser Fall tritt z. B. dann ein, wenn es sieh darum handelt, die Endstufe eines Senders für drahtlose Telephonie energetisch günstig auszunützen.
Auf der Empfangsseite muss der ursprüngliche Modulationsgrad oder sogar noch ein kleinerer wieder hergestellt werden. Bei den heute üblichen Verfahren geschieht dies derart, dass man dem emp fangenen Signaleinen synchronen Träger zu setzt. Zu diesem Zweck wird aus dem emp fangenen Signal der reduzierte Träger aus gesiebt und entweder getrennt bis zu dem jenigen Betrage verstärkt, mit welchem er dem empfangenen Signal wieder zugeführt werden soll, oder zur Synchronisierung eines lokalen Oszillators verwendet, welcher den Zusatzträger von der gewünschten Grösse lie fert.
Dieses bekannte Verfahren stösst im Ge biete hoher Sendefrequenzen auf erhebliche Schwierigkeiten, weil bei relativ geringem Frequenzabstand der Seitenbänder von der Trägerwelle, das heisst bei geringem Abstand der niedrigsten Frequenz des obern Seiten bandes bezw. der höchsten Frequenz des un tern Seitenbandes von der Trägerwelle (mi nimaler Frequenzabstand) die Ansprüche an die Schärfe der Siebmittel zur Ausfilterung der Trägerwelle sehr gross werden.
Nun be sitzt man allerdings in den Kristallfiltern Mittel, die die notwendige hohe Selektivität aufweisen würden, jedoch sind diese Kristall filter für kurze und ultrakurze Wellen nicht mehr herstellbar. Auch die Selektivität von Filtern, die aus Hohlraumresonatoren zu sammengesetzt .sind, genügt bei ultrakurzen Wellen nicht mehr, während im mittleren und kurzen Wellenbereich diese Filter ausser ordentlich voluminös ausfallen. Darüber hin aus bedingt das bekannte Verfahren einen erheblichen Aufwand für die Aus.siebung des reduzierten Trägers. und die nachherige Bei fügung des wiederum verstärkten Trägers.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Empfang von arnplituden- modulierten elektrischen Signalen mit redu ziertem Träger beliebig kurzer Wellen, wobei der relative Frequenzabstand zwischen Trä gerwelle und Seitenbändern des empfangenen Signals kleiner als 1 /0" ist, so dass durch bekannte Siebmittel eine Trennung von Trä gerwelle und Seitenbändern nicht mehr vor genommen werden kann.
Das Verfahren besteht darin, da.ss durch Einwirkung des gesamten empfangenen Signals, das heisst sowohl des, Trägers wie der Seitenbänder, ein lokaler, selbsterregter Oszillator synchronisiert. wird und dass des sen Schwingung phasenrichtig dem empfan genen Signal aufgedrückt wird, so dass des sen Träger in einem solchen Betrage vergrö ssert wird, dass durch Demodulation das ur- spriingliche Signal mit einem Klirrfaktor zurückgewinnbar ist, der kleiner als 5 % ist.
Dabei kann das, empfangene Signal aus einer ultrahochfrequenten Trägerwelle bestehen, welche mit mehreren Zwischenfrequenzen moduliert ist, die ihrerseits wieder in ver schiedener Weise niederfrequent moduliert sind.
Bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird auf eine Aussiebung des Trägers überhaupt verzichtet und mit dem gesamten empfangenen Signal ein selbst erregter lokaler Oszillator synchronisiert. Zu diesem Zwecke braucht nur das gesamte Signal in der Regel nach einer Vorverstär- kung dem Gitterkreis eines Oszillators zuge führt zu werden. Bei Abstimmung dieses Oszillators auf die Trägerwelle des ,Signals synchronisiert sich dann der Oszillator mit der Trägerwelle.
Kleine Abweichungen der Abstimmung des Oszillators von der exakten Abstimmung auf die Trägerwelle sind zu lässig, weil sich der Oszillator innerhalb eines bestimmten Abstimmbereiches, Synchronisier- bereich genannt, mit der Trägerwelle syn chronisiert, das heisst von ihr mitgenommen wird. Fügt man die so erhaltene Schwin gung in genügend grossem Betrage als Träger zusatz zum empfangenen Signal, so lässt sich durch Frequenzumsetzung bezw. Gleichrich tung das ursprüngliche Signal in einwand freier Güte wieder zurückgewinnen.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, dass durch das erfindungsgemässe Verfahren Signale, bei welchen der F'requenzabstand von Seitenband und Träger äusserst gering ist, ohne :Schwie rigkeit empfangen werden können, da. ja der Abstand überhaupt keine Rolle mehr spielt.
Als Beispiel für die vorteilhafte Anwen dung des vorliegenden Verfahrens sei nur darauf hingewiesen, da.ss, falls der Träger auf der Sendeseite so stark vermindert wird, dass seine Amplitude nur noch den fünften Teil der Amplitude eines beispielsweise aus einer einzigen Frequenz bestehenden Seiten bandes ausmacht, sich beim Empfang ohne Trägerzusatz nach erfolgter Demodulation ein Klirrfaktor von der Grössenordnung von wenigstens 50% ergibt,
während nach dem vorliegenden Verfahren der Klirrfaktor sich beliebig klein halten lässt bezw. in den prak tischen Ausführungsformen der Schaltungen zur Durchführung des Zierfahrens 2 bis 3, o' nicht überschreitet.
In der beiliegenden Zeichnung ist sche matisch eine Darstellung für die grundsätz liche Anordnung für den Empfang eines < ",mplitudenmodulierten Signals mit reduzier tem Träger entsprechend der vorliegenden Erfindung beispielsweise dargestellt. Das Eingangssignal, dessen Fre quenzschema mit a; am Eingang dargestellt ist, wird über zwei Kanäle 1 und 2 geführt, und zwar beide Male zunächst über einen Vorverstärker 3 und 4.
Der Zweig 1 führt nach dem Vorver stärker zu einem lokalen, selbsterregten Oszillator 5 und die Frequenz dieses Oszilla- tors wird von dies em über eine Ankopplungs- und Regulierstufe 6 zu einer Stufe 7 geleitet, in welcher die vom Vorverstärker 3 und der Ankopplungs- und Regulierstufe 6 geliefer- ten Frequenzen und Spannungen addiert, das heisst zu einem Signal mit verstärkter Trä gerwelle zusammengesetzt werden.
Von hier aus wird in bekannter Weise über ein Bandfilter 8, eine Demodulations- stufe 9 und eine Niederfrequenzstufe 10 die weitere Verarbeitung des Signals besorgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Empfang von amplituden- modulierten elektrischen Signalen mit redu ziertem Träger, wobei der relative Frequenz abstand zwischen Trägerwelle und Seitenbän dern des empfangenen Signals kleiner als 1%" ist, so dass durch bekannte Siebmittel eine Trennung von Trägerwelle und Seiten bändern nicht mehr vorgenommen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einwirkung des gesamten empfangenen Signals, das heisst sowohl des Trägers wie der Seitenbänder, ein lokaler,selbsterregter Oszillator synchronisiert wird und dass dessen Schwingung phasenrichtig dem empfangenen Signal aufgedrückt wird, so dass dessen Trä ger in einem solchen Betrage vergrössert wird, dass durch Demodulation das ursprüngliche Signal mit einem glirrfaktor zurückgewinn- bar ist, der kleiner als 5 % ist.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das empfangene .Signal aus einer ultrahochfrequenten Trägerwelle besteht, welche mit mehreren Zwischenfre quenzen moduliert ist, wobei die Zwischen frequenzen in verschiedener Weise niederfre quent moduliert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH244477T | 1943-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH244477A true CH244477A (de) | 1946-09-15 |
Family
ID=4464290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH244477D CH244477A (de) | 1943-09-29 | 1943-09-29 | Verfahren zum Empfang von amplitudenmodulierten elektrischen Signalen mit reduziertem Träger. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH244477A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964250C (de) * | 1953-01-21 | 1957-05-23 | Western Electric Co | Empfaenger fuer Restseitenband-Signale |
| FR2472878A1 (fr) * | 1979-12-27 | 1981-07-03 | Thomson Csf | Circuit pour la demodulation d'un signal module par une information numerique et recepteur comportant un tel circuit |
-
1943
- 1943-09-29 CH CH244477D patent/CH244477A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964250C (de) * | 1953-01-21 | 1957-05-23 | Western Electric Co | Empfaenger fuer Restseitenband-Signale |
| FR2472878A1 (fr) * | 1979-12-27 | 1981-07-03 | Thomson Csf | Circuit pour la demodulation d'un signal module par une information numerique et recepteur comportant un tel circuit |
| EP0031746A3 (en) * | 1979-12-27 | 1981-07-22 | Thomson-Csf | Circuit for the demodulation of a signal modulated by digital information and receiver comprising such a circuit |
| US4365205A (en) | 1979-12-27 | 1982-12-21 | Thomson-Csf | Demodulator for signal which is frequency modulated by digital data |
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