Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 238585. Zweistufiger Druektastensehalter. Das Hauptpatent betrifft einen zweistufi gen Drucktastenschalter, bei welchem ein von der Drucktaste beeinflusstes Organ zwei gontaktfedersätze nacheinander steuert und der gekennzeichnet ist durch erstens eine der artige Ausbildung dieses Organes, dass der durch die erste Steuerstufe umgelegte Kon- taktfedersatz durch die zweite, zur Um legung des andern Kontaktfedersatzes die nende Steuerstufe unbeeinflusst bleibt, und zweitens durch Mittel,
um den Übergang von der ersten zu der zweiten Steuerstufe dadurch bemerkbar zu machen, dass der zur weiteren Betätigung des Schalters erforderliche Tasten druck verstärkt- werden muss. In der Be schreibung ist ein Ausführungsbeispiel an gegeben, bei dem das die Kontaktfedersätze betätigende Organ ein Profil aufweist, das zwei gegenüber der Bewegungsrichtung des Organes schräg liegende, für die Betätigung von je einem Kontaktfedersatz zugeordneten Pimpeln vorgesehene Teile besitzt, die in dieser Bewegungsrichtung gegeneinander ver setzt und durch einen parallel zu der letzte- ren liegenden Teil verbunden sind,
auf wel chen der dem zuerst gesteuerten Kontakt federsatz zugehörige Pimpel am Ende der ersten Steuerstufe zu liegen kommt und dessen Länge derart gewählt ist, dass das Organ um einen zur Steuerung des zweiten Kontaktfedersatzes genügenden Betrag wei ter verstellt werden kann, ohne dass der erste bereits umgelegte Kontaktfedersatz beein flusst wird.
Die vorliegende Erfindung besteht nun in einer einfachen Ausbildung dieses Aus führungsbeispiels, indem das die Kontakt federsätze betätigende Organ ein Profil auf weist, das einen einzigen gegenüber der Be wegungsrichtung des Organes schräg liegen den, für die nacheinanderfolgende Betätigung von je einem Kontaktfedersatz zugeordneten Pimpeln vorgesehenen Teil besitzt, wobei nach der ersten Steuerstufe das Organ um einen zur Steuerung des zweiten Kontakt federsatzes genügenden Betrag weiter ver stellt werden kann, ohne dass der erste bereits umgelegte Kontaktfedersatz beeinflusst wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Druektastenschalters ist nachstehend und an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben.
Fig. 1 zeigt diese Ausführungsform teil weise in Ansicht und im Schnitt.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie III III derselben Figur.
Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der relativen Stellungen des Betätigungs- organes und der Pimpel während der ver schiedenen Schaltstufen.
In der Zeichnung bezeichnet 1 ein Gestell, an welchem sämtliche Bestandteile des Schal ters angebracht sind. Dieses Gestell ist durch zwei Schrauben 2, 3 an der teilweise sicht baren Frontplatte 4, z. B. einer Fernsprech- vermittlungseinrichtung, befestigt. Eine Drucktaste 5 und ein zweckmässigerweise als Rotationskörper ausgebildetes Betätigungs organ 6 sind je an einem Ende eines Über tragungsstiftes 7, z. B. durch Gewinde, fest gehalten. Die Drucktaste 5 steht unter dem Einfluss von zwei koaxialen Schraubenfedern 8 und 9, wobei die erste, 8, zwischen dem auf dem Anschlag 10 ruhenden Federteller 11 und der untern Stirnfläche der Drucktaste 5 und die zweite, 9, zwischen den Federtellern 11 und 12 vorgespannt ist.
Der Federteller 12 stützt sich in seiner Ruhestellung gegen zwei aus dem Gestell 1 herausgebogene Anschläge 13 und 14, deren Abstand mindestens so gross ist wie der Tastendurchmesser. Die Federteller 11 und 12 weisen je einen sich zwischen den beiden Federn 8 und 9 er streckenden Ansatz 11' bezw. 12' zur ko axialen Führung der Federn auf. Die Draht stärke der innern Feder 8 ist kleiner als die jenige der äussern Feder 9, so dass diese trotz ihres grösseren Windungsdurchmessers stärker ist als die Feder B. Das Profil des Betäti gungsorganes 6 .besitzt einen zu der Bewe gungsrichtung schräg liegenden Teil 6a.
Dieser ist für die Betätigung von den je einem Kontaktfedersatz 15 und 16 zugeord neten Pimpeln 17 und 18 vorgesehen. In Fig. 3 sind die Kontaktfedersätze 15, 16 nur teilweise durch ihre Lmrisslinien dargestellt.
Wie aus Fig. 4a hervorgeht, wird das Organ 6 während der ersten Steuerstufe derart verstellt, dass der Pimpel 18 des Kon- taktfedersatzes 16 durch den schrägen Teil 6a verschoben und der betreffende Kontakt federsatz umgelegt wird. Am Ende dieser Steuerstufe kommt der Pimpel 18 auf den Teil 6b zu liegen: gleichzeitig kommt die untere Stirnfläche der Drucktaste 5 mit dem Federteller 12 in Berührung, wodurch nun die starke Feder 9 dem Tastendruck ent gegenwirkt. Die Notwendigkeit, dass der zur weiteren Steuerung erforderliche Tasten druck verstärkt werden muss, zeigt, dass die erste Steuerstufe vollendet ist.
Während der zweiten Steuerstufe ist also auf die Taste 5 ein stärkerer Druck auszuüben, der die Kräfte der beiden Federn 8 und 9 zu über winden vermag. Das Organ 6 wird dann wei ter verstellt. Der Profilteil 6a des Organes 6 bewirkt nun eine Verschiebung des Pimpels 17, wodurch der Kontaktfedersatz 15 um gelegt wird. Der dann erreichte Steuerzustand ist aus der Fig. 4b ersichtlich. Die Hinweis zeichen 17, 18, 1T, 18', 17", 18" bezeichnen die verschiedenen im Ruhezustand und am Ende der beiden Steuerstufen erreichten rela tiven Stellungen des Organes 6 und der Pim- pel 17 und 18.
Am Ende des zweiten Steuer zustandes kommt das Organ 6 mit dem An schlag 19 in Berührung, der den Tastenhub begrenzt. Beim Loslassen der Drucktaste 5 werden diese und das Organ 6 durch die Wirkung der Federn 8 und 9 zunächst in die erste Steuerstufe und anschliessend durch die Wirkung der Feder 8 allein in ihre Ruhelage zurückgebracht, wodurch die Kontaktfeder sätze nacheinander zurückgelegt werden.