CH244991A - Verfahren zur Darstellung eines p-Aminobenzolsulfonacylamides. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines p-Aminobenzolsulfonacylamides.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines p-Aminobenzolsulfonaeylamides. Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzolsulfonacyl- amiden beschrieben, darin bestehend, dass man Sulfonamide der Benzolreihe oder deren Salze, die in p-Stellung eine stickstoffhaltige Gruppe enthalten,
mit alkyl- und bezw. oder alkoxysubstituierten Carbonsäuren der Ben- zolreihe bezw. ihren funktionellen Derivaten, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysato ren oder säurebindenden Mitteln umsetzt und gegebenenfalls die p-ständige Stickstoff gruppe in eine Aminogruppe überführt. Wie im Zusatzpatent Nr.234974 angegeben ist.
können an ,Stelle der alkoxysubstituierten Carbonsäuren dex Benzolreihe auch die ana logen Alkylthiocarbonsäuren der Benzolreihe für die Acylierung verwendet werden.
Im Haupt- und dem genannten Zusatz- patent sind als, alkylsubstituierte Carbon- säuren der Benzolreihe ausschliesslich kern- methylierteSäuren angegeben.
Es wurde nun gefunden, dass die entsprechenden höher alkylsubstituierten Homologen. für die glei chen Zwecke ebenfalls vorzüglich geeignet sind. p-Aminobenzol-sulfonacylamide dieser Art sind bis heute nicht bekanntgeworden; sie unterscheiden sich von andern acylierten p-Aminobenzolsulfonamiden durch ihre über legene Wirksamkeit gegenüber Infektions- erregern.
Als Sulfonamide der Benzolreihe, die in p-Stellung zur Sulfonamidgruppe eine stick stoffhaltige Gruppe enthalten, kommen die im Hauptpatent erwähnten Ausgangsstoffe in Frage.
Als Carbonsäuren der Benzolreihe mit Alkylresten mit mehr als einem C-Atom seien genannt: 4-Äthylb@enzoesäure, 4-Isopro- pylbenzoesäure, 3-Allyl-4-methoxybenzoe- säure, 3-n-Propyl-4-methoxybenzoesäure, 3 Allyl - 4 - äthoxybenzoesäure, 4 - Athyl - 3 - me- thylmercaptobenzoesäure, 4-n-Butylbenzoe- säure,
4-Isobutyl-benzoesäure, 4-tert. Butyl- benzoesäure, 4-Amylbenzoesäure, 4-n-Hexyl- benzoesäure, 4-n-Heptyl-benzoesäure, 4-Octyl- benzoesäure, 4-Dodecyl-benzoesäure usw.
Die .Säuren können als solche z. B. in Gegenwart von Katalysatoren oder in Form ihrer funktionellen Derivate verwendet wer den, wobei auch säurebindende oder konden sierende Mittel mitverwendet werden können.
Eine besondere Ausführungsform des Ver fahrens, die zu gleichen Produkten führ:, besteht darin, dass man B.enzolsulfonhalo- genide, die in p-Stellung einen in die Amino- gruppe überführbaren Rest enthalten, mit ,amiden von Carbonsäuren der Benzolreihe, die Alkylreste mit mehr als 1 C-Atom ent halten bezw. mit Metallverbindungen solcher Amide umsetzt,
und den p-ständigen Rest in eine Aminogruppe überführt. Die entstande nen p-Amino-benzolsulfonacylamide lassen sich als solche oder in Form ihrer Salze, z. B. des Natriums, Calciums oder auch einer orga nischen Base gewinnen.
Gegenstand des vorliegenden Zusatzpaten tes ist ein Verfahren zur Herstellung eines p-Amino-benzolsulfonacylamides. Das Ver fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI0002.0027
auf eine Verbindung der Formel
EMI0002.0028
worin X und Y zwei bei der Reaktion, mit Ausnahme einer in ihnen enthaltenen -NH- Gruppe, sich abspaltende Reste und R einen mit einem Reduktionsmittel in die, Amino- gruppe überführbaren Rest bedeuten, ein wirken lässt,
und in der erhaltenen Verbin dung den Rest R in die Aminogruppe über führt.
Das entstandene Nl-(3-Allyl-4-methoxy- benzoyl)-p-aminobenzolsulfonamid ist eine neue Verbindung; es bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 203 bis! 204 ; seine Salze zeichnen sich durch geringe Alkalinität aus. Es soll therapeutische Verwendung finden. <I>Beispiel:</I> 202 Teile p-Nitro-benzolsulfonamid wer den mit 211 Teilen 3-Allyl-4-methoxy-benzoe- säurechlorid in 500 Vol.-Teilen Chlorbenzol gemischt, 10 Teile Kupferpulver zugesetzt und unter Rühren gekocht, bis. die Salzsäure entwicklung beendigt ist.
Nach ca. 3 Stun den wird das Lösungsmittel mit Wasserdampf verjagt der Rückstand abgesaugt, in 60 war mer Soda.lösung aufgenommen und nach Zu satz von etwas Tierkohle warm filtriert. Aus dem Filtrat wird das, -Endprodukt mit Salz säure ausgefällt. Aus 80%igem Alkohol um kristallisiert, schmilzt es bei 135 .
Lä,sst man das Kupferpulver weg, so ver läuft die Reaktion bedeutend langsamer. Man kann die Kondensation des p-Nitro- benzolsulfonamides mit 3-Allyl-4-methoxy- benzoylchlorid auch in Gegenwart von Na triumcarbonat oder in Py ridin durchführen. Ebensogut kann man auch von einer Metall verbindung des p-Nitro-benzolsulfonamides ausgehen.
Ferner kann man p-Nitro-benzol- sulfonamid mit 3-Allyl-4-methoxy-benzoe- säure in Gegenwart von Kondensationsmit- teln, z. B. Phosphorpentoxyd, kondensieren.
Zum gleichen Produkt gelangt man auch, wenn man die Natriumverhindung des 3-Allyl-4-m-ethoxy-benzamides mit einem p- Nitro-benzolsulfohalogenid umsetzt.
100 Teile der so erhaltenen Nitroverbin dung werden nach Bechamp mit 200 Teilen Eisenpulver und 20 Vol.-Teilen Eisessig in 1000 Teilen Wasser reduziert. Das Reak tionsgemisch wird mit Soda alkalisch gestellt, geklärt und aus dem Filtrat die Aminover- bindung mit Essigsäure ausgefällt. Nach dem TTmkristallisieren aus 80%igem Alkohol unter Zusatz von Tierkohle schmilzt sie bei 902 bis 203 .
Die neue Verbindung stellt ein weisses, kristallines Pulver dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines p-Amino- benzolsulfonacylamides, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0081 auf eine Verbindung der Formel EMI0003.0002 worin X und Y zwei bei der Reaktion mit Ausnahme einer in ihnen enthaltenen -NH- Gruppe sich abspaltende Reste und R einen mit einem Reduktionsmittel in die Amino- gruppe überführbaren Rest bedeuten, einwir ken lässt,und in der erhaltenen Verbindung den Rest R durch Reduktion in die Amino- brruppe überführt. Das entstandene Ni-(3-Allyl-4-methogy- benzoyl) - p - aminobenzolsulfonamid bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 202 bis 203 . UNTERANSPRüCFE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein 3-Allyl- 4-methogy-benzoylhalogenid auf eine Metall verbindung eines Sulfonamides der Formel EMI0003.0026 einwirken lässt und anschliessend den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe über führt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Sulfo- halogenid der Formel EMI0003.0031 auf eine Metallverbindung des 3-Allyl-4- methogy-benzamides einwirken lässt und an schliessend den Rest R durch Reduktion in die Aminogruppe überführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Gegenwart eines Kondensationsmit tels vornimmt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Gegenwart eines Katalysators vor nimmt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH244991T | 1943-02-17 | ||
| CH222076T | 1943-05-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH244991A true CH244991A (de) | 1946-10-15 |
Family
ID=25726594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH244991D CH244991A (de) | 1943-02-17 | 1943-02-17 | Verfahren zur Darstellung eines p-Aminobenzolsulfonacylamides. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH244991A (de) |
-
1943
- 1943-02-17 CH CH244991D patent/CH244991A/de unknown
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