Maschine zum Zerreiben von (läse, Mandeln, Nüssen, Gewürzen, Rinden, Drogen und dergleichen. Die bekannten Maschinen zum Zerreiben von Käse, Mandeln, Nüssen, Gewürzen, Rin den, Drogen und dergleichen weisen entweder eine rotierende, flache, mit Zähnen besetzte Reibscheibe auf, gegen welche das zu zerrei bende Gut gepresst wird, oder sie besitzen als Reiborgan eine aussengezahnte, zylindrische oder konische Trommel, auf welche das zu zerreibende Gut von aussen aufgedrückt wird. Beide Systeme haben Nachteile.
Reibmaschinen mit flacher Reibscheibe können nur ein sehr unregelmässiges Produkt liefern, da die Schnittgeschwindigkeit am Rand der Scheibe ungleich grösser ist als in deren mittlerem Teil. Bei Maschinen mit Reibscheibe, die direkt auf der Welle eines Elektromotors angeordnet ist, wie sie häufig in Lebensmittelhandlungen verwendet wer den, .ergibt sich, wenn das Einführmagazin gerade ausgeführt wird, eine grosse, die Be dienung erschwerende Bauhöhe,
während eine gebogene Ausführung dieses Einführmaga- zins in vielen Fällen die Einführung des zu zerreibenden Gutes erschwert und eine ziem lich weitgehende Vorzerkleinerung nötig macht. Das zerriebene Gut wird von der rotie renden Scheibe tangential ab- und gegen die Wände des Gehäuses geschleudert und kann teilweise an diesen hängenbleiben, von .wo es dann von Zeit zu Zeit abgekratzt werden muss.
Ferner kommt es häufig vor, dass Reste von Teilen des zu zerkleinernden Gutes durch den Spalt zwischen der Mündung des Ein- führmagazins und der Reibscheibe hindurch rallen oder hindurchgezwängt werden und unzerrieben in das geriebene Gut gelangen.
Reibmaschinen mit Reibtrommeln eignen sich für grössere Leistungen, wie sie z. B. in Verkaufsläden verlangt werden, nicht, weil das Einführmagazin über der Reibtrom mel angeordnet werden muss, weshalb sich eine- grosse, die Bedienung erschwerende Bau höhe ergibt. Wenn nicht Reibtrommeln von verhältnismässig grossem Durchmesser ver wendet werden, kommt es häufig vor, dass Reibgut zwischen Reibtrommel und Einführ- magazinwand eingeklemmt. werden.
Bei hoch tourigen, von einem Elektromotor direkt an getriebenen Maschinen dieser Bauart ergibt sich der Nachteil, dass das zerriebene Gut im Innern der Trommel klebenbleibt, da die Zentrifugalkraft dem Durchgang des zer riebenen Gutes durch die Löcher der Trommel entgegenwirkt, und es ergibt sich dann, namentlich beim Zerreiben von Käse und der gleichen, ein zusammengequetschtes, unan sehnliches Produkt.
Zur Herstellung der Reibscheibe oder der Reibtrommel kann nur verhältnismässig dün nes Blech verwendet werden, da sonst das zerriebene Gut nicht gut durchgehen würde. Da nun der beim Zerreiben aufgewendete Druck beträchtlich sein kann, sind diese Reibscheiben und Reibtrommeln einem raschen Verschleiss unterworfen.
Bei den bekannten Reibscheiben ist ferner die Nabe der Reibscheibe oder Reibtrommel mittels Stellschraube oder Schraubenmutter auf der Antriebswelle befestigt, und die Er fahrung zeigt, dass dabei die Reibscheibe oder Reibtrommel vom Bedienungspersonal nur selten zwecks Reinigung abgenommen wird, so dass sich hinter der Reibscheibe oder Reib trommel Rückstände festsetzen, welche ver schimmeln und die Qualität des Produktes beeinträchtigen.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung behoben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Zerreiben von Käse, Man deln, Nüssen, Gewürzen, Rinden, Drogen und dergleichen, welche eine auf dem Ende einer Antriebswelle befestigte, einseitig offene, innengezahnte und perforierte Reibtrommel aufweist, auf deren innere Mantelfläche das zu zerreibende Gut zuzuführen ist.
Die Maschine gemäss der Erfindung kann für Handantrieb gebaut sein, oder es kann die Reibtrommel direkt auf das Ende der Welle eines Elektromotors aufgesetzt sein.
Ist bei der Maschine gemäss der Erfin dung die Reibtrommel zylindrisch, so ist die Schnittgeschwindigkeit überall gleich gross, und es ergibt sich ein sehr gleichmässiges Produkt. Der Umstand, dass das Reibgut von innen an die Reibtrommel herangeführt wird, bewirkt, dass die Zentrifugalkraft den Durch gang des zerriebenen Gutes durch die Reib trommel befördert, und das zerriebene Gut gelangt auf direktestem Wege in die Aus fallöffnung des Gehäuse, vor welcher in be kannter Weise ein Gehäuse mit herausnehm baren Auffangbehältern angeordnet sein kann.
Durch Vorsehen eines Wulstes am freien Rande der Reibtrommel und von Rip pen auf deren Aussenseite lässt sich die Reib trommel ohne Beeinträchtigung der Arbeit in der Weise versteifen und verstärken, dass sie jeder Beanspruchung standzuhalten ver mag. Da, das zu zerreibende Gut in das Innere der Reibtrommel hineingeführt wird, ist es ausgeschlossen, da.ss Reste von Reibgutteilen unzerrieben in das zerriebene Gut gelangen, insbesondere dann, wenn die offene Seite der Reibtrommel dureh einen Deckel abgeschlos sen ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt. Es zeigt: Fig.l einen axialen Schnitt durch eine bZaschine zum Zerreiben von Käse, Mandeln, Nüssen, Gewürzen, Rinden, Drogen und der gleichen und F'ig. 2) eine Seitenansicht dieser Maschine. Ein Ständer 1 trägt ein Motorgehäuse 2 eines Elektromotors, dessen Welle mit 3 be zeichnet ist.
Das Motorgehäuse 2 ist auf der einen Seite durch einen von der Welle 3 durchsetzten Deckel 4 abgeschlossen, welcher als Anschlussflansch für das mittels Schrau ben ;i an ihm befestigte Reibma.schinenge- häuse 6 ausgebildet ist. Das freie Ende der Welle 3, welche im Deckel 4 in einem Kugel lager 7 gelagert ist, ragt durch eine zentrale Offnung in der gegen den Deckel 4 zu liegen den Wandung des Reibmaschinengehäuses 6 in dieses hinein, und mit ihm ist mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Bajo nettverschlusses die Nabe 8 einer nach aussen offenen Reibtrommel 9 lösbar gekuppelt.
Der Mantel 9' der Reibtrommel 9 ist gelocht und mit nach innen gerichteten Reibzähnen be- setzt. Durch an seiner Aussenseite angeordnete Rippen 10 und einen Wulst 11 an seinem freien Rande, welcher im dargestellten Falle z. B. durch eine Umbördelung des Mantels 9' gebildet wird, wird eine wirksame Verstei fung und Verstärkung dieses Mantels 9' er zielt.
Das Reibmaschinengehäuse 6 ist auf der dem Deckel 4 gegenüberliegenden Seite offen und durch einen abnehmbaren Deckel 12 ab geschlossen, in welchen ein Eiriführmagazin 13 für das zu zerreibende Gut eingebaut ist, das schräg ins Innere der Reibtrommel 9 hin einreicht und vor dessen im untern Teil der Reibtrommel 9 liegenden Mündung der Man tel 9' sich bewegt. Dieser Deckel 12 schliesst die Reibtrommel 9 im Innern des Reibriiaschi- nengehäuses 6 ab. Im Einführmagazin 13 ist ein Stössel 14 zum Nachschieben des zu zer reibenden Gutes geführt.
An seiner Unter seite weist das Reibmaschinengehäuse 6 eine Ausfallöffnung 15 für das zerriebene Gut auf. Diese Ausfallöffnung 15 mündet in ein am Reibmaschinengehäuse 6 angeordnetes Ge häuse 16, in welchem ein Auffangbehälter<B>17</B> für das zerriebene Gut herausnehmbar ange ordnet ist.
Der Deckel 12 wird durch zwei in auf beiden Seiten des Reibmaschinengehäuses 6 angeordneten Lageraugen gelagerten Zapfen 18, welche in Bohrungen von auf seinen bei- deil ,Seiten vorgesehenen Ansätzen 19 liegen, gehalten. Durch auf den Zapfen 18 angeord nete, umlegbare Klemmhebel 20 lässt sich der Deckel 12 gegen das Reibmaschinengehäuse 6 anpressen.
Die Bohrungen . in den beiden Ansätzen 19 sind nach oben durch Schlitze 21 eröffnet, derart, dass, wenn die beiden Klemmhebel 20 in die diesen .Schlitzen 21 entsprechende senkrechte Lage gebracht wer den, der Deckel 12 vom Reibmaschinenge- häuse 6 abgehoben werden kann.
Nach Abheben des Deckels 12 vom Reib maschinengehäuse 6 kann die Reibtrommel 9 nach Lösen des Bajonettverschlusses vom Ende der Welle 3 abgenommen werden, so dass sowohl die Reibtrommel 9 als auch das Reibmaschinengehäuse 6 leicht gereinigt wer den kann. Mit Vorteil wird die Ausfallöffnung 15 so gross vorgesehen, dass sie sich über min destens einen Viertel des Umfanges der Reib trommel 9 erstreckt, und das Einführmagazin 13 wird vorteilhafterweise in einer solchen Lage vorgesehen,
dass es sich mit Bezug auf die Umdrehungsrichtung der Reibtrommel 9 ganz dem Anfang der Ausfallöffnung 15 gegenüber oder sogar etwas vor diesem befin det. Es wird dadurch .erreicht, dass das zer riebene und von der Reibtrommel abgeschleu- derte Gut auf direktestem Wege in die Aus fallöffnung 15 gelangt.
Da das Gut an der innern Mantelfläche zerrieben wird und das Einführmagazin also in die Reibtrommel hineinragt, ergibt sich eine kompakte, gefällige und für die Bedienung äusserst günstige Form, welche auch erlaubt, ein sehr grosses, gerades Ein führmagazin vorzusehen.
Auf der andern Seite des Motorgehäuses 2 wird mit Vorteil in bekannter Weise eine andere, verwandten Zwecken dienende Ma schine, z. B. eine Mühle für Kaffee und der gleichen, angeordnet. Wie Versuche ergeben haben, eignet sich die Maschine gemäss der Erfindung auch sehr gut zu Herstellung einer schneeartigen Masse durch Zerreiben von Eis.