CH245607A - Verfahren zur Herstellung keramischer Formkörper und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung keramischer Formkörper und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur fferstellung keramischer Formkörper und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Bei den bisher üblichen Herstellungsver fahren keramischer Formstücke wird der Ton in kaltem Zustand geformt. Die feuchten Formlinge müssen in die Trockenanlagen und von diesen in den Brennofen gebracht wer den, was viel Handarbeit erfordert. Da ausser dem die Trocknung nur langsam vonstatten geht, werden verhältnismässig grosse Trok- kenanlagen benötigt. Die vorliegende Erfin dung bezweckt, den Vorgang der Trocknung abzukürzen. Es wird dadurch ermöglicht, die Herstellung der keramischen Formkörper in einer automatischen, kontinuierlichen Ar beitsweise durchzuführen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung keramischer Form körper, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man das Rohmaterial, z. B. Ton, vor seiner Formung erwärmt und unmittelbar an die Formung eine mindestens annähernd vollständige Trocknung der noch warmen Formkörper anschliesst.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, gekennzeich net durch eine Kammer zum Erwärmen des Rohmaterials, eine Formmaschine, einen Trockenkanal mit Transportvorrichtung und mit Mitteln für die Zufuhr von erhitzter Luft und einen mit einer Transportvorrich tung versehenen Tunnelbrennofen, die ganze Vorrichtung so, dass sie eine kontinuierliche Arbeitsweise ermöglicht.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbei spiel eine Vorrichtung zur Herstellung von Backsteinen. Es stellen dar: Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch die Vorrichtung, Fig.2 eine Draufsicht auf die Vorrich- tung, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie I-1 der Fig. 2 und Fig.4 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 2.
Das auf das heizbare, in entgegengesetz tem Sinne sich drehende Walzenpaar 1 ge brachte Rohmaterial, z. B. Ton, gelangt zwi sehen den Walzen hindurch in die aus dem Reizmantel 2, den Heizröhren 3 und dem Isoliermantel 4 bestehende Vorwärmkammer 5, die gleichzeitig als Einf ülltrichter für die Formmaschine dient. Das erhitzte Rohmate rial wird durch die am Grunde der Vorwärm kammer befindliche Schnecke 6 gegen die Form 7 gedrückt, aus welcher es, auf den Rollen 8 gleitend, als Strang 9 austritt. In dem vwärmeisolierten Gehäuse 10 befindet sich bei 11 eine nicht eingezeichnete Abschneide- vorrichtung, welche den Strang in einzelne Backsteine 12 aufteilt.
Die Formlinge werden auf das auf den Rollen 13 sich bewegende, im Trockenkanal 14 sich befindliche end lose Transportband 15 abgelegt und auf die sem in der Richtung von links nach rechts (Fig. 1 und 2) fortbewegt. In der aus wärme isolierendem Material bestehenden Wandung 16 des Trockenkanals sind die Stutzen 17 und 18 vorgesehen. Durch den ersteren der beiden Stutzen wird erhitzte Luft ein geblasen. Sie durchstreicht den Kanal 14 in zur Fortbewegungsrichtung der Formlinge entgegengesetzter Richtung, bringt dabei die heissen Formkörper zur Trockne und ver lässt den Kanal durch den Stutzen 18.
Die Geschwindigkeit des Transportbandes 15 wird etwas grösser bemessen als die Aus trittsgeschwindigkeit des Stranges 9, was zur Folge hat, dass die Formlinge im Ab stand voneinander auf dem Band deponiert werden und die Trocknung erleichtert wird. An der Innenseite des Trockenkanals sind Bürsten 19 befestigt, welche die Formlinge bestreichen und den Austritt der erhitzten Luft nach rechts (Fig. 2 und 3) verhindern, so dass diese den erwähnten, ihr vorgeschrie benen Weg nehmen muss.
Am Ende des Transportbandes 15 angelangt, werden die jetzt wenigstens annähernd trockenen Form- linge von dem im Tunnelofen 20 befindli chen Schrittmacherbalken 21 übernommen, dessen fördernde Bewegung durch einen der bekannten, aber nicht eingezeichneten Mecha nismen veraulasst wird, wobei die auf den Auflagern 22 (Fig.4) des Innern der Ofen wandung aufliegenden Formlinge mittels des Balkens 21 abgehoben, wenig gegen das Ende des Tunnelofens bewegt und wieder auf die Auflager 22 abgesetzt werden und so in stän diger Wiederholung dieser Bewegung den Ofen langsam durchwandern.
Auf der Ober seite des Ofens sind die Öffnungen 23 vor- g o esehen, welche zur Einführung des Brenn stoffes, z. B. von Kohlengriess, Gas, Öl, die nen. Die zur Verbrennung nötige Luft strömt bei 24 ein, während die Verbrennungsgase durch das Kamin 25 ins Freie treten. Die im Tunnelofen gebrannten, fertigen Form- linge verlassen schliesslich den Ofen auf dem endlosen Transportband 26.
Da bei der beschriebenen Vorrichtung die Formlinge vom Trockenkanal unmittelbar in den Brennofen -andern, können Verluste an Wärme nicht eintreten, im Gegensatz zu den eingangs erwähnten, bisher üblichen Ver fahren, bei denen sich die Formlinge wäh rend des Verbrzngens von der Trockenanlage in den Brennofen wieder abkühlen und so mit im Brennofen von neuem erhitzt werden müssen.
Die Vorrichtung kann auch so gebaut sein, dass Trockenkaual und Tunnelofen die Formlinge von zwei oder mehreren, vorzugs weise nebeneinander -angeordneten Form maschinen in parallelen Reihen aufzuneh men vermögen. An Stelle der in der Zeich nung gezeigten Formmaschine kann beispiels weise auch eine Stempelpresse treten. Ferner kann die Erwärmung des Rohmaterials vor dem Formen auch so erfolgen, dass z. B. der Ton in trockenem Zustand erwärmt und darauf mit heissem Wasser gemischt wird.
Zur genauen Konditionierung der trocknenden Luft bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit können im Trockenkanal Heizelemente und Luftbefeuchtungsvorrichtungen vorgesehen sein. Die Aufheizimg des Tunnelofens auf Brenntemperatur kann anstatt mittels Brenn stoffen auch auf elektrischem Weg erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANTSPRÜCH I: Verfahren zur Herstellung keramischer Formkörper, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohmaterial vor seiner Formung o: erwärmt und unmittelbar an die Formung eine mindestens annähernd vollständige Trock nung der noch warmen Formkörper an schliesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die feuchten, heissen Formkörper zwecks wenigstens annä hernd vollständiger Trocknung auf einer kontinuierlich arbeitenden Transportvorrich tung durch einen Kanal führt, durch welchen man erhitzte Luft streichen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhitzte Luft in zur Transport richtung der Formkörper entgegengesetzter Richtung durch den Trockenkanal streichen lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Transportvorrichtung ein endloses Band verwendet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die wenigstens annähernd getrock neten Formkörper mittels einer kontinuier lichen Transportvorrichtung durch einen auf Brenntemperatur aufgeheizten Tunnelofen führt. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als letztgenannte Trans portvorrichtung ein Schrittmacherbalken ver wendet wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nachPatentanspruchI und den Unter- ansprüchenl und4, gekennzeichnet durcheine Kammer zumErwärmendesRohmaterials, eine Formmaschine"einen Trockenkanal mit Trans portvorrichtung und mit Mitteln für die Zu fuhr von erhitzter Luft und einen mit einer Transportvorrichtung versehenen Tunnel- brennofen, die ganze Vorrichtung so, dass sie eine kontinuierliche Arbeitsweise er möglicht.
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| CN116277436A (zh) * | 2023-05-18 | 2023-06-23 | 淄博嵩岳建筑陶瓷有限公司 | 一种瓷砖原坯一体化干燥成型装置 |
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1945
- 1945-09-03 CH CH245607D patent/CH245607A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN116277436B (zh) * | 2023-05-18 | 2023-07-21 | 淄博嵩岳建筑陶瓷有限公司 | 一种瓷砖原坯一体化干燥成型装置 |
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