CH245657A - Verfahren zur Herstellung von zum Behandeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrakten aus Naturprodukten usw. geeigneten Präparaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von zum Behandeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrakten aus Naturprodukten usw. geeigneten Präparaten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von zum Behandeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrakten aus Naturprodukten usw. geeigneten Präparaten. In der Getränkeindustrie (Fruchtsäfte, Weine, Biere, Pflanzenextrakte usw.) wird die enzymatische Klärung (Schönung) mehr und mehr eingeführt. Die zum Schönen ver wendeten Enzyme werden bekanntlich aus Schimmelpilzen oder anderem pflanzlichem Material gewonnen. Um für die Praxis ein immer gleich star kes haltbares und leicht dosierbares Klär mittel zu erhalten, wurden z. B. die getrock neten Schimmelpilze allein oder zusammen mit ihrem Nährsubstrat oder wirksame Ex trakte aus ihnen mit einem Träger vermischt. Als Träger wurde z. B. Sägemehl, Weizen kleie verwendet. Von einem Klärmittel wird verlangt, dass es an das zu klärende Getränk keine diesem nachteilige Geruchs- und Geschmacksstoffe abgibt. Um diesen Zweck zu erreichen, hat man vorgeschlagen, dem enzymhaltigen Ma terial aktive Kohle beizufügen, oder es mit solchen Lösungsmitteln behandelt, die sich mit Wasser mischen lassen und in denen die Enzyme nicht löslich sind usw. Es hat sich gezeigt, dass alle bis jetzt vorgeschlagenen Träger nicht ohne Einfluss auf die Wirksam keit der Enzyme und den zu schönenden Saft sind. Es gibt Träger, wie z. B. Kieselgur, Gips, unbehandeltes Eichensägemehl, Aktiv kohle und andere, welche die Wirksamkeit der Enzyme herabsetzen. Andere Stoffe, wie z. B. Tannenholz, Weizenkleie und andere, geben, wenn sie nicht einer gründlichen, das Verfahren verteuernden Vorreinigung unter zogen werden, sowohl fremde Geruchs- als auch Geschmacksstoffe an den zu schönenden Saft ab. Gewisse Stoffe, wie Ki.eselgur und Kohle, können sogar der zu klärenden Lösung wirksame Stoffe entziehen. Zudem geht bei Verwendung obengenannter Träger, wenn nach der Klärung die abgepressten Rück stände nicht ausgelaugt werden, ein nicht kleiner Teil des Saftes verloren. Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von zum Behandeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrakten aus Na- turprodukten usw. geeigneten Präparaten. Das neue Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Trester bezw. Treber und Enzyme von Schimmelpilzen enthalten des trockenes Gemenge erzeugt und dieses hierauf vermahlt. Die Trester bezw. Treber fördern einer seits die Enzymtätigkeit, zum mindesten be hindern sie dieselben nicht, und anderseits geben sie an den zu behandelnden Saft keine oder nur solche Geruchs- und Geschmacks stoffe ab, die entweder schon darin vorhan den sind oder deren Geschmack und Geruch erwünscht ist oder jedenfalls nicht stört. Zu dem treten bei Verwendung der nach diesem Verfahren hergestellten Mittel keine wesent lichen Saftverluste auf, selbst dann, wenn die Pressrückstände nicht ausgelaugt werden. Es wird beispielsweise so vorgegangen, dass für die Herstellung eines z. B. für die Klärung eines Apfelmostes zu verwendenden Sehönungsmittels das die wirksamen Enzyme enthaltende Pilzmycel, zweckmässig nach einer gründlichen Reinigung zwecks voll ständiger Entfernung des Nährsubstrates so wie von Geruch- und Geschmackstoffen des Pilzes, oder wirksame Extrakte aus ihm mit Apfeltrester innig vermischt werden. Dabei werden vorteilhaft die Schimmelpilze und der Trester vor statt nach dem Vermischen getrocknet. Für die Herstellung eines Enzym präparates, z. B. für die Klärung von Trau bensäften und Weinen, kann z. B. als Träger entweder ein Trester verwendet werden, der aus den Trauben stammt, aus denen der Saft hergestellt wurde, oder auch ein anderer Traubentrester. Schliesslich kann je nach dem zu Barzielenden Effekt ein Apfel- oder Birnen trester oder auch ein Gemisch verschiedener Obsttrester verwendet werden. In analoger Weise wird für die Herstellung eines für Bier zu verwendenden Enzympräparates zweckmässig Biertreber als Träger verwendet. Selbstverständlich können ausserdem z. B. die Enzymtätigkeit fördernde Stoffe, wie Anionen organischer Säuren enthaltende Stoffe, beigefügt werden sowie weitere die Schönung fördernde Mittel, z. B. Gelatine, oder geruch- und geschmackverbessernde Substanzen. Der Schimmelpilz kann auch direkt z. B. auf Obsttrester gezüchtet werden. Die nach diesem Verfahren herbestellten Präparate können auch zum künstlichen Altern und verstärkten Ausbau von Weinen und Mosten verwendet werden. <I>Beispiele:</I> 1. 10 kg eines von seinem Nährboden be freiten, gründlich gewaschenen und bei 35 C getrockneten Schimmelpilzmycels werden je nach der zu erreichenden Enzymstärke des Endproduktes mit mehr oder weniger trok- kenem Apfeltrester gut vermischt und ge mahlen. 2. 10 kg eines sauberen Pilzmycels wer den bei niedriger Temperatur rasch getrock net und in bekannter Weise ein wirksamer Enzymauszug hergestellt. Dieser Auszug wird mit Traubentrester vermengt, das Ge misch saehgemäss getrocknet und vermahlen. 3. 1.0 kg eines getrockneten Pilzmycels wird mit der gewünschten Menge einer enzymatisch zu kaltwasserlöslicher Form ab gebauter Gelatine und einer Mischung von Birnen- und Apfeltrester innig vermischt und vermahlen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von zum Be handeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrak ten aus Naturprodukten usw. geeigneten Prä paraten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Trester bezw. Treber und Enzyme' von Schimmelpilzen enthaltendes trockenes Ge menge erzeugt und dieses hierauf vermahlt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines Schönungsmittels, dadurch gel#.ennzeichnet, dass ausserdem als die Enzym tätigkeit fördernde Stoffe Anionen organi scher Säuren enthaltende Stoffe beigefügt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines Schönungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem nicht enzyma- Lisch wirkende Schönungsmittel beigemengt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines zum Schönen von Obst säften dienenden Mittels, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein von seinem Nährboden befreites und gereinigtes Schimmelpilzmycel mit Obsttrester mischt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Enzyme enthaltenden Ektrakt aus Schimmelpilzen verwendet. 5.Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines zum Klären von Bier be stimmten Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man Biertreber verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH245657T | 1946-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH245657A true CH245657A (de) | 1946-11-30 |
Family
ID=4465053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH245657D CH245657A (de) | 1946-02-16 | 1946-02-16 | Verfahren zur Herstellung von zum Behandeln von Obstsäften, Wein, Bier, Extrakten aus Naturprodukten usw. geeigneten Präparaten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH245657A (de) |
-
1946
- 1946-02-16 CH CH245657D patent/CH245657A/de unknown
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