CH246112A - Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus reckbarem Kunststoff. - Google Patents

Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus reckbarem Kunststoff.

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CH246112A
CH246112A CH246112DA CH246112A CH 246112 A CH246112 A CH 246112A CH 246112D A CH246112D A CH 246112DA CH 246112 A CH246112 A CH 246112A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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    • HELECTRICITY
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  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description


  Elektrischer Kondensator mit einem     Dielektrikum    aus reckbarem     Kunststoff.       Die synthetisch hergestellten     dielektri-          schen        Staffe    haben in der Kondensatoren  technik grosse Bedeutung erlangt, weil sie  in immer     gleichmässiger    Güte hergestellt wer  den können und besonders günstige elek  trische Eigenschaften, z. B. hinsichtlich des  Isolationsvermögens, des     dielektrischen    Ver  lustes usw., besitzen.

   Unter diesen Kunst  stoffen gibt es auch solche, die reckbar sind,  das. heisst die entweder bei der Herstellung  oder aber auch nachträglich durch einen Zug  bei gleichzeitiger Schaffung eines biegsamen  Zustandes auf eine grössere Länge gereckt  werden können. Hält diese Zugbeanspru  chung bis     zum        Festwerden        des        Kunststoffes     an, dann behält dieser diese neue Formgestal  tung bei, jedoch kann durch Wärmeeinwir  kung     wiederum    eine     Entreckung    herbeige  führt werden.  



  Baut man nun Kondensatoren mit     dielek-          trischen    Stoffen auf, die reckbar sind, dann  befindet sich der     dielektrische    Stoff meist  auch dann, wenn er nicht in besonderer    Weise gereckt worden ist, in einem, wenn  auch schwachen     Reckungszustand,    weil ge  ringe mechanische Beanspruchungen auf Zug  bei der Herstellung des     Dielektrikums    nicht  zu vermeiden sind.

   Derartige     Kandensatoren     zeigen nun eine nicht genügende Konstanz  des     Kapazitätswertes,    was offenbar darauf  zurückzuführen ist, dass bei höheren Be  triebstemperaturen, die ebenfalls nicht zu  vermeiden sind, in mehr oder weniger gro  ssem Umfange eine     Entreckung    des     Dielek-          trikums        eintritt,    wodurch sich Kapazitätsän  derungen ergeben.

   Wenn man diesen Fehler  durch eine vorangehende Wärmebehandlung  ausschalten will, tritt jedoch ein weiterer  Nachteil ein, der darin besteht, dass die     Fer-          tigungstoleranz    derartiger Kondensatoren  sehr gross     wird.    Eine Fertigung     mit    kleiner  Toleranz, beispielsweise schon       2r%,    ist  überhaupt nicht ökonomisch     durchzuführen.     



  Noch schwieriger werden die Verhält  nisse, wenn man Kondensatoren     aus    bewusst  gerecktem Stoff aufbaut, weil bei diesen in-      folge des grösseren     Reckungsgrades    während  der Verwendung noch grössere Kapazitäts  änderungen eintreten     bezw.    durch eine voran  gehende     Entreekung    sehr grosse Fertigungs  toleranzen verursacht werden.  



  Man kann die beschriebenen Nachteile in  überraschend einfacher und günstiger Weise  vermeiden, wenn man nach der Erfindung  einen Teil des aus zwei elektrisch zusammen  beschalteten Teilen     aufgebauten    Kondensa  tors aus mindestens einem beidseitig metalli  sierten     dielektrischen    Streifen und den an  dern Teil aus nicht metallisierten Streifen  aufbaut. Derartige Kondensatoren zeigen,  auch wenn sie vor der Verwendung nicht  wärmebehandelt sind, einen fast vollkom  men konstanten Kapazitätswert.

   Werden sie  dagegen einer Wärmebehandlung unterzogen,  beispielsweise, um den Wickelkörper durch       Entreckung    der Kunstfolie zu verfestigen,  dann stellt sich nur eine sehr kleine Ferti  gungstoleranz ein, so dass mit grosser     fabrika-          tionomä.ssiger    Sicherheit die     Kondensatoren     auf den Sollwert hin     gefertigt    werden  können.  



  Der Aufbau dieser Kondensatoren kann  im übrigen in beliebiger Weise erfolgen. Man  kann zwei vollkommen getrennt hergestellte,  verschiedenartige     Kondensatorkörperteile    zu  sammenschalten. Vorzugsweise wird man  jedoch eine Aufbauanordnung verwenden, bei  welcher ein beidseitig metallisiertes     dielek-          trisches    Band mit einem gleichen oder     ähn-          lchen,    nicht metallisierten Band     zusammen-          sewickelt    ist.

   Eine solche     Aufbauanordnung     ist als     -Ausführungsbeispiel    des erfindungs  gemässen     Kondensators    schematisch in der  Zeichnung wiedergegeben. Hierin     bedeutet        a     einen Wickelkörper während seiner Herstel  lung. Zum Aufbau dient einerseits ein     dielek-          trisches    Band b, welches auf beiden Seiten  metallisiert ist. Diese     Metallschichten    c und d  stellen die Belegungen des Kondensators dar.  Zusammen mit diesem Band b ist das Band e  aufgewickelt, welches keinerlei Belegung be  sitzt. Die Bänder b und e können beispiels  weise aus     Polystyrolfolie    bestehen.

   Die Ka  pazität des Kondensators setzt sich nun zu-    lammen aus der Kapazität, die zwischen den  Belegungen c und d über das     dielektrische     Band b gegeben ist, und stellt damit den     Kon-          densatorteil    dar, der aus einem beidseitig me  tallisierten     dielektrischen    Streifen     besteht.     Weiterhin aber bildet der Wickelkörper eine       weitere        Kapazität,    die zwischen den Belegun  gen c und d über den     dielektrischen    Streifen       e    besteht. Dies ist der andere Kondensator  teil.  



  Die Erklärung, warum nun eine derartige  Aufbauweise derart überraschende Ergeb  nisse hinsichtlich der     Kapazitätskonstanz          bezw.    der geringen Fertigungstoleranz er  bringt, ist folgende: Man muss grundsätzlich       zwischen        Kunstfolienkondensatoren    unter  scheiden, bei denen die Belegungen ohne Ein  schluss irgendwelcher Fremdgase auf dem     Di-          elektrikum    angebracht sind, und     solchen,    bei  denen die Belegungen selbständig oder auf  einem     andern    Tragkörper als dem     Dielektri-          kum    angebracht sind,

   so dass sich im Feld  zwischen den Belegungen ausser dem Kunst  stoff auch noch Luft als     Dielektrikum    befin  det. Beide     Kondensa.torarten    zeigen ein ent  gegengesetztes Verhalten.     Kondensatoren,    bei  denen die Belegung beispielsweise aus selb  ständigen Metallfolien     bestehen,    nehmen,  wenn der     Reckungszustand    des     Dielektri-          kums    ganz oder teilweise durch Wärmeein  wirkung aufgehoben wird, in ihrer Kapa  zität zu.

   Dies liegt daran,     da.ss    die im     Kon-          densatorkörper    enthaltenen Lufträume bei  der     Entreckung    des     Dielektrikums    durch     di-          elektrisches    Material     angefüllt    werden, wäh  rend gleichzeitig die Grösse der Belegungen  unverändert bleibt. Da die     Dielektrizitäts-          konstante    des Kunststoffes grösser als die  von Luft ist, muss sich also eine Kapazitäts  vergrösserung einstellen.

   Betrachtet. man auf  der andern Seite Kondensatoren, bei denen  im elektrischen Feld ausschliesslich Kunst  stoff     als        Dielektrikum    vorhanden ist, bei  welchen also die Belegungen     einschlussfrei     auf dem     Dielektrikum    haften und keinerlei  Lufteinschlüsse vorhanden sind, dann wird  bei der     Entreckuna    dieses     Dielektrikums,    bei  dem ja bekanntlich eine     Dickenzunahme    er-      folgt, ein grösserer Abstand zwischen den Be  legungen hervorgerufen;

   gleichzeitig     wird     aber auch infolge der Längs- und Querkon  traktion des Bandes eine Verkleinerung der  Belegung, die ja infolge ihres     Festhaftens     auf dem     Dielektrikum    mitgenommen wird,  eintreten. Beides führt zu einer Kapazitäts  verkleinerung.  



  Setzt man nun einen     Kondensator    aus  Teilen mit derart gegensätzlichem Verhalten       zusammen,    dann kompensieren sich die durch  die     Entreckung    hervorgerufenen Erscheinun  gen. Benutzt man also einen Kondensator  ohne herstellungsmässige Wärmeanwendung,  dann können zwar durch während der Be  triebszeit auftretende     Übertemperaturen    Ka  pazitätsänderungen erfolgen, jedoch erfolgen  diese in den einzelnen Teilen des Konden  sators in entgegengesetzter Richtung, so     daB     die Gesamtkapazität des     Kondensators    fast  oder ganz unverändert bleibt.

   In gleicher       Weise    wird auch bei     herstellungsmässig     wärmebehandelten Kondensatoren eine sehr  kleine Fertigungstoleranz -erreicht. Bei der  Herstellung von Wickelkörpern     entsprechend     dem Aufbau des in der Zeichnung veran  schaulichten Ausführungsbeispiels, die in  einer Grösse von 250     nF    hergestellt     wurden,     betrug die     Kapazitätsänderung    nach der  Wärmebehandlung     zwischen    0,08 bis 1,5 %,  im Mittel     0,6;

  %,    das heisst, es wäre ohne be  sondere Mühe eine Fertigung von 0,5- oder  1 %     igen        Kondensatoren    möglich, während bei  der     Herstellung    der gleichen Kondensatoren  in der     althergebrachten    Weise Toleranz  grenzen bis   10 % üblich sind.  



  Da die     vorgenannten        Tbleranzwertgren-          zen    beide positiv sind, ergibt sich, dass man  durch eine geringe Veränderung im kapazi-         tiven    Anteil der einzelnen Aufbauanordnun  gen des     Kondensators    eine noch -weiter  gehende Verbesserung erzielen kann, wenn  man die untere Toleranzgrenze     ebensoweit     vom Nullwert ins negative Gebiet verlagert  wie die positive Grenze, weil dann noch  kleinere Toleranzgrenzen einzuhalten möglich  Ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Elektrischer Kondensator. mit einem Dielektrikum aus reckbarem Kunststoff, da durch gekennzeichnet, dass er aus zwei elek trisch zusammengeschalteten Teilen aufge baut ist, wobei der eine Teil des Kondensators aus mindestens einem beidseitig metallisier ten dielektrischen Streifen und der andere Teil aus nicht metallisierten Streifen aufge baut ist.
    II. Verfahren zur Herstellung eines elek trischen Kondensators nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Konden sator zwecks Erzielung kleiner Fertigungs toleranzen während seiner Herstellung einer Erwärmung ausgesetzt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Kondensator nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden elek trisch zusammengeschalteten Teile getrennt hergestellt sind. 2.
    Elektrischer Kondensator nach Patent anspruch I, \dadurch gekennzeichnet, dass ein beidseitig metallisierter dielektrischer Strei fen mit einem nichtmetallisierten dielektri- schen Streifen zusammengewickelt ist.
CH246112D 1943-10-20 1944-10-18 Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus reckbarem Kunststoff. CH246112A (de)

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CH246112D CH246112A (de) 1943-10-20 1944-10-18 Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus reckbarem Kunststoff.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3418181A1 (de) * 1984-05-16 1985-11-28 Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart Elektrischer wickelkondensator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3418181A1 (de) * 1984-05-16 1985-11-28 Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart Elektrischer wickelkondensator

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