Garn-Zubring- und Wechselmechanismus an Strickmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf einen Garn-Zubring- und Wechselmechanismus an einer Strickmaschine, mit Garnführern, wel che zwecks Auswechslung eines Garnes an der Strickstelle jeweils -selbsttätig bewegt wer den, sowie mit Garn-Fang- und Abschneide mitteln,
welche das nach einem Strickvor gang jeweils. auszuwechselnde Garn festhalten und abschneiden.
Solche Garn-Zubring- und Wechselmecha nismen dienen dazu, Mustereffekte, z. B. ver schiedenfarbige Effekte, herzustellen, z. B: in Form von Querstreifen und dergl., in Strick ware.
Der Erfindungsgemässe Mechanismus ist hauptsächlich in Aussicht genommen für die Anwendung auf Rundstrickmaschinen mit einzeln beweglichen Nadeln. Dabei ist er vor teilhaft anwendbar bei Rundstrickmaschinen mit zwei koaxial übereinanderliegenden Na delzylindern.
Ein Nachteil der bisher allgemein ge bräuchlichen Garn-Zubring- und Wechselme chanismen liegt darin, dass auf Grund der ge genseitigen Anordnung der Garnführer und der Fang- und Abschneidemittel verhältnis mässig lange "Enden" von Garn entstehen, wenn ein Garnwechsel erfolgt, die die Nei gung haben, an den Verbindungsstellen der Garne in der Strickware Wulste zu bilden. Dies beruht darauf,
dass bei einem Garn- -wechsel das Ende des frischen Garnes ge wöhnlich zurückgewendet oder verdoppelt wird und dass sich die Enden des alten und des neuen Garnes über eine ansehnliche An zahl der Nadeln überlappen, was natürlich das Aussehen der Strickware beeinträchtigt.
Die vorliegende Erfindung erstrebt, einen Garn-Zubring- und Wechselmechanismus von verhältnismässig gedrängter Gestalt zu schaf fen, der weniger wulstige und infolgedessen reinere Verbindungen der zu verbindenden Garne herstellen kann, wodurch das Aus sehen der Strickware anziehender wird.
Die Erfindung besteht darin, dass die ge nannten Fang- und Abschneidemittel bei der Strickstelle angeordnet sind und dass eine Schneideklingen und ein Einlege- und Fang element aufweisende Garneinlege- und Schneidvorrichtüng vorhanden ist, welche bei jedem Garnwechsel zusammen mit den Garn führern zwangläufig so gesteuert wird, dass derjenige Teil des neu einzulegenden Garnes,, welcher über das Zuführende des zugeordne ten, in Wirkungsstellung gebrachten Garn führers vorsteht, gefangen,
an eine erste Na del gehängt und zwischen dieser und den zuerst genannten, sein Ende festhaltenden Fang- und Abschneidemittel abgeschnitten wird.
Die genannte Garneinlege- und Schneid- vorrichtung kann so angeordnet sein, dass sie das neu einzulegende Garn abschneiden kann an irgendeinem Punkte zwischen der ersten. Nadel und den das Garnende festhaltenden Fang- und Abschneidemitteln. - Um den obenerwähnten Zweck der Er- findung möglichst gut zu erreichen, wird die Vorrichtung jedoch vorteilhafterweise so an geordnet,
dass das neu einzulegende Garn so nahe als angängig der ersten Nadel, die es aufzunehmen hat, abgeschnitten wird. Der Erfolg hiervon ist, dass ein besonders kurzes, unges.tricktes Ende von frischem Garn erhal ten wird.
Bei den bisher an meisten angewen deten Garn-Zubring- und Wechselmechanis- mem wurde, wenn immer ein Garnführer in seine Wirkungstellung bewegt wurde, dass.ein- zulegende Garn durch bestimmte Nadeln ge fangen und das ganze dann zwischen den ge nannten Nadeln und einem Halteorgan be findliche Garnstück aus dem letzteren ausge zogen und umgewendet, was zur Bildung einer wulstigen Verbindung beitrug.
Natürlich muss der Punkt, an dem das ein zulegende Garn abgeschnitten wird, in jedem Falle so liegen, dass über die erste Nadel hin aus eine solche Länge Garn gelassen wird, die Gewähr bietet, dass das Garn sicher in diese Nadel aufgenommen und von ihr ge strickt wird.
Die Fang- und Abschneidemittel werden zweckmässig so nahe als möglich bei der Strickstelle angebracht, so dass, wenn ein Fa denführer aus seiner Wirkungsstellung ent fernt wird, das auszuwechselnde, d. h. alte Garn, nachdem es gefangen worden ist, nahe der Strickstelle abgetrennt wird, um nur ein kurzes Ende übrig zu lassen. Überdies kann die Überlappung (worunter die überlappenden Stücke der alten und der neuen Garne ver standen sind) auch dadurch kurz gehalten werden, indem der Reglermechanismus der Maschine so eingerichtet wird, dass der Garn wechsel möglichst rasch erfolgt.
Durch die erwähnten Massnahmen können in der Strick ware ausserordentlich saubere Verbindungs- stellen erzeugt werden, an denen nur kurze ungestrickte Enden der alten und der frischen Garne von der Innenseite des Gestrickes vor stehen.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes eine Mehrfarben-Streifeneinrichtung mit zugehöri- gem Antriebsmechanismus in Anwendung an einer Rundstrickmaschine zur Herstellung nahtloser Strümpfe mit koaxial übereinander angeordneten, sich drehenden Nadelzylindern dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Grundriss des Garn- Zubring- und Wechselmechanismus, Fig. 2 die Vorderansicht des Garn- Zubring- und Wechselmechanismus, in der Richtung des Pfeils A von Fig. 1 gesehen.
Fig. 3 ist eine Einzelansicht und zeigt die Garnführer in ihren Ruhestellungen, mit allen entsprechenden Garnenden gehalten durch die Fang- und Abschneidemittel.
Fig. 4 zeigt mit der Musterkette zusamen- wirkende Hubmittel und zum Bilden von Halbrundstreifen benötigte Verbindungsele- mente.
Fig. 5 veranschaulicht im Grundriss den Schaltrad- und Klinkenmechanismus, der be nutzt wird, um das Hin- und Hergehen der die Ringelbildung regelnden Trommel zu be wirken, die Klinke durch einen Schieber in ausgerückter Stellung gehalten.
Fig. 6 zeigt eine ähnliche Ansicht, aber der Schieber in eine solche Stellung bewegt, dass er das Zusammenarbeiten der Klinke mit dem Schaltrade erlaubt.
Fig. 7 ist der Grundriss irgendeines Nockenringes der Steuertrommel und zeigt ganz allgemein, wie der Nockenring auf den zugeordneten Hebel wirkt und ihn betätigt.
Fig. 8 ist ein teilweiser Gründriss und zeigt Hubnocken, die unterhalb der Grund platte der Maschine angeordnet sind,- um den Garn-Zubring- und Wechselmechanismus so wohl beim Herstellen halbrunder als auch 'ganzrunder Ringel zu beherrschen, wie unten beschrieben wird.
Fig. 9 ist eine perspektivische Darstellung der Garn-Fang- und Abschneidemittel und der Garneinlege- und Schneidvorrichtung; diese nach ihrer Betätigung zum Abschneiden eines einzuführenden Garnes.
Fig. 10 und 11 sind zwei Ansichten der Garn-Fang- und Abschneidemittel mit dem Garnführer in der offenen und der geschlos- senen Stellung, in -der Richtung des Pfeils B von Fig. 1 gesehen.
Fig. 12 zeigt eine Seitenansicht der Garn einlege- und Schneidvorrichtung für sich, in der Richtung des Pfeils C von F'ig. 1 ge sehen, die Elemente der Vorrichtung in Ruhe- stellung, und Fig. <B>13</B> ist eine ähnliche Darstellung und zeigt die genannten Elemente, während sie vorgerückt werden, um ein einzulegendes Garn abzuschneiden und zu halten.
Gleiche Teile sind durchwegs mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 die Grund- platte der Strickmaschine, während die Nok- kenbüchst mit 2 bezeichnet ist. Es sind sie ben Garnführer 3 für Vielfarben-Streifenbil- dung vorgesehen, die schwenkbar an einem Ständer 4 gelagert sind. Die Anzahl der Garn führer könnte natürlich auch eine andere sein.
Der Deutlichkeit wegen sind in Fig. 2 nur zwei dieser Garnführer, .nämlich der oberste und der unterste, vollständig dargestellt, die Zuleitenden der übrigen fünf Führer sind nur durch kleine greise 3' angedeutet, der volle Satz von Führern ist jedoch in Fig. 3 dar gestellt.
Jeder Fadenführer 3 besteht aus einem verhältnismässig dünnen, stabähnliehen Gliede, das an der Stelle 3a besonders dünn gehalten ist, um der < Führer an seinem Zu führende 3b federnd zu gestalten. Die Garn führer sind in die Enden von Traghebeln 5 eingesetzt und darin mittels Schrauben 6 ge sichert. Diese-Hebel sind mittels Zapfen 7 an Trägern 8 schwenkbar gelagert; die Schwenk achsen verlaufen dabei schräg sowohl zur Ho rizontalen als auch zur Vertikalen. Dies ist aus Fig. 2 klar ersichtlich.
Die Träger 8 sind an einer aufrechten Tragplatte 4 be festigt und so angeordnet, dass sich die Zu leitenden 3b aller Garnführer 3 in der Zu leitstelluug an einem gemeinsamen Zuleit- punkt P (Fig. 1 und 2) 'befinden, der etwas vor der Strickstelle liegt. Aus Fig. 2 ist er sichtlich, dass dieser Punkt nahe dem übli chen Zungenführer 9 liegt. Die Garnführer 3 befinden sich normalerweise in ihren unwirk samen Stellungen nach Fig. 2.
Der in Fig. 1 eingezeichnete Führer befindet sich jedoch in seiner Zuleitstellung, mit seinem Zuleitende am Punkte P. Werden die Führer in ihre Zu- leitstellungbewegt, so folgen ihre Zuleitenden den in Fig. 2 durch die strichpunktierten Linien l dargestellten Bahnen.
DieAnordnung ist so, dass, wenn ein untätiger Führer in die Zuleitstellung bewegt wird, sein Zuleitende 3b im Punkte P in Berührung mit dem Zu leitende des in diesem Momente tätigen Füh rers gelangt, welcher dann nachgibt, um dem neuen Führer Platz zu machen.
Die Garnführer 3 werden für gewöhnlich durch Federn in ihrer nicht wirksamen Stel lung gehalten. Zu diesem Zwecke ist mit je dem Trägerhebel 5 eine Zugfeder 10 verbun den, die an einer in der feststehenden Platte 12 befestigten Säule 11 verankert ist. Mit jedem Trägerhebel 5 ist überdies ein Lenker ' arm 13 verbunden, der durch einen Arm 14a eines den betreffenden Fadenführer betäti- genden Hebels 14 hindurch verschiebbar ist. Ein am Lenkerarm 13 mittels Stellschrauben 16 befestigter Ring 15 ist so angeordnet, dass er in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise auf den Arm 14a drückt.
Das Ende 14b des andern Armes, jedes Führerbetätigungshebels 14 ist so ausgebildet, dass es zu gegebener Zeit mit einer Schulter 17a eines unter Federwir kung stehenden Fanggliedes 17 in Eingriff gebracht werden kann. Aus Fig. 2 ist ersicht lich, dass sowohl diese Fangglieder als auch die entsprechenden Hebel 14 waagrecht über einander angeordnet sind. Die Fangglieder 17 sind schwenkbar auf einem gemeinsamen Drehzapfen 18 angeordnet., während die He bel 14 in ähnlicher Weise auf einem Dreh zapfen 19 gelagert sind. Die beiden Zapfen sind an ihren obern Enden mittels eines Brückenstückes 20 starr miteinander verbun den.
Jedes Fangglied 17 ist mit einem Schwanzteil 17b ausgebildet, an den das eine Ende einer kleinen Zugfeder 21 angeschlossen ist, deren anderes Ende an einem lotrecht an geordneten Zapfen 22 verankert ist, der von Lappen 23a einer aufwärtsgerichteten Platte 23 getragen wird. Diese Feder 21 dient nor- malerweise dazu, das betreffende Fangglied in seiner in Fig. 1 dargestellten Fangstellung zu halten, in welcher der Schwanzteil 17b am gegenüberliegenden Rande der Platte 23 anliegt.
Normalerweise sind die die Faden führer betätigenden Hebel 14 von den ent sprechenden Fanggliedern frei, ihre Arm enden 14b befinden sich dann links von der in Fig. 1 angegebenen Stellung. Wird irgend einer der Hebel 14 so betätigt, dass sein Arm ende 14b sich nach rechts bewegt, so wird dieses zunächst auf die Schulter 17a des zu gehörigen Fanggliedes 17 drücken und dieses entgegen der Wirkung seiner Feder 21 aLts- wärts pressen, worauf das Armende 14b hin ter die Schulter 17a einschnappt.
Auf diese Weise wird der einen Garnführer betätigende Hebel gefangen und in der in Fig. 1 angege benen Stellung zurückgehalten. Während der Bewegung eines Hebels 14 im eben beschrie benen Sinne wird sein Arm 14a natürlich nach links schwingen und dabei auf den entspre chenden Ring 15 drücken, wodurch der zuge hörige Garnführer 3 veranlasst wird, sich ent gegen der Wirkung seiner Feder 10 in. die Zu- leitstellung zu bewegen.
Das freie Ende eines jeden Fanggliedes 17 trägt eine Anschlag schraube 24, die nach dem Einstellen durch eine Stellschraube 25 gesichert werden kann. Für das gleichzeitige Einwirken auf alle An schlagschrauben 24 ist ein aufrechtstehender Bolzen 26 vorgesehen, der durch einen He bel 27 getragen wird, der auf einer hohlen Achse 28 befestigt ist, mit dieser aber auch ein Stück bilden könnte.
Diese Achse 28 ruht in der feststehenden Platte 12, und an ihr ist ein -weiterer Hebel 29 (gleich dem aus Fig. 7 ersichtlichen Hebel L) befestigt. für das Zu- sammenwirken mit einem Nockenring 30 (Fug. 2), der auf einer Nockenringtrommel 31 vorgesehen ist.
Wenn immer der Nockenring 30 auf die Zunge des Hebels 29 einwirkt, so wird der Hebel 27 in der Uhrzeigerrichtung verschwenkt, um alle Fangglieder 17 gleich zeitig zu verschwenken. Daher wird irgend einer der Führerbetätigungshebel 14, der in diesem Zeitpunkte in der in Fig. 1 angegebe nen Stellung gehalten wird, ausgelöst,
und der entsprechende Fadenführer schwingt unter dem Einflusse der Feder 10 in seine Nichtzuleitstellung. Der entsprechende Ring 15 wirkt auf den Hebel 14, wodurch dieser seine normale Untätigkeitsstellung einnimmt, in der sein Armende 14b links von der in Fig. 1 dargestellten Stellung liegt, -wie oben erwähnt.
Die die Garnführer betätigenden Hebel 14 werden wahlweise von einem Auswahlmecha- nismus betätigt. Zu diesem Zwecke ist ein Auswahlglied 32 vorgesehen, welches auf und abwärts in verschiedene waagrechte Ebe nen bewegt werden kann, um wahlweise auf einen derjenigen Hebel 14 nahe ihren Arm enden 14b einwirken zu können, die unter dem Einfluss von Zapfen 33 an einer Musterkette 34 (Fug.
4) stehen. Das genannte Glied kann von einem Nockenring 35 aus betätigtwerden, der auf der Nockenringtrommel 31 vorgese hen ist. Das Glied 32 ist am obern Ende einer Schubstange 36 befestigt, die sich in lotrechter Richtung durch eine Hohlwelle 37 verschieben kann. Diese Welle ist kanzentrisch in der äussern Hohlwelle 28 angeordnet. Die Stange 36 trägt an ihrem untern Ende eine Anschlagschraube 38, die auf dem freien Ende eines Hebels 39 ruht.
Eine in, der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise angeordnete Zug feder 40 dient dazu, die Stange 36 mit dem genannten Hebel in Berührung zu halten. Dieser letztere sitzt mit einer Nabe 39a schwenkbar auf einer feststehenden Spindel 41.
Durch Ausschwingen des Hebels 39 um verschieden grosse Winkel lässt sich die Schub stange 36 heben oder senken, um das Aus wahlglied 32 in diejenige waagrechte Ebene zu bewegen, welche die nachfolgende Ein- wirkung des Auswahlgliedes auf den ge wünschten Garnführer-Betätigungshebel 14 gestattet.
Ein Hebel 42, in der Form ähnlich dem in Fig. 7 gezeigten Hebel L, ist am untern Ende der Hohlwelle 37 befestigt für das Zusammenwirken mit dem Nockenring 35. Ein weiterer Hebel 43 (Fug. 2) ist am obern Ende der Welle 37 befestigt u_ nd mit einem vertikalen Zapfen versehen, welcher sich durch sein Loch im Auswahlglied 32 hin durch erstreckt (nicht gezeichnet).
Dieser Zapfen stellt daher die Antriebsverbindung zwischen den beiden Teilen dar und gestattet eine Vertikalbewegung des Glieds 32 relativ zum Hebel 43. Wenn daher der Nockenring 35 den Hebel 42 auswärts bewegt, so wird diese Bewegung unter Vermittlung der Welle 37 auf den Hebel 43 übertragen, der durch die Wirkung des daran vorhandenen Zapfens 43' eine Schwenkbewegung des. Auswähl- gli:edes 32 bewirkt.
Auf diesem Wege wird das genannte Glied veranlasst, auf den ge wünschten Betätigungshebel 14 einzuwirken, so dass das Zuführende des entsprechenden Garnführers 3 an den Zuleitpunkt P gezogen wird.
Zum Betätigen des Hebels 39 und da mit Ändern der Höhenlage der Schubstange 36 in Übereinstimmung mit den Erforder nissen der Musterbildung (Garnauswahl) ist ein Lenkerarm 44 vorgesehen, der eine Zap fen- und Schlitzverbindung 45, 46 mit dem genannten Hebel besitzt und auf Längsbe wegung in verschiedenem Betrage eingerich tet ist auf die Einwirkung von Zapfen an der Kette 34 hin. Das vom Hebel 39 abge kehrte Ende des Lenkerarmes. 44 ist mit einem Hebel 47 gelenkig verbunden, der sei nerseits in einen festen Träger 48 aasgelenkt ist.
Der Hebel 47 besitzt einen Seitenarm 47a, der in der Bahn eines. Kettenzapfenhebels 49 liegt, der mit einer ihn betätigenden Lenker vorrichtung verbunden ist. Zu dieser gehören ein Lenkerarm 50 für Parallelbewegung und ein Lenkerarm 51 für das Zusammenarbeiten mit den Zapfen an der Kette 34. Durch die auf der Musterkette 34 sieh folgenden Zapfen von verschiedener Höhe wird über die Lenker vorrichtung der gettenzapfenhebel 49 betä tigt, der mittels des Hebels 47 den Lenker arm 44 um den verlangten Betrag verschiebt (nach rechts in Fig. 2).
Die Nockenringtrommel 31 befindet sich normalerweise in Ruhe, wird aber durch den Lenherarm 44 in Tätigkeit gesetzt, wenn irgendein Garnwechsel zu bewerkstelligen ist. Die genannte Trommel sitzt auf einer Achse 52 fest, an welche auch ein Schaltrad 53 starr angeschlossen ist. An diesem befindet sich eine einzige Kerbe 53a mit einem Schul- terteil 53b (Fig. 5 und 6) für das Zusammen wirken mit einer Klinke 54.
Diese wird durch einen Arm 55a eines Hebels 55 getragen, der durch eine nockengesteuerte Kurbel 56 fort laufend hin- und herbewegt wird. Die Kurbel 56 besitzt eine Nabe 56a, die längs einer Welle 57 auf- und abwärts verschiebbar ist, welche von der Grundplatte 1 herunterhängt. Das eine Kurbelende ist auf einem Zapfen 58 verschiebbar, der vom Arm 55b des Klinken- hebels 55 weg abwärts vorsteht. Am andern Ende ist die Kurbel mit einer Rolle 59 ver sehen, auf welche Hubnocken einwirken kön nen,
welche mittels Bolzen auf der Nabe 60 des untern Nadelzylinders sitzen. Wie in Fig. 8 gezeigt, sind drei solcher'Hubnocken vorhanden, nämlich ein einzelner Hubnocken 61, um das Hin- und Hergehen des Klinken hebels einmal je Umdrehung der Nadelzylin der zu bewirken und ein Paar einander dia metral gegenüberliegender Nocken 62, um den genannten Hebel zweimal je Umdrehung der Nadelzylinder hin- und hergehen zu ma chen.
Der Hubnocken 61 liegt in einer waag rechten Ebene unterhalb der Ebene, in der die Hubnocken 62 angeordnet sind, und die Kurbel 56 ist, wie schon erwähnt, in der Höhenrichtung beweglich, um die Rolle je nach Frfordernis in die eine oder andere dieser Ebenen zu bringen. Zu diesem Zwecke ist die Nabe 56a mit einer Umfangsnut 56b ausgebildet für die Aufnahme des zuge wandten Endes eines Hebels 63 (Fig. 2), der von der (nicht gezeichneten) Hauptsteuer trommel aus -betätigt wird.
Je nach der Hö henlage der Ralle 59 - welche Höhenlage durch Hubnocken an der Hauptsteuer trommel bestimmt wird - führt die Klinke 54 entweder einen Arbeitshub oder zwei Ar beitshübe je Umdrehung der Nadelzylinder aus. Es ist zu beachten, dass der Klinkenhebel 55 beständig schwingt, wenn sich die Ma schine in Tätigkeit befindet, aber normaler weise unwirksam gemacht wird mittels eines- Schiebers. 64, welcher, wenn er in Wirkungs stellung ist (Fig. 1 und 5), den Eingriff der Klinke 54 in das Schaltrad 53 verhindert.
Dieser Schieber befindet sieh an einem Hebel 65, der mittels eines Lenkerarmes 66 mit dem Hebel 67 verbunden ist, der schwenkbar auf der früher erwähnten, feststehenden Spindel 41 sitzt.
Der Hebel 67 hat mit dem Lenker arm 44 eine Stift- und Schlitzverbindung 68, 69, so dass, wenn der Lenkerarm 44 je ver schoben wird, um die Wahl eines Garnführers einzuleiten, der Schieber 64 aus dem Schwenk bereich der Klinke 54 herausgeschwungen wird, um das Zusammenwirken der Klinke mit dem Schaltrad in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise zu gestatten. Die Nockenringtrommel 31 wird also nur verschwenkt,
wenn ein Garn- wechsel bewirkt werden soll. Zur Erstellung halbrunder Effekte, wie z. B. Fussblattstrei- fen, wird die Nockenringtrommel 31 durch die Hubnocken 62 zweimal auf jede Umdrehung der Nadelzylinder geschaltet, während für die Ganzrund-Ringelbildung die Trommel 31 nur einmal 'je Umdrehung der Nadelzylinder geschaltet wird. Die Trommel steht unter Fe- der-Rückkehrwirkung,
so dass sie während des Betriebes nach jeder Schaltung, d. h. bei je dem Leerhub der Klinke 54 selbsttätig in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt wird.
Wird mit den Nocken 62 für Halbrund- streifenbildung gearbeitet, dann wird der Lenkerarm 44 zeitweise in einer bestimmten Auswählstellung zurückgehalten, ohne jedoch daran gehindert zu werden, bei jedem Um gang der Nadelzylinder einen andern Garn führer auswählen zu können.
Zu diesem Zwecke ist der Lenkerarm 44 mit einem An satz 70 versehen, um in geeigneten Zeitpunk ten mit einer Anschlagschraube 71 zusammen- zuwirken, die vom freien Ende eines Hebels 72 getragen wird. Dieser steht unter dem Ein- flusse einer Feder 73 (Fig. 4), die normaler weise bestrebt ist, den Hebel mit der An schlagschraube 71 in der in Fig. 2 angedeute ten gehobenen Stellung zu halten.
In dieser Stellung liegt die Anschlagschraube- in der Bahn des Ansatzes 70 und hält den Lenker arm 44 zeitweilig in der Stellung, in welcher er einen bestimmten Halbrund-Garnführer aus gewählt hat.
Der Hebel 72 ist jedoch mit einer Rolle 74 ausgestattet für die Berührung mit einem . zw Jilappigen Hubnocken 75, der auf einer mit der halben Zylindergeschwin- digkeit laufenden Welle 76 befestigt ist. In folgedessen wird beim Halbrund-Streifen- stricken in regelmässigen Zeitabständen der Lenkerarm 44 freigegeben,
weil der Hebel 72 entgegen der Federwirkung durch Hub nockenwirkung betätigt wird, um den Schrau benanschlag 71 vom Ansatz<B>70</B> abzuheben (s. untere Stellung in. Fig. 2).
Der Führer für dasFersen-undFussspitzen- garn wird von der Nadelzylinderwelle der Maschine aus beherrscht, nicht wie die übri gen Garnführer 3 von der Kette 34 aus. Um dies zu ermöglichen, ist der Lenkerarm 44 mit einem Anschlag 80 ausgestattet, der eine einstellbare Anschlagschraube 81 trägt, gegen welche periodisch ein von der Nadelzylinder welle betätigter Winkelhebel 82 trifft.- Soll.
der Fersen- und Spitzengarnführer zur Be- tätigung ausgewählt werden, so wird der Winkelhebel 82 in der Uhrzeigerrichtung ge schwenkt und verschiebt dadurch den Lenker arm 44 nach rechts (Fig. 2), Der Betrag die ser Verschiebung reieht gerade hin, das. Aüs- wählglied 32 auf eine Höhe zu heben, die dem entsprechenden Hebel 14 für die Betäti gung des genannten Führers angepasst ist.
Die Schubstange 36 und damit auch das Auswählglied 32 werden bei jedem Auswäh len in der entsprechenden Höhenlage mittels eines federbelasteten Anzeigefingers 83 fi xiert, der mittels einer Nabe 83a frei drehbar auf der Welle. 52 sitzt.
Das freie, d. h. wirk same Ende des Fingers 83 ist für den Ein griff in Umfangsrinnen 36a (Fig. 2) der Stange 36 ausgebildet. Ein mit einem auf wärtsgerichteten Stift 85 ausgestatteter He bel 84 dient zur Betätigung des Anzeigefin- gers 83 und sitzt fest auf der Achse 52 der Nockenringtrommel. Demgemäss wirkt jedes mal, wenn die Nockenringtrommel 31 in. ihre Ruhestellung zurückgeführt wird,
nachdem sie durch die Klinke 54 geschaltet worden ist, der Stift 85 so auf den Anzeigefinger 83, dass dieser völlig von der Schubstange 36 abge hoben wird. Umgekehrt wird bei jeder Schal tung der Trommel 31 dem-Finger-83 ermög- licht, in die auf seiner Höhe befindliche Rille 36a einzugreifen, um das Auswählglied in dieser Höhe zu fixieren.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Garneinlege- und Schneidvorrich- tung ein Paar feine, flache Schneideklingen 86, 87 mit zugehörigem blattartigem Einlege- und Fangelement 88, die auf einer Seite eines aufwärtsgerichteten Teils 89a angebracht sind, der an einem auf der untern Hubnocken büchse 2 festgemachten Lagerkörper 89 vor gesehen ist.
Jede der zwei Schneideklingen und auch das Einlege- und Fangelement ent hält einen Schlitz, durch den ein Bolzen 90 reicht, der seitlich vom aufstehenden Teil 89a vorsteht; die Bedeutung der Schlitze wird unten beschrieben. Das äussere Ende dieses Bolzens 90 besitzt Schraubengewinde für den Anschluss einer Mutter 91 und einer zugehöri gen Verriegelungsmutter 92. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist zwischen diesen Muttern und einer neben der äussern Schneideklinge 87 auf dem Bolzen sitzenden Unterlagscheibe 94 eine leichte Druckfeder 93 eingesetzt.
Auf diese Weise sind die zusammenarbeitenden Ele- mente 86, 87, 88 federnd gegeneinander ge drückt. Diese Elemente sind annähernd radial zum Nadelkreis gerichtet. Sie liegen in par allelen Ebenen zur Ebene, in welcher sich die Garnführer 3 in ihrer Arbeitsstellung be finden. An ihrem Arbeitsende ist jede der Sehneideklingen 86, 87 zugeschärft und auf der Unterseite einwärts gebogen.
Das Arbeits ende des Einlege- und Fangelementes 88 ist ähnlich gestaltet, mit der Ausnahme, dass es eine. Ausspaxning 88a zum Fangen des Gar nes aufweist., Die Schneideklingen und das zugehörige Einlege- und Fangelement sind bestimmt, gleichzeitig gegen die Nadeln und von den Nadeln n weg bewegt zu werden. Zu diesem Zwecke sind sie an ihren äussern En den auf einem gemeinsamen Betätigungs hebel 95 schwenkbar angebracht.
Alle drei Elemente sind angenähert gleich lang und jedes besitzt an seinem äussern Ende eine Boh rung, durch welche sich ein Bolzen 96 er streckt, der, wie aus Fig. 1 deutlich ersicht- fieh, seitlich vom Betätigungshebel 95 vor- steht. Dieser letztere wird von einem an der Nockenringtrommel 31 befindlichen Nocken ring 99 aus unter Vermittlung eines Lenker armes 97 und eines Hebels 98 betätigt.
Die zwei Schneideklingen 86, 87 und das Einlege- und Fangelement 88 werden somit jeweils gleichzeitig vorwärtsgeschoben, wobei sie eine Relativbewegung ausführen, und mitein ander zu arbeiten in solcher Weise, dass sie ein einzuführendes Garn fangen, festhalten und abschneiden, wie dies in Fig. 9 für das Garn iy angedeutet ist.
Die gegenseitigen Be wegungen der Elemente werden durch das Ar beiten des Bolzens 90 in den obenerwähuten Schlitzen erhalten. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, besitzt der Schlitz 100 in der äussern Schneideklinge 87 V-Form, so dass, wenn diese Klinge gegen die Nadeln n vorgestossen wird, sie zunächst scharf ansteigt und .sich dann rasch wieder abwärts bewegt, um nach Sche renart mit der innern Schneideklinge 86 zu sammenzuwirken.
Anderseits, weist der Schlitz 101 in der innern Schneideklinge 86 praktisch geradlinige Endteile und einen leicht auf wärtsgebogenen Mittelteil auf, so da.ss diese Klinge während ihres Vorstossens gegen die Nadeln sich zunächst in einer gestreckten untern Bahn vorwärts bewegt, um am Garn iy vorbeizukommen, und dann leicht an steigt, bevor sie in ihre Endstellung gelangt. Das Einlege- und:
Fangelement 88 steigt mit der äussern Schneideklinge 87, bewegtsich je doch ein wenig früher abwärts als letztere, um das eintretende Garn iy zu fangen, bevor es abgeschnitten wird. Diese Bewegung wird erzielt, indem im Einlege- und Fangelement ein V-förmiger Schlitz 102 (Fix. 12 und 13) ausgespart ist, der etwas weniger tief ist als der in der äussern Schneideklinge 8 7 befind liche Schlitz 100.
Ferner sind Garn-Fang- und Abschneide- mittel vorgesiehen, die ein schwenkbares Schneideglied 103, eine mit diesem zusammen wirkende, feststehende Schneideplatte 104, federbeeinflüsste Garnfasskolben 105 (Fix. 12) und ein schwenkbares Einlegeelement 106 um fassen.
Die in einem Blocke 108 gelagerten Kolben 105 sind mit Sägezähnen besetzt, um eine Bewegung des eingeklemmten Garnes zu verhindern. Wie aus Fig. 1 -ersichtlich, liegen das schwenkbare Schneideglied 103 und das Garneinlegeelement 106 mehr oder weniger tangential zum Nadelkreis<I>NC</I> und rechtwink lig zu den Schneideklingen 86, 87 und dem Einlege- und Fangelement 88.
Beide sind an einem ,gemeinsamen Drehzapfen 107 starr befestigt, der seinerseits in dem Blocke 108 am Tragkörper 89 angebracht ist. Eine am Block<B>108</B> befestigte, aufwärtsgerichtete Platte 109 wirkt als Führung, um das Auf schieben eines auszuwechselnden Garnes hin ter die Garnfasskolben 105 zu erleichtern.
In Verbindung mit den Garn-Fang- und Ab- schneidemitteln 103-106 ist ein Ausstoss element 110 vorgesehen, das am den erwähn ten Mitteln abgekehrten Ende des Dreh zapfens 107 sitzt und geeignet ist, abge- schnittene Garnresten zu entfernen. Hierfür ist das Ausstosselement mit einem winkel förmig angeordneten Fortsatz 110a ausgebil det, der gegabelt ist für den Angriff an einem in das betreffende Ende des. Dreh zapfens 107 eingesetzten Stift 111.
Das Ab fallgarn wird in einem nicht gezeichneten Behälter von Kennelform aufgenommen, der an der Unterseite des Lagerkörpers 89 ange bracht ist. Das Schneideglied 103 und das Garneinlegeelement 106 sind beide fest am Drehzapfen 107 befestigt, jedoch auf entge gengesetzten Seiten der festen Schneideplatte 104.
Das Garneiulegeelement 106 ist seiner seits zwischen die feste Schneideplatte 104 und die Garnfassli:olben 105 eingefügt. Aus den Fig. 10 und 11 ist zu ersehen, dass das Einlegeelement 106 breiter als das Schneide glied 103 ist. Das mit dem Gestrick verbun dene Ende eines auszuwechselnden Garnes läuft jeweils über die Oberkante der festen Schneideplatte 104 und durch eine Ausneh- mung in der Führungsplatte 109.
Wenn jetzt das Glied 103 und das Einlegeelement 106 durch eine entsprechende Betätigung des ge gabelten Armes<B>117</B> nach unten geschwenkt werden, aus der in Fig. 10 gezeigten Stellung in die in Fig. 11 ersichtliche Lage, ergreift das Einlegeelement 106 zuerst das Garnende und stösst es zwischen die feste Schneide platte 104 und die Garnfasskolben 105, um es zu fangen, wonach der untere Rand des Schneidegliedes 103 in Zusammenwirkung mit der festen Schneideplatte 104 das genannte Garn abschneidet.
Wenn nun das Glied 103 und das Einlege element 106 bei jedem Garnwechsel auf und nieder geschwenkt werden, wird dem Aus stosselement 110 eine entsprechende Bewegung mitgeteilt, da das letztere fest mit dem früher erwähnten Drehzapfen 107 verbundenist. Als Folge davon wird jedes auf weiter unten be schriebene Weise abgeschnittene Garnstück, das in den kennelförmigen Behälter unterhalb der Platte 89 gefallen ist,
früher oder später herausgeschleudert - vom Mechanismus hin- weg. Das Auestossel.ement ist nicht bei jeder Schwenkbewegung wirksam, sondern meistens nur dann, wenn eine grössere Anzahl abge schnittener Enden in den Behälter gefallen ist.
Die hintern Enden des Schneidegliedes 103 und des Garneinlegeelementes <B>106</B> sind ge schlitzt für den Eingriff eines abgekröpften Teils 112a einer Stange 112, die im Lager körper 89 drehbar ist.
Drehbewegungen wer den dieser Stange erteilt durch Vermittlung eines Hebels 113, der bei 114 schwenkbar gelagert ist und durch einen an der Nocken ringtrommel 31 vorgesehenen Nockenring 115 betätigt werden kann.
Ein Lenkerarm 116 verbindet den Hebel<B>113</B> mit dem gegabelten Arm 117, der auf der Stange 112 einstellbar befestigt ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist an den Hebel 13 eine Klinke 118 angelenkt, die eine Nase 118a besitzt, auf welche -ein zahnartiger Ansatz 115a des Nockenringes 115 einwirken kann.
Die genannte Klinke steht unter der Wirkung einer Feder 119, welche Feder an ihrem andern Ende an einem nicht gezeigten Fixpunkt befestigt ist, durch die die Klinke normalerweise gegen einen voni Hebel<B>113</B> getragenen festen An schlag 120 gehalten wird. Die Anordnung ist also derart, dass eine Bewegung des Hebels <B>113</B> auf Grund der Bewegung der Nocken ringtrommel 31 nur in einer Richtung ge stattet ist.
Dies im Gegensatz zu allen übri- gen Hebelbewegungen, die von der genannten Trommel ausgelöst werden und die der in Fig. 7 dargestellten entsprechen, bei der der Hebel L bei der Bewegung der Trommel in jeder Richtung betätigt wird. Die arbeiten den Eiiden der Elemente 103 und 106 befin den sich in nächster Nähe der arbeitenden Enden der Elemente 86-88.
Vor einem Garnwechsel befindet sich einer der Garnführer 3 in seiner Wirkstellung und führt ein Garn zu den Nadeln, während die übrigen Führer untätig in ihrer Ruhelage - d. h. zurückgezogen - sind;
wobei die ent sprechenden Garnenden von deren Zuführ enden 3b zu den Fang- und Abschneidemit- teln 103-106 hin verlaufen, wo sie von den Garnfasskolben 105 festgehalten werden (siehe Fig. 3).
Angenommen es finde ein Garnwechsel statt. Nun beginnt einer der bisher untätigen Garnführer sich gegen die Nadeln hin zu be wegen, bis sein Zuführende am Punkt P liegt. UngefähT zu gleicher Zeit beginnt der bisher tätige Führer 3 sich in seine Ruhe stellung zurück zu bewegen.
Die ein- und aus tretenden Führer stossen zusammen, wobei der letztere nachgibt, um dem eintretenden Füh rer zu gestatten, seine Arbeitsstellung einzu nehmen. Gleichzeitig mit diesen Bewegungen ergreift das angelenkte Einlegeelement 106 das auszuwechselnde Garn,
wonach dieses durch die Zusammenarbeit zwischen dem an gelenkten Schneideglied 103 und der festen Schneideplatte 104 ganz nahe- bei der Strick stelle abgeschnitten wird.
Gemeinsam mit diesen Bewegungen werden die Schneideklin gen 86 und 87 sowie das Einlege- und Fang element 88 gegen .die Nadeln vorgestossen, mit der Wirkung, dass das neue Garn, welches das alte ersetzen soll, dessen Fadenführer zu dieser Zeit zurückgezogen wird, gefangen und sein Ende abgeschnitten wird, und zwar bei der ersten Nadel n1,
in welche das neue Garn durch das Einlegeelement 88 eingehängt wurde.
Nach Fig. 9 hat die Gärneinlege- und Schueidvorrichtung eben das. einzuführende Garn iy nahe der ersten Nadel n' abgeschnit- ten und hält den Teil iy' dieses Garnes bereit zum Anhängen, an die Nadeln.
Das abge schnittene Ende iy' des neuen Garnes wird dann in der oben beschriebenen Weise als Abfall entfernt. Fig. 12 zeigt alle drei Ele mente 86, 87 und 88 der Vorrichtung aus der Arbeitsstellung vollständig zurückgezogen, während in Fig. 13 diese Elemente in einer Stellung dargestellt sind, in welcher sie sich befinden, während sie vorgeschoben werden, um das einzuführende Garn abzuschneiden und zu halten.
Der beschriebene Garn-Zubring- und Wechselmechanismus lässt sich nicht nur wie beim beschriebenen Ausführungsbeispiel an Rund-Rändermaschinen, sondern auch an Rund-Glattstrickmaschinen verwenden zum Erzeugen von Waren in fortlaufenden Län gen, zur Herstellung von Kleidern, oder zum Erzeugen von Strümpfen, Dreiviertelstrümp- fen, Sportstrümpfen,
Halbstrümpfen, Socken und andern Artikeln.
Der beschriebene Garn-Zubring- und Wechselmechanismus lässt sich auch an Ma schinen mit stillstehendem Zylinder anwen den. Auch kann die Maschine mit Zungen oder Hakennadeln ausgerüstet sein.