CH246877A - Verfahren zur Steuerung von Schaltmitteln durch elektrische Triebfahrzeuge. - Google Patents
Verfahren zur Steuerung von Schaltmitteln durch elektrische Triebfahrzeuge.Info
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Description
Verfahren zur Steuerung von Schaltmitteln durch elektrische Triebfahrzeuge. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Schaltmitteln durch elektri sche Triebfahrzeuge, denen der Betriebsstrom von aussen zugeführt wird. Das Verfahren kann bei Vollbahnen, Strassenbahnen und beim Trolley-Bus z. B. zur Steuerung von Verkehrssignalen, Weichen, Sicherungsein- richtungen oder dergleichen verwendet werden.
Die Erfindung besteht darin, dass zur Steuerung der Schaltmittel von einem Trieb fahrzeug aus Wirkungen des das Triebfahr zeug durchfliessenden Stromes an zwei Tei len der einen. Leitung verwendet werden, und dass die Steuerung der Schaltmittel nur dann erfolgt, wenn sich das Triebfahrzeug zwi schen diesen zwei Leitungsteilen befindet und die die zwei Stellen durchfliessenden Ströme verschieden sind.
Die Schaltmittel können beispielsweise durch das vom Strom an den zwei Leitungsteilen .erzeugte magnetische Feld oder durch den vom Strom an diesen Leitungsteilen erzeugten Spannungsabfall be einflusst werden. In letzterem Fall werden als Schaltmittel mit Vorteil eine Spannungs vergleichsanordnung, beispielsweise ein Dif ferentialrelais, verwendet.
In, der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel einer Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Steue- rung von Verkehrssignalen durch die Trieb wagen von Strassenbahnen dargestellt.
Zur Steuerung des vor der Kreuzung der Fahr bahn<I>AB</I> mit der Fährbahn <I>CD</I> angeordneten Verkehrssignals, S werden am Fahrdraht F die Punkte 1, 2 mit der .einen Wicklung und die Punkte 3, 4 mit der andern Wicklung des Differentialrelais D verbunden:
Der durch den Fahrdraht F fliessende Strom erzeugt in den Leitungsteilen 1, 2 und 3, 4 Spannungs- abfälle, die auf das Differentialrelais D -ein wirken. Das Differentialrelais D spricht an, sobald diese beiden Spannungsabfälle um einen bestimmten Betrag voneinander ab weichen und schliesst den Kontakt d. Da durch wird eine Anordnung St derart beein flusst, dass das Verkehrssignal S die Durch fahrt in Richtung AB freigibt bezw. die Durchfahrt in Richtung <I>CD</I> sperrt.
Die an den Leitungsteilen 1, 2 und 3, 4 erzeugten Spannungsabfälle sind beispielsweise zum mindesten dann in ihrer Richtung verschie den, wenn sieh der Triebwagen TW zwischen den Punkten 2 und 3 befindet, die Fahr leitung an den Stellen Sp1 und Sp2 gespiesen und ein Triebwagen TW ein bestimmter Be triebsbrom, z. B. der Anfahrstrom, eingestellt wird.
Die Spannungsabfälle sind in ihrer Grössie verschieden, wenn unter, den sonst gleichen Bedingungen nur ein Speisepunkt, z. B. Sp1, vorhanden ist.
In beiden Fällen spricht das Differentialrelais D an, wobei der zum Ansprechen notwendige Spannungs unterschied entsprechend der Ansprechemp- findlichkeit des Differentialrelais D durch den Strom im Triebwagen TW eingestellt werden kann. Ausserhalb der Punkte 1 und 4 kann, wie leicht zu ersehen ist; das Schaltmittel D nicht beeinflusst werden, weil dann in allen Fällen die Spannungsabfälle an den zwei Leitungsteilen 1, 2 bezw. 3, 4 gleich sind.
An Stelle des Differentialrelais D kann auch eine Anordnung verwendet werden, die auf den Unterschied der durch den Strom an den Leitungsteilen 1, 2 und 3, 4 erzeugten magnetischen Felder anspricht.
Das erfindungsgemässe Verfahren bietet den Vorteil, dass zu seiner Anwendung an bestehenden Anlagen keine wesentlichen Än- derungen vorgenommen werden müssen; ins besondere braucht der Fahrdraht nicht unter brochen zu werden, wie es bei bekannten Verfahren der Fall ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Steuerung von Schaltmit teln durch elektrische Triebfahrzeuge, denen der Betriebsstrom von aussen zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Schaltmittel von einem Triebfahrzeug aus Wirkungen des das Triebfahrzeug durch fliessenden Stromes, an zwei Teilen der einen Leitung verwendet werden, und dass die Steuerung der Schaltmittel nur dann erfolgt,wenn sieh das Triebfahrzeug zwischen die sen zwei Leitungsteilen befindet und die die zwei Stellen durchfliessenden Ströme verschie den sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Schaltmittel das vom Strom an den zwei Leitungsteilen erzeugte magnetische Feld ver wendet ist. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Schaltmittel der vom Strom an den zwei Leitungsteilen erzeugte Spannungsabfall ver wendet ist, wobei die zwei Leitungsteile je ein bestimmtes Stück Fahrdraht umfassen. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2; da durch gekennzeichnet, dass als Schaltmittel eine Spannungsvergleichsanordnung verwen det ist. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass als Spannungs- vergleichsanordnung ein Differentialrelais verwendet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH246877T | 1945-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH246877A true CH246877A (de) | 1947-01-31 |
Family
ID=4465839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH246877D CH246877A (de) | 1945-03-01 | 1945-03-01 | Verfahren zur Steuerung von Schaltmitteln durch elektrische Triebfahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH246877A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1086725B (de) * | 1955-02-05 | 1960-08-11 | Tech Pour L Ind Nouvelle S A I | Automatische Lenkvorrichtung fuer Strassenfahrzeuge mit Gummibereifung |
-
1945
- 1945-03-01 CH CH246877D patent/CH246877A/de unknown
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