CH247527A - Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck. - Google Patents
Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck.Info
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Description
Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck. Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck, ins besondere von Hochofenwind, die einen Röh renerhitzer aufweist, dessen Rohrw andtem- peraturen mindestens teilweise über 650 C liegen und in dessen Feuerraum ein Druck herrscht, der über dem Atmosphärendruck liegt.
Die Rohrwände solcher Röhrenerhitzer sind, wenn z. B. Hochofenwind auf 850<B>'</B> C zu erhitzen ist, in bezug auf die Beanspru chung der Materialien allerhöchsten Tempe raturen ausgesetzt und verlangen daher die Verwendung hochwertigen Materials mit ge nügend hochliegenden Dauerstandsfestig- keitswerten bei genügender Zunderbeständig- keit. Solche Materialien sind aber teuer und trotz Verwendung derselben sind die Rohre selbst bei normalen Betriebsverhältnissen schon bis an die Grenze der noch zulässigen Werte beansprucht,
so dass bereits geringe Übertemperaturen der Heizgase oder un gleichmässige Beheizung und Beaufschlagung der Rohre die Betriebssicherheit gefährden. Dies einmal, weil die Festigkeitswerte der betreffenden Materialien bei ansteigender Temperatur sehr rasch abnehmen. Sodann sind solche Materialien häufig einer Versprö- dung ausgesetzt und weisen daher, wenn sie auf Zug beansprucht werden, nur geringe Zugfestigkeit auf. Dagegen können bekannt lich auch bereits versprödete Materialien noch bedeutende Druckspannungen aushalten.
Besonders der im Rohrinnern herrschende Überdruck bedingt bei hohen Temperaturen gefährliche Beanspruchungen der Rohre. Um in den Rohrwandungen die Spannungen, die von dem im Innern der Erhitzerrohre herr schenden Druck hervorgerufen werden, zu vermindern, ist daher schon vorgeschlagen worden, den Druck im Feuerraum des Röh- renerhitzers bis höchstens gleich dem Innen druck der Rohre zu machen.
Zweck der vor liegenden Erfindung ist, in dieser Hinsicht eine weitere Verbesserung zu schaffen, und sie fusst auf der Erkenntnis, dass Zugspan nungen in den Rohrwandungen des Erhitzers überhaupt gänzlich vermieden werden soll ten. Zu diesem Behufe ist in einer Anlage der erwähnten Art gemäss der Erfindung der Druck ausserhalb mindestens des Teils des Röhrenerhitzers, der den höchsten Tempera turen ausgesetzt ist, um so viel höher als der Druck im Innern der Rohre jenes Erhitzer- teils, dass in diesen Rohren während des Be triebes der Anlage keine Zugspannungen auf treten.
Dadurch werden wohl die Druckbean spruchungen in den Rohrwandungen jener Rohre gegenüber den bisherigen Bauarten noch vergrössert, dafür treten aber in den betreffenden Rohren gar keine von Wärme spannungen herrührenden Zugbeanspruchun- gen und auch keine weiteren Zugbeanspru chungen, wie z. B. Achsialbeanspruchungen auf. Es lassen .sich daher für die Rohre des Erhitzerteils, der den höchsten Temperaturen ausgesetzt ist, z. B. keramische Materialien verwenden.
Diese können noch höheren Tem peraturen als legierte Stähle ausgesetzt wer den und bedingen zudem den weiteren Vor teil, dass sie viel billiger als die genannten Stähle sind. Die Erfindung ermöglicht infol gedessen die Schaffung eines verhältnismässig billigen und betriebssicheren Röhrengaserhit- zers, in welchem sich Gase selbst auf Tem peraturen von über 850 C bei hinreichender Betriebssicherheit erhitzen lassen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Anlage zum Erzeugen und Erhitzen von Hochofenwind in vereinfachter Darstellungs weise veranschaulicht, an Hand welcher die Erfindung erläutert wird.
In der Figur bezeichnet 1 einen Hochofen. Die in diesem benötigte Verbrauchsluft (Wind) wird von einem Verdichter 2 gäIie- fert, der sie aus der Atmosphäre ansaugt und auf einen höheren Wert verdichtet, als dem Verbrauchsdruck im Hochofen 1 entspricht. Die so -verdichtete Luft gelangt durch eine Leitung 3 in ein Röhrensystem 4 eines mit Heizgas gefeuerten Erhitzers 5, wo sie durch indirekte Zufuhr äusserer Wärme auf höhere Temperatur gebracht wird, um hierauf durch eine Leitung 9 in eine Luftturbine 6 zu ge langen, wo sie teilweise entspannt wird.
Die so teilweise entspannte Luft, deren Druck aber noch etwas über dem Verbrauchsdruck im Hochofen 1 liegt, gelangt aus der Turbine 6 durch eine Leitung 7 in ein zweites Röhren system 8 des Erhitzers 5, wo sie durch nochmalige indirekte Zufuhr äusserer Wärme auf die für den Betrieb des Hochofens 1 be nötigte Endtemperatur erhitzt wird. Das Röhrensystem 8 ist einer höheren Feuergas temperatur ausgesetzt als das Röhrensystem 4. Die so erhitzte Luft strömt dem Hochofen 1 durch eine Leitung 91 zu.
Die in der Luft turbine 6 erzeugte Leistung wird zum An treiben des Verbrauchsluftverdichters 2 und eines Heizgasverdichters 10 benutzt. Letz terer säugt Heizgas durch eine Leitung 10' an und fördert dasselbe in eine Leitung 11, die an einen Hauptbrenner 14 des Erhitzers 5 angeschlossene ist, Von der Leitung 11 zweigt eine Leitung 12 ab, die zu einem Hilfsbrenner 13 des Erhitzers 5 führt.
Die im Erhitzer 5 benötigte Verbrennungsluft wird von der Luftturbine 6 geliefert, welcher die betref fende Luftmenge an einer vor der letzten Ex pansionsstufe gelegenen Stelle 17 entnommen wird, um von hier durch Leitungen 18 und 19 zu den Brennern 14 bezw. 13 zu gelangen.
Das durch die Leitungen 11, 12 zuströmende Heizgas und die durch die Leitungen 18, 19 strömende Verbrennungsluft bestimmen den Druck in den Feuerräumen 15, 16 des Er- hitzers 5, und der Förderdruck des Heiz gasverdichters 10 sowie der Entnahmedruck an der Stelle 17 sind nun so festgelegt, dass der Druck im Feuerraum 15 um so viel höher als der Druck im Innern der Rohre des Heiz- systems 8 ist,
dass in den Rohren dieses Systems 8 während des Betriebes des Luft- erhitzers 5 keine Zugspannungen auftreten. Um den Überdruck der dem Erhitzer 5 ent strömenden Rauchgase nutzbringend zu ver werten, strömen dieselben durch eine Lei tung 20 einer Abgasturbine 21 zu, deren Lei stung zusammen mit derjenigen der Lufttur bine 6 zum Antrieb der Verdichter 2 und 10 dient. 22 ist ein Anwurfmotor, der so aus gebildet ist, dass er Überschussleistung auf nehmen, oder auch zusätzliche Leistung ab geben kann, so dass er dann als Beschleuni gungsmotor wirkt.
Die der Abgasturbine 21 entströmenden Gase geben Wärme in einem ersten Wärmeaustauscher 23 an die aus dem Verdichter 2' durch die Leitung 3 in das Heiz- system 4 strömende Druckluft und in einem zweiten Wärmeaustauscher 24 teils an einen Luftstrom, der an der Stelle 25 dem Ver dichter 2 entnommen und durch eine Leitung 26 nach der Stelle 27 der Leitung 20 strömt, und teils an die durch die Leitung. 11 strö menden Heizgase ab.
In die Leitung 26 ist ein Einstellorgan 2$ eingebaut, so dass sich mit Hilfe der an der Stelle 2'7 in die Leitung 20 einströmenden, vorgewärmten Luft die Temperatur der der Abgasturbine 21 zu- strömenden Rauchgase regeln lässt.
Durchgeführte Untersuchungen haben ge zeigt, - dass sich besonders günstige Verhält- nisse ergeben, wenn die Differenz Ap zwi schen dem Druck ausserhalb der Rohre des Heizsystems 8 und im Innern dieser Rohre mindestens gleich dem Werte:
EMI0003.0006
ist. Dabei ist:
EMI0003.0008
s <SEP> = <SEP> Wandstärke
<tb> r, <SEP> :- <SEP> Innenradius <SEP> der <SEP> Rohre
<tb> r, <SEP> = <SEP> Aussenradius <SEP> J
<tb> a <SEP> --- <SEP> Wärmeausdehnungskoeffizient
<tb> E <SEP> = <SEP> Elastizitätsmodul
<tb> W <SEP> = <SEP> Wärmemenge <SEP> je <SEP> Rohrlängeneinheit
<tb> v <SEP> = <SEP> Einschnürung
<tb> Wärmeleitzahl.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist angenommen, dass die Rauchgase um die Rohre strömen und die zu erhitzende Luft durch die Rohre des, Erhit- zers .strömt. Die Erfindung lässt sich aber auch anwenden, wenn dass Umgekehrte der Fall ist, das heisst wenn die Rauchgase .durch die Rohre strömen und die zu erhitzende Luft um die Rohre strömt.
In diesem Falle wird die im Erhitzer benötigte Verbrennungsluft an der Luftturbine an einer Stelle tieferen Druckes als die Verbrauchsluft entnommen.
Unter Umständen kann es zweckmässig -ein, die Betriebsverhältnisse so festzulegen, dass der Druck ausserhalb sämtlicher Rohre des Röhrenerhitzers. um so viel .höher als. der Druck im Innern der verschiedenen Erhitzer- rohre ist, dass in letzteren während des Be triebes der Anlage keine Zugspannungen auftreten.
Die in der Abbildung gezeigte Turbo gruppe kann als u@nabhängig arbeitende Ein heit ausgelegt sein, in welchem Falle der Motor 22 nur zum Anwerfen. der Anlage dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck, insbesondere von. Hochofen- wind, die einen Röhrenerhitzer aufweist, des sen Rohrwandtemperaturen mindestens teil weise über 65,0 C liegen und in dessen Feuer raum ein Druck herrscht, der über -dem Atmosphärendruck liegt, dadurch gekenn zeichnet, dass der Druck ausserhalb minde stens des Teils des Röhrenerhitzers, der .den höchsten Temperaturen ausgesetzt ist, um so viel höher als der Druck im Innern der Röhre jenes Erhitzerteils ist,dass in den Ro-hren dieses Teils während des Betriebes der An lage keine Zugspannungen auftreten. UNTERANSPRüCHE: 1. Anlage nach Patentanspruch, :dadurch ;ekennzeichnet, dass die Differenz zwischen , dem Druck ausserhalb mindestens eines Teils der Erhitzerrohre und im Innern der Rohre dieses Teils mindestens gleich dem Werte: EMI0003.0042 ist. 2.Anlage nach Patentanspruch, in wel cher der Atmosphäre entnommene Luft in einem Verbrauchsluftverdichter auf höheren Druck gebracht wird, dadurch gekennzeich net, dass der Luftturbine Verbrennungsluft für den Erhitzer an einer Stelle entnommen wird, die vor der Austrittsstelle der Ver brauchsluft aus dieser Turbine liegt, und diese Verbrauchsluft durch die aussen von den Rauchgasen umströmten Rohre des Er- hitzers strömt. 3.Anlage nach Patentanspruch, in wel cher der Atmosphäre entnommene Luft in einem Verbrauchsluftverdichter auf höheren Druck gebracht wird, dadurch gekennzeich net, dass die Verbrauchsluft an einer Stelle aus der Luftturbine austritt, die vor der Stelle liegt, an der dieser Turbine Verbren nungsluft für den Erhitzer entnommen wird, und dass die Rohre des Erhitzers von der Ver brauchsluft um- und von den Rauchgasen durchströmt werden. 4.Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dem Lufterhitzer entströmenden Rauchgase, die noch einen Überdruck auf weisen, in einer Abgasturbine entspannen, wobei die Temperatur der Rauchgase am Eintritt in die Abgasturbine mit Hilfe eines regelbaren Luftstromes, der dem Verbrauchs luftverdichter entnommen wird, auf der ge wünschten Höhe gehalten wird. 5. Anlage nach Patentansprucb: und den Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Abgasturbine entströ menden Gase noch Wärme an die vom Ver- brauchsluftverdichter in den Erhitzer strö mende Luft abgeben.6. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Abgasturbine entströ menden Gase noch Wärme an -den dem Ver- brauohsluftverdichter entnommenen Luft strom abgeben, der zur Regelung der Raueh- gastemperatur vor dem Eintritt in die Ab gasturbine dient. 7. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2, 4 und -6, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Abgasturbine entströ menden Gase auch Wärme an das vom Heiz gasverdichter verdichtete Heizgas abgeben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH247527T | 1945-11-09 |
Publications (1)
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| CH247527A true CH247527A (de) | 1947-03-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH247527D CH247527A (de) | 1945-11-09 | 1945-11-09 | Anlage zur Erzeugung erhitzter Gase unter Druck. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH247527A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970511C (de) * | 1952-03-28 | 1958-09-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Mit offenem Treibmittelstrom arbeitende sowie mit Gichtgas betriebene Gasturbinenanlage |
| US2859954A (en) * | 1951-06-08 | 1958-11-11 | Power Jets Res & Dev Ltd | Gas turbine plant for providing a continuous supply of hot compressed air |
-
1945
- 1945-11-09 CH CH247527D patent/CH247527A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2859954A (en) * | 1951-06-08 | 1958-11-11 | Power Jets Res & Dev Ltd | Gas turbine plant for providing a continuous supply of hot compressed air |
| DE970511C (de) * | 1952-03-28 | 1958-09-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Mit offenem Treibmittelstrom arbeitende sowie mit Gichtgas betriebene Gasturbinenanlage |
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