CH248735A - Verfahren zur Herstellung von frostbeständigem Beton oder Mörtel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von frostbeständigem Beton oder Mörtel.

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CH248735A
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Cie Kaspar Winkler
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Kaspar Winkler & Cie
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description


  Verfahren zur Herstellung von frostbeständigem Beton oder Mörtel.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur     Herstellung    von frost  beständigem Beton oder     Mörtel    und bezweckt,  einen Mörtel oder Beton zu schaffen, der in  erhärtetem Zustand gegen die Einwirkung  des     Frostes    widerstandsfähiger     ist.     



       Man    hat schon oft und auf verschiedene  Weise versucht, den Beton gegen Frost wi  derstandsfähiger zu machen, z. B. durch Ab  saugung der Luftporen und des     Überschuss-          wassers.    Dies ergab keine Verbesserung, viel  eher eine Verschlechterung der Frostbestän  digkeit, weil durch die     Absaugung    eine  Menge Kapillaren erzeugt wurde, welche die  Fähigkeit besitzen, in Berührung mit Wasser  dasselbe aufzusaugen.  



  Ein Fortschritt bezüglich der Frost  beständigkeit wurde auch nicht mit     Zusätzen     von     Oxysäuren    erzielt, trotzdem die     An-          ma.chwassermenge        eines    Mörtels oder Betons  unter Beibehaltung der     Verarbeitbarkeit    re  duziert werden kann. Obwohl dieser Zusatz  auf die Plastizität günstige Resultate zeigt,  konnte die Frostbeständigkeit nicht im er  warteten Masse verbessert werden, weil die       Oxysäuren    die den     Zementen    anhaftende       Eigenschaft    des     Wasserabstossens    nicht nur  nicht verhindern, sondern sogar verstärken.

    Durch das Abstossen des Wassers wird eine  ähnliche Porenbildung     begünstigt.,    wie sie  beim     Absaugeverfahren    entsteht und welche  sieh ungünstig auf die Frostbeständigkeit  auswirkt. Die durch die Verbesserung der  Plastizität erreichte Verminderung des A.n-         machwassers    und damit der verminderten       Wasserporenmenge    wird durch die ungünstige       Kapillarporenbildung    wieder aufgehoben.  



  Die beträchtliche Verbesserung der Frost  beständigkeit von Beton und     Mörtel    gelang  erstmalig durch Zugabe von kohlenwasser  stoffunlöslichem Naturharz. Durch diesen  sogenannten     lufteinführenden    Zusatz werden  im     Mörtel    oder Beton     eine    Menge kleiner  Luftporen erzeugt, welche sich aber, trotz  dem sie mit     Kapillarporen    in Verbindung       -stehen.    nicht oder nur unvollständig mit  Wasser füllen können. Der Nachteil dieser       Lufteinbringerzusätze    ist aber der, dass die  Verbesserung der Frostbeständigkeit nur  auf Kosten anderer wichtiger Betoneigen  schaften erzielbar ist.

   Durch das Einbringen  von zusätzlicher Luft in Beton oder     Mörtel     werden Raumgewicht, Druck- und     Biege-          festigkeiten,    die     Haftfestigkeiten    an Eisen  einlagen und, infolge vermehrter Schlamm  bildung, die Oberflächenhaftung beim An  betonieren     wesentlichverachleehtert.    Dadurch  aber wird die allgemeine Verwendung des  wohl gegen Frost     widerstandsfähigen    Betons  eingeschränkt oder erfordert spezielle Mass  nahmen.

   Der Zusatz     einer    Alkoholsäure zu       Mörtel    und Beton bewirkt eine Verbesse  rung des Raumgewichtes, die dadurch ver  ursacht wird, dass die Alkoholsäuren schaum  zerstörend wirken, indem sie die Oberflächen  spannung von Wasser erhöhen.

   Es war  daher zu erwarten, dass bei kombinierter  Zugabe einer     Oxysäure    mit einem luft  einführenden Stoff die Schaumfähigkeit     und         daher die Bildung geschlossener Luftporen       ungünstig        beeinflusst    wird. Überraschender  weise zeigen nun     Luftgehaltbestimmungen     an Mörteln 1 :

   4 mit     Lufteinbringersubstan-          zen    und gleichzeitiger Zugabe von schaum-         zerstörenden        Ogysäuren    nicht nur     keine    un  günstige Wirkung auf die     Luftporenbiidung,     sondern sogar noch eine Begünstigung der       Schaumbildungsfähigkeit,    wie     aus    der nach  stehenden Tabelle I ersichtlich     ist.            Tabelle   <I>1</I>  
EMI0002.0014     
  
    Kombinierter
<tb>  Na-Resinat- <SEP> Luftgehalt <SEP> Zusatz,

   <SEP> in <SEP>  /o <SEP> der <SEP> Luftgehalt <SEP> Erhöhung <SEP> des
<tb>  zusatz <SEP> in <SEP>  /o <SEP> des <SEP> Zementmenge <SEP> von <SEP> des <SEP> Mörtels <SEP> Luftgehaltes <SEP> in <SEP>  /o
<tb>  der <SEP> Zement- <SEP> Mörtels <SEP> in <SEP> Dextron- <SEP> bei <SEP> komb. <SEP> der <SEP> Luftmenge
<tb>  menge <SEP> Vol.o/o <SEP> Na-Resinat <SEP> saures <SEP> Zugabe <SEP> in <SEP> yabeo <SEP> ohne <SEP> Alkoholsäure
<tb>  Kalzium
<tb>  0,01- <SEP> 9 <SEP> 0,01 <SEP> 0,125 <SEP> 10,2 <SEP> 18.3
<tb>  0,02 <SEP> 14,4 <SEP> 0,02 <SEP> 0,125 <SEP> 16,5 <SEP> 14,6
<tb>  0.03 <SEP> 1<B>7</B>,6 <SEP> 0,03 <SEP> 0,125 <SEP> 19,7 <SEP> 11,9
<tb>  0,04 <SEP> 21,0 <SEP> 0,04 <SEP> 0,125 <SEP> 2<B>1</B>,8 <SEP> 3,8            Gemäss    dem Verfahren nach der Erfin  dung wird daher bei der Herstellung von  frostbeständigem Mörtel oder Beton,

   die ein  hydraulisches Bindemittel enthalten, min  destens ein     plastifizierendes    Mittel und       mindestens    ein     Mittel,    das die Bildung von       gashaltigen    Poren mit Mörtel     bezw.    Beton be  wirkt, verwendet.  



  Zur     Erzeugung    eines bestimmten Luft  porengehaltes kann daher, bei gleichzeitiger  Zugabe einer     Alkoholsäure,    der Anteil des       lufteinführenden        Mittels        iun    zirka<B>10%</B> re  duziert werden,     wobei    auch die in vielen  Fällen     unerwünschte    Wasserausscheidung  verhindert oder doch sehr stark herabgesetzt       wird.     



  Als lufteinführende. Mikroporen erzeu  gende Zusätze kommen allgemein ober  flächenaktive Stoffe, welche die Oberflächen  spannung von Wasser in     alkalischer    Lösung  herabsetzen, in Frage. Wirksam sind aber  nur solche Stoffe, die in alkalischer     Lösung     löslich     sind.    Es können deshalb auch Stoffe,  wie künstliche oder natürliche Harze, ver  wendet werden, die in neutralem oder saurem  Wasser unlöslich sind, als     Alkalisalze    aber       in    Lösung gehen.

   Als natürliche Harze     seien     genannt: in aromatischen Kohlenwasserstof-         fen    unlösliches Tannenharz,     Kolophonium,          Kopale    usw. In gleicher Weise     eignen    sich       auch.    die     Resinate,    vorzugsweise die- Alkali  salze; sehr gut eignen sich die speziell als       Netzmittel    bekannten, lösliche     Erdalkali-          salze    bildenden     Sulfonate    oder     Sulfate,        wie     z.

   B.     Laurylalkoholsulfonate.    Von künst  lichen Harzen seien genannt Kasein-,     Phenol-          und        Kresol-Formaldehyd-Harze.    Die fett  sauren     Alkalisalze    sind, obwohl     Netzmittel,     unwirksam, weil sie     unlösliche        Erdalkali-          oder    Aluminiumsalze bilden und daher bei  der Herstellung des Mörtels oder Betons aus  gefällt werden.  



  Metalle, welche in     Reaktion    mit dem  Zement Wasserstoff entwickeln, eignen sich  auch als Gas einführende und Poren bildende  Stoffe. Solche, in     allerfeinst    verteilter Form       verwendbare        Metalle    sind     Kalzium,    Magne  sium und Aluminium oder deren Legie  rungen.  



  Die für frostbeständigen Beton notwen  dige, zusätzliche Luftmenge schwankt zwi  schen 3 und 8 Volumenprozent.  



       Als    verflüssigende Stoffe, die den An  machwasserbedarf einer Mörtel- oder Beton  mischung herabzusetzen erlauben und die  nicht als     Lufteinbringer    wirken, eignen sich           aliphatische    und     zyklische        Ogysäuren,    wie  z. B. Weinsäure, Zitronensäure, Zuckersäure,       Degtroneure,        Salizylsäure    usw.,     Kalzium-          ligninsulfonat,        Alizarinsulfosäure,    Humus  säure.

   Diese Klasse von Substanzen wird im  folgenden einfach     als        Plastifikatoren    oder       plastifizierende    Stoffe bezeichnet.  



  Die notwendigen Zusatzmengen der     luft-          poreneinbringenden    Stoffe, wie der Gas er  zeugenden Metalle, sind sehr klein und be  tragen je nach Ausgiebigkeit zwischen 0,005  bis<B>0,5%,</B> die Menge der     plastifizierenden     Stoffe     0,025-0,5%    auf die Gewichtsmenge  Bindemittel bezogen. Die Zugabe der Zusätze  kann gemeinsam oder einzeln entweder bei  der Herstellung der Zemente während oder  nach der     Mahlung    des Klinkers oder bei der       Herstellung    des Betons oder Mörtels in  trockener     Form    oder in Lösung erfolgen. Die  gemäss der Erfindung erzielbaren Verbesse  rungen können aber auch erhalten werden,  wenn z.

   B. nur der die Luftvermehrung be  dingende     Zusatz    dem Klinker oder Zement       zugemahlen    wird, die weitere Zugabe des       Plastifikators    aber erst nachträglich, z. B.  auf der     Baustelle    bei der Herstellung des  Betons oder Mörtels, erfolgt.  



  Es ist für die hydraulischen Bindemittel  kennzeichnend, dass zu ihrer Erhärtung  Wasser notwendig ist. Für die vollständige  Erhärtung von     Portlandzement    sind zirka       l'2)-15%    Wasser erforderlich. Alles übrige  Wasser, das beim Anmachen eines Mörtels  oder Betons in dieselben hineingebracht  wird, bleibt im Zementleim in feinen Kapil  laren oder Wasserporen     zurück.    Ein Kubik  meter Beton P300 mit einem     Wasser-          Zement-Faktor    von 0,60 hat z.

   B. ein     Ka-        -          pillarporenvolumen,    das vom     Überschuss-          wa:sser    allein herrührt, von 135     Litern.    Aus  diesen Kapillaren kann das Wasser zum Teil  verdunsten; sie saugen sich aber sofort wieder  mit Wasser voll, wenn sie mit demselben in  Berührung kommen. Für das Verhalten des       Betons    gegenüber dem Frost sind diese Ka  pillaren von allergrösster Bedeutung.

   Es ist  nun ein grosser Vorteil, dass die Kapillar  porenmenge eines     Betons    oder Mörtels durch    den Zusatz eines     plastifizierenden    Produktes       entsprechend    der     Wasserreduktionsmöglich-          keit    verkleinert wird. Die Reduktion des     Ka-          pillarporenvolumens    kann z. B. beim obigen  Beispiel 14-20 Liter pro Kubikmeter Beton  betragen.

   Da die lufteinführenden Mittel die  Zementmassen mit Luftporen, die sich nicht  mit Wasser füllen können, durchsetzen, so  kann bei verkleinertem     Kapillarvolumen     auch die zur     Pufferung    notwendige Luft  porenmenge     geringer        sein.    Da gemäss den       Versuchen    bei Zusatz eines     Plastifikators     und eines     lufteinführenden        Mittels    eine Re  duktion der     Anmachwassermenge    und gleich  zeitig eine Lufteinführung erzielbar ist,  können Mörtel und Beton hergestellt werden,

    die überraschenderweise sowohl eine be  trächtliche Verbesserung gegenüber der Ein  wirkung des Frostes als auch in bezug auf       verschiedene    andere     materialtechnische    Ei  genschaften aufweisen, wobei die erzielte       Verbesserung    grösser ist als diejenige, erhal  ten durch     Addition    der Verbesserungen, die  bei Einzelzusatz des     plastifizierenden    Stoffes       bezw.    des     lufteinführenden    Mittels zu erwar  ten wäre.

   Auf einige dieser Eigenschaften,  wie Verminderung der Kapillarität (Wasser  absorption), Verbesserung der Frost,     und          Witterungsbeständigkeit,    der Druck- und       Biegefestigkeiten,    der     Haftfestigkeiten    von  Eiseneinlagen und in Arbeitsfugen durch  Verkleinerung oder Verhinderung der Bil  dung von Schlammschichten und die Er  höhung der     Wärmeisolation        sei.    nur kurz  hingewiesen.  



  <I>1. Beispiele:</I>  Es     wurden    einerseits Vergleichsmörtel  1 : 6     ohne    Zusatz mit 12, 13 und 14 % An  machwasser und anderseits eine Reihe gleich  dosierter Mörtel unter Verwendung von Zu  sätzen mit entsprechend gleicher     Verarbeit-          barkeit    hergestellt. Die Gleichheit der Plasti  zität wurde durch     Bestimmung    des     Ausbreit-          masses    auf dem Rütteltisch nach     Haegermann     festgestellt. Die Mörtel wurden drei Minuten  gemischt und daraus je vier Prismen  4 X 4 X 16 cm hergestellt.

   Die     Zusätze,    an-      gegeben in- % der verwendeten     Portland-          zementmenge,    wurden vor dem Anmachen  des Mörtels in Pulverform     zugemischt.    Nach  dem     Ausschalen    der Probekörper     wurden     dieselben vierzehn     Tage    in der     Feuchtkam-          mer,    dann vierzehn Tage     in.        Wasser    gelagert.

    Je zwei der vier     Prismen        wurden    hierauf    50mal gefroren, während die Vergleichs  körper"     weiter    in     Wasser    gelagert wurden.  Nach 50maligem     Frostwechsel    wurden alle  Körper auf Biege- und     Druckfestigkeit    ge  prüft.

   Die     Resultate    wie die näheren Anga  ben sind in folgender Tabelle     II    wieder  gegeben:    <I>Tabelle</I>     1I     
EMI0004.0020     
  
            Tabelle        Il    (Fortsetzung)  
EMI0005.0003     
  
     Der Abfall der     Festigkeiten    der Körper  ohne     Zusatz    durch Frost ist ganz bedeutend  und um so grösser, je höher die     Anmaeh-          wassermenge    ist.

   Mit     Zusatz    der     Plastifika-          toren    allein werden wohl höhere     Festigkeiten     erzielt, der Festigkeitsabfall durch Frost ist  aber grösser, wenn auch die     Endfestigkeiten     immer noch so hoch oder höher als jene der  Körper ohne Zusatz und ohne Frost sind.  Durch die     lufteinführenden    Zusätze wird  eine bedeutende Verbesserung der Frost  beständigkeit erzielt.

   Bei der kombinierten  Zugabe von lufteinführendem     Mittel    und       plastifizierender        Substanz    hingegen werden       Körper    mit weit deutlicher     Verbesserung    in  der Frostbeständigkeit erhalten, so dass diese  als praktisch frostsicher bezeichnet werden  können. Ein Festigkeitsabfall     tritt    auch bei       grösserem    Wasserzusatz nicht auf, trotzdem  nach den Versuchen bei Einzelzusatz gerade  bei diesen eine bedeutende     Festigkeitseinbusse     zu     erwarten    war.

   Die Ergebnisse sind um so    überraschender, da sich durch gleichzeitige       Verwendung        eines        Schäumerzusatzstoffes     und eines     Plastifikators    eine viel bedeuten  dere Verbesserung der Frostbeständigkeit  und der     Festigkeiten    ergab als aus den Er  gebnissen des Einzelzusatzes angenommen  werden konnte.  



  Es ist bekannt, dass die     Schäumer,    das       heisst    lufteinführenden Zusätze, den     Gleit-          widerstand    der Eiseneinlagen in Beton be  trächtlich herabsetzen, während     plastifizie-          rende    Stoffe, wie     Oysäuren,        Kalziumlignin-          ,sulfonat    mit     Kalziumchlorid    denselben we  sentlich erhöhen.

   Es ist deshalb zu erwarten,  dass die gleichzeitige Verwendung eines       Schäumers    und eines     Plastifikato.rs    die  günstige Wirkung des letzteren auf den       Gleitwiderstand    von Eisen in Beton im  besten Fall um die Einzelwirkung des luft  einführenden Mittels reduziert. Die Versuche  zeigen nun, dass diese     naheliegende    Annahme  den Tatsachen nicht entspricht.

   Die Schwä-           ehung    des durch einen     Plastifikator    erhöhten       Gleitwiderstandes    von Eisen     in    Beton erfolgt  bei gleichzeitiger Zugabe durch den     Schäu-          mer    in bedeutend kleinerem Masse.  



  <I>z. Beispiele:</I>  Es wurden     Betonproben    1 : 2, 5 : 5 von       plastischer        Konsistenz    ohne und mit diversen  Zusätzen, -welche in trockener Form beim  Mischen zugegeben     wurden,    hergestellt. Der       Wasserzusatz    wurde so bemessen, dass stets    ein     Einsinkmass    (nach     Abrams)    von 5-6 cm  entstand. Aus diesen verschiedenen Beton  roben wurden Würfel 10 X 10 cm, in die  je ein blanker     Eisenstab    von 10     mm        Durch-          messer    und 12 cm Länge einbetoniert wurde,  hergestellt.

   Nach sieben Tagen wurde die  Kraft gemessen, die für die     Herausdrückung     des Eisenstabes aufgewendet werden     musste.     Die näheren Angaben und die Resultate sind  in der folgenden Tabelle     III    zusammen  gestellt:    <I>Tabelle</I>     III     
EMI0006.0022     
  
       Die     Beeinträchtigung    des     Gleitwider-          standes    durch die     lufteinführenden    Zusätze  ist ganz     beträchtlich,    macht sie doch in  obigen Beispielen bis zu<B>50%</B> aus.

   Bei Zu  satz von     Schäumern    und     Plastifikatoren     kombiniert kann dieser Nachteil nicht nur       aufgehoben    werden, sondern es werden  darüber hinaus noch bemerkenswerte Ver  besserungen erzielt.  



  Die Bildung der Schlammschichten an  der Oberfläche des Betons, die je nach Kon  sistenz desselben verschieden ausgeprägt  sind, wird als     unangenehm        empfunden.    Diese  Oberflächenschichten, die zum Teil als kom  pakte, glänzende, zum Teil als lose Schich  ten vorhanden sind, haben keine genügende  Haftung mit dem Beton. Die lufteinführen  den Stoffe     begünstigen    diese Schlamm  schichtbildung stark     und    verschlechtern so  die ungünstigen Verhältnisse in den Arbeits  fugen noch mehr.

   Bei der gemeinsamen Ver  wendung von     Plastifikatoren    und lufteinbrin  genden Stoffen zeigte sich nun aber, dass die  negative Wirkung der     Schäumer    und die  positive der     Plastifikatoren    nicht     einfach     sich addieren, sondern dass die Schaum ver  mehrende Wirkung der     Plastifikatoren    in  grösserem Masse zum Ausdruck kommt.  



  <I>3. Beispiele:</I>  Mit einem Teil der in den z. Beispielen  angegebenen Betonmischungen wurde der       untere    Teil einer     aufrechtstehenden    Form  für     Betonprismen    12     y    12 X 36     hergestellt.     Nach einer     Erhärtungszeit    von drei Tagen  wurde, ohne den Beton an der Oberfläche zu  verändern, die obere Hälfte mit dem gleichen  Beton einer neuen     Mischung        aufbetoniert.     Nach sieben Tagen des jüngeren Betons  wurden die     Probekörper    auf Biegefestigkeit       ,

  prüft.    Die erhaltenen     Resultate    sind in  den Kolonnen 7 und 8 der Tabelle     III    ent  halten. Die     Biegefestigkeiten    geben     ein    Mass  für die Güte der Betonoberfläche.  



  Mit     Vorteil    können gemeinsam mit den       Sehäumern    und     Plastifikatoren    noch be  kannte dichtende, wasserabweichende, disper-    gierende und     abbinderegulierende    Verbin  dungen     mitverwendet    werden, wie z. B. Al  kalisilikate,     Erdalkalichloride,    Phosphate.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von frost beständigen Mörteln und Betons, die ein hy draulisches Bindemittel enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein plastifi- zie.rendes Mittel und mindestens ein Mittel, das die Bildung von gashaltigen Poren im Mörtel bezw. Beton bewirkt, verwendet werden. II. Beton bezw. Mörtel, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
    UNTERANSPRÜUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das porenbildende Mittel zusammen mit einem der Bestandteile des Betons oder Mörtels den übrigen Be standteilen des letzteren beigegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der plastifizie- rende Zusatz und das porenbildende Mittel dem Bindemittel zugemahlen werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der plastifizie- rende Zusatz den übrigen Bestandteilen des Mörtels oder Betons auf der Baustelle zuge führt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das porenbildende Mittel den übrigen Bestandteilen des Mörtels oder Betons auf der Baustelle zugeführt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das plastifizie- rende und das porenbildende Mittel dem An machwasser beigegeben werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch Z, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton mindestens ein oberflächenaktiver, die Oberflächenspannung von Wasser in alka lischer Lösung herabsetzender Stoff zugefügt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als porenbildender Zusatz ein mit dem Bindemittel in wässeriger Lösung unter Gas- entwicklung reagierender Stoff zugegeben wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton mindestens ein Stoff mit Oxysäuren- charakter und mindestens ein lufteinführen des Mittel zugesetzt werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton ligninsulfosaures Kalzium und Kal- ziumehlorid einerseits und mindestens ein lufteinführendes Mittel anderseits zugesetzt werden. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton mindestens ein Stoff mit Oxysäuren- charakter und mindestens ein oberflächen aktiver, die Oberflächenspannung von Wasser herabsetzender Stoff zugesetzt werden.
    <B>1.1.</B> Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton ligninsulfosaures Kalzium und Kal- ziumchlorid einerseits und mindestens ein oberflächenaktiver, die Oberflächenspannung herabsetzender Stoff zugegeben werden. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton mindestens ein Stoff mit Oxysäuren- charakter und mindestens ein, in Verbindung mit in Wasser angemachten Bindemitteln, gaserzeugender Zusatz beigegeben werden. 18.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als plastifizierende Mittel ligninsulfo- saures Kalzium und Kalziumchlorid zugege ben werden. 14. Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als lufteinführendes Mittel natürliches Harz zugesetzt wird. 15.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als lufteinführendes Mittel ein Alkali salz eines natürlichen Harzes zugesetzt wird. 16. Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als lufteinführendes Mittel ein alka.li- lösliehes Kunstharz zugesetzt wird. 17.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton ligninsulfosaures Kalzium und Kal- ziumehlorid und ein alkalilösliehes Kunst- harz zugesetzt werden. 18. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel bezw. Beton mindestens ein Stoff mit Oxysäuren- charakter und ein Netzmittel beigegeben werden. 19.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel bezw. Beton ligninsulfosaures Kalzium und Kal- ziumchlorid mit einem Netzmittel zugesetzt werden. 20. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel bezw. Beton mindestens ein Stoff mit Ogysäure- Charakter und ein alkalilösliches Metall zu gesetzt werden. 21.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton ligninsulfosaures Kalzium und Kal- ziumchlorid mit einem alkalilöslichen Metall zugesetzt werden. 22. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton eine Kombination von Pastifikatoren mit einem lufteinführenden Stoff zugesetzt -wird, 28.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Betan als lufteinführendes Mittel ein natür liches Harz zugesetzt wird. 24. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass dem Mörtel oder Beton als lufteinführendes Mittel ein Alkali salz eines natürlichen Harzes zugesetzt wird. 25. Verfahren nach Patentanspruch T, da durch gekennzeichnet, daB dem Mörtel oder Beton ein Plastifikator und eine Kombina tion verschiedener lufteinführender Stoffe zugesetzt werden.
    \Z6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, daB dem Mörtel oder Beton eine Kombination verschiedener Plasti- fikatoren und eine Kombination diverser luft einführender Stoffe zugesetzt werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1003640B (de) * 1954-01-11 1957-02-28 Meynadier & Cie Ag Verfahren zur Herstellung von Moertel und Beton
DE1019602B (de) * 1952-11-21 1957-11-14 Hoechst Ag Verfahren zur Verminderung des Wassergehaltes von Zementrohschlaemmen bei gleichbleibender Viskositaet
US4264367A (en) 1974-08-01 1981-04-28 Sika Chemical Corporation Admixtures and method for accelerating the setting of portland cement compositions

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