CH248805A - Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes der Pyrazolonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes der Pyrazolonreihe.

Info

Publication number
CH248805A
CH248805A CH248805DA CH248805A CH 248805 A CH248805 A CH 248805A CH 248805D A CH248805D A CH 248805DA CH 248805 A CH248805 A CH 248805A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
diazo
pyrazolone
mol
mole
oxy
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ag J R Geigy
Original Assignee
Ag J R Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ag J R Geigy filed Critical Ag J R Geigy
Publication of CH248805A publication Critical patent/CH248805A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/12Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups
    • C09B43/136Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents
    • C09B43/14Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents with phosgene or thiophosgene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung eines     Azofarbstofes    der     Pyrazolonreihe.       Es wurde gefunden, dass die     metallisierbaren        Azofarbstoffe    der     Pyrazolonreihe    von der  allgemeinen     Formel    I  
EMI0001.0008     
    worin  X     eine    CO-,     CS-Gruppe    oder einen     Cyanur-          rest,     Y     eine        Alkyl-,    eine     Phenyl-,

      die     Carboxyl-          gruppe    oder eine abgewandelte     Ca,rboxyl-          gruppe,     Z ein     zweiwertiges    Radikal der Formel       -CjH4-    oder     -NI-CO-CeH3-,     worin der     -C,H"-Rest    gegebenenfalls  noch substituiert sein kann,  n einen Index mit dem Wert null oder eins.

    und  A den     Rest    eines beliebigen aromatischen  Amins, das noch weiter     substituiert    sein       und    insbesondere auch noch     Azogruppen     tragen kann, welcher     Rest    aber nicht die  Bedeutung des Restes der nitrierten Di-         azoverbindung    der     1-Amino-2-oxynaph-          thalin-4-sulfonsäure    haben soll,  bedeuten, sehr     wertvolle    Eigenschaften be  sitzen. Man kann diese Farbstoffs nach ver  schiedenen Methoden darstellen.

   Zum Bei  spiel kann man in der für die Herstellung  von     Pyrazolonfarbs.toffen    bekannten Weise       molare    Mengen der     nitrierten        Diazoverbin-          dung    der     1-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfon-          sä,ure    und eines davon verschiedenen, sonst  beliebigen,     diazotierten        aromatischen    Amins,  das     weiter        substituiert    sein und auch noch       Azogruppen    tragen kann,

   in beliebiger  Reihenfolge mit     molaren    Mengen     eines        Di-          pyrazolons    der allgemeinen     Formel        II    in  schwach saurem, neutralem oder schwach  alkalischem Medium vereinigen,  
EMI0001.0051     
    worin X, Y, Z und n die obige Bedeutung  haben, oder man kann Gemische von     Amino-          azofarbstoffen,    die man aus der nitrierten         Diazoverbindung    der     1-Amino-2-oxynaph-          thalin-4-sulfonsäure        einerseits.,        aus    einem  davon verschiedenen,

   sonst beliebigen, diazo-           fierten        aromatischen    Amin, das weiter substi  tuiert sein und auch noch     Azogruppen    tragen  kann, anderseits, und     einem        Aminoarylpyr-          azolon    der allgemeinen Formel     III     
EMI0002.0008     
    worin     Y,    Z     und    n die obige Bedeutung  haben, erhält,     mit        Phosgen,        Thiophosgenoder          Cyanurhalogeniden    verknüpfen.  



  Das zweiwertige Radikal Z     bezw.    die  primäre     Aminogruppe    am     Phenylrest    in       1-Stellung    des     Pyrazolonringes    kann, wie     in     der Formel     angedeutet    ist, die 3'- oder vor  zugsweise die     4'-Stellung    besetzen. Die Bin  dungsstellen des     Phenylenrestes   <B>-C,11,</B>  des     Radikals    Z befinden sich in 1,3- oder  vorzugsweise     in.        1,4-Stellung.     



  Dem Rest A in obiger Formel I zugrunde  liegende aromatische Amine     sind        unsubsti-          tuierte    oder     substituierte    primäre aromatische       Amine,        unter    letzteren besonders auch die  jenigen, welche in     ortho-Stellung    zur     di-          azotierbaren        Aminogruppe        metallisierbare     Gruppen oder in solche     überführbare        Substi-          tuenten    tragen, oder diejenigen,

   die noch       Azogruppen    tragen, oder diejenigen, die so  wohl     metallisierbare        .bezw.    in solche über  führbare     Substituenten    als auch noch     Azo-          gruppen    enthalten.

       In    allen genannten aro  matischen Aminen kommen als weitere     Sub-          stituenten    noch     Alkyl-,    Halogen-,     Hydroxyl-,          Alkoxy-,        Nitro-,        Acylamino-,        Carboxy-,        Carb-          amino-,        Sulfonsäuregruppen    usw.     in    Frage.

   Zu  den     verwendbaren        Aminoazofarbstoffen    ge  hören sowohl diejenigen, die die     Azogruppe     direkt am     Aminoarylrest    als auch diejenigen,  die sie über     weitere    Zwischenglieder, wie bei  spielsweise     Carbonsäureamidgruppen,    Harn  stoffgruppen usw., am     Aminoarylrest    gebun  den enthalten.

   Unter den vielen in     diazotierter     Form     verwendbaren.        Aminoazofarbstoffen     seien als     Typen    einige Beispiele aufgezählt:       4-Amino-1,1'-azobenzol        und    seine     Sulfon-          säuren,    4- oder     3-Amino-4'-oxy-3'-carboxy-          1,1'-azobenzol,        4-Amino-3-methoxy-6-methyl-          4'-oxy-3'-carboxy-1,1'-azobenzol,    4-Amino-4'-         oxy-3,3'-dicarboxy-1,1'-azobenzol,    4- oder 3  (4"- oder     3"-Aminobenzoyl)

  -amino-4'-oxy-3'-          carboxy-1,1'-azobenzol,    die Farbstoffe aus       diazotierter        5-Amino-2-oxy-benzoesäure    und  1-     Aminonaphthalin        bezw.    1-     Aminonaph-          thalin-6-    oder -7     sulfonsäure        bezw.        1-Amino-          2    -     methoxynaphthalin    - 6 -     sulfonsäure,

      die       Aminoäzofarbstoffe    aus     diazotierten    aroma  tischen     Aminen        bezw.        Aminoazofarbstoffen     und 2-(3'- oder     4'-Aminobenzoylamino)-5-          oxynaphthalin    - 7 -     sulfons.äuren    oder 1-     (3'-          oder        4'-        Aminophenyl)    - 5 -     pyrazolonen    oder  1-(3"- oder     4"-Aminobenzoyl-4'-    oder     -3'-          aminophenyl)

  -5-pyrazolonen        usw.     



  Das Verfahren ermöglicht die Darstel  lung     einer    grossen Zahl neuer Farbstoffe, die  sich durch gute bis sehr gute Affinität zur       Cellulosefaser    auszeichnen. Durch Behand  lung mit metallabgebenden Mitteln lassen  sie sich nach bekannten Methoden in die  komplexen     Metallverbindungen,    überführen.

    Besonders     wertvoll    wegen ihrer vorzüglichen       Lichtechtheit    sind die komplexen     Kupfer-          verbindungen.    Die     Kupferung    kann, wie be  kannt,     beispielsweise        mit        Kupfersulfat    in  neutralem oder schwach essigsaurem Bad       vorgenommen        werden,    oder in Anwesenheit  von weinsauren Salzen in schwach alkali  schem Bad.

   Die Farbstoffe können auch in  Substanz nach     bekannten    Verfahren in sau  rem, neutralem oder     alkalischem    Medium       mit    den üblichen Kupferverbindungen in  die     gupferkomplexverbindungen        übergeführt     werden. Durch die Behandlung mit Kupfer  salzen wird ausser der Lichtechtheit auch oft  die     Alkaliechtheit    und die     Nassechtheit    ver  bessert. Oft     wird    durch eine Nachbehand  lung der kupferhaltigen Färbungen mit an  dern Salzen von komplexbildenden Metallen,  z.

   B. durch eine Nachbehandlung mit     Chromi-          salzen,    die     Nassechtheit    der     Färbungen    noch  verbessert. Die neuen Farbstoffe färben die       Cellulosefaser    je nach Zusammensetzung     in     den verschiedensten     Farbtönen,    die im all  gemeinen von orange, rot, rotbraun bis       violettbraun    variieren.  



  Gegenstand vorliegenden     Patentes    ist ein  Verfahren zur     Herstellung    eines Azofarb-      Stoffes der     Pyrazolonreihe.    Das Verfahren  ist dadurch     gekennzeichnet,    dass man 1     Mol     1-     Diazo    - 6 -     nitro    - 2     -,oxynaphthalin        -4-sulf        on-          säure,    1     Mol        1-Diazo-2-oxy-5-chlor-benzol,       2     Mol        1-(4'-Aminophenyl)

  -3-methyl-5-pyr-          a.zolon    und 1     Mol        Phosgen    derart aufeinan  der     einwirken    lässt, dass     ein        Disazofarbstoff     der Formel  
EMI0003.0020     
         entsteht.     Der neue,     metallisierbare        Disazofarb-          stoff    stellt     ein        dunkles    Pulver dar,

   das sich  in Wasser mit     braunroter    und in     konzen-          trierter    Schwefelsäure mit oranger Farbe  löst und     Cellulosefasern    aus dem neutralen       Glaubersalzbad    in     rotstichig    braunen Tönen  färbt, welche     durch        Nachbehandlung    mit  Kupfersulfat     in        ein.    Rot von sehr     guter        Nass-          und        Lichtechtheit    übergehen.  



       Beispiel:     29,5 Teile     1-Diazo-6-nitro-2-oxynaph-          thalin-4-sulfonsäure        werden    mit 40,4 Teilen  Harnstoff des     1-(4'-Aminophenyl)-3-methyl-          5-pyrazolons    bei     Eiskühlung    in Gegenwart  von überschüssiger Soda zum Zwischen  produkt vereinigt. Nach einigen     Stunden    ist  die Bildung des     Zwischenproduktes    beendet.

    Man stumpft die überschüssige Soda mit       Salzsäure    auf     bicarbonatische    Reaktion ab  und kuppelt mit der     Diazoniumverbindung     von 14,35 Teilen     5-Chlor-2-oxy-l-amino-          benzol    weiter. Der gebildete     Disazofarbstoff     wird mit Salz gefällt,     filtriert    und ge  trocknet.  



  Den Harnstoff des     1-(4'-Aminophenyl)-          3-methyl-5-pyrazolons    erhält man durch Ein-    leiten von     Phosgen    in eine Lösung von<B>37,8</B>  Teilen     des    genannten     Aminopyrazolons,    in  500 Teilen     Wasser    bei     Gegenwart    von über  schüssiger Soda bei Zimmertemperatur,     bis     keine freien     Aminogruppen    mehr nachweis  bar sind.  



  Zu demselben Farbstoff gelangt man,  wenn man 1     Mol    des     Aminoazofarbstoffes,          erhalten        durch    Kupplung von     diazotierter          1-Amino    - 6 -     nitro    - 2     -oxynaphthalin-4-sulfon-          säure    mit     1-(4'-Aminophenyl)-3-methyl-5-          pyrazolon    und 1     Mol    des     Aminoazofarb-          stoffes,

      erhalten durch Kupplung von     diazo-          tiertem        1-Amino    - 2 -     oxy    - 5 -     chlor-benzol        mit     1-     (4'-Aminophenyl)    - 3 -     methyl    - 5 -     pyrazolon     mit     Phosgen    in     sodaalkalischem    Medium     bis     zum     Verschwinden    der freien     Aminogruppen     zum     asymmetrischen    Harnstoff     kondensiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffes der Pyrazolonreihe, dadurch gekenn- zeichnet, dass man 1 Mol 1-Diazo-6-nitro-2- oxynaphtha_lin-4-sulfonsäure, 1 Mol 1-Diazo- 2-oxy-5-chlor-benzol, 2 Mol 1-(4'-Amino- phenyl)
    -3-methyl-5-pyrazolon und 1 Mol Phosgen derart aufeinander einwirken lässt, dass ein Disazofarbstoff der Formel EMI0003.0117 entsteht.
    Der neue, metallisierbare Disazofarb- stoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit braunroter und in kernzen trierter Schwefelsäure mit oranger Farbe löst und Cellulosefasern aus dem neutralen Glaubersalzbad in rotstichig braunen Tönen färbt, welche durch Nachbehandlung mit Kupfersulfat in ein Rot von sehr guter Nass- und Lichtechtheit übergehen.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol des Harnstoffes des 1-(4'-Aminophenyl)-3- methyl-5-pyrazolons nacheinander in belie biger Reihenfolge 1 Mol 1-Diazo.-6-nitro-2- oxynaphthalin - 4 - sulf onsäure und 1 Mol 1-Diazo-2-oxy-5-chlor-benzol einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Gemisch der Aminoazofarbstoffe aus 1 Mol 1-Diazo- 6-nitro-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure einer seits, 1 Mol 1-Diazo-2-oxy-5-chlor-benzol anderseits und je einem Mol 1-(4'-Amino- phenyl)
    -3-methyl-5-pyrazolon mit Phosgen bis zum Verschwinden der primären Amino- gruppen kondensiert.
CH248805D 1945-12-27 1945-12-27 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes der Pyrazolonreihe. CH248805A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH248805T 1945-12-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH248805A true CH248805A (de) 1947-05-31

Family

ID=4467146

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH248805D CH248805A (de) 1945-12-27 1945-12-27 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes der Pyrazolonreihe.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH248805A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH312963A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE3212240A1 (de) Dis- und trisazofarbstoffe
DE1005664C2 (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Schwermetallverbindungen von Azofarbstoffen
CH248805A (de) Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffes der Pyrazolonreihe.
EP0047427B1 (de) Sulfonsäuregruppenhaltige 1:2-Chromkomplexfarbstoffe
DE1419841A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen schwermetallhaltigen Formazanfarbstoffen
DE849287C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE2118945C2 (de) Schwermetallkomplexe von Azoverbindungen und deren Verwendung
DE842098C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Dis- oder Polyazofarbstoffen der Dipyrazolonreihe
DE888905C (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe
DE318997C (de) Verfahren zur Herstellung von beizenfaerbenden Leukotriarylmethanazofarbstoffen
DE888907C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE845084C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe
AT82760B (de) Verfahren zur Darstellung von beizenfärbenden Leukotriarylmethanazofarbstoffen.
DE957507C (de) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen
AT117029B (de) Verfahren zur Darstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen.
DE930409C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE853188C (de) Verfahren zur Herstellung von Mono-, Dis- oder Polyazofarbstoffen
DE842520C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Tetrakisazofarbstoffen der Dipyrazolonreihe
DE650558C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
AT165532B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
AT239934B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen unsymmetrischen Chrommischkomplex-Azofarbstoffen
DE748914C (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Stilbenazofarbstoffen
DE957150C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
CH248806A (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyazofarbstoffes der Pyrazolonreihe.