Immerwährender Kalender. Die vorliegende Erfindung hat einen immerwährenden Kalender zum Gegenstand, der neben den bürgerlichen auch die religiö sen Daten ermitteln lässt.
Der Erfindungsgegenstand ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Tabel lensysteme mit je einer beweglichen Tabelle vorhanden sind, wobei die eine bewegliche Tabelle, je für Gemein- und Schaltjahre ge trennt, in mehreren Reihen ein aus mehr als einer Woche bestehendes Wochentagsver- zeichnis trägt, von dem durch ein zugeordne tes Fenster nur je Reihe eine volle Woche sichtbar ist, und welches mit den um das Fenster angeordneten Tages-, Monats- und Jahrestabellen so zusammenspielt, da,
ss bei Einstellung des ersten Wochentages des Jahr hunderts der erste Wochentag jedes innerhalb dieses Jahrhunderts liegenden Jahres auf der beweglichen Wochentagstabelle abgelesen -werden kann und nach erfolgter neuer Ein stellung dieser Wochentagstabelle auf den betreffenden ersten Wochentag des interes sierenden Jahres der Wochentag jedes Mo natstages des eingestellten Jahres unmittel bar auf ihr gefunden wird, während die zweite bewegliche Tabelle eine von eins bis neunzehn fortlaufende und sich wiederholende Zahlenreihe trägt, von der durch ein Fenster nur neunzehn Zahlen sichtbar sind, welche mit einer von eins bis hundert gehenden Zahlen tabelle so zusammenspielt,
dass die dem be treffenden Jahr zugeordnete Zahl auf der beweglichen Tabelle gefunden und mit dieser Zahl in einer -weiteren Tabelle das Datum der Ostergrenze ermittelt werden kann, womit sich auf der Wochentagstabelle das Datum des Osterfestes bestimmen lässt, mit welchem in einer Tabelle beliebige Feiertage und be sondere Tage des Jahres abgelesen werden können; das Ganze in Abhängigkeit einer Tabelle, die für jedes Jahrhundert den ersten Wochentag sowie eine diesem Jahrhundert zugeordnete Zahl trägt.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Eine feststehende senkrechte Monatstabelle 1, auf der die Anzahl Tage und die Ordnungs zahl der Monate, z. B. 31. Mai V, angegeben ist, sowie eine feststehende Tagestabelle 2 mit den laufenden Monatstagen von 1 bis 31 und einer feststehenden Jahrestabelle 3 mit den laufenden Jahreszahlen von 01 bis 100, mit entsprechenden Verschiebungen zur Berück sichtigung der Schaltjahre, wobei diese beson ders hervorgehoben sind, sind derart um einen Fensterausschnitt 4 angeordnet, dass mit Hilfe eines hinter diesem Fenster be weglich angebrachten Streifens 5,
auf dem sich eine für Gemein- und Schaltjahre geson derte Wochentagstabelle 6 befindet, durch entsprechende Einstellung dieser Tabelle 6 der vollständige Kalender eines beliebig gevkhl- ten Jahres sichtbar wird. Durch diese An- ordnung wird ermöglicht, dass ohne jede Be rechnung beispielsweise ein beliebiges Datum des eingestellten Jahres nach seinem Wochen- tag, oder umgekehrt, abgelesen werden kann.
Ferner ist ohne weiteres auf der Tages tabelle 2 ersichtlich, wieviele der einzelnen Wochentage, z. B. Sonntage, innerhalb eines einzelnen Monats des eingestellten Jahres vor kommen; ferner sind die Daten dieser Tage ersichtlich.
Ein zweiter beweglicher Streifen 7 mit sich wiederholender Zahlenreihe 8 von 1 bis 19, von der durch ein Fenster 9 nur 19 Zah len sichtbar sind, ist gegenüber einer von 01 bis 100 fortlaufend numerierten und in Ko lonnen von 19 Zahleneingeteilten feststehen- den Tabelle 10 beweglich derart angeordnet, dass durch entsprechende Einstellung der Zahlenreihe 8 auf dieser die dem entspre chenden Jahr zugeordnete Zahl abgelesen und mit ihr in der Tabelle 12 das Datum der Ostergrenze bestimmt werden kann.
Das Osterfest fällt auf den darauffolgenden Sonntag, der sich mit Hilfe der Tabellen 1, 2 und 6 sofort bestimmen lässt. Da alle weite ren kirchliehen und teilweise auch bürgerli chen Feiertage vom Osterdatum abhängen, dieses aber stets zwischen dem 22. März und dem 25. April liegt, so können alle diese Feiertage des Jahres in Funktion des Oster- datums angegeben werden, wozu die Tabelle 13 dient.
Grundlegend für die Einstellung der Ta bellen 6 und 8 ist die Tabelle 11, die für jedes Jahrhundert den ersten Wochentag so wie eine diesem Jahrhundert zugeordnete Zahl angibt.
Die Einstellung der beweglichen Tabelle 6 für ein bestimmtes Jahr erfolgt mittels, der Tabelle 11, die den Wochentag des 1. Januar des Jahrhunderts, in welchem das interessie rende Jahr liegt, angibt.
Schiebt man diesen Wochentag in den Schnittpunkt der Januar zeile der feststehenden Monatstabelle 1 mit der auf 1 der feststehenden Tagestabelle wei senden Senkrechten, so ergibt .sich der erste Wochentag des jeweiligen interessierenden Jahres im Schnittpunkt der Senkrechten durch das entsprechende Jahr in der Tabelle 3 mit der Januarzeile der feststehenden Mo natstabelle 1.
Alle in der gleichen Senkrech- ten liegenden Jahre der Tabelle 3 beginnen mit dem gleichen Wochentag. Der so gefundene erste Wochentag des interessierenden Jahres wird in den Schnittpunkt der Januarzeile der feststehenden Monatstabelle 1 mit der auf 1 der feststehenden Tagestabelle 2 weisenden Senkrechten gebracht,
worauf der durch den Fensterausschnitt 4 sichtbare bewegliche Streifen 5 mit der Wochentagstabelle 6 den vollständigen Kalender für das betreffende eingestellte Jahr darstellt. Für Schaltjahre trägt der bewegliche Streifen 5 eine beson- dere, auf der Zeichnung nicht dargestellte W ochentagstabelle.
Die Ermittlung des Datums des Osterfestes für das eben eingestellte Jahr erfolgt mittels der Tabelle 11, die eine dem Jahrhundert, in welchem das betreffende Jahr liegt, zuge ordnete Zahl trägt.
Diese Zahl, die auch in der Zahlenreihe 8 auf dem beweglichen Strei- fen 7 vorhanden ist, wird durch Verschieben dieses Streifens 7 auf die Höhe der Zahl<B>01</B> der Tabelle 10 gebracht. Durch.-Aufsuchen der betreffenden Jahreszahl in der Tabelle 10 ergibt sich auf der Waagrechten durch diese Jahreszahl auf der Zahlenreihe 8 die diesem Jahr zugeordnete Zahl. Das Aufsuchen dieser Zahl in der Tabelle 12 ergibt auf der Hori zontalen durch diese Zahl in der Kolonne, in deren Intervall das entsprechende Jahr liegt, das Datum der Ostergrenze.
Der diesem Datum der Ostergrenze zugeordnete Wochen tag ist aus dem Tabellensystem 1, 2, 6 sofort feststellbar in dem Schnittpunkt der Waag rechten durch den betreffenden Monat mit der Senkrechten durch die Tageszahl. Der darauffolgende Sonntag ist der Ostersonn tag, dessen Datum festgelegt ist durch die Horizontale, die den Monat, und durch die Vertikale, welche die Tageszahl angibt. Mit dem Datum des Osterfestes lassen sich in Tabelle 13 weitere beliebige Feiertagsdaten ablesen.
Die auf feste Daten fallenden besonderen Tage des Jahres sind in einer besonderen, auf der Zeichnung nicht dargestellten Tabelle aufgeführt. Die Tabelle 13 ist auf der Zeichnung nur teilweise angegeben.
Der bewegliche Streifen 5 enthält weitere Angaben, wie "Schaltjahr", "Gemeinjahr", mit der zugehörigen Anzahl Jahr- und Fe bruartagen, die bei der Einstellung der be treffenden Jahre durch Fenster 14 und 15 sichtbar werden.
Beispiel: Es interessiere das Jahr 1946. Die Tabelle 11 ergibt für den 1. Januar 1901 einen Dienstag. Der bewegliche Streifen 5 wird so verschoben, dass ein Dienstag der Wochentagstabelle 6 in den Schnittpunkt der Januarzeile mit der auf 1 weisenden Senk rechten der Tagestabelle 2 fällt.
Die Jahres zahl 46 findet sich in Tabelle 3 in der ersten senkrechten Reihe, die über einem Dienstag der Januarzeile der Tabelle 6 liegt; folglich ist auch der erste Wochentag des Jahres 1946 ein Dienstag und da er bereits im Schnitt punkt der Januarzeile mit der auf 1 weisen den Senkrechten der Tagestabelle 2 liegt, so braucht der bewegliche Streifen 5 nicht mehr verschoben zu werden. Die Tabelle 6 auf dem beweglichen Streifen 5 ermöglicht nun ein beliebiges Datum des Jahres. 1946 nach sei nem Wochentag, oder umgekehrt, abzulesen; z. B. ist der 1. August 1946 ein Donnerstag. Die Tagestabelle 2 zeigt, dass im August 1946 fünf Donnerstage sind, nämlich der 1., 8., 15., 22. und 29.
Auf der Tabelle 11 steht beim 1. Januar 1901 die Zahl zwei. Die Zahlenreihe 8 auf dem beweglichen Streifen 7 wird nun so ver schoben, dass die Zahl zwei dieser Zahlen reihe gegenüber 01 der Tabelle 10 zu stehen kommt; dann gibt die Waagrechte durch die Jahreszahl 46 der Tabelle 10 auf der Zahlen reihe 8 die Zahl 9. Die Horizontale durch neun in der Tabelle 12 gibt in der Kolonne mit dem Intervall l900-2199, in dem das Jahr 1946 liegt, den 16.
April als Datum der Ostergrenze. Im Tabellensystem 1, 2 und 6 ist -ersichtlich, dass dieses Datum ein Diens- tag ist, der darauffolgende Sonntag ist der Ostersonntag und das gleiche Tabellensystem gibt als Datum des Ostersonntags den 21. April 1946. In der Tabelle 13 können in Funktion des Osterdatums die Daten beliebi ger anderer beweglicher Feste abgelesen wer den, z. B. Auffahrt: 30. Mai, Muttertag: 12. Mai, Pfingstsonntag: 9. Juni, Fronleich nam: 20. Juni, erster Adventsonntag: 1. De zember, ferner Rechtsstillstand: 14. April bis 28. April, 2.
Juni bis 16. Juni, B. Septem ber bis 22. September, 18. Dezember bis 1. Januar.
Der Kalender kann noch ergänzt werden dadurch, dass die Jahreszahlen sowie die laufenden Monats- und Tagesdaten besonders hervorgehoben werden, z. B. durch drehbare Scheiben, welche die entsprechenden Zahlen oder Daten tragen und diese durch Fenster sichtbar werden lassen, oder durch einen Ab reiss- oder Umlegeblock. Diese Ergänzung ist auf der Zeichnung nicht dargestellt.