CH249870A - Verfahren zur Herstellung von 7-Aminoheptansäure (1). - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 7-Aminoheptansäure (1).

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CH249870A
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Podnik Bata Narodni
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Podnik Bata Narodni
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  Verfahren zur Herstellung von     7#Aminoheptansäure    (1).    Die     7-Aminoheptansäure    (1), auch 7  Aminoönanthsäure genannt, wurde bisher,  wie die übrigen     co-Aminofettsäuren,    durch  Hydrolyse von entsprechenden     cyklischen          Laetamen        dargestellt.    Die     Lactame    wurden  bisher durch Umlagerung der rein     isoliexten          Oxime,    welche in starken Mineralsäuren     ge-          htst    und vorsichtig     erwärmt    wurden, her  gestellt.

   Die     Ogime    wurden durch Behand  lung von     cyklischen    Betonen mit     lIydroxyl-          amin    oder dessen Salzen in Gegenwart von       alkalisch    wirkenden Substanzen bereitet.  Diese Arbeitsweise ist     unwirtschaftlich,    da  die in erster Stufe abgestumpfte, aus dem       Hydroxylaminsalze    stammende Mineralsäure       später    wieder für die Umlagerung zugesetzt  werden muss. Das Isolieren     desr    einzelnen  Zwischenprodukte, welche bis jetzt für un  entbehrlich gehalten wurde, ist mit beträcht  lichen     Verlusten    verbunden.

   Ausserdem ist  das Auflösen des festen     Oxims    in starker  Mineralsäure gefährlich, weil die grosse       Lösungswärme        durch        örtliche     die explosionsartige     Beckmannsche    Reaktion  auslösen kann.  



  Es wurde gefunden, dass sämtliche oben  erwähnten Vorgänge in einer     Operation     durchgeführt werden können.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur  Herstellung von     7-Aminoheptansäure    (1) be  steht darin, dass     Cyklohepta.non        (Suberon)     mit     Hydroxylaminsulfat    ohne Wärmezufuhr  längere Zeit gerührt, hierauf die Temperatur    auf 90-150  C erhöht, das     Reaktiongemisch     mit Wasser verdünnt, wieder erhitzt und  nach dem Entfernen des     Sulfations    unter  gleichzeitiger Neutralisation und Verdamp  fen von Wasser zu     7-Aminoh        eptansäure    (1)  verarbeitet wird.  



  Die Erhöhung der Temperatur des Ge  misches kann in einer dazu     geeigneten    Vor  richtung (z. B. gemäss dem schweizerischen       Patent    Nr.<B>235568)</B> auf 90-150  C durch  geführt werden.  



  In der ersten Phase der     Reaktion;    das ist  beim längeren Rühren ohne Wärmezufuhr,  kann das Reaktionsgemisch     vorteilhaft    ge  kühlt werden. Vor dem ersten Erhöhen der  Temperatur kann Schwefelsäure, gegebenen  falls auch     Lösungs-        bezw.    Verdünnungsmit  tel, zugesetzt werden. In vielen Fällen ge  nügt aber die aus dem     Hydroxylaminsulfat          stammende    Schwefelsäure für die ganze     Ope-          ration    vollständig. Die     Reaktionsflüssigkeit     wird dann mit Wasser verdünnt und. er  wärmt oder gekocht.

   Nach dem Entfernen  des     Sulfations    wird die Aminosäure in üb  licher Weise durch Abdampfen usw.     isoliert.     



  Das neue Verfahren     ist    einfach     und    wirt  schaftlich, da keine Zwischenprodukte iso  liert werden     müssen.    Die Ausbeute au rei  ner Aminosäure beträgt fast 100 %. Es wird  die ganze im     Hydroxylaminsulfat    enthaltene       Schwefelsäuremenge    und dazu noch das bis  her erforderliche     Neutralisationsmittel    er  spart.

             Ausführungsbeispiel:     10,0 g     Cykloheptanon        (Suberon)    wurden       mit    8,4 g fein     zerriebenem        Ilydroxylamin-          sulfat    mehrere     Stunden    kräftig gerührt,     bis          eine    dickflüssige Lösung     bezw.    Gemisch ent  stand.

   Dem so gewonnenen     Reaktionsgemisch     wurde     unter    äusserem     Kühlen    und Rühren       portionsweise    30 g 98,7     %        ige    Schwefelsäure  zugegeben, wodurch eine     braune    Lösung ent  stand.

       Eine        kleine    Menge der Lösung wurde  bis zur     Einführung    der- Reaktion erwärmt  (auf 113  C) und hierauf die übrige Lösung  ohne     Wärmezufuhr    unter Rühren mit sol  cher     Geschwindigkeit        zutropfen    gelassen,  dass die     Temperatur    des Reaktionsgemisches  auf 116-118 C gehalten wurde. Der Reak  tionskolben wurde mittels     Kaliumchlorid-          lösung,    deren     Temperatur    während der Re  aktion zwischen     104-109     C schwankte, ge  kühlt.

   Während 19 Minuten     ist    alles ins  Reaktionsgefäss eingelaufen. Zur Beendigung  der     Reaktion        wurde    der     Kolbeninhalt    noch  10     Minuten    auf 120 C erwärmt. Das Reak  tionsgemisch wurde mit 110' cm' Wasser ver  dünnt, mittels     Aktivkohle    entfärbt, filtriert  und 5 Stunden unter     Rückflusskühler    ge  kocht. Die     Schwefelsäure    wurde mit     Ba(OH)    2       entfernt    und das neutrale, klare Filtrat unter  Luftleere zur Trockne verdampft.

   Der  Schmelzpunkt der so gewonnenen rohen         7-Aminoönanthsäure    liegt bei 186  C. Diese  Aminosäure lässt sich in beschriebener Weise  in     Ausbeute    von 93      %o    der Theorie gewin  nen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 7-Amino- heptansäure (1), dadurch gekennzeichnet, dass Cykloheptanon mit festem 11ydroxyl- aminsulfat ohne Wärmezufuhr längere Zeit gerührt, hierauf die Temperatur auf 90 bis 150 C erhöht, das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt, wieder erhitzt und nach dem Entfernen des Sulfations unter gleich zeitiger Neutralisation und Verdampfen von Wasser zu 7-Aminoheptansäure (1) verarbei tet wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor dem ersten Erwärmen Schwefelsäure zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss vor dem ersten Erwärmen Lösungsmittel zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Reaktions gemisch während des längeren Rührens ge kühlt wird.
CH249870D 1941-12-05 1942-11-27 Verfahren zur Herstellung von 7-Aminoheptansäure (1). CH249870A (de)

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