CH250510A - Verfahren zur Anzeige von Lichtverminderung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Anzeige von Lichtverminderung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH250510A
CH250510A CH250510DA CH250510A CH 250510 A CH250510 A CH 250510A CH 250510D A CH250510D A CH 250510DA CH 250510 A CH250510 A CH 250510A
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Ernst Dr Meili
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J40/00Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas
    • H01J40/16Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas having photo- emissive cathode, e.g. alkaline photoelectric cell

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  • Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)

Description


  Verfahren zur Anzeige von     Lichtverminderung    und Vorrichtung zur     Durchführung     des     Verfahrens.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um  Lichtverminderungen anzuzeigen, zum Zwecke,  damit     Lichtrelais    oder     andere        elektrische          Auslösungen    zu     betätigen,    und     eine    Vorrich  tung zur     Durehfüllrung    des     Verfahrens.     



  Es sind bis     heute    schon zahlreiche Vor  richtungen bekanntgeworden, um mit     Licht     einen     elektrischen    Strom zu steuern. Bei     dem          erfindungsgemässen    Verfahren wird ein phy  sikalischer Vorgang     verwendet,    der beim       Übergang    einer     unselbständigen    in     eine        selb-          ständige        Gasentladung        auftritt    und der bis  heute noch nicht zur     Anwendung    gelangt ist.  



  Damit das     erfindungsgemässe        Verfahren     besser verstanden wird,     ist    es     notwendig,     zunächst die physikalischen     Vorgänge    an  Hand     von,        Fig.    1 und 2 kurz zu     erläutern.     In diesen und in den folgenden Figuren sind  entsprechende Teile jeweils     nach        Möglichkeit     mit den gleichen Buchstaben bezeichnet.

   Es  sollen sich     in,    einem abgeschlossenen Gefäss  G, das mit einem Gas kleinen Druckes ge  füllt ist, zwei Elektroden Z und L     befinden,     von denen die Elektrode L mit     einer    licht  empfindlichen     Schicht    P versehen     sein        soll.     Dabei soll hier wie im folgenden unter Licht  nicht nur     sichtbares,

      sondern auch     ultrarotes     oder     ultraviolettes    Licht verstanden     werden.     Bei     geeigneter    räumlicher     Anordnung    und  bei     geeigneter        Gasfüllung    weisen solche Ent  ladungsstrecken im     Dunkeln    vom     Zündpunkt     weg eine fallende     Stromspannungscharakte-          ristik    auf.

   In     Fig.    2 gibt Kurve a eine der-    artige     Charakteristik    wieder.     Als    Abszisse ist  der Strom i, als     Ordinate    die     Elektroden-          spannung    U aufgetragen.

   Die Einsatzspan  nung     U,    der     selbständigen    Entladung nennt       man.    die     Zündspannung.    Je nach Wahl der       Entladungsparameter    (Gasart, Gasdruck,  Form und Abstand der Elektroden)     und    der       äussern.        Schaltelemente        (Widerstand,        Kapar          zität,        Induktivität        etc.)    brennt .die Entladung  bei     kleinen    Strömen,     -d.    h.

   im Gebiet der so  genannten     Townsendentladung    stabil oder  instabil. Wird z. B. die     Entladungsstrecke          Z-L        in.        Fig.    1 über     einen        hochohmigen          Widerstand        1D    an eine Spannungsquelle     p          angeschlossen    und parallel zur Entladungs  strecke     eine    kleine Kapazität C geschaltet, so  fliesst bei unbelichteten     Elektroden    kein  Strom,

   solange die Spannung     Y    kleiner als  die     Zündspannung        Uo    ist. Übersteigt dagegen  die     Spannung        V    die     Zündspannung        U.,    so  zündet eine     Gasentladung    in der Röhre,     es     fliesst ein selbständiger     Gaeentladungsstrom     i, der im stabilen Fall     einen        bestimmten    durch  Spannung und Widerstand gegebenen     Wert     annimmt,

   im     instabilen    Fall jedoch     rasch    auf  grössere Werte ansteigt, wobei gleichzeitig  die     Spannung    U an den Elektroden zusam  menbricht.     Während    dieses Entladungsvor  ganges wird der     Strom    i     im        wesentlichen     durch .die Kapazität C geliefert. Der Span  nungszusammenbruch der Kapazität C kann  bis auf den Wert der     Brennspannung    der  Glimmentladung oder noch tiefer erfolgen. In      der Regel reisst dann die     Entladung    ab, die  Elektroden laden sich neu auf bis zur Zünd  spannung, worauf sieh der Vorgang wieder  holt.

   Im folgenden wird dieser Kippvorgang  als Stossentladung bezeichnet.     Diese    Stossent  ladungen     können    auch dann auftreten, wenn  keine spezielle Kapazität parallel     geschaltet     wird;     indem        dann    lediglich die Eigenkapa  zität der Elektroden und die Kapazität der  Zuleitungen als Entladungskapazität wirkt.  Die Stossentladungen sind     dann    natürlich  entsprechend     schwächer.     



  Erfindungsgemäss wird für das nachfol  gend beschriebene Verfahren eine     Anordnung          verwendet,    bei der     die        Townsendentladung     im fallenden Teil der     Stromspannuugscharak-          teristik    instabil im Sinne obiger Beschreibung  ist.

   Wohl zeigen viele     Gasentladungsstrecken     ein ähnliches Verhalten, doch sind ganz be  sondere     Bedingungen    zu     erfüllen,    damit die  ser Kippvorgang auch mit kleinsten Strömen       (kleiner    als     10-10    A) und kleinsten Kapazi  täten (einige     pF)    eintritt.

   Ohne besondere Vor  kehrungen weisen in der Regel Gasent  ladungsstrecken bei sehr kleinen Strömen  entweder     kleine        Vorentladungen    auf, ohne  dass eine eigentliche Stossentladung mit einem  erheblichen     Spannungszusammenbruch    ein  tritt oder die     Townsendentladung    brennt  stabil (entweder bei     steigender    oder bei fal  lender     Charakteristik),    so dass ebenfalls keine       Stossentladungen    eintreten.  



  Wird die Kathode einer wie oben be  schriebenen     Entladungsstrecke    mit Licht be  strahlt, so werden Elektronen aus der Ka  thod6 ausgelöst, die einen primären Photo  strom     io        erzeugen.    Bei zunehmender Span  nung U tritt vorerst     eine        Verstärkung    dieses  Photostromes     o    durch Gasionisation ein, ein  Effekt, der bei den gewöhnlichen gasgefüllten  Photozellen ausgenützt     wird.    Steigert man  die Spannung U weiter, so nimmt der Strom  zu, bis ein gewisser Punkt     Pz    erreicht ist,  von dem weg zunehmender Strom abnehmen  der     Spannung    entspricht.

   Der dem Punkte     Pz          entsprechende    Wert des Stromes i und der  Spannung U soll im folgenden mit "Zünd-    Strom"     i1        bezw.        "Zündspannung"        U1    (bei Be  strahlung)     bezeichnet    werden.

   In     F'ig.    2     stellt          Kurve        b1    den Verlauf der     Strom.-Spannungs-          charakteristik    für eine relativ kleine     Be-          strahlungsintensität        B1    dar: Theoretische und       experimentelle    Untersuchungen haben erge  ben, dass bei zunehmender Bestrahlungs  stärke der     Zündstrom        i1    zunimmt und die  Zündspannung     U1    abnimmt.

   In     Fig.    2 stellt  demnach die Kurve     b2    den Verlauf der Cha  rakteristik für eine stärkere Bestrahlung     BZ     dar. Für das Verfahren .gemäss Erfindung ist  wiederum ausschlaggebend, dass .die Ent  ladung auf dem fallenden Teil der Charakte  ristik     "mit    Bestrahlung" instabil ist, d. h.     dass     nach Überschreiten des Zündpunktes     P1    eine  Stossentladung     eintritt.     



  Das Verfahren gemäss Erfindung     besteht     nun darin     (vergl.        Fig.    2), dass bei einer be  stimmten     Bestrahlungsstärke        BZ    ein bestimm  ter     Vorstrom        i.,    durch die Entladungsstrecke  veranlasst wird, der kleiner ist als der     Zünd-          strom        i.12,    d. h.

   der zu     ia,    gehörige Arbeits  punkt     P,        liegt    auf dem steigenden und somit  stabilen Ast der     Charakteristik.    Wird nun  die Bestrahlung vermindert, so verschiebt  sich die Charakteristik in der Weise,     da-ss    dem  Zündpunkt ein     kleinerer        Zündstrom    ent  spricht. Bei hinreichender Abblendung des  Lichtes, z.

   B. auf dem Wert     B1    (Charakte  ristik     b1)    übersteigt der     Vörstrom        i2,    den       Zündstrom        i12;    der theoretische Arbeitspunkt       P1    liegt auf .dem fallenden Ast der     Charakte-          ristik        b"    und es tritt eine Stossentladung ein.  Diese Stossentladung wiederholt sich in pe  riodischen Abständen, wobei das Intervall  durch     .den        Aufladestrom    und die     Entladungs-          kapazität    bedingt isst.

   Sobald die Bestrahlung  wieder den ursprünglichen Wert     B_.        annimmt,     bleiben die Stossentladungen aus.  



  Die theoretischen und     experimentellen          Untersuchungen    haben ergeben, dass bei  ebenen, parallelen Elektroden im Bereiche  schwacher Bestrahlungen der Zündstrom     i.,,          proportional    der Wurzel aus dem     photoelek-          trisch    an der Kathode ausgelösten Strom     i"     ist, d. h. es     gilt    die Beziehung    
EMI0003.0001     
         (h    =     Propartionalitätskonstaute).     Daraus geht hervor,     :

  dass    das Verhältnis von  Zündstrom     i,    zu primärem Photostrom     i"    den  Wert
EMI0003.0007  
   annimmt, d. h.  
EMI0003.0008     
    je kleiner somit :der primäre Strom ist, um so  grösser wird dieses Verhältnis. Da     K    bei ge  eigneter     Ausbildung    der Entladungsstrecke       Werte    in der Grössenordnung 1-100 an  nimmt,     bedeutet        dies,

      dass bei     kleinen    Be  strahlungsstärken ganz     ungeheure    Verstär  kungen des     Photostromes    bis zum Umschlag  in die selbständige Entladung möglich     sind.     Dieses     Verhältnis    kann ohne weiteres eine  Million und noch mehr betragen. Bei gleich  bleibender     Gesamtlichtmenge        wird    das Ver  hältnis     in    der Regel grösser, wenn gross  flächige Elektroden und     kleine    Abstände ver  wendet werden und das Lieht auf eine grosse  Fläche     verteilt    wird.  



  In obiger Beschreibung wurde eine vom       Zündpunkt    weg linear fallende     Townsend-          Charakteristik    vorausgesetzt. Das Verfahren  beschränkt sich aber     durchaus        nicht    auf :die  sen Fall, sondern es genügt,     wenn        ,die    Cha  rakteristik     irgendwie    fallend     ist,    es kann  unter Umständen sogar zugelassen werden, dass  die     Charakteristik    zuerst steigt und erst von  einem     bestimmten    Punkt weg fällt.

   Dagegen  ist in jedem Fall Bedingung,     da.ss    der     Zünd-          strom    mit zunehmender Bestrahlung zunimmt  und dass     nach    dem Überschreiten des Zünd  punktes eine Stossentladung     eintritt.     



  Da sowohl die     Verwendung    gasgefüllter  Photozellen als auch Anordnungen, bei denen  Glimmstrecken durch     Licht    gesteuert werden,  bekannt     sind,    soll zur Abgrenzung des erfin  dungsgemässen     Verfahrens:    kurz auf die  prinzipiellen Unterschiede der -erfindungs  gemässen gegenüber den bekannten Verfahren  und     Vorrichtungen.    hingewiesen werden.  



       Bei        bekannten    gasgefüllten     Photozellen          liegt        dler        Arbeitsbereich    im     Gebiete    .der     un-          selbständigen        Entladung    sowie     in    der Regel    im Bereich der linearen Verstärkung. Im  allgemeinen wird daher auch nur mit Ver  stärkungen bis     etwa    zum     zehnfachen    gearbei  tet. Solche Zellen sind meistens mit sehr klei  nem     Gasdruck        .gefüllt.     



  Daneben sind auch Vorrichtungen be  kanntgeworden, die im Gebiete der selb  ständigen Gasentladung arbeiten. Zum Teil  handelt es sich dabei um die Beeinflussung       einer        stabil    brennenden Townsend- oder       Glimmentladung    durch Bestrahlen der     Xa-          thode,    wobei zum Teil von der in obiger Be  schreibung     erwähnten    Erscheinung Gebrauch  gemacht wird,

       dass    die     Zündspannung    einer  Glimmentladung bei     Bestrahlung    der Ka  thode     niedrigere        Werte        annimmt    als im  schwach     bestrahlten    oder urbestrahlten Zu  stand. Soll diese     Zündspannungsabsenkung     erhebliche Beträge erreichen, so sind     verhält-          nismässig        starke        Bestrahlungsstärken    erfor  derlich. Da sich die     Einhaltung    einer kriti  schen     Spannung    nur schwer erreichen lässt.

    hat sich     ,die    Auslösung der     Glimmentladung     durch     Zündspannungserniedr'gung    bei Photo  zellen in der Technik nicht eingeführt.  



  Der Unterschied der erfindungsgemässen  gegenüber bekannten     Vorrichtungen,    welche  die     Zündspannungserniedrigung    :durch Be  strahlung verwenden, ist evident,     denn    ge  mäss der     Erfindung    wird nur von der Tat  sache     Gebrauch    gemacht, dass mit zunehmen  .der Bestrahlung der Zündstrom zunimmt,       d.    h. :das erfindungsgemässe Verfahren eist  auch     .dann    möglich,     wenn    gar keine     Zünd-          spannungserniedrigung    vorhanden ist.

   Die  Wirkungsweise     :des:    Verfahrens gemäss Erfin  dung ist im übrigen gerade     umgekehrt    wie  bei bekannten Verfahren, die die     Zündspan-          nungserniedribgung    auswerten,     indem    die  Stossentladung gemäss dem erfindungsge  mässen Verfahren beim Abblenden     eintritt,     wogegen     bei    den     bekannten    Verfahren die  Entladung bei zunehmender     Bestrahlung        ein-          tritt.    Für     :

  die    praktische     Anwendung        ist    die  ser Umstand von Bedeutung, :denn bei sehr  vielen Anwendungen     sind    die Zellen im Nor  malzustand     belichtet,    und dieses Licht wird  nur gelegentlich     unterbrochen.    (LiGhtschran-           ken,    optische Zählvorrichtungen     etc.).        Es    ist  somit von     Bedeutung,    dass die stromstarken  Stossentladungen nur im Betriebsfalle auf  treten,

   während im     normalen        Bereitschafts-          zustand    nur der     kleine        Vorstrom    fliesst.  



  Nachfolgend werden Angaben zur Durch  führung     des        erfindungsgemässen        Verfahrens     gemacht:  Die lichtempfindliche     Schicht    kann ent  weder     direkt    auf der Gefässwandung aufge  bracht sein oder es kann eine spezielle Elek  trode damit überzogen werden. Für gewisse  Anwendungen     kann    es     zweckmässig    sein,       wenn.    die     lichtempfindliche    Schicht durch  sichtig ist, so dass die Belichtung von der       Rückseite    her erfolgen kann.

   Als lichtemp  findliche Schicht     können    prinzipiell alle  Schichten in Frage kommen, wie sie für  Photozellen     verwendet    werden, speziell  Schichten von Alkali und.     Erdalkali-Metallen     oder     Kombinationen        derselben.    Für besondere  Ansprüche, verwendet man auch hier am       besten    hochempfindliche sog.     "Kunstschich-          ten-"    oder sog.

       "Legierungskatho-den".    Da  man nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren  eine enorme     Verstärkung    des primären Photo  stromes     erzielen        kann,        ist    es oft gar nicht       nötig,    eine     hochempfindliche    Schicht zu ha  ben.     Man        wird        in        vielen    Fällen mehr Wert  legen auf andere Eigenschaften, z.

   B. auf  grosse     zeitliche        Konstanz,    auf Unempfindlich  keit der Schicht gegen die Gasentladung  sowie auf Temperaturbeständigkeit.     Diese     Bedingungen lassen sich in der Regel viel  leichter durch einfache     Schichten,    z. B. Ka  lium- oder     Bariumüberzüge,    erreichen.  



  Die Gegenelektrode ist in bezug auf die  Photoelektrode zweckmässig so angeordnet,  dass     schon    bei kleinsten Strömen     (10-10    A)  und bei     kleinster    Kapazität (wenige     pF)     eine im fallenden Bereich der Charakteristik       instabile    Entladung     eintritt,    die möglich  kräftig sein soll.

   Dieses Verhalten wird be  günGtigt .durch eine grosse Differenz zwischen       Zündspannung    und     Brennspannung    und  durch kleinen     Entladungsquerschnitt.    Diese       Bedingungen        können    u. a. dadurch erfüllt    werden, indem der Anode bezüglich der Ka  thode kleine Abmessungen gegeben und der       gegenseitige        Abstand.    klein gehalten wird.

         (Zündung    einer Spitze oder eines dünnen  Drahtes gegen     eine    Fläche.) Der     Kippvor-          gang    kann ferner     befördert        werden    durch     das     Anbringen von isolierenden oder leitenden  Teilen zwischen Anode     und    Kathode, durch  deren Anwesenheit oder durch deren     Feld-          beeinflussung    der     Zündvorgang    beeinflusst  wird.  



  Sofern die Anode nahe der Photoelek  trode steht,     ist    es nur notwendig, die un  mittelbar gegenüber der Anode liegende  Stelle der Photokathode zu belichten. Es ist  in diesem Falle zweckmässig, die einfallen  den     Lichtstrahlen    durch eine     Sammellinse     oder einen     Ilohtsp        -iegel    auf diese -Stelle zu  konzentrieren. Dadurch     kann    auch bei relativ       schwachem        Bestrahlung    eine hohe Lichtinten  sität erreicht werden, und überdies     wird    eine  ausgesprochene Richtungsempfindlichkeit der  Anordnung erzielt.  



  Wichtig für das richtige Arbeiten der  Zelle ist die Gasfüllung. Als sehr günstig hat       sieh.        Wasserstoff    ergeben, doch wird man in  der Regel lieber mit .reinen Edelgasen arbei  ten, da diese im allgemeinen niedrigere     Zünd-          spannungen    ergeben und :durch chemische  Reaktion,     Adsorption,    Diffusion weniger auf  die Elektroden wirken.

   Die Gasfüllung kann  aus einem einzigen oder aus einem Gemisch  von mindestens zwei     Edelgasen    eventuell  unter     Zusatz    von     unedlen    Gasen     bestehen.    Es  hat sich als     vorteilhaft        erwiesen,    den     Gas-          druck    relativ hoch zu wählen, und zwar je  nach Gasart     bis.    100     tor    oder noch mehr.

   Es       ist    möglich, durch     .geeignete        Mischungen    und  Drucke     das        Verhältnis   
EMI0004.0098  
   besonders gross zu  machen.  



  Wie     erwähnt,    ist es erforderlich, durch  die Zelle einen bestimmten     Vorstrom    zu ver  anlassen. Dieser Strom, der je nach den Ver  hältnissen sehr klein     ist    (unter Umständen       kleiner    als     10-1a    A), kann auf     verschiedene     Arten     erzeugt    werden.     Eine    zweckmässige  Anordnung besteht darin, eine geeignete      Real-,tanz an eine Treibspannung zu legen, die  die Zündspannung der Zelle wesentlich über  schreitet, z. B.

   Vorschalten eines Wider  standes, einer     Ionisationskammer    mit radio  aktiver Strahlung, einer     Glühelektronenröhre,     einer vorbelichteten Photozelle, einer geeig  neten     Gasentladungss    trecke (eventuell mit  lichtempfindlicher Kathode).

       Ionisationskam-          mer,        Glühelektronenröhre        und    Photozelle  haben den     Vorteil,        dass    innerhalb gewisser       Spannungsbereiche    der     Strom    praktisch un  abhängig von der Spannung     ist    und somit  sehr     konstante    Bedingungen aufweist.

       Glüh-          kathode    und Photozellen haben zudem den  Vorteil,     dass    sie mit Wechselspannung be  trieben den Strom     gleichrichten.    Falls die  Zelle mit     We        ehselspannung    oder zeitlich  nicht konstanter Gleichspannung betrieben  wird, kann auch eine Kapazität als Vor  schaltelement dienen. Um den     Vorstrom    der  Belichtungsstärke anpassen zu können, ist es  für viele Fälle angezeigt, das strombestim  mende Element variabel .oder auswechselbar  vorzusehen.  



  Da, wie oben     erwähnt,    die     Vorströme    je  nach den     Verhältnissen        sehen    klein sein kön  nen,     bedingt    dies,     dass    eine der Zuführungen  zur Zelle sehr gut isoliert sein muss. Da hoch  isolierte Stellen an der Luft auf die Dauer  meist ihren hohen     Isolationswert    verlieren, ist  es zweckmässig, die Zelle so zu konstruieren,  dass die     Isolationsstelle    nicht mit der Aussen  luft in Berührung kommt. Dies kann er  reicht werden,     indem    das strombestimmende  Element in die Zelle eingebaut oder an die  Zelle angebaut wird.

   Sofern ein besonderer       Stosskondensatür    vorgesehen wird, ist es dabei  zweckmässig, auch diesen so anzubringen,     dass     seine     hochisolierten        Zuführungen    nicht mit  dar Aussenluft in Berührung kommen. Es ist  übrigens nicht notwendig, dass diese Kapa  zität direkt zwischen die     Elektraden    geschal  tet wird,     sondern    säe kann zwischen der einen  Elektrode und     einer    beliebigen Stelle     liegen,     die bezüglich der Gegenelektrode eine be  stimmte     Spannung    aufweist.  



  In     Fig.    3     bis    7 sind verschiedene Ausfüh  rungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durch-         führung    des erfindungsgemässen     Verfahrens    ge  zeigt. In     Fig.    3 ist sowohl .die     Reaktanz    R wie  eine allfällige Parallelkapazität C im Innern  des Entladungsgefässes G untergebracht.

   In       Fig.    -4 besteht diese     Reaktanz    aus einer     Ioni-          sätionskammer    R mit radioaktivem Präparat       Ra,    wobei die     Ionisationskammer    nicht ab  geschlossen ist, d. h. mit dem Gas der     Ent-          ladimgsstreeke    in     Verbindung    steht. In die  sem Beispiel ist die Parallelkapazität C durch  leitende     Belage        beidseitig    der isolierenden  Gefässwandung gegeben.

   In     Fig.    5 ist das  strombestimmende Element R in einem  vakuumdichten Gefäss     G1    untergebracht, das  unmittelbar an das Entladungsgefäss G ange  baut ist, so dass die Aussenluft keinen Zutritt  zur Zündelektrode Z hat. Auch die Stoss  kapazität     C        ist    in diesem Gefäss unterge  bracht und überbrückt die     Reaktanz    R. Eine.  Abart dieser Anordnung ist in     Fig.    6 dar  gestellt und besteht darin, dass die     Reaktanz     R, z.

   B. ein Widerstand,     ganz    in einen Iso  lierstoff eingebettet wird, der gleichzeitig die       Zuführungsstelle    zur Zelle umschliesst, so dass  sie nicht mit der Aussenluft in Berührung  kommt.  



  Da bei den beschriebenen Anordnungen  die Stossentladung ganz im Innern verläuft,  ist es ohne besondere Massnahme nur auf op  tischem Wege möglich, den Kippvorgang  festzustellen. Um diesen auch auf elektrischem  Wege anzeigen zu können, kann ohne dass  die hochisolierte Elektrode leitend nach  aussen geführt wird, eine Kapazität vorge  sehen werden, von -der sich eine Elektrode  ausserhalb des     Gefässes    befindet, so dass auch  ausserhalb der Zelle die Stossentladung fest  gestellt     bezw.    zur Steuerung eines weiteren  Organes verwendet werden kann. In     Fig.    5  ist dies durch die Kapazität     C,        angedeutet,     über welche z. B. ein Elektrometer oder ein  Verstärker gesteuert werden kann.  



  In den bisherigen     Ausführungsbeispielen     wurde     meistens    vorausgesetzt, dass die Photo  elektrode mit dem Minuspol und die Gegen  elektrode mit dem Pluspol der Spannungs  quelle verbunden sei. Nun wird es aber in  vielen Fällen erwünscht sein, die Anordnung      mit     Wechselspannung    betreiben zu können.

    Es     wurde        bereits        erwähnt,    dass als strom  bestimmendes Element eine     Reaktanz    mit       Gleichrichterwirkung        verwendetwerden,kann.          In    diesem Fall ist der Betrieb mit Wechsel  spannung ohne weiteres möglich; allerdings  tritt in der Sperrperiode eine Entladung der  Kapazität durch den Photostrom ein. Die       Zeitkonstante    der Anordnung, gegeben durch       t        ufladestrom    und Kapazität, muss daher so  gewählt werden, dass beim Abblenden des  Lichtes trotzdem Zündung erfolgen kann.

    Findet     in    der     Reaktanz        R    keine Gleichrich  tung statt, so ist zu berücksichtigen, dass in  der     einen    Halbwelle die Photoelektrode posi  tiv und die Gegenelektrode negativ     ist.        Nun     kann     entweder    die Zelle so konstruiert und  die     Treibspannung    so niedrig gewählt wer  den, dass     in    dieser Phase keine Zündung     ein-          tritt,    oder Zelle und     Spannung    können so be  schaffen     sein,    dass in der Sperrphase zwar  Zündung,

   aber     keine    Stossentladung eintritt.  Auch können beide Elektroden lichtempfind  lich gemacht werden, so dass in beiden Halb  perioden je nach     Bestrahlungsintensität    die  Stossentladungen auftreten oder nicht auf  treten. Endlich kann auch zugelassen wer  den, dass     in    der einen Halbperiode (Photo  elektrode positiv) immer Stossspannungen  auftreten, während in der andern Halb  periode die Stossentladungen durch das Licht  gesteuert werden. In all den     erwähnten    Fäl  len muss die Zeitkonstante so niedrig gewählt  werden, dass     bei:    Abblendung Zündung eintre  ten kann. Da dies im allgemeinen bei tech  nischem Wechselstrom relativ grosse Vor  ströme bedingt, muss die Belichtung entspre  chend intensiv sein.

   Es kann daher Vorteile  bringen, wenn als     Betriebsfrequenz    eine  langsamere     Wechselspannung    gewählt wird.  Für     gewisse        Bedürfnisse    kann es auch er  wünscht     sein,    die Anordnung mit irgendeiner  zeitlich veränderlichen Gleich- oder Wechsel  spannung zu betreiben, z. B. mit pulsieren  der     Gleichspannung    oder mit einer Kipp  spannung.

   Da der Betrieb mit     einer    zeitlich  nicht     konstanten    Spannung das     Eintreten     der Stossentladungen begünstigt, ist es so    möglich, die Stossentladungen auch mit sol  chen Zellen zu erzeugen, die bei Betrieb mit       Gleichspannung    nicht ohne     weiteres    Stoss  entladungen aufweisen.

       Eine    besonders ein  fache Ausführungsform für Betrieb mit zeit  lich     variabler    Spannung ist in     Fig.    7 darge  stellt, wobei gleichzeitig die Bedingung der  nicht nach aussen     geführten    Elektrode in       einfachster        Weise    verwirklicht ist. Als     Reak-          tanz    zur Erzeugung des     Vorstromes    dient  eine Kapazität C, in Form von leitenden     Be-          lagen    beidseitig der isolierenden Gefässwan  dung.

   Bei einem Ansteigen der Spannung     1'     erhöht sich die Spannung an Z, so dass bei  Belichtung ein     Vorstrom    fliesst, der eine ge  wisse Entladung der Kapazität     bewirkt    und  die Zündung verhindert. Bei     Verminderung     der Bestrahlung können dagegen die Zünd  bedingungen erfüllt werden.  



  Es soll     nun    gezeigt werden, wie das be  schriebene Verfahren ausgenützt werden  kann, um mittels Licht     bezw.    Lichtänderun  gen ein elektromechanisches Relais oder ein  anderes     Anzeigeorgan    zu betätigen.  



  In     Fig.    8 ist ein einfaches Ausführungs  beispiel wiedergegeben: In Serie zum Stoss  kondensator C ist ein Relais E geschaltet,  das unmittelbar durch die Stossentladung be  tätigt wird. Die Anordnung bedingt einen  relativ grossen Stosskondensator, wodurch die       Zeitkonstante    der Anordnung     entsprechend     gross wird, so dass die Vorrichtung nur für  langsame Steuervorgänge brauchbar ist.  



  Im allgemeinen ist es daher vorzuziehen,  nicht direkt die Stossentladung zur Steuerung  eines Relais     auszunützen,    sondern ihre Wir  kung in geeigneter     Weise    zu verstärken.  



       Fig.    9 zeigt ein Beispiel, wie dies ver  wirklicht werden kann: Neben der     Zünd-          elektrode    Z und der Photoelektrode L ist eine  weitere Elektrode A, die hier Abfangelek  trode genannt werden soll, vorhanden. Die  Anordnung wirkt in der Weise, dass die zwi  schen Z und L auftretende Stossentladung die  Zündung auch zwischen A und L     bewirkt,     d. h. die Stossentladung wird gewissermassen  von der Elektrode A abgefangen und in Form      einer     sekundären    Glimmentladung     zwischen     A und L aufrechterhalten.

   Im     äussern     Stromkreis kann somit ein kräftiger, durch  Spannung und Widerstand gegebener Strom  fliessen, der das     Relais    E     betätigt.    Da diese  Entladung zwischen der Abfangelektrode  und der Photoelektrode fliesst, kann durch  das     Ionenbombardement    eine Zerstörung der       lichtempfindlichen    Schicht auftreten, beson  ders dann, wenn es sich um eine Kunst  schicht handelt. Um diese     Einwirkung    zu  vermindern, kann z. B. die Kathode so aus  gebildet werden, dass die sekundäre     Glimm-          entladung    vorwiegend an Stellen der Kathode  ansetzt, die nicht lichtempfindlich zu sein  brauchen, was z.

   B. durch entsprechende Ab  standsausbildung erzielt werden kann. Eine  andere Lösung ist in     Fig.    10     dargestellt.    Die  Kathode ist unterteilt, indem derjenige Teil  L, der lichtempfindlich sein muss, elektrisch  abgetrennt und über einen     Hochohm-Wider-          stand   <I>W</I> mit dem andern Teil     K    verbunden  wird, so dass der Glimmstrom auf den Teil  L der Kathode dank dieses     hochohmigeu     Widerstandes keine erheblichen Beträge er  xeichen kann.  



  In     Fig.    11 ist gezeigt, wie diese Tren  nung mit nur drei Elektroden erzielt werden  kann. Die     R,eaktanz        R        ist        in    die     Zuleitung     zur lichtempfindlichen Elektrode L geschal  tet und die Stossentladung, die zwischen die  ser Elektrode     und    der Elektrode A zündet,  wird     zwischen    den Elektroden A und     K    ab  gefangen.  



       Fig.    12 zeigt eine ähnliche Anordnung  wie     Fig.    9, nur sind     Zündelektrode    und Ab  fangelektrode ,auf verschiedenen Seiten der  Photoelektrode angeordnet. Die Photoelek  trode muss in diesem Fall siebartig sein, da  mit sich die Stossentladung auch auf der       Seite    der Abfangelektrode ausbilden kann.  



  Der Strombelastbarkeit der Elektroden  sind gewisse Grenzen gesetzt; um im Sekun  därkreis dennoch eine hinreichende Steuer  energie zur Verfügung zu haben, ist es  daher vorteilhaft, eine Betriebsspannung zu  verwenden, die erheblich über der Brennspan-         nung    liegt. Dies     bedingt,    dass die     Zündspan-          nung        zwischen    den Abfangelektroden hin  reichend gross ist.

   Eine Erhöhung der Zünd  spannung kann in bekannter Art durch fol  gende Massnahmen erreicht werden:  1. durch eine Vergrösserung des Abstandes  zwischen den Elektroden,  2. durch Erhöhen des Gasdruckes bei ge  eigneter Wahl des Gases,  3. durch Einbringen einer weiteren Elek  trode, die zum mindesten eine     teilweise    elek  trische Abschirmung der Hauptelektroden  bewirkt, wobei diese Elektrode entweder an  einem Hilfspotential liegt oder isoliert mon  tiert sein kann,  4. durch     isolierende    Körper, welche den  Feldverlauf beeinflussen     bezw.    die Ausbil  dung einer Entladung behindern.

       Eine    der  artige Anordnung ist in     Fig.    10 angedeutet.,  indem die Abfangelektrode A von einem  koaxialen Glasröhrchen D umgeben ist,  5. durch geeignete     Formgebung    der Elek  troden z. B.     grossflächige    Kathode, klein  flächige Anode (Spitze).  



       Fig.    13 zeigt die Serienschaltung der       lichtempfindlichen        Kippzelle    I mit einer  Glimmstrecke     1I.    Über beide     Strecken        wird     eine Spannung     V    gelegt, die nur so hoch ge  wählt wird, dass     normalerweise    keine der  Lampen zündet, dass aber im Falle einer  Stossentladung der Strecke I, zufolge des  Spannungszusammenbruches, auch     diel    Strecke       II    zündet.

   Es     können    dann beide Lampen in  Serie     weiterbrennen.    Eine Variante 'dieser       Ausführungsform    besteht darin, dass die  Strecke     II    ,aus einer Glimmstrecke mit einer  lichtempfindlichen, vorbelichteten Elektrode  besteht und somit gleichzeitig als strombe  stimmendes Element dienen kann. Die be  schriebene     Serienschaltung        zweier    Ent  ladungsstrecken lässt sich auch in der Weise       realisieren,    dass beide Strecken im gleichen  Gefäss untergebracht oder aneinander gebaut  werden.  



  Es versteht sich von selbst, dass auch     bei     diesen Ausführungen eine Unterteilung der       Photoelektrodp    zur     Schonumg    der lichtemp-           firidlichen    Schicht im Sinne von     Fig.    10.  möglich ist.  



  Eine weitere Möglichkeit zur Verstär  kung der Stossentladung besteht, wie in       Fig.    14 gezeigt, darin, ein separates     Glimm-,          relais   <B>GI</B> zu steuern. Dabei kann die Steuer  elektrode     S    des Glimmrelais direkt mit der  Zündelektrode Z verbunden sein, oder es  können Koppelelemente (Kondensator, Trans  förmaLor) vorgesehen werden. Auch hier       können        Kippzelle    und Glimmrelais im selben  Kolben untergebracht oder unmittelbar     zu-          sammengebaut    werden. .  



  Statt der     Steuerung    eines Glimmrelais  durch die Stossentladung kann auch die  Steuerung einer Elektronenröhre oder einer       Gasentladungsröhre    mit geheizter Kathode  vorgenommen werden, wobei wieder eine  Vereinigung     bezw.    ein Zusammenbau der  beiden     Elemente    möglich ist.  



  Es besteht die Möglichkeit, nicht nur die       Stossentladungsstrecke,    sondern auch das  Steuerorgan mit Wechselspannung oder  sonst mit einer zeitlich variablen Spannung  zu betreiben. Dies kann neben der Einspa  rung des Gleichrichters den Vorteil mit sich  bringen; dass eine einmal gezündete     Glimm-          entladung    ohne besondere Schaltungsmass  nahmen wieder löscht, sobald der Licht  strahl wieder freigegeben wird. Beim Be  trieb mit     Gleichspannung    ist dies nicht ohne  weiteres möglich; es kann allerdings auch  erreicht werden durch die Verwendung von       Kippschaltungen,    die ein Abreissen der  Glimmentladung mit sich bringen.  



  Der Aufwand an Schaltungselementen  bei Verwendung von Wechselspannung wird  besonders klein, wenn in der     Glimmentladung     eine     Gleichrichterwirhung    vorhanden ist.  Man braucht dann einfach in den äussern  Stromkreis ein Gleichstromrelais,- eventuell  mit parallel geschaltetem Kondensator zu  legen.

   Neben der bekannten Gleichrichter  wirkung durch stark unterschiedliche Ober  flächen von Anode und Kathode oder durch  verschiedene     Zündspannungen    beim Umpolen  (Glimmgleichrichter) kann auch die primäre    Stossentladung eine Gleichrichtung bewirken,  indem     die    Stossentladung entweder nur in der  einen Phase auftritt, oder indem die räum  liche Anordnung so ist, dass eine Stossentla  dung in der andern Phase keine Zündung       zwischen    den Abfangelektroden bewirkt.  Dies tritt 7. B. bei einer Anordnung gemäss       Fig.    12 auf, wobei in der Sperrphase das  Gitter positiv ist. Eine Entladung gegen Z  bewirkt dann keine Zündung zwischen A  und Z.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Anzeige von Lichtver minderung durch das Zünden einer elektri schen Gasentladungsröhre mit mindestens einer lichtempfindlichen Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dass das Fliessen eines kleinen elektrischen Vorstromes durch die Ent ladungsstrecke veranlasst wird, dessen Grösse so bemessen ist, dass er zum mindesten zeit weise kleiner ist als der'Zündstrom bei einer vorbestimmten Bestrahlungsintensität, aber zum mindesten zeitweise grösser als der Zündstrom bei einer kleineren vorbestimmten Bestrahlungsintensität und dass die Bedin gungen der Gasentladung so gewählt werden,
    dass der Entladungsstrom dann instabil wird und eine Stossentladung eintritt, deren Strom stärke die Grösse des Vorstromes zum min desten zeitweise überschreitet, wenn der Zündstrom infolge verminderter Bestrah lungsintensität kleiner ist als der Vorstrom. 1I. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch mindestens zwei in einem vakuumdichten und mit Gas gefüllten Gefäss angeordnete Elektroden, von denen minde stens eine lichtempfindlich ist und wobei diese Elektroden über eine Reaktanz an einer Spannung liegen,
    die zum mindesten zeit weise grösser ist als die Zündspannung zwi schen den beiden Elektroden, wobei ferner ein Organ vorgesehen ist, das durch die zwi= sehen den beiden Elektroden bei Abblendung des auf die lichtempfindliche Elektrode fal lenden Lichtes stattfindende Stossentladung steuerbar ist. - UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die bei Vermin derung der Bestrahlungsintensität auftre tende Stossentladung zur Steuerung einer Anzeigevorrichtung verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass durch xlie pri märe Stossentladung eine sekundäre Gasent ladung zwischen mindestens zwei Elektroden, von denen mindestens eine verschieden ist von den Elektroden der primären Stossentladung, veranlasst wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens eine der Ent ladungsstrecken mit einer Spannung betrie ben wird, die zeitlich variabel ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Stossentladung steuerbare Organ mit dem Entladungsgefäss zu einer Einheit zusammen gebaut ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II. dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu den beiden Elektroden eine Stosskapazität ge- schaltet ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass zum mindesten eine Elektrode der Stosskapazität unter Abschluss der Aussenluft angeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Elek troden verschieden grosse Oberflächen auf weisen. B. Vorrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass im Entladungs gefäss mindestens eine dritte Elektrode vor.
    handen ist, deren Potential sich frei ein stellen kann. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Zündspannung im Entladungsgefäss iso lierende Teile angeordnet sind. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktanz so beschaffen ist, dass der Verstrom wenigstens teilweise spannungsunabhängig ist. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Reaktanz eine den Verstrom bestimmende Ionisations- kammer vorgesehen ist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Reaktanz eine den Verstrom bestimmende vorbelichtete Photozelle vorgesehen ist. 13.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Reaktanz eine den Verstrom bestimmende Glühelektro- nenröhre vorgesehen ist. 14. Vorrichtung nach Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktanz aus einer Kapazität besteht. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich die den Verstrom bestimmende Reaktanz zum min- desten teilweise im Innern des Entladungs gefässes befindet. 16.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die den Ver- strom bestimmende Reaktanz und das Ent ladungsgefäss so zu einer Einheit zusammen gebaut sind, dass zum mindesten eine der Elektroden unter Abschluss der Aussenluft angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass in Serie zu der Stosskapa zität ein auf die Stossentladung ansprechendes Relais geschaltet ist. 18.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladungs strecke und die Schaltelemente so bemessen sind, dass eine durch die primäre Stossent ladung ausgelöste sekundäre Entladung nach einer vorbestimmten Zeit löscht. 19. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 18, dadurch gekennzeich net, dass die Elektroden, zwischen denen die sekundäre Entladung stattfindet, verschieden grosse Oberflächen aufweisen. 20. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Innern des Gefässes mindestens eine dritte Elektrode befindet. 21.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die primäre Stossentladung ausgelöste sekundäre Entladung mindestens teilweise nicht von der lichtempfindlichen Elektrode ausgeht. 22. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 21, dadurch gekennzeich net, dass die Anordnung der Elektroden so getroffen ist, dass die lichtempfindliche Schicht von den für sie schädlichen Einflüs sen der durch die primäre Stossentladung ausgelösten sekundären Entladung geschützt ist.
    <B>23.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zum mindesten eine Elektrode siebförmig ausgebildet ist. 24. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in Serie mit der primären Entladungsstrecke eine zweite Ent ladungsstrecke an eine Treibspannung gelegt ist, und dass die Treibspannung so gewählt ist, dass beim Eintreten der Stossentladung die Zündspannung der zweiten Strecke über schritten wird. 25.
    Vorrichtung nach Patentanspruch Il und Unteranspruch 24, dadurch gekennzeich net, dass die beiden Entladungsstrecken im gleichen Gefäss untergebracht sind. 26. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Ent ladungsstrecke mindestens eine Elektrode lichtempfindlich ist und so vorbestrahlt ist, dass der durch dieselbe fliessende Strom ge rade als Vorstrom der ersten Entladungs strecke dient.
CH250510D 1946-01-18 1946-01-18 Verfahren zur Anzeige von Lichtverminderung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. CH250510A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068751B (de) * 1957-11-06 Vierling Oskar Dr
US2629842A (en) * 1949-07-12 1953-02-24 Bell Telephone Labor Inc Constant voltage glow discharge control device

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