CH251317A - Verfahren zur Herstellung einer Wandverkleidung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Wandverkleidung.Info
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Classifications
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Wandverkleidung. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Wandverkleidung und eine nach diesem Ver fahren hergestellte Wandverkleidung.
Die heute üblichen Arten der Verklei dung der Oberflächen von Innenwänden in Gebäuden besitzen eine Reihe von Nachtei- len. So setzt die gebräuchlichste Wandver kleidung, die Tapete, eine sauber und glatt verputzte Wandoberfläche voraus, was einen beträchtlichen Arbeitsaufwand bedingt. Die zur Tapetenbefestigung als Klebstoffe in der Regel verwendeten Eiweissstoffe sind, spe ziell in feuchtem Zustand, leichter Zersetzung durch Bakterien, Schimmelpilze und andere niedere Lebewesen ausgesetzt, wodurch die Tapete verfärbt wird und infolge Zerstörung der Klebschicht sich von der Wand löst.
Die saubere Ausbesserung beschädigter Stellen ist erfahrungsgemäss schwierig oder unmög lich. Wandverkleidungen aus Holz sind sehr teuer und ebenfalls schwer auszubessern. Die Behandlung der Wandoberfläche mit Ölfarbe oder Plastikmasse ergibt einen harten, un- porösen Wandbelag, der die natürliche Dif fusion der gasförmigen Bestandteile der Luft in und durch die Wand unterbindet und da mit u. a. auch ein Austrocknen der in den Poren der Wand in Form von Kondenswasser enthaltenen Feuchtigkeit erschwert oder ver- unmöglicht; solche Wände sind und wirken daher kalt.
Vorschläge zur Herstellung von Wand verkleidungen nach neuen Verfahren wurden bisher nach verschiedenen Richtungen ge macht, ohne dass sie zu einer befriedigenden Lösung geführt hätten.
Eingehende systematische Versuche haben nun zu einem Verfahren zur Herstellung einer Wandverkleidung und zu einer Wand verkleidung geführt, welche Gegenetand der vorliegenden Erfindung bilden.
Dieses Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass zu leichter Verfilzung neigende, teilweise nahwach kolloidal wasserlösliche Materialien mit anorganischen kolloidal was serlöslichen und organischen kolloid'al bis molekudar wasserlöslichen Bindemitteln und mit Full- sowie Farbstoffen in feuchtem Zu stand innig :.gemischt werden und diese Mi schung mit Wasser bis zu pastenartiger Kou- sistenz verdünnt und, z.
B. durch Aufstrei chen oder Aufspritzen, auf die unverputzte Wand als Belag aufgetragen und der Ober fläche des letzteren die gewünschte Form gegeben wird, worauf die Wandverkleidung durch Trocknung erhärtet und sioh mit ihrer Unterlage fest verbindet.
Als faserige Bestandteide dieses Wand belages eignet sich Zellulose, insbesondere in Form von Sulfit- oder andern Holzzellstof- fen, allein oder in Mischung mit Holzschliff, Papierschliff und anorganischen faserigen Stoffen wie Asbest und Glaswolle.
Als anorganische kolloidal wasserlösliche Bindemittel kommen Silikate des Alumi niums und anderer Metalle und als orga- nische kolloidal bis molekular wasserlösliche Bindemittel Zelluloseverbindungen, insbeson dere Zelluloseester, zur Verwendung.
Als Füllstoffe eignen sich Gips, Schwer spat, Kaolin und Stärke, einzeln oder in Mischungen.
Als Farbstoffe schliesslich sind die so genannten Erdfarben verwendbar.
Die pastenartige Masse zeichnet sich durch leichte Streichbarkeit aus, wodurch die Oberflächenbehandlung wesentlich er leichtert wird.
Die Auftragung kann in einer oder meh reren, gleich- oder verschiedenfarbigen Schichten erfolgen, wobei durch Aussparun gen in den obern Schichten gefällige Farb effekte erzielt werden können.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Wandverkleidungen zeichnen sich besonders aus durch feste Verbindung mit der Unter lage, gute thermisehe Isolierfähigkeit (die zudem durch Variierung der Dicke des Be lages den gegebenen Verhältnissen angepasst werden kann), durch günstige akustische Eigenschaften sowie durch ihr ästhetisch an sprechendes, warmes Aussehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer Wand verkleidung, dadurch gekennzeichnet, dass faserige, zu leichter Verfilzung neigende, teilweise schwach kolloidal wasserlösliche Materialien mit anorganischen kolloidal was serlöslichen und organischen kolloidal bis molekular wasserlöslichen Bindemitteln und mit Füll- sowie Farbstoffen in feuchtem Zu stande innig gemischt werden und diese Mischung mit Wasser bis zu pastenartiger Konsistenz verdünnt und auf die unverputzte Wand als Belag aufgetragen und der Ober fläche des letzteren die gewünschte Form gegeben wird, worauf die Wandverkleidung durch Trocknung erhärtet und sich mit ihrer Unterlage fest verbindet. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als faseriger Be standteil Zellulose verwendet wird. 2. Verfahre, nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, .dass als faseriger Be standteil Holzzellstoff verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als faseriger Bestandteil Sulfitzellulose verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als faseriger Be standteil ein Gemisch verschiedener faseriger Stoffe verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete faserige Bestandteil Holzschliff enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete faserige Bestandteil Pa pierschliff enthält. 7.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete faserige Bestandteil an organische faserige Stoffe enthält. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 4 und 7, .dadurch :gekenn zeichnet, dass der verwendete faserige Be standteil Asbest enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 4 und 7, :dadurch gekenn zeichnet, dass .der verwendete faserige Be standteil Glaswolle enthält. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als anorganisches Bindemittel Metallsilikate verwendet werden.. 11.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .dass als anorganische Bindemittel Aluminiumsilikate verwendet werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als organische Bindemittel Zellulos:everbindungen verwen det werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als organische Bindemittel Zelduloseester verwendet werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff Gips verwendet wird. 15.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff Schwerspat verwendet wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff Kaolin verwendet wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff Stärke verwendet wird. 18: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff- Beimischung Erdfarben verwendet werden. 19. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Was ser zu pastenförmiger Konsistenz verdünnte Mischung durch Aufstreichen auf die unver putzte Wand gebracht wird. 20.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die pastenartige Masse in mehreren Schichten aufgetragen wird. 21. Verfahren nach Patentanspruoh I, dadurch gekennzeichnet, dass verschieden farbige pastenartige Massen in Schichten derart aufgetragen werden, dass jede Schicht die darunterliegende nicht vollständig deckt.PATENTANSPRUCH II: Wandverkleidung, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruches I, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer durch Trocknung erhärteten -und ,mit der Unterlage fest verbundenen, innigen Mischung von fase rigen, zu leiehter Verfilzung neigenden, teil weise schwach kolloidal wasserlöslichen Ma terialien mit anorganischen kolloidal wasser löslichen und organischen kolloidal bis. mole kular wasserlöslichen Bindemitteln und. mit Füll- sowie Farbstoffen besteht.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH251317T | 1947-06-13 |
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| CH (1) | CH251317A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE913582C (de) * | 1951-05-11 | 1954-06-14 | Fritz Dietz | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Wandbelags nach Art von Fasertapeten |
-
1944
- 1944-11-11 CH CH251317D patent/CH251317A/de unknown
Cited By (1)
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