Kartonverpackung f r zerbrechliche GegenstÏnde.
Die Erfindung betrifft eine Kartonverpackung für zerbrechliche Gegenstände von der Art, die einen in Wellen gebogenen Kar tonstreifen besitzt, dessen nachgiebige Wel lentäler zur Aufnahme der GegenstÏnde bestimmt sind, und der a. uf einer Anzahl von auf der Kante stehenden, zueinander par allelen und quer zu den Wellen verlaufenden Stützstreifen, die in Einschnitte im Wellenstreifen eingreifen, abgest tzt ist.
Die Erfindung bezweckt, eine Kartonverpackung dieser Art zuschaffen, die eine stosssichere Emballage für zerbrechliche Gegen- stände, insbesonders Glas und Porzellan bil det, so da¯ diese, ohne zerbrochen zu werden, krÏftige St¯¯e und FÏlle von gro¯er H¯he ertragen können, wenn sie in der EmbaLlage verpackt sind.
Dieser Zweck wird erfindungs- gemäss dadurch erreicht, dass die Wellentäler Teile eines Kreiszylinders bilden und einen Bogen von etwas ber 180¯ umfassen, wogegen die Wellenberge ein dreiseitiges Prisma bilden, von dem zwei Seiten Tangentialebenen zudenbenachbartenWellentälernbilden, während seine dritte Seite waagrecht ist, und da¯ in den Stützstreifen Vorsprünge ausge- schnitten sind, die durch Einschnitte im Wellenstreifen hindurchtreten und zwei mit derselben Neigung wie die genannten Tangentialebenen verlaufende Seitenkanten auf weisen, wobei die die genannten Tangential- ebenen bildenden Seiten der Wellenberge auf den geneigten Seitenkanten der Vors ! prünge aufruhen,
welche dadurch die Form der Wel lentäler sichern.
Zwei Ausführungsformen der erfindungs- mässigen Kartonverpackung sind auf der Zeichnung dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 und 2 den Wellenstreifen bezw. die Stütze des Wellenstreifens in der einen Ausführung in der Form, die sie in dem fertigen Einsatz haben,
Fig. 3 den Wellenstreifen in ausgebreiteter Lage,
Fig. 4 ein die genannte Stütze bildendes zusammenhängendesEartonstück in ausge- breiteter Lage,
Fig. 5 die zusammengesetzte Verpackung in Draufsicht,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 den Wellenstreifen der andern Ausführung, gefaltet in der Form, die er in dem fertigen Einsatz hat,
Fig. 8 denselben in ausgebreiteter Lage,
Fig.
9 in ausgebreiteter Lage ein Eartonst ck, das für diesen Wellenstreifen die Stütze bildet, und
Fig. 10 einen Grundriss eines zu der Stütze gemäss Fig. 9 geh¯rigen losen Streifens.
Weil die Teile der dargestellten Verpak kungen als ein Ganzes zusammengehalten werden, werden Stosskräfte, die in einzelnen Punkten wirken, schnell und gleichmϯig über die ganze Verpackung verteilt und nicht auf die Warenst cke bertragen. Diese häugen unbeeinfluBt in den von dem wellenförmigen Kartonstreifen gebildeten, weichen und nachgiebigen zylindrischen Ealbwellen und kommen nirgends in direkte Berührung mit einer AuBenwand der Verpackung.
Die Verpackung besteht in der in Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform aus zwei Kartonteilen, und zwar dem in Fig. 1 und 3 gezeigten Wellenstreifen und der in Fig. 2 und 4 gezeigten Stütze für diesen Streifen.
Der Wellenstreifen besteht aus einem langen Kartonstreifen l, der in der LÏngsrichtung verlaufende, parallele Einschnitte 2, 3 und 4 aufweist. Er ist ferner mit Endlappen 5, die querlaufende Faltlinien 6 besitzen, sowie mit ebenfalls in der Q. uerrichtung verlaufenden Faltlinien 7 versehen, diedichtbeieinander liegen. Weiter hat der Streifen quer laufende Faltlinien 8, die bei der gezeigten Ausführungsform den Wellenstreifen in drei Teile teilt, von denen jeder vorgesehen ist, , eine die Waren aufnehmende Welle zu bilden, wie in Fig. 1 gezeigb ist.
Die Endlappen 5 tragen Schliesslappen 9, durch welche der Wellenstreifen mit der ihn tragenden Stütze verriegelt werden kann.
Das Eartonstück 10 ist im wesentlichen rechteckig und mit Faltlinien versehen, so da. es es bekannter Weise zur Bildung einer schachtelÏhnlichen St tze mit dem Boden 11, den Seitenstücken 12 und den Endstücken 13 gefaltet werden kann. Die Seitenstücke besitzen Ausschnitte 14 und Einschnitte 15, und der Bodenteil 11 weist Schnittlinien 16 auf, die nach einer entsprechenden Figur ausgeschnitten sind. Im Bodenteil gibt es ferner zwei Faltlinien 17, um welche durch die Schnittlinien 16 losgeschnittene Teile des Bodens nach oben gefaltet werden können, so dass sie Stützstreifen 18 bilden, die sich mitten zwischen den Seitenst cken 12 befinden und ähnliche Ausschnitte aufweisen wie die letzteren, was aus Fig. 2 hervorgeht.
An den nach dem Aussehneiden und Falten der Streifen 18 übriggebliebenen Teilen des Bodens 11 können die spitzigen Zungen weg- gesta. nzt werden, damit sich diese bei der Stapelung der Verpackungen auf Regale le usw. nicht in andere Gegenstände festhaken. Eine schmale Leiste lia des Bodenstückes verbleibt nahe an den Seitenstücken 12 und trÏgt zur Absteifung und Zusammenhaltung der Stütze bei. Die Endlappen ha. ben Einschnitte 19, in die die Sehliessl'appen'9desWeNen- streifens eingeführt werden können.
Die auf den Seitenstüeken 12 durch die Ausschnitte 14 und die Einschnitte 15 gebildeten Vorsprünge 20 weisen seitwärts vorstehende Nebenvorsprünge 21 auf, um die ZVellen zu verriegeln. Am Fusse der Ausschnitte 14 sind kleine Vorsprünge 14a aus- gebildet, die zur Aufgabe ha. ben, die Wellem a. useinanderzuhalten. Die auf den Stützstrei- fen 18 durch die Schnittlinien 16 gebildeten Vorspr nge 22 haben gerade geneigte Seitenkanten und eine gerade waagrechte obere Kante 23.
Beim Zusammensetzen der Verpackung geht man in folgender Weise vor : Das Kartonst ck 10 wird zuerst in der beschriebenen Weise gefaltet. Der Welilensfreifen 1 wird danach auf die vom Kartonst ck 10 gebildet@ Stütze herabgesetzt, wobei man an dem einen Ende anfängt und den Streifen mit der Stütze wie folgt zusammensetzt : Zuerst werden die Vorsprünge 2'0'durch die Einschnitte 2'hin- durchgesteckt und die Schlie¯vorspr nge 21 in die Einschnitte 4 links in Fig. 4 bezw. 3 eingesteckt. Hierbei wird der äusserste Teil la an den Enden des Wellenstreifens 1 in die Einschnitte 15 links in Fig. 4 eingeführt. Danaeh werden die Vorsprünge 22 durch die Einschnitte 3 hindurchgesteckt.
Da. nn werden die Vorsprünge 20 durch die Einschnitte 2 rechts in Fig. 4 bezw. 3 gesteckt, wobei der äusserste Teil la an jedem Ende des Wellenstreifens in die Einschnitte 15 ebenfalls rechts in Fig, 4 eingeführt wird. Weiter werden die Sehliessvorsprünge 21 in die Einse-hnitte 4 ebenfalls auf dieser Seite eingefiihrt. Endlich werden die Schliesslappen 9 in die Einschnitte 19 eingesteckt. Die Stütze ist mit strichpunk tierten Linien in Fig. l in der Lage gezeigt, die sie einnimmt, wenn sie in dieser Weise mit dem Wellenstreifen zusammengesetzt ist.
Die Vorspriinge 20 und 22 haben eine solche Form, da¯ ihre Seitenkanten gegen die Innen- seite des Wellenstreifens 1 anliegen. Dies gehi deutlieh aus Fig. 6 betreffend die Vorsprünge 22 hervor. Die Seitenkanten der Vor- sprünge sind als von einem gemeinsamen Plmkt. ausgehende Tangenten zu einem Kreis- bogen ausgebildet.
Wenn der Wellenstreifen zwischen diese Vorspr nge eingeklemmt wird, schliesst er sich an die Form der S : reis- bogen an und nimmt die Form von Wellen an, die nebeneinander liegen und kreiszylin- drische, nach unten gekrümmte WellentÏler aufweisen, die. einen Bogen von etwas ber 180 umfassen und durch dreiseitige Prismen bildende nach oben geschlossene Wellenberge verbunden sind, welche Teile zwischen den Seitenkanten der Vorsprünge 20 bezw. 22 gelegen sind. Die Wellentaler werden von den vorher genannten Vorsprüngen 14a ausein- andergehalten.
Die Faltlinien 7 bewirken, da¯ der Wellenstreifen mit Sicherheit die be absichtigte Form annimmt, in weleher der Wellenstreifen eine Reihe von Räumen bildet, bes-tehend aus an den geneigten Seitenkanten der Vorspränge hängenden Teilen von KreiszylindermÏnteln, die von den tra- genden Teilen nicht a. mderswie abgestützt sind, so dass in Zylinderteile eingelegte Wa ren, z. B. Glaner 24, wie in Fig. 5 gezeigt, in den auf diese Weise gebildeten Zylinder- mÏnteln sozusagen aufgehÏngt sind und somit gegen tbertragung von Drüeken und St¯¯en von der Aussenseite der Verpackung gut geschützt sind.
Um zu verhindern, da¯ die Verpackung durch Druck auf die Aussenseite deformiert wird, ist die Breite des Wel lenstreifens derart abgemessen, da¯ die ausserha, lb der Einschnitte 2 und 4 gelegenen Teile 25 des Wellenstreifens gegen die Innenseite der Aussenemballage, in die die Verpackung eingesetzt werden soll, zur Anliegung kommen, so dass die Verpackung auf ihrem Platze sicher festgehalten wird. Ein auf die Aussenemballage von aussen wirkender Druek wird deshalb schnell über die ganze Stiitze verteilt und nicht von einem begrenzten Teil dersel- ben aufgenommen, weshalb durchgreifende Deformierung der Verpackung und Übertra- gung von Stossen auf die verpaokte Ware vermieden werden.
In der in Fig. 1-6 gezeigten Ausfüh- rungsform hat die Verpackung sechs Räume, die dadurch gebildet worden sind, daB die drei Wellentaler des Wellenstreifens durch die Stützstreifen 18 in je zwei RÏume geteilt werden. Die Verpackung kann aber leicht derart ausgebildet werden, dass sie weniger oder mehr RÏume entsprechend der Anzahl der zu verpackenden Gegenstände bekommt, und zwar r durch Änderung der Anzahl von Wellen, die der Wellenstreifen bildet, und/oder durch Änderung der Anzahl von Räumen, in die jede Welle unterteilt ist.
Eine-derart geanderte Ausfiihrungsform ist in Fig. 7-10 dargestellt. Die drei WellentÏler des Wellenstreifens 26 sind in diesem Falle durch längsgerichtete parallele Ein- schnitte 27 und 28 in je vier Teile geteilt, so dass die Verpackung nunmehr zwölf RÏume enthält, die sich zur Verpackung von z. B.
Porzellantassen eignen. Im brigen ist der Streifen 26 mit6 ähnliehen Einschnitten, Faltlinien und Lappen wie der Streifen gemäss Fig. 3 versehen. In jedem der genannten vier Teile des Streifens 26 ist bei jeder Welle ein Lappen 29 ausgeschnitten, der nach innen zu dr cken ist und für den Eenkel der Tasse Platz lassen soll, damit dieser gut gesch tzt liegt.
Das eine Stiitze für den Wellenstreifen bildende Kartonst ck 31 (Fig. 9) ist mit Seitenst cken und Endstücken genau derselben Ausführung wie in Fig. 4 versehen.
An Stelle von den aus dem Bodenteil des Eartonstückes ausgestanzten Stützstreifen 18 der Fig. 4 sind dagegen bei der Ausfüh- rung gemäB Fig. 9 lose Stützstreifen 33 angeordnet, welche in Fig. 10 gezeigt sind.
Diese bestehen aus ausgestanzten Ejarton- stücken von dickem federndem Material und sind mit Vorsprüngen 33 versehen.
Die Zusammensetzung dieser Verpackung erfolgt in ähnlieher Weise wie oben beschrie- ben worden ist. Die losen Stützstreifen 32 werden gleicEzeitig mit der Einsetzung des Wellenstreifens 2'6'in die Stütze 31 eingesetzt Die Verpackung wird danach ähnlich wie in der vorigen Ausführung als ein Ganzes zusammengehalten.