CH252886A - Heissgasmotor. - Google Patents
Heissgasmotor.Info
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Description
Heissgasmotor. Es ist bekannt, in einem Heissgasmotor zwischen der Wärmequelle und der Heiz- stelle des Arbeitsmediums ein Wärmeüber tragungsmedium vorzusehen. Dieses Medium erhält die zu übertragende Wärme von der Wärmequelle durch eine Wand zugeführt und gibt diese Wärme ebenfalls über eine Wand an das im Motor Arbeit leistende Medium wieder ab. Dieses Übertragungs medium bleibt: dabei immer im gleichen Aggre gatzustand, d. h. entweder im flüssigen Zu ,aand.e oder in Dampfform.
Flüssigkeiten, welche in dieser Weise zur Wärmeübertra gung in Heissgasmotoren angewendet wur den, ,sind z. B. Wasseroder Paraffin. Paraf fin zersetzt sich aber bei höheren Tempera turen und ist dann für den angedeuteten Zweck nicht mehr verwendbar. Wasser greift bei höheren Temperaturen das Material der Kanäle chemisch an und kommt nur für Temperaturen bis 374 C in Betracht.
hach der vorliegenden Erfindung sollen diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt sein, dass zur Ermöglichung einer Höchsttem peratur des Wärme übertragenden Mediums von über 400 C ein Medium verwendet ist. (las bei dieser Temperatur flüssig ist und sich nicht zersetzt.
Als Medium kommen hauptsächlich Me talle und Metallsalze in Frage. Unter einem flüssigen Metall ist hier entweder ein reines Metall oder eine Legierung von mehreren Metallen, alle im flüssigen Zustand, zu ver stehen. Flüssiges Metall und gewisse flüssige Metallsalze haben eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit, so dass die Übertragung der Wärme von und nach dem Medium schnell und vollständig stattfinden kann. Diese Wärmeübertragung wird - noch geför dert, wenn das Medium an der Heizstelle in eine Anzahl parallel geschalteter Ströme unterteilt wird.
Besonders Metalle mit niedrigem Schmelz punkt unter 100 C sind vorteilhaft, weil diese beim Anlassen des Motors nur eine sehr kurze Zeit und eine verhältnismässig niedrige Temperatur brauchen, um flüssig zu werden. Beispiele solcher Metalle sind Kalium mit einem Schmelzpunkt von 62 C und Natrium mit einem Schmelzpunkt von 96 C. Auch Metallegierungen mit niedrigem Schmelz punkt kommen in Frage, z. B. Woods Me tall oder auch eine Legierung von Kalium und Natrium, von denen man bei passender Wahl der Menge eine Legierung bekommen kann, deren Schmelzpunkt bei -10 C liegt. Als Metallsalze kommen z. B. Zinkchlorid und Kadmiumjodid in Frage.
Obgleich es denkbar ist, dass das Wärme- übertragungsmedium infolge der auftre tenden Thermosiphonwirkung genübend in Umlauf kommt, ist es empfehlenswert, das Medium künstlich in Umlauf zu setzen bzw. zu halten. Dies kann in der Weise erwirkt sein, dass ein Gas oder ein Dampf in dieses Medium an einer geeigneten Stelle einge führt wird. Auf diese Weise entsteht im Medium ein sogenannter Gas- oder Dampf- blasenaufzug. Als geeignetes Gas für diesen Zweck ist beispielsweise Argon zu erwähnen.
Das Medium kann auch mittels einer Pumpe, wie einer Zentrifugalpumpe, einer Injektionspumpe, einer Membranpumpe oder dgl., in Umlauf gesetzt bzw. gehalten wer den. Um die schwierig abdichtbare Heraus führung der Pumpwelle aus dem Flüssig- keitssystem zu vermeiden, kann die Pumpe beispielsweise mittels einer elektromagne- tischen Kopplung von der Aussenseite her angetrieben werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Wärmeübertragungsmedium durch ein bewegtes Magnetfeld in Bewegung gesetzt wird. Dabei ist jedoch eine Bedin gung, dass die in Bewegung zu setzende Flüs- sigkeit elektrisch gut leitend ist.
Ein Vorteil dieser Art, das Wärmeübertragungsmedium in Umlauf zu setzen bzw. zu halten, liegt darin, dass es hierbei nicht erforderlich ist, im Flüssigkeitssystem einen beweglichen Ma- schinenteil anzuordnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Heissgasmotor, bei dem zwischen der Wärmequelle des Motors und der Heizstelle des Arbeitsmediums ein Wärmeübertragungs medium vorgesehen ist, das die zu übertra gende Wärme von der Wärmequelle durch eine Wand zugeführt erhält und über eine Zwischenwand an das im Motor Arbeit lei stende Medium wieder abgibt,wobei das Wärmeübertragungsmedium während des Umlaufes dauernd in dem gleichen Aggregat zustand verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermöglichung einer Höchsttempera tur des umlaufenden Mediums von über 400' C ein Medium verwendet ist, das bei dieser Temperatur flüssig ist und sich nicht zer setzt: UNTERANSPRÜCHE: 1. Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als umlaufendes Medium flüssiges Metall verwendet ist. 2.Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als umlau fendes Medium flüssiges Metallsalz verwen det ist 3. Heissgasmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Metall einen Schmelzpunkt von unter 100 C hat. 4. Heissgasmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metall Kalium verwendet ist. 5.Heissgasmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metall Natrium verwendet ist. 6. Heissgasmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metall Wood'sches Metall verwendet ist. ?. Heissgasmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metall eine Kalium-Natriumlegierung ver wendet ist. B. Heissgasmotor nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metallsalz Zinkchlorid verwendet ist. 9.Heissgasmotor nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Metallsalz Kadmiumjodid verwendet ist. 10. Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärme- übertragungsmedium an der Heizstelle in eine Anzahl parallel geschalteter Ströme unterteilt wird:. 11.Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärme- übertraguugsmeäium künstlich im Umlauf gesetzt bzw. gehalten wird. 12. Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärme- übertragungsmedium dadurch in Umlauf gesetzt bzw. gehalten wird, dass ein Gas oder Dampf eingeführt wird. 13.Heissgasmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärme- übertrag-ungsmedium durch eine Pumpe in Umlauf gesetzt bzw. gehalten, wird. 14. HAissgafi:motor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärme- Übertragungsmedium durch ein bewegtes Magnetfeld in Umlauf gesetzt bzw. gehalten wird.
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