Spulmasehine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spulmaschine mit Mitteln zur Einstellung der Grösse der Wickelkörper und Mittel zum Abstellen des Spulvorganges über ein von den Wickelorganen ständig angetriebe nes Auslöseergan, das vom in Bildung be griffenen Wickelkörper infolge Zunahme von dessen Durchmesser von der Wickelkör- perachse weg bewegt wird und, beim Errei chen der eingestellten Wickelkörpergrösse,
die Abstellmittel auslöst.
Die erfindungsgemässe Maschine zeich net sich dadurch aus, dass das Auslöseorgan während der Bildung des Wickelkörpers fort laufend über einen Winkelbereich aus seiner Anfangslage bis in seine Wirklage disloziert wird, in welch letzterer Lage die Auslösung der Abstellmittel durch das Auslöseorgan stattfindet.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist das Auslöseorgan länglich und in seiner Längs richtung hin- und herbewegbar angeordnet. Ferner weist dieses Ausführungsbeispiel einen Grössenanzeiger auf, dessen Stellung die Grösse des in Wicklung begriffenen Wickelkörpers beistimmt, und der an einem drehbaren, die Abstellmittel steuernden Auslösehebel einstellbar angeordnet ist, wobei das Auslöseorgan befähigt ist,
mit dem Grössenanzeiger in Eingriff zu treten und dadurch die Auslösung der Abstellmittel zu bewirken. Nachstehend wird ein bevorzugtes. Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des, das die vorerwähnten und weitere Merk male besitzt, unter Bezugnahme auf die bei liegende Zeichnung beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Endansicht einer Spulma- schine mit ihren Teilen in der Lage, die sie zu Beginn des Wickelns einnehmen, Fig. 2 eine Endansicht der Maschine in grösserem Massstab, mit einzelnen Teilen in Schnittzeichnung in der Lage dargestellt, welche sie am ,Schluss des:
Wickelns. ein nehmen, Fig. 3 eine in grösserem Massstab gehal tene Seitenansicht des Vorderteils der Ma schine und Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des hin- und hergehenden Auslöseorganes, das von einem Auslöseelement bzw. einer Pleuel stange gebildet wird, welche befähigt ist, Sperrhaken auszulösen, die den Antrieb der Maschine eingeschaltet halten.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in allen Figuren der Zeichnung gleiche Teile. Die dargestellte Spulmaschine weist eine zwangläufig angetriebene Spulspindel auf, auf die der Wiokelkörp-er gewickelt wird, sowie einen hin- und hergehenden Faden führer zum Hin- und Herführen des Fadens in. der Längsrichtung der Spindel.
Soweit Teile nicht erkennbar und näher erläutert wird, handelt es sich um an sich bekannte Mittel. In Spulmaschinen der beschriebenen Gat tung wird die Abstellvorriehtung üblicher weise durch Wegbewegen von Spulspindel und Fadenführer voneinander, zufolge des Anwachsens des Durchmessers des Wickel körpers, in Betrieb gesetzt.
Der Fadenführer ist meist auf _einem schwenkbaren Rahmen gelagert, der zufolge von Gegengewichts wirkung den Fadenführer während des Wickelns an dem Wickelkörper eng an liegend hält.
Dabei sind in bisher verwen deten Grössenreglern. geile und dergleichen Elemente, beim Erreichen der vorgeschrie- benen. Wickelkörpergrösse, mit dem Fa;den- führertragrahmen in Eingriff gebraccht worden, um sperrhakenähnliche Mittel, die normalerweise die Abstellmittel ausser Be trieb halten, durch diese Keilwirkung aus zulösen.
In. der modernen Praxis ist es für ver schiedene Zwecke, wie z. B. beim Wickeln von weichen Kötzern, die zum Färben be stimmt sind, beim Manipulieren mit. feinen, hochwertigen Materialien und andern Ar beiten, von Wichtigkeit, zu verhindern, dass beim Wickeln ein übermässiger Druck des Fadenführers auf die Oberfläche des Wickels entsteht, besonders dann, wenn der Wickel körper bald die verlangte Grösse erreicht hat.
Mit andern Worten, muss darauf geachtet werden, dass der Fadenführer gegen den Wickelkörper mit nur schwachem Druck anliegt, und es hat sich gezeigt, dass bei den üblichen Grössenreglern die Kraft, welche auf den Fadenführer ausgeübt werden muss, um die Klemm- oder dergleichen Mittel zum Auslösen der Sperrhaken der Abstellmittel zu betätigen beträchtlich ist und sich im gleichen Ausmass auf den Wickelkörper aus wirkt.
Demzufolge läuft das. in Wicklung begriffene Garn Gefahr, gequetscht und dabei flach gedrückt zu werden, wodurch der Wickelkörper aus der richtigen Form gerät und an den Enden aufgelockert wird,
so dass die Garnwindungen verschoben wer den und deshalb beim Abwickeln des Garnes ein. ungehemmter Garnablauf verunmöglicht wird. Beim vorliegenden Grössenregler ist der Fadenführer von übermässiger Druckaus- übung auf den Wickelkörper im letzten Teil des Wicklungsvorganges befreit, -weshalb die befähigt ist, bessere Wickel körper herzustellen,
ahne da.ss Gefahr einer Quetschwirkung auf den Wickelkörper und eine daherige Verformung des letzteren be steht. Es hast sich ferner gezeigt, dass sich mit dem vorliegenden Grössenregler grössere Genauigkeit in der Formgebung und der Grösse der Wickelkörper erzielen lässt, und es ist somit auch eine grössere Gleichmässig keit in der Grösse und dem Gewicht. der Wickel einer bestimmten Garnnummer er hältlich.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, da-ss die Maschine mit Wicklungsmitteln ver sehen ist, welche eine horizontale Spulspin- del 5 aufweisen, die in einem kastenförmigen Rahmen 2 gelagert ist, und ferner, eine Nockenwelle 6 besitzt, einen von dieser ge tragenen schraubenförmigen Nocken 7, einen Hin- und Verführungsrahmen 8 und einen Fadenführer 10. Der Wickelkörper wird auf die Spindel 5 durch mit dieser verbundene Mittel zum Drehen des Wickelkörpers ge wickelt.
Die für die Nockenwelle 6 erfärder- lichen Lager sind unterhalb der Spindel 5 angeordnet. Die Nockenwelle 6 wird in Übli cher Wise von der Spulspindel 5 durch einen Riemen über Riemenscheiben oder durch ein zwangläufiges Getriebe angetrie ben, und der schraubenförmige Nocken 7 (Fix. ä) sitzt auf -der Welle 6 zum Hin- und Herbewegen des Fadenführers 10, der das Garn in der Länb richtung der Spindel ; hin- und herführt, fest.
Die Traversiereorrichtung mit dem Hin- und Herführungsrahmen 8, der den Faden führer 10 führt, sitzt schwenkbar auf der Nockenwelle 6. Der Rahmen 8 führt den , Fadenführer 10, der seine Hin- und Her bewegung in der Längsrichtung der Spul spindel 5 ausführt und während des Wickelns des: Wickelkörpers auf die Spin del, beim Anwachsen des Wickelkörpers , sich von der Wickelkörperaehse wegbewegt bzw. sieh von der letzteren zu trennt.
Der Fadf@nführer 10 titzt am Ende einer hin- inid hergehenden Schiene oder Stange 11, dif, in Nuten 12 gleitet, welche in der Längs- richtiing des Hin- und Herführungsrahmens vc>rl < iaifen. Der obere Teil des. Fadenfüh- rf#rs "leitet läng:;
der Oberkante einer Platte 13, welche a.ls Rücken des Hin- und Her bezeichnet wird und an flü@#ein Rahmen befestigt ist. Dieser Rah- nienrücken 13 trägt eine Führungsstange 14 (Fig. 2 und 3), deren Enden in Bohringen von Kopfstücken 15 gehalten sind, welche riif-l@wärt..s vom Rücken abnagen.
Der, ankom- niendc Faden y wird von einem in Fig. 1 fr@ichtlichen Spannapparat 16 aus nach oben @@fühi-t.. ivona.ch er durch einen Flaumfän ger bzw.
Garnreiniger 17 hindurch, quer ülxr die Führungsstange 14 wandert und dann durch eine Kerbe in den Fadenführer 10 tritt und von dort mit seinem Ende an einem Wicklungsträger bzw. einer Kötzer- hülse C befestigt wird, welche Hülse auf der Spulspindel 5 sitzt. Weder der Spann apparat 16 noch der Flaumfänger 17 ist im Detail zeichnerisch dargestellt oder be schrieben, da. diese: Teile an sich bekannt sind.
Die Spulspindel 5 kann ihren Antrieb von einer Kraftmaschine, z. B. einem elek trischen Motor erhalten und, wie oben an gedeutet, treibt diese durch ein Riemenge- ti.iebe oder ein Getriebe anderer Art die Nockenwelle 6 an. Anlass- und Abstellmittel .sind für den Betrieb der Maschine über eine Kupplung oder einen in der Zeichnung nicht dargestellten, schaltbaren Mechanismus vorgesehen. Dieser ist an sich bekannt.
Die 2\nlass- und Abstellmittel werden mittels einer schwenkbaren Welle oder Stange 20 gesteuert und angetrieben, welche im obern Teil eines Gestelles 2 in entsprechenden Lagern ruht, von denen eines in Fig. 3 bei 21 dargestellt ist, und mit einem handbetä- f.ig1iai-en Hebel oder Handgriff 22 versehen #f, der vorn am Lager angeordnet ist.
Am hintern Ende der Stange 20 ist ein Hebel 25 befestigt, der zwei Arme 26 und 27 mit keilartigen Enden hat, um die Kupplungs elemente in und ausser Eingriff mit den kraftgetriebenen Mitteln der Maschine zu bringen. Diese Anla;ss- und Abstellmittel sind als bekannt vorausgesetzt. Der Hebel 25 kann mittels des Handgriffes 22 in Uhr zeigersinn so verschwenkt werden, da,ss der Arm 27 des Hebels die Kupplung mit den Antriebsmitteln in Eingriff bringt, um die Spindel 5 zu drehen und die Wickelarbeit zu beginnen.
Die Abstellvorrichtung enthält eine Schraubenfeder 2(8, die am einen ihrer En den am Arm 26 des Hebels 25 befestigt und mit ihrem entgegengesetzten Ende am Maschinengestell 2 verankert ist. Diese Feder dient dazu, den Hebel 25 im Gegen-, uhrzeigersinn zu verschwenken, um die Kupplung auszuschalten und dadurch die Drehung der Spindel 5 zu unterbrechen. Ein Bremsklotz 23 am einen Arm des Hebels 22 ist befähigt, mit dem Umfang einer Brems scheibe 24 auf der Spindel 5 in Eingriff zu treten, um die Drehbewegung sogleich zu unterbrechen.
Der Antrieb wird durch das Sperren des Hebels 25 in seiner in Fig. 1 ersichtlichen Lage eingeschaltet gehalten, und zwar durch die unmittelbar nachstehend beschriebene Sperrhakenvorrichtung.
Die Abstellmittel weisen einen Hebel 29 auf, der mit dem vordern Ende der schwenk baren Stange 20 fest verbunden ist, wobei der Hebel 29 einen kreisbogenförmigen Arm 30 besitzt, der in einem Sperrhakenanschlag 31 endet. Ein Abstellglied 33, das. hebelartig aus gebildet ist, ist befähigt die Abstellmittel zu steuern.
Die Kante des Sperrhakenan- schlages 31 kann mit einer Sperrhakennase 32 am Abstellglied 33 in Eingriff treten, um den Hebel 25 in seiner Sperrlage zu halten, wie dies aus Fig. 1 hervorgeht, wo durch der Antrieb eingeschaltet bleibt. Der Abstellhebel 33 ist um eine am Maschinen gestell 2 befestigte Schraube 34 drehbar und besitzt einen kreisbogenförmigen Quadrant 35, der als Teil einer Sperrvorrichtung dient, die bestimmt ist, dem Rahmen 8 entgegenzu wirken, um ein Rückschwingen des Faden führers gegen die Spulspindel hin zu ver hindern.
Die Sperrvorrichtung ist in bekannter Weise konstruiert und hat einen Finger bzw. einen Riegel 36, der bei 37 am Rahmen 8 drehbar gelagert ist und ein Ende besitzt, das konisch verjüngt ist und in einer sich nach innen verjüngenden Nut 40 im Qua drant 35 gleitbar angeordnet ist (Fig. 3).
Wie aus .den Fig. 1 und 3 hervorgeht, kann der Riegel 36 mittels eines. Handhebels 38 ausgelöst werden, der am andern Ende des Riegels 36 festgemacht und so am Rahmen 8 drehbar ist und derart unter der Wirkung ,einer Blattfeder 39 steht, dass er normaler weise den Riegel in der sich verjüngenden Nut 40 im Quadrant 35 anliegend hält.
Zufolge dieser Anordnung wird der Faden führer 10 befähigt, sich nach aussen von der Spulspindel wegzubewegen, ohne Wider stand durch den Einfluss des Riegels 36 zu erfahren, wogegen der Rahmen 8 an der Be wegung zusammen mit dem Fadenführer gegen die Spulspindel bin verhindert wird, das heisst durch die zwischen dem Riegel 36 und dem Quadrant 35 auftretende Reibung einen entsprechenden Widerstand gegen diese Bewegung erfährt.
Am äussern Ende des Quadranten 35 ist ein herabhängender Hebel 41 .drehbar ge lagert, der dazu dient, den Hebel 33 zwecks Auslösens der .Sperrhaken 31 und 32 anzu heben und dadurch die Abstellmittel zu veranlassen, den Betrieb der Maschine bei Garnbruch oder Erschöpfung des Garnvor rates abzustellen. Der Hebel 41 hat die Form eines Dreieckes,
dessen eine Seite 42 in einem rechtswinkligen Fortsatz bzw. einem Fadenfühler 43 endet, um gegen das an kommende Garn. bei seiner Aufwärtsbewe- gung durch den Flaumfänger 17 anliegen zu können, während der andere Arm 44 sieh in einer andern Richtung erstreckt, um mit seinem Ende in Eingriff mit den Zähnen eines Rades bzw.
einer Schaltscheibe 45 treten, zu können, die am Ende der Nocken- welle 6 befestigt ist und sich mit dieser Welle in der Richtung dreht, die durch den in Fig. 1 eingezeichneten Pfeil angegeben ist.
Der Hebel 41 ist so ausbalanciert, dass er bei Garnbruch oder Erschöpfung des Garnvorrates nach links ausschwingt, wie in Fig. 1 ersichtlich, um mit dem Ende seines Armes 44 mit einem der Zähne der Scheibe 45 in Eingriff zu treten und dadurch den Hebel 33 anzuheben und die die Abstell- mittel in ihrer Lage haltenden Sperrhaken auszulösen.
Die vorliegende Vorrichtung zur Ein stellung der Wickelkörpergrösse ist befähigt, den Hebel 33 zwecks Auslösens der Sperr haken auszulösen, wozu ein Auslöseorgan in Form eines zwangläufig hin- und her beweglichen Entkupplungselementes bzw. einer Pleuelstange, die mit 50 bezeichnet ist, vorgesehen ist.
Die Pleuelstange 50, welche in Fig. 4 detailliert dargestellt ist, ist. ein besonderes, nicht zu den Spulmitteln gehö riges, längliches Organ, das eine kreisför mige Nabe 51 besitzt, von der ein Arm 5? ausgeht, der in einen Fortsatz 53 ausläuft, welcher rechtwinklig zum Hauptteil des, Armes steht, das heisst abgebogen ist. Dieser Fortsatz ist auf einer Seite mit einem vor stehenden Absatz bzw. einer Schulter 57 versehen und trägt an seinem obern Ende eine Öse 58 mit einem länglichen Schlitz 59.
Die Nabe 51 der Pleuelstange 50 ist auf einem Exzenter 55 drehbar gelagert oder mit einem ähnlichen hin- und herbewegliehen Glied verbunden. Der Exzenter 55 bildet. einen Teil einer Scheibe 45, die im vorste henden als ein am Ende :der Nockenwelle 6 befestigtes Element bezeichnet worden ist, das einen Bestandteil der Spulmittel bildet. Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, steht die Scheibe 45 mit dem Ende der Nockenwelle 6 durch einen Zapfen 46 in fester Verbindung.
Die Scheibe 45 hat eine axiale Bohrung zur Aufnahme einer Kappe 47, die in die Scheibe fest .eingepresst ist, und eine Schrau benfeder 48, die im Innern der Kappe ge halten ist, liegt gegen das einen Kopf bil dende Ende des Zapfens 46 an, um die Scheibe gegen das. Ende einer Lagerschale 49 gepresst zu halten, die sich in dem Lager befindet, in dem die Nockenwelle: 6 gelagert ist. Diese Konstruktion, welche von bekann ter Art ist, bildet einen nicht näher zu be- sehreibenden Teil.
Das hintere Ende der Scheibe 45 ist abgesetzt, um die Nabe des Exzenters 55 zu bilden, der in die Bohrung der Nabe 51 der Pleuelstange 50 hinein passt, so dass der Exzenter 55 auf einem Lagerteil sitzt, der eine Einstellurigs.möglich- keit bietet, damit die Lage des Auslöse- organes 50 gegenüber dem Hin- und Her- fÜhrungsrahmen geändert werden kann.
In Fig. \? ist ersichtlich, dass das obere mit der Ilse versehene Ende des Fortsatzes 53 der Pleuelstange 50 mit dem Rücken 13 des Hin- und Ilerführizngsrahmensi über den Zapfen 62 verbunden ist, um diesem Ende eine hin- und hergehende Bewegung an diesem Zapfen zu ermöglichen. Normaler- weise ist die Führungsstange 14 am Rücken 13 des Hin- und Herführungsrahmens durch Schrauben 18 in den Kopfstücken 15,
von denen eine linl@;si in Fix. 3 ersichtlich ist, befestigt. Um den Grösseneinsteller an bereits vorhandenen Spulmaschinen der beschriebe nen Gattung anzubringen, ist die Schraube rechter Hand durch den Zapfen 62 zu er setzen, der nicht nur zum Sichern des einen Endes der Stange 14 in ihrer Lage dient, sondern a@nch eine Stütze für das obere Ende der Pleuelstange 50 bildet.
Zu diesem Zweck bcit:rt; fier Zapfen 62 einen verjüngten Fort satz 63 seines Schaftes., der durch den Schlitz 59 am obern Ende der Pleuelstange 55 hindurchtritt. Unterlagscheiben 64 und 65 liegen an entgegengesetzten Seiten der Pleuelstange 50 unter dem Einfluss einer b1,utter 66 an, die auf das äussere Ende des Fortsatzes 63 des Zapfens 62 aufgeschraubt ist.
Zwischen dem Bund 67 des. Zapfens 62 und der Unterlagscheibe 64 befindet. sich eine Schraubenfeder 68, welche bewirkt, dass das gegen, die äussere Unterlagscheibe 65 ,inliegende Ende der Pleuelstange 50 sich ein, wenig hin- und herverschieben kann, während die Pleuelstange von dem Exzenter 55 hin- und wird.
Diese Kon struktion bildet eine Vorrichtung zur Fein einstellung des obern Endes der Pleuelstange gegenüber dem Rücken 13 des: Rahmens 8 mittels der Mutter 66.
Vorzugsweise ist die Unterlagscheibe 65 mit einem Belaig von Fiber oder .dergleichen versehen, der in der Zeichnung nichtangegeben ist, um eine ge ringfügige Reibungswirkung auf das, ge schlitzte Entdei ,der Pleuelstange 50, zwecks Verhinderns einer allzu freien Bewegung der letzteren, auszuüben.
Die beschriebene Konstruktion und Lage rung der Pleuelstange 50 erlaubt der letz teren, .sich zusammen mit dem Rahmen 8, beim Ausschwingen des Fadenführers, wäh rend dem Wickeln des Garnköeers, von der Spulspindel 5 hinweg, zu verschieben, wobei die Pleuelstange vom Antrieb der Maschine aua, zufolge der Drehung des, Ex- zenters 55 der Nockenwdlle 6, in ihrer Längsrichtung andauernd oszilliert bzw. hin- und herbewegt wird.
Dadurch führt das Auslöseorgan, das von der Pleuelstange 50 gebildet wird, kontinuierlich einen Arbeits zyklus aus, sowie fortlaufend eine Schwenk bewegung über einen Winkelbereich, aus seiner Anfangslage in die Wirklage, die es erreicht, wenn der Wickelkörper den einge stellten Durchmesser erreicht hat, in der e@s mit Mitteln zur Auslösung der Abstell- mittel in Eingriff kommt. Ein Grössenanzeiger 70 in Form einer Klammer kann mittels einer Stellschraube 71 auf dem Quadrant 35 in einer Lage fest eingestellt werden.
Wie Fig. 3 zeigt, ist die Klammer 70 von einem umgebogenen Blech streifen gebildet, der einen rechtwinklig ab gebogenen Teil besitzt, welcher über dem Quadrant 35 angeordnet ist, und eine untere U-förmige Umbiegung, welche nach Art eines Hakens in die Nut 40 des Quadrants eingreift, und der bei angezogener Schraube 71 gegen den. Grund dieser Nut anliegt.
Nach Fig. 2) und 3 ist die Vorderseite das Grössenanzeigers 70 so ausgefräst bzw. aus- geschnitten, dass eine .scharfe Schulter 73 besteht, gegen welche ein quadratischer, ge härteter Stahlblock 75 anliegt.
Dieser Block hat einen .Schaft 76, der durch ein seitliches Loch des Zeigers,des Grössenanzeigers durch- tritt und, wie in Fig. 3 ersichtlich, so ge staucht ist, dass dadurch der Block in seiner Lage festgehalten ist.
Nachdem die Grösseneinstellvorrichtung in ihrer Anwendung auf eine Spulmaschine bekannter Konstruktion beschrieben worden ist, ergibt sieh daraus der Betrieb dieser Maschine wie folgt: Zur Inbetriebsetzung der Maschine wird ein gern bzw.
eine götzerhülse C auf die Spindel 5 geschoben und alsdann das Garn- endle y aus dem Garnvorrat durch die Spann vorrichtung 16 und den Flaumfänger 17 durchgezogen und darnach über die Garn stange 14 geführt und hierauf mit seinem Ende in die Kerbe des Fadenführers 10 eingelegt, das dann mit der Spindel bzw. der darauf sitzenden Kötzerhülse verbunden wird.
Vor dem Beginn des Wickelns wird der Grössenzeiger 70 am Quaidrant 35 eingestellt, wozu die Stellschraube 71 gelöst wird, um den gehärteten Block 75 in die Lage zu bringen, in welcher er mit der Schulter 57 an der Pleuelstange 50, nach Vollendung des Wickelkörpers in der verlangten Grösse, in Eingriff gelangen kann.
Zumeist wird die Einstellung des Zeigers und der Pleuel stange in gegenseitig richtigem Verhältnis erst nachdem der erste Wickelkörper eine bestimmte Grösse erlangt hat, vorgenommen;
dann wird der Zeiger durch Verschieben längs des Quadranten 35 aus einer vor läufigen Einstellung in eine genauere Ein stellungslage gebracht, worauf noch .die Feineinstellungsmittel verwendet werden können, indem die Mutter 66 am Zapfen 62 gedreht wird, so dass sich die Pleuelstange entweder gegen den Rücken 13 des Rahmens 5 8 hin oder von diesem hinweg bewegt.
Auf diese Weise wird in sehr genauer Weise eine bestimmte Einstellung der Teile erzielt, die dann forthes.teht, so dass alle mit der Maschine hergestellten Wickelkörper bis auf äusserst kleine Unterschiede die gleiche ; Grösse und das, gleiche Gewicht erhalten.
Zum Beginn des Wickelns; wird der Rah men 8 in eine Lage gebracht, in welcher der Fadenführer 10 gegen die Oberfläche der Kötzerhülse C anliegt (Fig. 1), wozu der Riegel 36 am Quadrant 35 zur Ermög lichung dieser Einstellung des Rahmens 8 durch Niederdrücken des Handhebels 38 ausgelöst wird.
Zum Anlassen der Maschine wird der Griff 22 im Uhrzeigersinn ver- schwenkt, um durch die Bewegung des Hebels 25 die Kupplung mit den Antriebs mitteln in Eingriff zu bringen, wobei zu gleich der Sperrhakenanschlag 31 des Armes 30 mit der Schulter 32 des Hebeas 33 in Eingriff gelangt, wie dies Fig. 1 zeigt.
Dieser Siperrhakeneingriff bewirkt, dass der Handhebel 22 mit dem Hebel 25 ver riegelt wird, so dass eine Bewegung dieser Hebel durch die Zugkraft der Feder 28 ver- unmöglicht wird und der Antrieb andauert. Dadurch wird die Spulspindel 5 gedreht und das Garn y aufgewickelt, während die von der Spulspindel angetriebene Nockenwelle 6 den Nocken 7 zum Hin- und Herbewegen des Fadenführern 10 in Drehung versetzt. Wäh rend der Hin- und Herbeweggung des. Faden führers 10 längs des Rückens 13 des Rah mens 8 verteilt der Fadenführer das.
Garn in schraubenlinienförmigen Windungen auf der Spindel 5 zum Aufbauen einer Kreuz wicklung am Wickelkörper in bekannter Weise. Mit zunehmendem Aufbau des Garnes an der Kötzerhülse C bewegt sich der Fadenführer 10 allmählich von der Sp-ul- spindel 5 hinweg, welche Bewegung durch das Verschwenken des Rahmens 8 um dessen Gelenkpunkt an der Nockenwelle 6 ermög licht wird.
Bei fortschreitendem Wickeln des Wik- kelkörpers wird der Fadenführer 10 jeweils von der @Spul61indel 5 wegbewegt und die Pleuelstange fortwährend aus ihrer Aus gangslage gegen den Grössenanzeiger 70 hin in eine Wirklage bewegt, in welcher ihr vorspringender Absatz bzw. ihre Schulter 57 unterhalb der Kante des Blockes. 75 zu liegen kommt:. Es ist vorstehend erklärt worden, (l:
ass die Pleuelstange 50, infolge der Drehung dcExzenters 55 auf der Nockenwelle 6, oszilliert bzw. andauernd eine hin- und her- :eliende Längsbewegung ausführt, demzu- f'olge die Schulter 57 der Pleuelstange, nach dem Erreichen der durch die Stellung des Grössenzeigers bestimmten Wickelkörper- gr@össe, mit:
der Kante des Blockes 75, bei der Aufwärtsbewegung der Pleuelstange, irr Berührung kommt, wodurch der Hebel :,'. angehoben wird und die Sperrhaken 31 arid 33 ausgelöst werden.
Somit ist der Bloch 7 als ein Schaltelement zu bet.rach- 9en, das befähigt ist, mit dem Auslöseorgan f)ztv. der Pleuelstange 50, bei einer vorbe- :1:imniten Wirklage der letzteren, in Ein griff zu treten, um die Abstellvorriclitung zit betätigen, wenn der Wickelkörper einen vorbestimmten Durchmesser erreicht hat.
-Nach der Auslösung der Sperrhaken tritt die Abstellvorriclitung in Funktion, weil die I\eder 28 den Kupplungshebel 25 ver- .c.liwenlLt, um das Kupplungselement ausser Eingriff mit den Antriebsmitteln zu bringen und dadurch den Betrieb der Maschine zu unterbreelien.
Es erhellt daraus, dass die Grösseneinstell- vorrichtung in der oben erklärten Weise arbeiten kann, um in aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen der Maschine die Herstel lung von Wickelkörpern gleichmässiger C-'ri-össe zu bewirken. Wenn es erforderlich :st, andere Wickelkörperaxten zu wickeln, 1m.nn die Vorrichtung ohne weiteres, prompt und mit grosser Genauigkeit auf eine andere @triekelkörTergrösse; eingestellt werden.
Es werden gleichmässige Produkte erhalten, gleiebgültig welche Wickelkörpergrösse ein ist.
Aus der vorausgehenden Beschreibung ist ferner ersichtlieli, dass die dargestellte neuartige und wohldurchlochte Grössenein- aellvorrichtung auch in Verbindung mit Spulmaschinen von gegenüber der vor- kiesehriebenen verschiedener Konstruktion brauchbar ist und in Spulmaschinen von Anbeginn eingebaut oder erst nachträglich eingebaut werden kann.
In de vorliegenden Beschreibung und den zugehörigen Ansprüchen ist unter dem Ausdruck "Garn" jedes. fadenförmige Ge bilde für Textil- und andere Zwecke zu ver stehen. Füreine Spulmaschine in welcher die Spulspindel von einem schwenkbaren Träger gyehalten ist, hat man schon vorgeschlagen, eine Abstellvorrichtung mit einer Grössen einstellvorrichtung vorzusehen, in welch letzterer, durch die Spulmittel, ein Vibrator längs einer feststehenden Strecke:
hin- und herbewegst wird und ein Abstellglied in Form eines Hakens vorzusehen, der mit der Abstellvorrichtung in Wirkungsverbindung steht, sowie vom schwenkbaren Träger ab gestützte Mittel, die einen. Stab und einen Riemen enthalten und von dem an Grösse zu nehmenden, in Wicklung befindlichen Wik- kelkörper gesteuert werden,
um den Haken in die Bahn des Vibrators zu bewegen und dadurch die Abstellvorrichtung zu betätigen. Diese vorgeschlagene Konstruktion hat den Nachteil, auf den Wickelkörper durch den Riemen einen vermehrten Druck auszuüben, während die Abstellvorrichtung betätigt wird, und zwar dadurch, dass der Riemen den Haken auf die Bahn des Vibrators zieht.
Durch die dargestellte Maschine wird angestrebt, diesen Nachteil zu umgehen und die Konstruktion der Grösseneinstellvorrich- tung zur Abstellung der Maschine zu ver bessern.
Die Absstellvorrichtung ist gezwun gen die Wickelarbeit prompt und mit Ge nauigkeit gerade dann zu unterbrechen, wenn der Wickelkörper die vorbestimmte Grösse erlangt hat, auf welche der Grössen anzeiger eingestellt ist, und zugleich einen übermässigen Druck auf den in Bildung be findlichen Wickelkörper zu verhindern, wenn die Abstellvorrichtung in Gang ge bracht wird.
Dabei ist Vorsorge getroffen worden eine, Feineinste:llüug des Grössenan zeigers zu erlauben, so dass die Grösse des in Bildung begriffenen Wickelkörpers genau eingestellt werden kann.
Weiterhin ist die dargestellte Grösseneinstellvorriehtung so ausgebildet, dass sie in bereits vorhandenen Spulmaschinen der beschriebenen Gattung verwendet werden kann, ohne ihren Aufbau und die Gesamtanordnung wesentlich ver ändern zu müssen.