CH254103A - Akustisches Schutzgerät für das Ohr. - Google Patents

Akustisches Schutzgerät für das Ohr.

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CH254103A
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J Dipl Ing Zwislocki
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Description


  



  Akustisches   Schutzgerät    für das Ohr.



   Die meisten bis jetzt üblichen   Horschutz-    geräte gegen Explosions-und Schallschäden des Ohres bestehen aus einem Pfropfen verschiedenen Materials (Watte, Wachs, Gummi, Kunststoffe), welcher, in den Gehörgang eingeführt, diesen dieht verschlie¯t. Dadurch wird jedoch der ganze Tonbereich gedämpft, was die   Sprachverständlichkeit    zu stark herabsetzt. Um diesen Nachteil zu beheben, wurden   Schutzgeräte      bekanntgegeben,    bei   wel-    chen zwei den Ohren   vorzusetzende    akustische Hohlraumresonatoren durch einen Tragb gel verbunden sind, so da¯ diese Ïhnlich wie   Kopfhörer     ber den Kopf des TrÏgers gestülpt werden können.

   Die Hohlraumresonatoren sind mit der Aussenluft durch einen oder mehrere Kanäle verbunden und sind so konstruiert, dass sie auf der gegenüberliegen den Seite direkt in den Gehörgang   einfUhr-    bar sind. Ein solches Gerät hat den Nachteil der   Unbequemlichkeit    beim Tragen, da der Kopfbügel beim Arbeiten hinderlich sein kann und die Hohlraumresonatoren   verhält-    nismässig grosse Objekte darstellen. Ausserdem ist der Schutz des Gehöres ungenügend,   zu-    mal auch keine Gewähr f r einen dichten Abschluss der Hohlraumresonatoren gegen über dem Ohr besteht. Da schon eine kleine Spalte genügt, um die akustischen Schwingungen durchzulassen, so ist dadurch die Schutzwirkung des erwÏhnten GerÏtes stark vermindert.



   Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, sowohl den Nachteil der   Ohrpfropfen    wie   @ie    auch den Nachteil der beschriebenen   Hohl-    raumresonatoren zu beheben. Sie beruht auf der   Erkenntnis, dass es möglieh    ist, f r den   gewünschten Ge'hörschutz    taugliche TiefpaBfilter zu bilden, und zwar mit Geräten so ge  ringer Abmessungen. dass    diese ohne   irgend-    eine besondere Tragvorrichtung in den Ge  horgang einsetzbar    sind, wobei ein vollständiger Abschlu¯ gegen ber den Wandungen des Geh¯rganges m¯glich ist.

   Demgemäss betrifft die vorliegende Erfindung ein akusti  schesSchutzgerätfür    das Ohr, das dadurch gekennzeichnet ist, da. es aus einem zapfenartig in den Gehörgang einsteckbaren Organ besteht, dessen Abmessungen und Gewicht so klein gehalten sind, daB es selbsttragend und dicht anliegend in den Gehörgang einsetzbar ist, und welches mindestens in dieser Gebrauchslage unter Mitbenützung des frei  bleibenden Gehörgangvolumens    ein Tiefpassfilter bildet, das so bemessen ist, dass es einen Teil des h¯rbaren Bereiches praktisch unge   dämpft durchlässt, den übrigen, die höherenFre- quenzen umfassenden Teil dagegen praktisch    abschirmt.

   Ein solches Organ lässt sich leicht so ausbilden, dass es einerseits durch Einstekken eines Teils desselben in den Gehorgang gen gend Halt hat, ohne weitere bisher  b   liche, um den Kopf herumgeführte Befesti-      gungsteile    zu benötigen, und anderseits kaum erheblich aus s der Ohrmuschel herausragt, so da¯ es für den TrÏger in keiner Weise störend ist. Zweckmϯig weist das Organ mindestens einen durchgehenden Längskanal auf, dessen  Länge und Querschnittsfläche so bemessen sind, dass er zusammen mit dem   anschliessen-    den   Gehörganghohlraum ein eingliedriges    Tiefpassfilter bildet. Als anschliessender Hohlraum kann ganz oder zum Teil der Gehörgang selbst benützt werden.

   Auf diese Weise lässt sich an Raum sparen, so da¯ das Organ mit verhältnismässig geringen Abmessungen ausführbar ist.



   Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen die
Fig. 1 und 2 je ein Ausführungsbeispiel im LÏngsschnitt.



   Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 besteht das Organ aus dem Gehäuse a und einer Hülle   c,    die sich beim Einstecken dicht an die   Wandung des Gehörganges b an-    schmiegt und aus elastischem Material, z. B. aus Gummi, besteht. Das   Gehäu-se    a umschliesst eine Kammer d, deren Wandung nach der Aussenseite durch den Kanal e und nach der   Gehörgangseite    durch den   Fanal ;,    der durch die Hülle c hindurchgeführt ist, durchbrochen ist.



   Der Kanal e, die Kammer d und der Ka  nal/bilden    zusammen mit dem freibleibenden Gehörgang b ein   zweigliedriges    TiefpaBfilter. Die soeben genannten Teile sind so   bemessen, dass das akustische Sohutzgerät    den gewünschten Teil des hörbaren Bereiches praktisch ungedämpft durchlässt, den übrigen Teil dagegen praktisch abschirmt, d.   h.    die zum Verstehen der Sprache notwendigen tiefen und teilweise auch die mittleren   Frequen-    zen des hörbaren Bereiches werden wenig, dagegen die darüberliegenden Frequenzen sehr stark gedämpft. Zu den tiefen Frequenzen rechnet man alle unterhalb 500 Hz liegenden Frequenzen und zu den mittleren, die zwischen 500 und 3000 Hz liegenden Frequenzen.



  Bei geeigneter Ausbildung des Gehäuses a und der H lle c lässt sich ein guter, dichter Halt des Schutzgerates im Gehörgang und ein angenehmes Tragen erreichen.



   Bezüglich der praktischen Bemessung ka-nn z.   B.    die Kammer d ein Volumen von
0, 85 cm3, der   Aussenkanal      e eine Länge    von
0, 5   em    und einen Durchmesser von 0, 1 cm aufweisen, wobei der Kanal f etwa eine
Lange von 1, 0 cm bei einem Durehmesser von ebenfalls   0,      1    cm besitzt und das   restliehe    Ge    hörgangvolumen    ungefähr 0, 425 cm3 betra gend angenommen werden kann.



   Die Länge und   Quer.schnittsflächedes       Kanals f muB    mit dem Volumen des Gehör  ganges &     in einem die gewünschte Dämpfung bewirkenden Verhältnis stehen ; ebenso ist dies beziiglich der Lange und der Quer schnittsflÏche des Kanals e in bezug auf das
Volumen der Kammer d der Fall.



   Gemäss Fig. 2 besteht das Organ wieder aus dem Gehäuse a und der   Gummihülle    c, die an der Wandung des Geh¯rganges   b    an liegt und einen festen Sitz gewährleistet. Das
GehÏuse umschlieBt eine Kammer g, durch die ein von der Aussenseite nach der   Gehör-    gangseite durchgehendes Rohr h geführt ist, das mittels der QuerkanÏle i mit der Kam mer g in Verbin, dung steht. Die Querschnitts flÏch und die Länge des durch das Rohr ge bildeten Längskanals der auch durch die
Hülle c hindurchführt, sind so zu bemessen, da¯ er zusammen mit dem Volumen der Kam mer g und des   Gehörganges      b    ein   zweigliedri-    ges Tiefpassfilter bildet. Hierbei ist auch die Lage der QuerkanÏle i sowie deren Ab messungen zu berücksichtigen.

   Statt mehrerer
QuerkanÏle i kann natürlich auch ein ein    ziger Querkanal    bei   entsprechender Bemes-    sung verwendet werden.



   Statt eines LÏngskanals wie derjenige f in Fig.   1    bzw. das Rohr h in Fig. 2 können auch mehrere solcher KanÏle vorgesehen sein.



   Dasselbe gilt für den Kanal e in Fig. 1. Die  übrigen Abmessungen sind den diesbezüg lichen Verhältnissen anzupassen.



   Die Hülle c kann auch aus einem geeig    netenKunststoff    bestehen. Zweckmässig wird als Material ein weicher Gummi oder Kunst stoff verwendet, der sich dem Gehörgang, ohne bei lÏngerem Tragen unangenehm   emp-       fundenen    Druck auszuüben, möglichst eng anpasst. 



   Die in der Zeichnung dargestellten und vorstehend erlÏuterten Ausf hrungsbeispiele sind   zweigliedrigeTiefpassfilter,wobei    das erste Glied ausschlie¯lich durch Teile des
Organes gebildet wird, namlich im Falle der
Fig. g. 1 aus dem. Kanal e, der Kammer d und der Hälfte des Kanals f und im Falle der Fig. 2 aus dem vor den QuerkanÏlen i lie  genden Teil    und ungefÏhr der HÏlfte des hinter den QuerkanÏlen i befindlichen Teils des Kanals h, den QuerkanÏlen i und der Kammer   g.    Glied besteht Glied besteht Fällen aus der zweiten HÏlfte des Kanals f bzw,   li    und dem zwischen der H lse c und dem Trommelfell liegenden Volumen des Geh¯rganges b.



   Dementsprechend kann z. B., ausgehend vom Ausführungsbeispiel nach Fig. l, ein bloss   eingliedriges    Tiefpa¯filter dadurch erzielt werden, da¯ der den Kanal e und die Kammer d bildende Teil des   Organes weg-    gelasse und der   Kanal f    entsprechend dem nunmehr verbleibenden einzigen Glied angepa¯t wird.



   Ganz allgemein tritt eine Tiefpasswirkung ein, wenn einem Hohlraum ein   verhältnis-    mϯig enger Kanal vorgeschaltet ist, wobei die Länge des Kanals und der Kammer klein sind im Verhältnis zu der abzuschirmenden Wellenlänge. Der Hohlraum muss durch eine Impedanz   abgeschlossen sein, die demWellen-    widerstand ungefÏhr angepa¯t ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Akustisches SchutzgerÏt f r das Ohr, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem zap fenartig in den Gehörgang einsteckbaren Organ besteht, dessen Abmessungen und Ge wicht so klein gehalten sind, dass ¯ es selbsttragend und dicht anliegend in den Gehör- gang einsetzbar ist und mindestens in dieser Gebrauchslage unter Mitbenützung des freibleibenden Geh¯rgangvolumens ein Tiefpass- filter bildet, das so bemessen ist, dass es einen Teil des hörbaren Bereiches praktisch unge- dämpft durchlässt, den übrigen, die hoheren Frequenzen umfassenden Teil dagegen prak tisch abschirmt.
    UNTERANSPR¯CHE : 1. SchutzgerÏt nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Organ min destens einen durShgehenden Längskanal auf- weist, dessen Länge und Querschnittsfläche so bemessen sind, dass er zusammen mit dem anschliessenden Gebörgangvolumen ein ein gliedriges Tiefpassfilter bildet.
    2. Schutzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Organ eine Kammer enthält, deren Wandung nach der Aussenseite und nach der Gehörgangseite durch mindestens je einen Kanal durchbro- chen ist, wobei die Kammer und die Kanäle so bemessen sind, dass sie zusammen mit dem freibleibenden Gehörgang ein zweigliedriges TiefpaBfilter bilden.
    3. Schutzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeieEnet, daB das Organ eine Kammer enthält, durch die ein von der Aussenseite nach der Gehorgangseite durch- gehendes Rohr gef hrt ist, das mittels min destens eines Querkanal mit der Kammer in Verbindung steht, wobei die Kammer, das Rohr und der Querkanal so bemessen sind, da¯ sie zusammen mit dem freibleibenden Gehör- gang ein zweigliedriges Tiefpa¯filter bilden.
    4. Schutzgerät naeh Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens der in den Gehörgang einzusteckende Teil des Or ganes aus einem elastischen, nachgiebigen Material besteht.
    5. Schutzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der in den Gehörgang ein zusteckende Teil des Organes aus weichem Gummi besteht.
    6. SchutzgerÏt nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, daduroh gekennzeichnet. da¯ mindestens der in den Gehörgang einzu steekende Teil des Organes aus Kunststoff besteht.
CH254103D 1946-11-07 1946-11-07 Akustisches Schutzgerät für das Ohr. CH254103A (de)

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