CH254538A - Verfahren zur Herstellung eines substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins.

Info

Publication number
CH254538A
CH254538A CH254538DA CH254538A CH 254538 A CH254538 A CH 254538A CH 254538D A CH254538D A CH 254538DA CH 254538 A CH254538 A CH 254538A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
substituted
parts
triazine
diamino
biguanide
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ag J R Geigy
Original Assignee
Ag J R Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ag J R Geigy filed Critical Ag J R Geigy
Publication of CH254538A publication Critical patent/CH254538A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    eines     substituierten        2,4-Diamino-1,3,5-triazins.       Substituierte     2,4-Diamino-1,3,5-triazine     der allgemeinen Formel  
EMI0001.0005     
    worin     R,    einen     unverzweigten,        aliphatischen          :

  Kohlenwasserstoffrest        mit    2 bis 6     gohlen-          stoffatomen,    einen     Benzyl-,        hhenyläthyl-          oder        Cycloalkylrest,    und     R,    Wasserstoff  oder eine     Athylgruppe    bedeuten, und ihre  Salze sind bisher nicht     bekanntgeworden.     



  Vorliegende     Erfindung    befasst sich mit  der Herstellung dieser Verbindungen. Wie  gefunden wurde, lassen sich die neuen Ver  bindungen herstellen durch Umsetzen eines  substituierten     Biguanids    der allgemeinen  Formel  
EMI0001.0022     
    worin     R,    und     R.    wie oben definiert     sind,     oder dessen     Salzen    mit Ameisensäure, ihren  Salzen oder ihren     reaktionsfähigen,    funktio  nellen Derivaten, wie     Ameisensäureester,          Orthoameisensäureester,        Formamid,

          Form-          amidin    und Chloroform (als Chlorid der       Orthoameisensäure).     



       plan    kann beispielsweise in Analogie zur  Herstellung von     Formoguanamin    aus Bi-         guanid        und        Ameisensäureester        [Rackmann,          Ann.    d. Chemie 376, 180 (1910) ein     eubsti-          tuiertes        Biguanid    mit einem Ameisensäure  ester, z. B. dem     Methyl-    oder     Äthylester,    zur  Reaktion bringen.

   Diese     Darstellungsweise     liefert     insofern        schlechte    Ausbeute, als die       Gewinnung    der substituierten     Biguanidbasen     aus ihren     Salzen    mit Verlusten verbunden  ist. Zweckmässiger geht man deshalb von den  substituierten     Biguanidsalzen    aus und setzt  daraus in erster Stufe des Verfahrens die  Basen in Freiheit.

   Ohne Isolierung der Base  wird diese dann in zweiter Stufe mit dem       Ameisensäureestet        umgesetzt.    Das Verfahren  wird vorteilhaft unter Kohlendioxydaus  schluss und     in    einem organischen     Lösungs-          bzw.        Vetteilungsmittel        durchgeführt,    wobei  auch ein Überschuss an dem zu kondensieren  den     Ameisensäureester    die Rolle des     Lö-          sungsmittels    .spielen kann. Die Stufen des  Verfahrens brauchen nicht getrennt durchge  führt zu werden.

   So kann man auch die sub  stituierte     Biguanidbase    aus ihrem Salz in  Gegenwart des zu kondensierenden Ameisen  säureesters freisetzen. Dazu können     Alkali-          und        Erdalkalihydroxyde    oder     -alkoholate,     Ammoniak oder stark basische Amine, wie  z. B.     Triäthanolamin,    verwendet werden. An  Stelle von     Estern    der     Ameisensäuren        können     auch andere     Ameisensäurederivate    verwendet  werden, die, wie die Ester, in besonderen  Fällen gleichzeitig auch als Lösungsmittel  dienen können.

        Eine weitere Herstellungsart     besteht     darin,     dass    man ein Salz eines     substituierten          Biguanids    mit einem     Alkälisalz    der Amei  sensäure oder auch das     Formiat    eines     sub-          stituierten        Biguanids        auf    höhere Temperatur       erhitzt,

      wie     dies    zum Beispiel für die Dar  stellung von     Formoguanamin    und homologen       Guanaminen        bekannt    ist     [Berichte    der Deut  schen     Chem.    Gesellschaft, 25, 539<B>(1892)].</B>  



       Die        \als        Ausgangsmaterial        verwendeten     Salze von     substituierten        Biguaniden    der  Formel  
EMI0002.0024     
    lassen sich nach bekannten Methoden aus       Dicyandiamid,        gupfersülfat    und Aminen der  Formel  
EMI0002.0027     
         herstellen    (wie     dies    zum Beispiel im     USA.-          Patent    Nr. 2265944     beschrieben    ist).  



  Schliesslich kann man auch     2,4-Diamino-          6-halogen-1,3,5-triazine    der allgemeinen     h.\or-          mel.     
EMI0002.0037     
         i.    worin     R,,.        und        R=    den oben gegebenen Defi  nitionen entsprechen     und        Hlg    Halogen be  deutet, mit für die     Eliminierung    des     Halo-          gens        geeigneten        Reduktionsmitteln,

      wie     Jod-          wasserstoff,        Zinkstaub    usw., oder     Wasser-          r        stoff    in Gegenwart eines     Schwermetallkata-          lysators;        behandeln.     



  Die als     Ausgangsmaterial    für dieses Ver  fahren     verwendeten        substituierten        2,4-Di-          amino-6-halogen-1,3,5-triazine    der oben ge  i     gebenen        Formel    werden     vorteilhaft    aus     Cya-          nurhalogenid        durch    Umsetzung mit den ent-    sprechenden primären odersekundären     Ami-          nen    bzw. mit     Ammoniak,    hergestellt.

   Diese  Methode ist zum Beispiel an folgenden Stel  len     beschrieben:    Berichte der Deutschen Che  mischen Gesellschaft 1885, 18, 2766, 1899,  32, 691 ff., Journal für praktische Chemie  1886 (2), 33,     293.1     Die     N,substituierten        2,4-Diamino-1,3,5-          triazine        sind    in     kaltem        Wasser    schwer, in  heissem     Wasser        adagegen    zum Teil gut lös  lich;

   sie bilden mit     anorganischen    und orga  nischen     Säuren,    wie Salzsäure, Schwefel  säure, Phosphorsäure oder Bernsteinsäure,  gut     kristallisierende,        wasserlösliche    Salze.  Die Salze mit schwachen     organischen    Säu  ren, z. B. die Acetate, werden leicht     hydro-          lysiert.     



  Gegenstand     vorliegenden    Patentes bildet.       ein        -Verfahren    zur Herstellung     eines    substi  tuierten     2,4-Diamino-1,3.,5-triazins.    Das Ver  fahren ist dadurch gekennzeichnet,     däss    man       7.-Äthylbiguanid    mit einer zur     Triazinring-          bildung    geeigneten, den Rest     HC    = abge  benden     Verbindung,    wie z. B.     Ameisensäure-          ester,        Formamid,        Formamidin,    Chloroform.

         Orthoameisensäureester;    zum 2 -     Amino    -     4-          äthylamino-1,3,5-triazin        umsetzt.    Die erhal  tene neue     Base        stellt    ein weisses Kristallpul  ver dar, das bei 197,5      schmilzt    und als Heil  mittel oder Zwischenprodukt für     Heilmittel          verwendet    werden soll.

      <I>Beispiel 1:</I>  22,7 Teile saures     1-Äthyl-biguanidsulfat     werden     ,fein    gepulvert und in 80     -Teilen     Äthylalkohol suspendiert.     Unter        Rühren        und     Überleiten von Stickstoff lässt man eine noch  warme Lösung von 4,6     Teilen        Natrium    in  60 Teilen Äthylalkohol zufliessen, rührt eine  halbe     Stunde    bei 40- bis 60 , kühlt auf 20   ab und gibt auf einmal 8 Teile     Äthylfarmiat     zu; die Temperatur steigt auf etwa 30 .

    Nach     Abklingen    der     Reaktion        wird    noch  1     Stunde    bei 60 bis 70  gerührt, erkalten ge  lassen und     abgenutscht.        "Das        Nutschgut        wird     in 150     Volumenteilen    kochendem     Wasser    un  ter Zugabe     .einiger    Tropfen Natronlauge     kurz     aufgekocht,' gekühlt, abgesaugt und das           Nutschgut    aus kochend heissem Methylalko  hol umkristallisiert;

   das erhaltene     2-Amino-          4-äthylamino-1,3,5-triazin        stellt    ein weisses       Kristallpulver    dar, das bei<B>197,51</B> schmilzt  und in Wasser von 37  zu ungefähr 1 % mit  neutraler Reaktion löslich ist.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Zum gleichen Produkt gelangt man auch.  indem man 33 Teile     1-Athyl-biguanid-hy-          drochlorid    unter     Eiskühlung    mit 565 Teilen  10     %iger    alkoholischer Kalilauge übergiesst  und unter weiterem Kühlen und Rühren 24  Teile Chloroform     zutropfen    lässt. Nach 48  Stunden wird mit 300 Teilen Wasser ver  dünnt,     abgenutscht    und aus siedendem Me  thanol     umkristallisiert.     



       Beispiel   <I>3:</I>  Man ,setzt     1-Äthyl-biguanid    aus 113,5  Teilen saurem Sulfat, wie in Beispiel 1 be  schrieben, in     Freiheit,    fügt dann 41 Teile  salzsaures     Formamidin    zu und lässt eine     Na-          triumalkoholatlösung,    hergestellt aus 11,5  Teilen Natrium und 140 Teilen Alkohol,  langsam zufliessen. Hierauf rührt man noch  2 Stunden bei 60 bis 70  und isoliert dann in  der in Beispiel 1     beschriebenen    Weise das in  guter Ausbeute entstandene     2-Amino-4-          äthylamino-1,3,5-triazin    vom     Schmelzpunkt     197,5 .  



       Beispiel     107 Teile saures     1-Äthyl-biguanidsulfat,     500 Teile Methanol und 23 Teile     Formamid     werden in einem 1500 Teile     fassenden        Ro-          tierautoklaven    vermischt, 12 bis 14 Atmo  sphären Ammoniak aufgedrückt und rotieren  gelassen; nach einer halben Stunde ist der       Ammoniakdruck    auf 2 bis 3 Atmosphären    gefallen. Es werden nochmals 10 Atmosphä  ren     Ammoniak    aufgedrückt, dann     unter        Ro-          tierung    langsam aufgeheizt und 1 Stunde bei  110 bis 120  gehalten.

   Das Reaktions  gemisch wird mit Wasser verrührt,     abge-          nutscht    und das rohe     2-Amino-4-äthylamino-          1,3,5-triazin    aus Wasser oder Methanol um  kristallisiert;

   es schmilzt bei 197,5  und ist  identisch mit dem nach Beispiel 1 gewon  nenen     Produkt.       <I>Beispiel 5:</I>       Zum    selben Produkt gelangt man auch  durch einstündiges Erhitzen einer Mischung  aus 107     Teilen    feingepulvertem, saurem     1-          Äthyl-biguanid-:sulfat,    68 Teilen     Natrium-          äthylat    und 350 Teilen     Formamid        unter          Rühren    am Steigrohr auf 110 bis 120 .

   Das       Reaktionsgemisch    wird mit     Wasser    verrührt,       abgenutscht        und    wie oben     umkristallisiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines substi- tuierten. 2,4-Diamino-1,3,5-triazins, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Athylbiguanid mit einer zur Triazinringbildung geeigneten., den Rest CH- abgebenden Verbindung zum 2-Amino-4-äthylamino-1,3,5-triazin umsetzt. Die erhaltene neue Base stellt ein weisses Kristallpulver dar, das bei 197,5 schmilzt. UNTEMNSPRüCHE 1.
    Verfahren- nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man.. 1-Äthyl- biguanid mit einem Ameisensäureester um setzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man 1-Athyl- biguanid mit Formamid umsetzt.
CH254538D 1946-08-16 1946-08-16 Verfahren zur Herstellung eines substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins. CH254538A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH254538T 1946-08-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH254538A true CH254538A (de) 1948-05-15

Family

ID=4470603

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH254538D CH254538A (de) 1946-08-16 1946-08-16 Verfahren zur Herstellung eines substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH254538A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH640224A5 (de) 2-pyrrolidonderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur herstellung von 4-aminohex-5-ensaeure.
CH380746A (de) Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine
CH254538A (de) Verfahren zur Herstellung eines substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins.
AT162936B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazinen
DE2065698C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Isopropyl-6-methyl-4(3H)-pyrimidon
AT162937B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen substituierten 2,4-Diamino-1,3,5-triazins
DE830511C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen diquartaeren Salzen von Pyrimidylaminochinolinen
DE936747C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrimidinderivaten und deren Salzen
DE1292142B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-Picolinaniliden
AT266838B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepin-Derivaten
AT221089B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azabenz-imidazole
AT118738B (de) Verfahren zur Darstellung N-substituierter Aminochinoline.
AT221508B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aniliden und deren Salzen
AT204047B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Triazine
AT201059B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 3,5-Diketo-pyrazolidinderivaten
AT203495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
DE606400C (de) Verfahren zur Darstellung von Komplexverbindungen sekundaerer oder tertiaerer Oxyalkylamine
DE825548C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen diquartaeren Salzen von Pyrimidylaminocinnolinen
CH326786A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Esters
DE485315C (de) Verfahren zur Darstellung von 8-Oxychinolin und dessen Derivaten
AT146504B (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure.
DE602089C (de) Verfahren zur Darstellung neutraler wasserloeslicher Komplexsalze der Mercaptopyrimidine
DE862601C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Diphenyl-(A2,3-2-methyl-propenyl)-essigsaeure-dialkylamino-alkylester und ihrer Salze
DE1768787C3 (de) (o-Carboxy-phenyl)-acetamidine, Verfahren zu deren Herstellung und (o-CarboxyphenyO-acetamidine enthaltende Präparate
AT373588B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 1-benzoyl-2-phenylimino-imidazolidinen und von deren salzen