CH254543A - Verfahren zur Herstellung wasserarmer Nitrophosphate. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserarmer Nitrophosphate.

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CH254543A
CH254543A CH254543DA CH254543A CH 254543 A CH254543 A CH 254543A CH 254543D A CH254543D A CH 254543DA CH 254543 A CH254543 A CH 254543A
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Lonza Elekt Aktiengesellschaft
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Lonza Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/06Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using nitric acid (nitrophosphates)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung wasserarmer Nitrophosphate.    Es ist bekannt,     dass        Nitrophosphat.,    nur  dann brauchbare, d. h. streu- und lagerfähige  Dünger ergeben,     Brenn    .deren     Wassergehalt          nichtmehr    als 2 bis 3     Mol    Wasser pro 1     Mol          Calciumnitrat    beträgt. Für die Herstellung  solcher wasserarmer Produkte aus, Salpeter  säure und     Phosphorit    hat man bisher in der       Praxis    .eine     konzentrierte,    z.

   B. 70 bis     75%ige     Salpetersäure benützt, deren     Wassergehalt          .gerade    so bemessen ist, dass man durch Ein  wirkung derselben auf die Phosphate direkt  zu den     gewünschten    wasserarmen Nitrophos  phaten gelangt, ohne die Produkte nachträg  lich irgendwie trocknen und     entwässern    zu  müssen. Die Verwendung     konzentrierter    Sal  petersäuren stellt aber eine     Erschwerung    und  eine wirtschaftliche Belastung     ,des    Verfah  rens dar, da -deren Herstellung nicht     nur    sehr  teuer zu stehen kommt, sondern weil diesel  ben auch nicht mehr zugänglich sind.  



  Es würde nun verschiedentlich     voTge-          :schlagen,    zum     Aufachluss,der        Phosphorite    die  übliche, 50 bis     6@0,    %     ixe    leicht erhältliche Sal  petersäure zu verwenden. Diese Verfahren  haben jedoch im allgemeinen zu keinen tech  nologisch     befriedigendenErgebnissen    geführt.  So wurde z.

   B. vorgeschlagen, die Rohphos  phate mit     Stickoxyden    vollständig oder teil  weise aufzuschliessen und den Aufschluss ge  gebenenfalls mit der Verwendung einer ver  dünnten Säure zu kombinieren, wobei die  Phosphate oder .die     Aufschluss.masse    in einer  der beiden Stufen mit Salpetersäure und in  .der andern mit     Stickoxyden    behandelt wur-    den. Durch Verwendung von     Stickoxyden,     welche zur     Nitratbildung    Wasser verbrau  chen, kann man den     Wassergehalt    der     Eud-          pro.dukte    in     gewünschter    Weise regulieren.  



  Schliesslich wurde auch vorgeschlagen, die  Rohphosphate mit einer     6@0    % ixen oder noch  schwächeren Salpetersäure vollständig aufzu  schliessen und dann das erhaltene Reaktions  produkt bei     Temperaturen    unterhalb 40  C       mit    Luft auf .den     gewünschten    Gehalt zu ent  wässern.

   Dieses letztere Verfahren, welches  wegen seiner Einfachheit als das zweckmä  ssigste     erscheinen    mag, besitzt aber in tech  nologischer     und    wirtschaftlicher Hinsicht er  h6bliche     Naöhteile.    Die     Trocknungstemperatur     unterhalb 40  C, .d. h.

   unterhalb der     Erwei-          chungstemperatur,    wobei also das Material  weitgehend verfestigt und zerteilt     bzw.    ge  körnt ist, ist infolge der niederen     Erwei-          chungstemperatur    der Produkte verhältnis  mässig niedrig.- Bei diesen niederen Tempera  turen ist die     Latitüde    für die Feuchtigkeits  aufnahme der Luft infolge .des niederen Was  serdampfpartialdruckes sehr klein, und die  Trocknung erfordert     infolgedessen    länge Be  handlungszeiten und zu grüsse Trockenräume.

    Es wurde daher vorgeschlagen, mit trockener  Luft zuarbeiten, doch ist. die     Trocknung    der  Luft sehr kostspielig und daher unwirtschaft  lich.  



  Eine Trocknung der Masse bei höheren  Temperaturen erschien bisher technologisch  nicht durchführbar bzw. wurde als nicht  möglich erachtet, weil die     Nitropho    sphatauf-           schlussprodukte    in .der Wärme zu zähen Mas  sen     zusammensintern    und weil ferner bei sol  chen höheren Temperaturen ein Rückgang der         wasserlöslichen    Phosphorsäure -und die     Ent-          wicklung    von     Stickoxyden    zu befürchten  sind, z.     B.    nach den     Reaktionsgleichungen:

       
EMI0002.0009     
  
    1. <SEP> Ca(H#p04)" <SEP> --> <SEP> CaHPO, <SEP> + <SEP> H,P0,
<tb>  2. <SEP> H,P'0, <SEP> + <SEP> Ca(NOs)Z <SEP> > <SEP> CaHP04 <SEP> + <SEP> 2iHN03
<tb>  3. <SEP> aHNO3 <SEP> > <SEP> Hz0 <SEP> + <SEP> NZO3 <SEP> --I- <SEP> 02            Ausserdem    stösst die     Trocknung    ,der teigigen  und flüssigen Mässe bekanntlich auf     grösste     Schwierigkeiten infolge des     schlechten        Wär-          meaustausches.     



       Untersuchungen    zeigen nun,     @dass    diese       Trocknung    -mit     sehr    gutem     Trocknungseffekt          durchgeführt    werden     kann,    wenn dieselbe in  der     blasigteigigen    Phase und oberhalb der       Erweichungstemperatur    der     Nitrophosphate,     d. h.

   bei Temperaturen von     mindestens    40  C  durchgeführt     wird.        Erfindungsgemäss    wird  daher das Rohphosphat mit einer 50 bis 6,0 %     -          ixen    Salpetersäure aufgeschlossen und das       heisse,        blasigteigige        Aufschlussprodukt,    .das       beispielsweise    ein Volumengewicht von nur  0,6 bis 0,8 aufweist, z.

   B. nach dem Giessen  in mit     Siebbö.den        ausgestatteteBehälter,    ober  halb des     Erweichungspunktes        durch    Hin  durchblasen eines heissen Luftstromes von  50 bis     1'20     C so lange     getrocknet,    bis es einen  Gehalt von 2 bis     3.        Mol    Wasser pro 1     Mol          Calciumnitrat    aufweist. Die -Luft wird z. B.

    durch den genannten Siebboden     in    den Behäl  ter     hineingeblasen.    Infolge der blasigen     Be-          schaffenheit    der     Aufschlussmasse    geht der       Luftstrom        in-    feiner Verteilung durch die  Masse selbst     hindurch.    Es wird dadurch ein  grosser Kontakt zwischen Nitrophosphat und       Tröcknungsluft    und dementsprechend eine  relativ grosse Trockenleistung erreicht.  



  Trotz .der erhöhten     Trocknungstempe-          natur    der Luft bis zu     12,0     C bewirkt diese  keine Erwärmung der Masse über die Auf  schlusstemperatur von zirka 50  C hinaus,  weil der     durch-die    Masse hindurchgeführte       warme    Luftstrom ständig soviel Wasser ver  dampft, dass .die dafür erforderliche     Ver-          dampfungswärme    dem     Luftstrom    entzogen  wird, so dass eine Erwärmung der Massen  unterbleibt. Die     Temperatur    .der zu trocknen-    den Masse befindet sich     meistens    zwischen  40 bis 60 C.

   Wird die Trocknung über     .die          Dihydratstufe    hinaus     vermieden,    so kann ein  Rückgang der     wasserlöslichen    Phosphorsäure  und .die Entwicklung von     Stickoxyden    weit  gehend hintangehalten werden.  



  Zweckmässig wird der Auf     schluss    der Roh  phosphate, d. h.     Phosphorite,    mit der 50 bis  <B>60</B> % ixen Salpetersäure unter starkem Rüh  ren     vorgenommen.:    Die durch den     Luftstrom     entwässerte Masse     wird        id@ann        erfindungs-          gemässa    unter Vermischung und     Verdichtung     durch eine     zerteilende    und körnende Behand  lung     in#--die    körnige     Form    übergeführt.  



  Durch eine solche Verfahrensführung  lässt sich während der Trocknung eine all  mähliche     Erhärtung    der Massen in blasiger  Form erreichen und also ein Zusammensin  tern in     einen    zähen, kompakten Zustand  unterbinden. Die Behandlung kann z. B. in  Trommeln mit frei beweglichen     Zerteilungs-          prganen    oder durch Zerkrümeln in Zerteil  schnecken,     evtl.        nach    vorhergehendem Durch  pressen durch Siebe, gelochte     Platten    usw.,       durchgeführt    werden.  



  Als günstige Temperaturgebiet für die       Trocknungsgase    kommt jenes zwischen 50  und     10-0'C    in Frage, wobei man zur Erzie  lung .der     besten        Leistung    auf 70 bis     10.0'C     gehen wird. Die     Aufschlussmasse    selbst soll  sich oberhalb der     Erweichungstemperatur    ;des  Endproduktes befinden. Diese Temperatur  variiert     je-    nach der Qualität     des    Rohphos  phates und der     Konzentration    .der angewand  ten Säure. Die Temperatur der Masse soll da  her über 40  C liegen, aber zweckmässig     610     C  nicht übersteigen.

   Unter diesen Temperatur  verhältniseen bildet das     Aufschlussprodukt     dauernd eine     blasigteigige    Masse, welche dem  Durchgang .der heissen Luft nur einen gerin-      gen Widerstand entgegensetzt, so dass leicht  ein verhältnismässig starker Luftstrom durch  die     Masse    hindurchgeblasen werden kann.

   Es  ist auffallend, welche     grass@e    Luftmenge man  durch die     poröse    Masse hindurchblasen kann,  indem     z.B.        Geschwindigkeiten    von     Q,Q5        m/sek     oder mehr zur Anwendung gelangen     können.     Durch den     H20-Entzug    steigt die     Erwei-          chungsternperatur    des     Aufschlussproduktes;     die     blasi_oe    Masse verfestigt sich zusehends,  wobei jedoch deren     Porosität    erhalten bleibt.  



  Das Produkt ist nach der Trocknung  nicht absolut gleichmässig, indem den unter  sten. auf der Eintrittsseite der Luft befind  lichen Partien     zwangläufig    mehr Wasser  entzogen wird als den     obersten        Partien    auf  der     Austrittsseite    der Luft. Es muss daher       vorgängig    der Körnung, z. B. in einem Knet  werk oder in einem zweckmässig gebauten       Zerteiler,    die Masse durchgemischt und ver  dichtet werden.     Vorteilhafterweise    kann diese  Massnahme in der     Zerteilungs-        undKörnungs-          apparatur    selbst stattfinden.  



       Beispiel:     Die durch     Aufs.chluss    von Tunisphosphat  mit     5,0%iger        HNOZ        hergestellte        Aufschluss-          masse,    welche mit zirka     13,0%        Gesamt-P20";          1,0,7%    wasserlösliche     P20,        6,3%    Stickstoff  und     30a4%    Wasser enthält, wird in mit Sieb  boden ausgestatteten Behältern mit warmer  Luft getrocknet.

   Die Luft wird bei<B>IN'</B> C  durch die     blasigteigige,    poröse Masse geleitet  und tritt mit einer     Temperatur    von 47 C wie  der aus; die Temperatur des Trockengutes  beträgt 40  C. Nach     31/i    Stunden     Trock-          nungszeit    reist das Produkt zirka. 15,6       Cxesamt-P205,        12,9-%    wasserlösliche     P20,     7,6 % Stickstoff und 116,5 % Wasser auf.

   Dies  entspricht einem Wassergehalt von zirka  3     Mol    Wasser pro 1     Mol        Calciumnitrat.    Die       N-Ausbeute    betrug 97 % vom angewandten       Salpetersäurestiekstoff.     



  Die Trocknung des Nitrophosphates war  in     31/2    Stunden beendigt. Der     H.0-Verlustbe-          trug    bei einem Luftaufwand von insgesamt       1.'2000        m3ito    Nitrophosphat     getrocknet    =  240 kg, d. h. pro     .m3    Luft sind unter den ge-    nannten Verhältnissen<B>116,6</B> g     H20    entzogen  worden. Die     Luftgeschwindigkeit    durch die       poröseNitrophosphatmasse    betrug 0,05     m/sek.     



  Für die Trocknung können     zweckmässig     mit     Siebböden    ausgestattete Behälter verwen  det werden. Die mit der porösen     Aufsehlüss-          masse    gefüllten Behälter werden     cllargen-          weise    auf ein     gelochtes    Transportband ohne  Ende gestossen und in einem Wärmekasten,  eine Art Tunnelofen, im Luftstrom, der von  unten durch die Siebböden eingeblasen wird,  getrocknet. Die sauren Abgase werden mit  einer Temperatur von zirka 40 bis     5-0     C ab  gezogen.

   Nach 4- bis 8stündiger     Troeknungs-          zeit,    nach welcher die Masse eine Tempera  tur von zirka 40  C aufweist, wird sie aus den  Behältern ebenfalls     chargenweise    entleert.  Letztere     werden    von neuem in den Kreislauf   gebracht.  



       Frs        kann    ferner die nämliche Ausfüh  rungsweise auf einen kontinuierlich arbeiten  den rotierenden Trockner     übertragen    werden.  



  Das Transportband kann auch als geloch  ter Siebboden ausgebildet sein, auf welchen  die poröse     Nitrophosphatmasse    direkt gegos  sen und die warme Luft hindurchgeblasen  wird. Am Ende des     Transportbandes    wird die  getrocknete Masse kontinuierlich ausgetragen  und das Band nach Rückkehr auf die Aus  trittsseite wiederum mit frischer Aufschluss  masse bedeckt.  



  Das getrocknete Produkt wird     dann    in  eine     Körnungstrommel,        R@elche        spitzigkantige          Zerteilungsorgane        enthä4t,    eingeführt und  unter Zugabe     staubförmigen    Fertigproduktes  in die körnige Form übergeführt. Die Zertei  lung und     Körnung    der getrockneten Masse  kann auch     gemäss    dem Schweizer Patent  Nr.     250,380    durch Pressen durch gelochte  Platten und     Zerkrümelung    in einer     Zertei-          lungsschnecke    erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung wasserarmer Nitrophosphate durch Aufschluss von Roh phosphaten mit Salpetersäure und Körnen der Aufschlussmasse, dadurch gekennzeichnet, dass man die Phosphate mit einer 50 bis 60 % - igen Salpetersäure aufschliesst und ,sodann die heisse,
    bila@sigteigige Reaktionsmasse ober halb des Erweichungspunktes durüh Hin durchblasen eines heissen Luftstromes von 50 bis 120 G so lange trocknet, bis sie einen Gehalt von 2 bis 3 Mol Wasser pro 1 Mol Cakiumnitrart aufweist,
    wobei man dann die entwässerte Masse unter Vermischung und Verdichtung durch eine zerteilende und kör nende Behandlung in: die körnige Form über-, führt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentauspruch,da- durch gekennzeichnet, dass man die Trock- nung .der blasigen Masse bei einer Tempe- ratür von 40 bis 00 C durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man .die Tro-ek- nung der blasigen. Masse in einem kontinuier lich arbeitenden rotierenden Trockner durch führt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Trock nung auf einem gelochten Txansportband durchführt, durch welches die warme Luft hindurchgeblasen wird.
CH254543D 1947-06-24 1946-11-19 Verfahren zur Herstellung wasserarmer Nitrophosphate. CH254543A (de)

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