CH254793A - Verfahren zur Herstellung eines nährstoffreichen, pulverförmigen Produktes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines nährstoffreichen, pulverförmigen Produktes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines nährstoffreichen, pulverförmigen Produktes. Es sind aromatische Pulverpräparate be kannt, welche sich bei Zugabe in wasserhaltige Flüssigkeiten auflösen. Es entstehen damit viohl schmackhafte Getränke, doch sind diese arm an Nährstoffen. und können daher nur Js Genussmittel bewertet werden.
Es sind verschiedene Verfahren zur Her stellung von Pulverpräparaten bekanntge- vrorden, nach welchen Auszüge aus Kaffee oder Tee ins Trockene übergeführt werden. Den meisten ist das Merkmal gemein, dass die Überführung der aromatischen Auszüge zur Trockne durch Destillation im Vakuum er folgt. Besondere Massnahmen bezwecken, die .#Iromastoffe im Pulver zu erhalten resp. dauerhaft zu machen. Wie vorangehend er- @j ä.hnt, beschränkten sich diese Ausführungen auf Genussmittel.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines nährstoffreichen, pulverförmigen Produktes, das bei Zufügung von wasserhaltigen Flüssig keiten ein Getränk liefert. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man aroma- si.offhaltiges pflanzliches Material mit einer wässrigen Lösung einer organischen Säure au::
- la.ugt, den aromastoffhaltigen Auszug neu tralisiert, hierauf mit einem mindestens die Feststoffe von Milch enthaltenden Produkt vermischt, und dass man ausserdem zur Ver hinderung des Ausscheidens von Fettstoffen eine Behandlung mit einer alkalisch reagie renden Lösung vornimmt und schliesslich das (Tanze zur Trockne bringt.
Zweckmässig stellt man den Aromaauszug mit Zitronensäure, insbesondere aus Pflanzen produkten gewonnener, her, neutralisiert mit einem Natriumsalz, vermischt den Auszug mit Zucker, Milchpulver und Malzextrakt und behandelt mit einer alkalisch reagierenden Reaktionslösung, welche aus einer organischen Säure und einem Natriiunsalz hergestellt wurde. Der Auszug kann durch mehrere Auslaugungen gewonnen werden, indem man z.
B. geröstetes und gemahlenes pflanzliche; Material zweckmässig zweimal nacheinander mit wässriger Zitronensäure auszieht, die Aus züge mit einem Natriumsalz neutralisiert und hierauf mindestens einen der Auszüge nach Zugabe von Zitronensäure zur Extraktion von neuem Pflanzenmaterial verwendet, wonach man schliesslich erneut neutralisiert. Der neutrali sierte Auszug wird sodann vorteilhaft zur Er haltung des Aromas mit Zucker versetzt und dann über noch nicht ausgelaugtes Pflanzen material gegossen, um das Aroma weiter zu verstärken.
Schliesslich wird beispielsweise der Auszug unter Erhitzen mit Zucker, Voll milchpulver, Milch und - Malzextrakt ver mischt, wobei während des Erhitzens auch die alkalisch reagierende Lösung zugegeben wird. Die alkalisch reagierende Lösung wird vor teilhaft aus einem Natriumphosphat, z. B. Na- triumbiphosphat, Zitronensäure und allen falls Natriumcitrat hergestellt. Das auszulau gende pflanzliche Material kann z.
B. geröste ter Kaffee sein. Bei gleichzeitiger Verwen dung von Kaffee verschiedener Provenienz ist e" zweckmässig, jede Sorte für sich zu behan deln. Als Ausgangsstoffe -eignen sich neben gewöhnlichem Kaffee auch coffeinfreier Kaffee lud Schwarz-, Hagenbutten-, Kräuter-, Mate-Tee usw.
<I>Beispiel 1:</I> 4 kg Gerstenmalz werden geschrotet, mit 4 Liter Wasser gemischt und durch Stehen lassen mazeriert. Nach Zugabe von weiteren 6 Liter Wasser wird bis zu einer Temperatur von 100 C aufgekocht und nach Auspressen der unlöslichen Zellstoffteile auf etwa 36 'Be eingedickt. Man erhält nach dem Eindicken etwa 2r/2 kg Malzextrakt,
welcher mit 1i/2 kg Zucker vermischt wird. Separat werden 2 kg Kaffee fein gemahlen und mit 3 Liter heissem Wasser, dem 35 g Zitronensäiixe beigegeben sind, einer Aluslaugung unterzogen.
Der er haltene Kaffeeauszug wird auf etwa 50 C er wärmt, worauf man 20g Natriumkarbonat zufügt, welches eine Neutralisierung des Kaffeeauszuges bewirkt. Der ausgepresste Kaffeerückstand wird nochmals mit 3 Liter Wasser, enthaltend 40 g Zitronensäure, an gestellt.
Dann gibt man 200g Wasser zu, in welchem 25 g Natrilunkarbonat aufgelöst sind. Wiederum bewirkt das Natriumkarbonat die Neutralisierung des Kaffeeauszuges. Der neutralisierte zweite Kaffeeauszug wird als dann vom Rückstand abgepresst. In den ver- einigten Kaffeeauszügen werden 150 g ge brannter Zucker aufgelöst und das Gemisch auf 75 C erhitzt, um eine Verdickung des Kaffeeauszuges sowie eine Bindung des Aro mas zu erreichen.
Die erhaltene Flüssigkeit wird nochmals über 500 g frisch gerösteten, fein gemahlenen Kaffee gegossen, wobei er weitere Aromastoffe absorbiert. Alsdann wird abgepresst. Im weiteren schwingt man 1 kg Magermilchpulver und 11/2. kg des genannten Malzauszuges ein, unter Zugabe einer Lösung, enthaltend 20 g Zitronensäure und 40g Na triumearbonat.
Das erhaltene Gemisch aus Kaffeeauszug, Malzextrakt, Zucker und Magermilchpulver wird in bekannten Va- külunverdampfern zu Pulver zerstäubt.
<I>Beispiel 2:</I> 2 kg Kaffeeauszug, hergestellt wie in Bei spiel 1 beschrieben, werden 2 kg Zucker bei gegeben. 500 g Vollmilchpulver, 3 Liter auf etwa 25 B6 eingedickte Milch und 11/2 Liter auf 10 B6 eingediekter Kaffee-Extrakt wer den unter Erwärmung und Umrühren mit einander vermengt und unter Zugabe einer alkalisch reagierenden Lösung auf etwa 75 C erhitzt. Diese Lösung wird aus etwa 25 g Natriumcitrat, 75g Natriumbiphosphat und 9 g Zitronensäure hergestellt.
Die erhaltene Mischung wird, wie im Beispiel 1 angeführt, im Vakulun verdampft und zu Pulver zer stäubt.
Das nach dem Beispiel 1 erhaltene Produkt kann man beim Gebrauch warmer Milch zu geben, während dasjenige nach dem Beispiel 2 in warmes @Vasser eingerührt wird und einen fertigen Milchkaffee abgibt. Die erhaltenen Ge tränke sind auf Grund der Zusammensetzung sehr nahrhaft. Es hat sich als vorteilhaft er wiesen, bei der Herstellung von Kaffee-Extrakt enthaltenden Produkten Kaffee von-mehreren Provenienzen heranzuziehen. In diesem Falle röstet man vorteilhaft jede Kaffeesorte für sich.
Nach der Anfertigung eines ersten Aus zuges stellt mann zweckmässig von den er haltenen Rückständen nochmals einen Auszug her, gibt dabei aber nur so viel Wasser zu, als die ausgepressten Rückstände aufzusaugen vermögen. Besonders wirkungsvoll zur Aroma bildung ist es, wenn der erhaltene Auszug nach Zugabe von Zucker nochmals über frisch gerösteten und gemahlenen Kaffee geführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren ziu Herstellung eines nährstoff reichen, pulverförmigen Produktes, das bei Zufügung von wasserhaltigen Flüssigkeiten ein Getränk liefert, dadurch gekennzeichnet, dass man aromastoffhaltiges pflanzliches Ma terial mit einer wässrigen Lösung einer organi schen Säure auslaugt, den aromastoffhaltigen Auszug neutralisiert,hierauf mit einem min destens die Feststoffe von Milch enthaltenden Produkt vermischt und dass man ausserdem zur -Verhinderung des Ausscheidens von Fett- Stoffen eine Behandlung mit einer alkalisch reagierenden Lösung vornimmt und schliess lich das Ganze mir Trockne bringt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man gerösteten Kaffee auszieht. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Tee auszieht. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Herstel <B>lung</B> des aromastoffhaltigen Auszuges Zitro nensäure verwendet.. 4. Verfahren nach Patentanspruch und UnterQ.nspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung des aromastoff- haltigen Auszuges aus Pflanzenprodukten ge wonnene Zitronensäure verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Neutrali sation des Auszuges ein alkalisch reagierendes Natriumsalz verwendet. 6.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den neutrali sierten aromastoffhaltigen Auszug ausserdem mit Zucker vermischt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die genannte alka- lisch reagierende Lösung aus mindestens einem alkalisch reagierenden Natriumsalz und einer organischen Säure hergestellt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, da.ss man als alkalisch reagierendes Natrium- salz Natriumbiphosphat verwendet. 9.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, da.ss man als organische Säure Zitronensäure verwendet. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das pflanz liche Material mehrmals nacheinander aus zieht. 1.1.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man frisch geröstetes und gemahlenes pflanzliches Material zweimal nacheinander mit wässriger Zitronensäure auszieht, die Aus züge mit einem Natriumsalz neutralisiert, den einen. der Auszüge nach Zusatz von Zitronen säure zur slluslaugung von frischem Pflanzen- m aterial verwendet und den so erhaltenen Auszug erneut mit einem Natriumsalz neu tralisiert.12. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man frisch gerö stetes und gemahlenes pflanzliches Material auszieht und dass man den neutralisierten Auszug über noch nicht ausgelaugtes pflanz liches Material giesst, -um das Aroma zu ver stärken. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass man dem neutralisierten Auszug vor dem Übergiessen über noch nicht ausgelaugtes pflanzliches Material Zucker zusetzt. 14.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Vollmilchpulver und Milch verwendet werden, wobei diese Stoffe gleichzeitig mit dem neutralisierten aromastoffhaltigen Auszug unter Erhitzen mit der alkalisch reagierenden Lösung ver mischt werden. 15. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte alkalisch reagierende Lö sung aus einem Natriumphosphat und Zitro nensäure hergestellt wird. 16.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die genannte alka lisch reagierende Lösung aus Natriiuneitrat, einem Natriumphosphat und Zitronensäure hergestellt wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man gleichzeitig von verschiedenen Kaffeesorten ausgeht, wo bei man jede Sorte für sich auszieht und die Auszüge nachher vereinigt. 18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man vor der Zu fügung der alkalisch reagierenden Lösung roch Malzextrakt zusetzt.
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