CH263967A - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Trockenextrakten aus aromastoffhaltigen Pflanzen, insbesondere von Kaffee- und Tee-Extrakten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Trockenextrakten aus aromastoffhaltigen Pflanzen, insbesondere von Kaffee- und Tee-Extrakten.

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CH263967A
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Neef Ferdinand
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Description


  Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Trockenextrakten aus aromastoffhaltigen  Pflanzen, insbesondere von Kaffee- und Tee-Extrakten.    Kaffee- und Tee-Extrakte in 100%ig lös  licher Trockenform sind bekannt und werden  nach verschiedenen Verfahren hergestellt.  Allen liegt das Prinzip zugrunde, dass man  aus Kaffee, Tee usw. Auszüge herstellt und  durch Trocknung in Pulver überführt. Er  fahrungsgemäss sind die Aromaverluste bei  diesen Herstellungsweisen gross, was im we  sentlichen darauf zurückzuführen ist, dass die  Aussenluft bei der Extraktion, ferner bei der  Trocknung, z. B. durch Zerstäubung, in Kon  takt mit den Aromastoffen kommt.

   Um die       Aromaerhaltung    günstiger zu gestalten, sind  deshalb auch Verfahren vorgeschlagen wor  den, bei denen die Aromastoffe an sogenannte       Träger,    wie Melasse,     Glukose,    Zucker,     Maltose     usw., gebunden werden. Seitens der Hersteller  wird dem letztgenannten Verfahren eine bes  sere Aromaerhaltung zugesprochen; trotzdem  ist festzustellen, dass das Aroma demjenigen  von frisch geröstetem Kaffee doch nicht eben  bürtig ist. Der Aromaträger vermag nicht den  guten Geschmack des frisch gerösteten Kaffees  zu vermitteln und noch weniger zu erhalten,  ferner ist damit der Nachteil verbunden, dass  ein nicht allen Leuten genehmer Neben  geschmack entsteht.

   Für gewisse Krankheiten,       insbesondere    Zuckerkrankheit, sind die Aroma  träger, falls diese aus Maltose, Zucker usw.  bestehen, gesundheitlich ebenfalls nicht im  mer zuträglich.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein Verfahren zur Herstellung von    wasserlöslichen Trockenextrakten aus aroma  stoffhaltigen Pflanzen, insbesondere von  Kaffee- und Tee-Extrakten, welches dadurch       gekennzeichnet    ist, dass man das Pflanzen  inaterial unter Abschluss von der Aussenluft  und unter Verwendung einer die Aromastoffe  nicht angreifenden wässrigen, Pektin und eine  organische Säure bzw. ein wasserlösliches Salz  einer solchen enthaltenden Lösung extrahiert  und den gewonnenen Extrakt, ohne diesen  nach der Extraktion mit der Aussenluft in  Berührung zu bringen, durch     Zerstäubung     trocknet.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man breitet 60 kg sorgfältig gerösteten und  feingemahlenen Kaffee (es kann sich auch um       eoffeinfreien    Kaffee handeln) in dünnen  Schichten in einem Extraktionsapparat aus  und verschliesst diesen hermetisch. Der ausge  breitete Kaffee wird nun einer     Vorextraktion     unterworfen. Zu diesem     Zwecke    giesst man  eine Lösung durch eine Brause unter Druck  auf den ausgebreiteten Kaffee. Die Lösung  ist gebildet aus etwa 160 Liter destilliertem,  kalkfreiem Wasser,<B>1800</B> g vergorenem ge  ruchlosem Zitronensaft und einer alkalisch  reagierenden     Natriumverbindung,    wie Na  triumcarbonat.

   Diese Lösung begünstigt die  Extraktion bzw. das Auslaugen, ohne dass die       Aromastoffe    angegriffen werden und leiden.  Nach den gemachten Feststellungen verliert.  der so gewonnene     Kaffee-Extrakt    das Herbe  der Kaffeesäure. Der aus dieser     Vorextraktion         gewonnene erste Auszug wird durch Vakuum  nochmals, ohne der Luft ausgesetzt zu wer  den, in den Extraktionsapparat zurückgeleitet,  erhitzt     und    im zweiten Gang     nochmals    über  den ausgebreiteten und bereits einmal ausge  laugten Kaffee gegossen, so dass letzterer  neuerdings ausgelaugt und der Aromagehalt  des Auszuges bzw. Extraktes verstärkt wird.

    Nach dieser zweiten Extraktion wird der er  haltene Extrakt durch abgekühlte,     metallfreie     Röhren, die aus Glas oder Ton bestehen, in  einen     wiederum    metallosen     Speicherbehälter     geführt. Der Extraktionsapparat, die Röhren  sowie der Speicherbehälter sind     alle    hermetisch  abgeschlossen, so dass der Extrakt nie mit der  Aussenluft in Kontakt kommen kann. Von  diesem hermetisch geschlossenen Speicher  behälter leitet man den aromareichen     Kaffee-          Extrakt        unter    Druck in den Zerstäuber, wo  derselbe, gegebenenfalls nach Abkühlung, in  an sich bekannter Weise in ein Trockenpulver  überführt wird.

   Das erhaltene Trockenpulver  weist ein grösseres Volumen auf als nach den  bisherigen Verfahren gewonnene Produkte,  ferner ist es sehr ausgiebig und hoch aroma  tisch, trotzdem keine besonderen Aromaträger  zugegeben worden sind.  



  Beispiel 2:  30 kg Teer wie Schwarztee, werden in einem       Extraktionsapparat    in     dünnen    Schichten aus  gebreitet. Man nimmt in der wie beim Beispiel  1 erwähnten Weise eine Vor- und nachher  eine Nachextraktion vor. Die Lösung ist her  gestellt aus Wasser, vorgorenem geruchlosem       Zitronensaft    und einer     alkalisch        reagierenden     Natriumverbindung, wie Natriumcarbonat,  lund zwar genügen etwa 400g. Die Weiter  behandlung, Zuführung zum Zerstäuber und  die überführung in Trockenform unter voll  ständigem Luftabschluss von aussen erfolgt in  analoger Weise wie beim ersten Ausführungs  beispiel beschrieben.  



  Das nach den Beispielen 1 und 2 erhaltene       Trockenprodukt        löst    sieh in Flüssigkeiten, wie  Wasser, Milch usw., rasch und vollständig auf.  Um eine Tasse     aromatischen    Kaffee oder Tee  zu erhalten, genügen 1 bis 2 g des Kaffee-    Trockenproduktes bzw. ¸l2 bis 1 g des     Tee-          Trockenproduktes.     



  Es gelingt so, ein ausserordentlich stark  aromahaltiges Trockenprodukt in relativ ein  facher und rationeller Herstellungsart zu ge  winnen, ohne besondere Aromaträger ver  wenden zu müssen. Die Zusammensetzung der  Extraktlösung begünstigt eine wirksame Ex  trakt- und Aromagewinnung. Da sich alles bis  und mit Zerstäubung unter vollständig her  metischem Abschluss gegen die     Aussenheft    ab  wickelt, so dass ein Kontakt mit derselben in  allen Phasen fehlt und     Aromaverluste    durch  Diffusion bzw. Verdampfung in die Aussen  luft vermieden werden, erhält man ein be  sonders schmackhaftes Endprodukt. Das Pek  tin bei den in den Beispielen verwendeten  Extraktionslösungen stammt     aus    dem Zi  tronensaft.

   Es dürfte dazu beitragen, dass die  Aromastoffe in natürlicher Frische erhalten  bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung vors wasserlös lichen Trockenextrakten aus aromnastoffhalti- genPflanzen,insbesondere vonKaffee-undTee- Extrakten, dadurch gekennzeichnet, dass man das Pflanzenmaterial unter < Abschluss von der Aussenluft und unter Verwendung einer die Aromastoffe nicht angreifenden, wässrigen,
    Pektin und eine organische Säure bzw. ein wasserlösliches Salz einer salehen enthalten den Lösung extrahiert und den Extrakt, ohne diesen nach der Extraktion mit der Aussen- luft in Berührung zu bringen, durch Zerstäu- bung trocknet. UNTERANSPRÜCHE ; 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Pflanzen- material zweimal nacheinander mit derselben Extraktionsflüssigkeit behandelt, ohne letztere zwischen diesen Extraktionen mit der Aussen- luft in zu bringen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung, mit der man extrahiert, Zi tronensäure bzw. ein wasserlösliches Salz der selben enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man zur Herstellung der Extraktionslösung vergorenen und geruch losen Zitronensaft verwendet. 4. Verfahren nach Patentansprueh und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man zur Herstellung der Extraktionslösung eine alkalisch reagierende Natriumverbindung verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Extraktionslösung durch Brausen unter Druck heiss auf das Ex traktionsgut giesst. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man den gewonnenen wäss- rigen Extrakt vor dem Zerstäuben abkühlt. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, class die Extraktionslösung zwi schen den beiden Extraktionen erhitzt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das zu ex trahierende Pflanzenmaterial in dünnen Schieliten ausbreitet und mit der Extraktions lösung übergiesst.
CH263967D 1947-10-04 1947-10-04 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Trockenextrakten aus aromastoffhaltigen Pflanzen, insbesondere von Kaffee- und Tee-Extrakten. CH263967A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0067351A1 (de) * 1981-06-11 1982-12-22 Societe Des Produits Nestle S.A. Verfahren zur Herstellung von Tee-Extrakt in Pulverform
WO2002063972A3 (en) * 2001-02-13 2003-04-10 Procter & Gamble Coffee compositions with stable flavor characteristics and method of making
US7713568B2 (en) 2001-02-15 2010-05-11 The J.M. Smucker Company Method of making coffee compositions with stable flavor characteristics

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US7713567B2 (en) 2001-02-13 2010-05-11 The Folgers Coffee Company Method of making coffee compositions with stable flavor characteristics
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