CH255416A - Verfahren zur Herstellung von Pressmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressmassen.

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CH255416A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pressmassen.       Bekanntlich reagieren     o-Kresol        bzw,          o-kresolreiche    Gemische, ferner     Xylenole    bzw.       Xy        lenolgemische    oder noch höhere Homologe       (1f    -s Phenols mit Formaldehyd nur träge.  so dass es bisher nicht gelungen.     ist,    daraus       r;ut    härtende     Formaldehyd-Kondensa.tionspro-          dukte    überzuführen, die sich als Bindemittel  für     Pressmassen    eignen würden.  



  Des weiteren ist bekannt,     da.ss    Mischharze       #        ti        -is        Phenolen,        beispielsweise        Phenol        oder          Resorcin,    einerseits und     Aminotriazinen,        bei-          #4pielsweise:        Mela.min,    anderseits mit     F'orm-          Jdc-hy    d sich als Bindemittel für     Pressmassen          glut    eignen.  



  Es     wurde    nun gefunden,     dass    auch     Misch-          hiinstharze        aus    Formaldehyd,     Aminotriazi-          nen    und den     eingangs    erwähnten, mit     Form-          21    wenig reaktionsfähigen     Plienolhomo-          logen    oder technischen Gemischen sich mit       Vorti#il    als Bindemittel für die     Herstellung     von     Pressmasseti    verwenden     lassen.     



  Lässt man beispielsweise auf ein Gemisch  von technischem     Xylenol    mit     Melamin    oder       eitlem        @Iela.tnin    enthaltenden     Aminotriazin-          gemise.h    in üblicher Weise Formaldehyd ein  wirken, so werden     raschhärtende    Harze er  halten, welche bei der Verarbeitung Schnell  pressmassen von sehr guter Wasserbeständig  keit     liefern.     



  Als.     a.minotriazinhaltige    Gemische, die  man an Stelle von     Reinmelamin    zur Herstel  lung der erfindungsgemässen Bindemittel ver  wenden kann, eignen sieh u.     a..    solche, die       (liireli        Erhitzung    von     Cyana.mid    oder Dieyan-         diamid    in bekannter Weise erhalten werden.

    beispielsweise die     Reaktionsprodukte,    die       Drechsel    bei der Erhitzung von     Dieyan-          diamid    im offenen Gefäss erhalten hat (<B>J</B>.     pr.          Ch.    [21<B>13,</B> 3,31 [1876<B>1</B>).  



  Die     Mischungsverhältnisse    zwischen dem       Aminotriazin    bzw.     Aminotriazingemisch    und  dem Phenol können in den erfindungsge  mässen     Bindemitteln    in ziemlich     weiten     Grenzen schwanken. Als praktisch hat sich  z. B. ein Mischharz erwiesen,     das,    etwa       gleiche    Teile der     Aminotriazin-    und der       Phenolkomponente    enthält.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt  somit,     solche    Homologe des Phenols, die bis  her der Verwendung in der Industrie der       Kunstharzpressma.ssen    nicht oder nur in un  tergeordnetem Masse zugänglich waren, für  diese Verwendung in einfacher Weise nutz  bar zu machen. Dies: bedeutet einen wesent  lichen Fortschritt, indem dadurch die Roh  stoffgrundlage der     Kunstharzpressmas.sen-          industrie    und damit ihre Produktionsmög  lichkeiten wesentlich erweitert werden.  



  Die folgenden Beispiele erläutern die Er  findung, ohne deren Umfang einzuschränken.  Die Temperaturgrade sind Celsiusgrade, die  Teile     Gewichtsteile,    die Prozente Gewichts  prozente.  



       Beispiel   <I>1:</I>  1520     Teile        Xylenol        (Siedepunkt    205 bis       250 )    werden mit 3880 Teilen     neutralisiertem          30%igem    Formaldehyd vermischt und mit  1080 Teilen     Rohtnelamin        (98%ig)    15-20      Minuten bei     90-97b    reagieren gelassen.

    Hierauf wird das Gemisch auf 80  abgekühlt  und daraus im Vakuum etwa 2200 Teile  Wasser     abdestilliert.    Das noch gut flüssige  homogene Harz     wird    mit 84 Teilen     Nigrosin     K     wasserlöslich    (Pulver), gelöst in etwa 340       Volumteilen    heissem Wasser, gefärbt und mit  der folgenden     Füllermischung    verknetet:

    2.120 Teile Holzmehl,     ungetrocknet,    wer  den     mit    28 Teilen     Zinkstearat    oder     Caleium-          stearat.sowie    56 Teilen     Magnesiumoxyd    (Ma  gnesium     oxydatum    per     usum        veterinarium          Ph.    H. V.) in der     Mischtrommel    gut     vorver-          mischt.     



  Nach dem Verkneten der     Füllermischung     mit der Harzlösung und Trocknen des Ge  misches erhält man ein     Presspulver,    das, wäh  ren 2 Minuten bei     160-165         verpresst,        Press-          linge        liefert,    die gegen den Angriff von kal  tem und     heissem    Wasser sehr beständig sind.

         Beispielsweise    nehmen     Presslinge    von 2-3 mm  Wandstärke in Wasser von Zimmertempera  tur in 24     Stunden    etwa     1/.1    %     Wa.        iser    auf,  während sie, 10 Minuten in Wasser gekocht,  etwa 0,8 % Wasser aufnehmen. Im übrigen  verhalten sich die     Presslinge    weitgehend  gleich wie solche aus guten     Phenoplast-          sehnellpressmischungen.     



       Beispiel   <I>2:</I>  <B>108</B> Teile eines     Aminotriazingemisches,     erhalten nach     Drechsel,    J.     pr.        Ch.    (2), 13.       331    [1876] durch Erhitzen von     Dicyan-          diamid    auf 200  und Mahlen des erhaltenen  Rückstandes, 169 Teile     Xylenol    (Siedepunkt  205-250 ) und 450 Teile mit Natronlauge       neutralisiertem    30%igem     Formaldehyd,    dem  noch 5 Teile 2n Natronlauge zugefügt wur  den, werden während 1     .Stunde    bei 85  rea  gieren     gelassen.     



  Die     erhaltene    Lösung wird mit 3 Teilen       Oxalsäure,    gelöst in 5 Teilen     heissem    Wasser,       einige        Minuten    bei 80-85  weiter reagieren  gelassen, bis Harzfällung     stattfindet.    Dann  werden 2 Teile     Calciumhydroxyd,    die in  einer Lösung von 15 Teilen 30 %     igem    Form  aldehyd und 5,4 Teilen 25%igem     A.mm.oniak     aufgeschlämmt sind, zugefügt und die trübe    Lösung im Vakuum eingeengt, bis sie wieder  klar und homogen geworden ist.  



  Hierauf wird die Lösung     1/@    Stunde bei  50-65  mit der folgenden Mischung ge  knetet:  280 Teile Holzmehl werden mit 6 Teilen       Zinkstearat,    3 Teilen Gasruss, 3 Teilen Ni  grosin K wasserlöslich in der     Mischtrommel     gut     vorgemischt.     



  Nach dem Verkneten der     Füllerinischun-          mit    der Harzlösung wird die erhaltene Masse  bei fallenden Temperaturen zwischen 90  und  70  während     1/2-1    Stunde getrocknet und  hernach in der Kugelmühle gemahlen.  



  Die aus dieser Mischung bei     2-minutigem     Pressen     bei    160-165  erhaltenen Formlinge  nehmen beim     24stündigen    Liegen in Kalt  wasser 0,2%, beim 10minutigen Kochen in       Wasser        etwa   <B>0,9%</B> Wasser auf.  



  <I>Beispiel 3:</I>  380 Teile     Kresol    LAB; IV werden mit  970 Teilen     30%igem    Formaldehyd, der mit  Natronlauge auf     pg    = 9 gestellt wurde, ver  mischt und hierauf 252 Teile     Rohmelamin     (etwa     98%ig)eingetragen.    Das     Ganze        wird     im siedenden Wasserbad erwärmt und bei  90-95      Innentemperatur    während etwa. 30  Minuten reagieren gelassen.

   Hierauf werden  im     Vakuum    ungefähr 600 Teile wässerige  Flüssigkeit     abdestilliert    und der klar gewor  dene Rückstand mit einer Lösung von<B>16,7</B>  Teilen     Nigrosin    K wasserlöslich, gelöst in  etwa 80 Teilen Wasser, gefärbt.  



  Der Füller wird     hergestellt,    indem 708  Teile Holzmehl, 16,7 Teile     Magnesiumoxyd     und 8,4 Teile     Zinkstearat    gut gemischt  werden.  



  Harz und Füller werden nun 1/2     Stunde     bei     etwa    60  im     Kneter    gemischt und dann  getrocknet und gemahlen. Es wird eine     Press-          masse    von ähnlichen Eigenschaften erhalten  wie heim Beispiel 1. Z. B.     beträgt    die Was  seraufnahme nach 10 Minuten Kochen     etwa.     0,8 % (Pressung 4 Minuten bei 160 ).

      <I>Beispiel</I>  252 Teile     o-Kresol    werden mit 252 Teilen       Melamin    und -850 Teilen     30'%igem    F'orm-    
EMI0003.0001     
  
    aldehy <SEP> d, <SEP> der <SEP> mit <SEP> Xatronlauge <SEP> :auf <SEP> PH <SEP> = <SEP> @l
<tb>  @.@ < tellt <SEP> wurde, <SEP> in <SEP> genau <SEP> gleicher <SEP> Weise
<tb>  r@@a;ieren <SEP> gelassen <SEP> tvie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 3. <SEP> Das <SEP> er  haltene <SEP> Kondensationsprodukt <SEP> wird <SEP> wie <SEP> dort
<tb>  ai-ifgearbeitet <SEP> und <SEP> liefert <SEP> hiebei <SEP> Pressmas,sen
<tb>  @-un <SEP> praktiseh <SEP> gleichen <SEP> EigensehaTten, <SEP> wie <SEP> in
<tb>  den <SEP> Beisspielen <SEP> 3 <SEP> und <SEP> 1 <SEP> angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPU U Cn Verfahren zur Herstellung von Pressmas- sen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Bindemittel Mischkunstharze aus Formalde hyd, Aminotriazinen und mit Formaldehyd wenig reaktionsfähigen Phenolhomologen verwendet.
CH255416D 1941-03-19 1941-03-19 Verfahren zur Herstellung von Pressmassen. CH255416A (de)

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