CH258112A - Einrichtung zur Steuerung eines Leonardmotors, insbesondere für den Antrieb von Aufzügen. - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung eines Leonardmotors, insbesondere für den Antrieb von Aufzügen.Info
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Description
Einrichtung zur Steuerung eines Leonardmotors, insbesondere für den Antrieb von Aufzügen. T,eona.rdantriebe werden im allgemeinen dort verwendet., wo nebst einem grossen Re gulierblech der Drehzahl des Leona.rdmotors deren stabile Beherrschung in allen Betriebs- zuständen wesentlich ist. Besondere Anforde rungen werden gestellt 'bei Wendeantrieben iind Aufzügen mit stark schwankender Last.
Während bei ersteren die Raschheit der Um teuerung wichtig ist und ferner verlangt ist; class die Maschinen nicht überlastet werden und deren Källektoren nicht funken, kommen bei Aufzügen die Genauigkeit und Stossfrei heit des Anhaltens hinzu. Bezüglich der Stossfreiheit kommt es darauf an, dassi die Kurve des Geschwindigkeitsverlaufes in Ab hängigkeit von der Zeit keine scharfen Über gänge aufweist, die zeitliche Änderung der Beschleunigung also nicht zu gross ist, wobei die Beschleunigung selbst erfahrungsgemäss in verhältnismässig weiten Grenzen ändern darf.
Man hat bisher versucht, das letztere Problem mit einem ziemlich grossen Aufwand an Schaltorganen und zugehörigen Wider- ständen am Erregerkreis, der Leonard@dynamo oder durch Entladung eines Kondensators über die Erregerwicklung zu lösen, wobei aber die Genauigkeit des Anhaltens besonders hei stark schwankender Last stets zu wün- @chen übrig liess.
Vorliegende Erfindung geht aus von der Erkenntnis, dass das soeben skizzierte Problem mit einfachen Mitteln lös bar ist, wenn der Leonard.kreis möglichst vollkommen kompensiert ist, der Belastungs strom also möglichst ohne Einfluss auf die Leonarddynamo ist. Eine solche Kompensa tion wurde bisher stets von der Erwägung ausgehend vermieden, dass damit die Gefahr der Insta.bi.lität zu gross sei.
Die Erfindung betrifft somit eine Ein richtung zur Steuerung eines Leonardmotors, insbesondere für den Antrieb von Aufzügen, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leonardgene,ratar eine Compoundwicklung zur Kompensation de Spannungsabfalles- im Leonardkreis aufweist,
welche mit derHaupt- erregerwicklung magnetisch gekoppelt ist und wobei letztere hei konstanter Drehzahl des Motors von einer Stromquelle mit praktisch vernachlässigbarem Innenwiderstand fremd gespeist ist, bei Stillstand des Motors jedoch von dieser Stromquelle abgeschaltet ist.
Die Kompensation sollte, bei :allen im Be triebe vorkommenden Temperaturen genau erfüllt sein. Aus diesem Grunde wird die Co.mpoundwicklung zweckmässig mit, einem Widerstand gesehuntet, welcher nicht nur die genaue Einstellung der Compoun:derregung gestattet, .sondern auch die Unabhängigkeit der Kompensation von der Temperatur ge währleistet.
Dies kann durch Anwendung eines Widerstandsmaterials erreicht werden, dessen Temperaturkoeffizient e@wadoppelt so gross ist als derjenige der Compoundwick- lung. Dieser Widerstand wirkt ferner in gün stigem Sinne dämpfend auf die Ausgleich- vorgänge im -\ÄTendepol- und Haupterreger kreis.
Durch die Kopplung der Compound- mit der Haupterregerwicklung wird in letzterer bei Änderungen des Motorstromes eine zu sätzliche Erregerspannung induziert, welche der Änderungsgeschwindigkeit proportional ist und demzufolge, wie dies aus der Regel- technik bekannt ist, stabilisierend wirkt.
Da mit, jedoch diese Wirkung genau voraus bestimmt werden kann und von Hilfsspan- nungsänderungen nicht störend beeinflusst wird, muss der Haupterregerkreis entweder im Nebenschluss zur Leonarddynamo geschal tet sein oder bei Fremdspeisung mit einer Stromquelle von unmerklich kleinem Innen widerstand verbunden sein.
Gerade diese Be- .dingung lässt sich bei bekannten Regulierun gen mit veränderlichem Widerstand im Haupterregerkreis nicht einhalten, da der ändernde Widerstand stets wechselnde Ver hältnisse für den induzierten Strom schafft und damit eine einwandfreie Stabilisierung unmöglich wird.
Die letztere Forderung, die bei konstanter Drehzahl des Motors, also bei Normalfahrt, zu erfüllen ist, gibt nun, wie weiter unten ge zeigt wird, auch .die Möglichkeit, den Antrieb stossfrei und zielgenau stillzusetzen. Hierfür gilt die Überlegung, .d-ass einerseits dafür ge sorgt werden muss,
da.ss der Stillsetzung entsprechende Ausgleichsvorgang möglichst durch Schultmanöver ungestört verläuft, an- erseits. ,die klarsten, besondere Vorteile brin genden Verhältnisse geschaffen sind, wenn der Regelkreis so aufgebaut ist., dass der Be ginn und' das Ende der Bremsperiode je durch eine für sich einstellbare Zeitkonstante be herrscht werden.
Wie dies zu verstehen ist, sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt sind. In Fi:g. 1 wird die Leonarddynamo von einer mit konstanter Drehzart laufenden Hilfserregermaschine, in Fig. 2 vom Netz aus über eine freilau fende konstant erregte Hilfsmaschine erregt. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf diese Aueführungebeispiele. Es kommen auch Lösungen mit .geeigneten Verstärkern oder andern Hilfsmasehinen und Einrichtungen in Betracht.
In F'ig. 1 bedeutet 1 den Leonardmotor zum Antrieb eines Aufzuges. Der Anker- stromkreis 2, 3, verbindet den Motor mit,der Leonarddynamo 4.
Während der Motor mit Hilfe seiner Erregerwicklung 5 vom Netz aus, welches durch den irgendwie angetriebe nen und im Nebenschluss erregten Generator 6 dargestellt ist, konstant erregt wird, ist die Erregung der Leonarddynamo 4 den ge- wünechten Geschwindigkeiten entsprechend veränderlich.
Die Haupterregerwicklung 7 und die Co:mpoundwicklung 8 sind mitein ander magnetisch gekoppelt, wobei es sieh empfiehlt, die zwischen beiden immer vor handene Streuung klein zu halten, z. B. durch symmetrische Verteilung der Compoundwiek- lung auf ungleichnamigen Hauptpolen.
Bei grossen Antrieben oder bei schwierigen Ge schwindigkeitsverhältnissen kann es sich empfehlen, eine oder beide Hauptmaschinen 1, 4 mit Kompensationswicklungen zu ver sehen, um den unsymmetriech.en Einfluss der Ankerrückwirkung zu beseitigen.
Parallel zur Wirkung 8 isst der Wider stand 9 zur genauen Compoundierung bei möglichst allen Betriebstemperaturen und Strömen geschaltet. Parallel zur Wicklung 7 ist der Widersfiand 1(? zwecks Dämpfung plötzlicher Stromänderungen im Erregerkreis geschaltet.
Gleichzeitig dient er aber zusam men mit dem Regelwidersfan.d 1(l. zur Ein- s,tellung der Zeitkonstanten des Erregerkrei ses: 7, 1-0, 11, Umschalter 12, Umpulschalter 13 zur Änderung .der Drehrichtung, Hilfs- erregermaschine 14.
Der Ankerwiderstand .dieser mit konstanter Drehzahl angetriebenen Maschine ist sehr klein, und ferner sind ihre Bürsten möglichst -so eingestellt, dass, keine Rückwirkung der Ankerstrom:änderungen auf die Erregerwicl@lung 1'5 .stattfindet.
Da mit ergibt sich, dass.der den Beginn der Bremsperiode bestimmende Ausgleichsvor gang im Stromkreis, der Wicklung 15 und der ihr Ende bestimmende Ausgleichsvor= gang im Haupterregerkreis sich nicht gegen seitig stören und unabhängig voneinander be einflusst werden können. Letzterer ist von grosser beitrie@blicher Bedeutung in Fällen., wo Aufzüge mit z. B. zwei verschiedenen Ge schwindigkeiten fahren müssen.
Bei kleiner Geschwindigkeit, wie sie etwa, beim Fahren von einem Stockwerk zum nächsten ,nötig und erwünscht sein kann, wird man die Zeitkon stanten verkleinern, also die Kreiswiderstände vergrössern und Induktivitäten verkleinern. Durch Vergrösserung des Widerstandes 1'1 wird die Zeitkonstante des Haupterrreger- kreises verkleinert und gleichzeitig .die Erre gung der Leonarddyna@mo und: :damit die Drehzahl des Antriebsmotors verkleinert.
Die Wicklung 1,5 wird von der Netzma schine 6 über die S:chalterwiderst.andskombi- nation 116, 17, 18, 19 erregt, während der Anker 14 von einem nicht eingezeichneten Hilfsmotor aus mit konstanter Drehzahl an getrieben wird.
Der gleiche Motor -oder ein besonderer dient in bekannter Weise zum Antrieb der Leo.nard.dynamo und .der Hilfsmaschine 6. Bei Normalfahrt ist der Schalter 16 geschlos sen und die Maschine 14, 15 'konstant erregt. Im Moment. der Einleitung der Bremsperiode, ,vel,cher durch die momentane Lage ,des Auf zuges bestimmt ist, wird der Kontakt 16 ge öffnet, worauf der Erregerstrom in 15 durch den. Widerstand 1-8 auf einen viel kleineren Wert herabgesetzt wird.
Die nun sinkende Klemmenspannung der Hilfserregermaschine führt zu einer sinkenden Klemmenspan nung der Leonarddynamo und zu der gewünschten Verminderung der Aufzugs geschwindigkeit. Dieser Übergang erfolgt wegen der Induktivitäten der Hilfsmaschine 15, 1.4 und der Widerstände 1-8, 19@ nicht plötzlich, sondern allmählich, also- stossfrei.
Zur Einstellung der passenden Zeitkonstante dieses Ausgleichvorganges wird :die Maschine 14, 10 noch mit einer Dämpferw-ieklung 20 versehen, welche bei reduzierter F'ahrge- sahwindigheit und dementsprechend verklei nerter Zeitkonstante mittels dies Schalters 21 geöffnet., beziehungsweise über den einstell- baren Widerstand 2,2, geschaltet werden kann.
Die Einstellung .der beiden Zeitkonstanten für reduzierte Geschwindigkeit erfolgt .dann so, da.ss trotz dieser Reduktion dieselbe Ver zögerung .des Aufzuges wie für Normalge- sehwindigkeit erreicht wird.
Um bessere Einis.tellverhäHnisse zu haben, kann auch .die Leonarddynama mit einer Dämpferwicklung 2)3 versehen sein, welche zwecks Änderung der Zeitkonstanten des Haupterregerkreises durch den Sehalter 24 abschaltbar ist, beziehungsweise ähnlich wie oben beschrieben über einen nicht eingezeich neten Widerstand. geschaltet werden kann.
Hat nun der Aufzug nach Massgabe der beiden Zeitkonstanten der Erregung der Hilfs- masehine 15 und der Haupterregung 7 den LTbergang von der normalen Fahrgeschwindig keit zu der sehr viel kleineren Einfahrge- sehwindigkeit vollzogen, so mussi er nun ganz stillgesetzt werden.Zu,diesemZwecke wird der Um ,chalter 12 vom Aufzug unmittelbar oder mittelbar kurz vor .dem Stillstandsort auf .den Kontakt 25 geschaltet.
Damit wird die Erre gerwicklung, statt fremderregt, im Neben schluss über den Widerstand<B>216</B> an die Klem men .der Dynamo 4 gelegt, und zwar so, dass die Aufzugs:gesehwind"igkeit von einem w.ei- teren kurzen Ausgleichvorgang auf Null fällt.
In diesem Moment könnten die Bremsen ein fallen und den Aufzug stossfrei festhalten. Damit dies zielgenau erfolgt, muss die Ein fahrgeschwindigkeit bei allen Belastungen möglichst konstant sein, was nun der Fall ist, wenn die oben beschriebenen Aus!gleiehvor- g änge beim Erreichen .dieser Geschwindg- kei.t praktisch abgeklungen sind.
Es kann sieh, umdies : zu erreichen, .empfehlen, .den Leonardmotor gross und insbesondere magne tisch stark zu dimensionieren. Die Eigenfre quenz des. Leonardkreises und damit die Dämpfung allfälliger Schwingungen in die- sem Kreis werden dann gross,.
In Fig. 2 sind gleiche Teile mit -denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen. Die Erregung des@ Generators: 4 wird dagegen nicht von einem Hilfserreger 14, sondern direkt vom Haupterreger 6 über einen Vor- schaltwiderstand 33 geliefert.
Damit -die Spannung an den Klemmen der Wicklung 7 beim Einecha_lten des Schalters 1'3, nicht so fort den Maximalwert erreicht, wird parallel zur Wicklung 7 der Anker 31 eines eine Sehwunbomasse antreibenden Motors geschal tet. Beim Ausschalten des Schalters 1'3 sinkt die Spannung an den Klemmen dier Erreger wicklung nicht plötzlich auf den Nullwert, sondern wird entsprechend -der Auslaufzeit d'es Ankers 31, abklingen.
Die Auslaufzeit wird einerseits durch die mit dem Anker 311 gekuppelte Schwungmasse, und anderseits durch die Belastungswiderstände <B>3,2,</B> 10, 7 und 11 bestimmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Steuerung eines Leonard- motors, insbesondere für den Antrieb von Aufzügen, dadurch gekennzeichnet, dass-der Leonardgenerator eine Compoundwicklung zur Kompensation .des Spannungsabfalles im Leonardkreise aufweist, welche mit der Haupterregerwicklung magnetisch gekoppelt ist, welche bei konstanter Drehzahl des,Mo tors von einer Stromquolle mit praktisch ver- nachläss igbarem Innenwiderstand freund ge speist ist, bei Stillstand des Motors jedoch von .der Stromquelle abgeschaltet ist.U NTERANSPR üCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Campound- wicklung mit einem Widerstand .geshuntet ist. 2.Einrichtung nach Unteransprueh 1, da durch gekennzeichnet, @da der Widerstand einen eoviel grösseren Temperaturkoeffizienten als die Compoundwicklung aufweist, dass der Ohmsüh.e Spannungsabfall im Leonardkreis praktisch unabhängig von der Temperatur kompensiert wird. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass auf den Polen der Haupterregerwicklung eine über eine ver änderbare Impedanz geschilosisene D'ämpfer- wicklung angbratcht ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass die Compound- Wicklung symmetrisch auf ungleichnamigen Hauptpolen verteilt angeordnet ist.5.. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Haupterregerwioklung ein veränderbarer Wi- .derstand geschaltet ist.-6. Einriehtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, ein Ende der Haupterregerwieklung mit dem Drehpunkt eines Umsehaltkontaktes. verbunden. ist, des sen einer Kontakt an den Leonardgenerator angeschlossen, dessen anderer mit der Fremd erregung verbunden ist. 7.Einrichtung nach Unteranspruch 6, da- .durch gekennzeichnet, dass' der Umschaltkon takt von der vorm Leonardgenerator angetrie benen Vorrichtung unmittelbar vor Ihrer Stillsetzung betätigt wird. B.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass,,die Haupterreger wicklung bei konstanter Arbeitsdrehzahl des Leonardmotors von einer fremderregten, mit konstanter Drehzahl angetriebenen Erreger- mas,chine gespeist ist. 9. Einrichtung nach L?nt.eranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Erregerma schine über einen veränderbaren Widerstand fremderregt ist. 10.Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des Widerstandes in Reihe mit einem Kontakt geschaltet isst, welcher bei Einlei tung .des Vorganges der Stillsetzung von der vom Leonardmotor angetriebenen Vorrich tung betätigt wird. 1)1. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Erreger wicklung der Erregermaschine über eine Im pedanz geshuntet ist.12. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch .gekennzeichnet, da, auf -den Polen der Erregerwicklung der Erregermaschine eine über eine veränderbare Impedanz ge- schlossene Dämpferwicklung angebracht ist. 13.Einrichtung nach Patentanspruch, @da- ,durch gekennzeichnet, dsa3 parallel zu der Er- regerwicklung 7, welche über einen Vor- seIialiwiderstand <B>313</B> an. eine konstante Span nung angeschlossen ist, der Anker 31 eines eine Schwungmasse angetreibenden Motors geschaltet ist.EMI0005.0010 14. <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Unteranspruch <SEP> 13, <tb> da.dureh <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> parallel <SEP> zu <SEP> dem <tb> Anker <SEP> 31 <SEP> ein <SEP> Widerstand <SEP> 32 <SEP> ges,cha.Itet <SEP> ist.
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