CH258438A - Verfahren zum Schmelzen von Metallen in einem Induktionsofen und Ofen zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Schmelzen von Metallen in einem Induktionsofen und Ofen zur Durchführung des Verfahrens.

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CH258438A
CH258438A CH258438DA CH258438A CH 258438 A CH258438 A CH 258438A CH 258438D A CH258438D A CH 258438DA CH 258438 A CH258438 A CH 258438A
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Corporation Ajax Engineering
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/06Crucible or pot furnaces heated electrically, e.g. induction crucible furnaces with or without any other source of heat
    • F27B14/061Induction furnaces
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Description


  Verfahren zum Schmelzen von Metallen in einem Induktionsofen und Ofen  zur Durchführung des Verfahrens.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Schmelzen von Metallen, insbesondere von  Leichtmetallen und ihren Legierungen, in  einem Induktionsofen mit unterhalb des Ofen  herdes angeordneter Schmelzrinne und einen  Ofen zur Durchführung dieses Verfahrens.  



  Wenn ein     elektrischer    Strom durch einen  festen oder geschmolzenen Leiter geschickt  wird, dann     wird    innerhalb und ausserhalb die  ses Leiters ,ein magnetisches Kraftfeld er  zeugt. Durch die Zusammenwirkung der  Stromelemente, die den     Leiter    durchfliessen,  und der Kraftfelder, die diesen     Stromfluss          durchqueren,    werden in dem Leiter elektro  magnetische Kräfte erzeugt. Wenn der     Leiter     ein geschmolzenes Metall ist, werden in dem  selben elektromagnetische Kraft- bzw. Druck  wirkungen von verschiedener Stärke erzeugt,  wodurch in Teilen des Leiters höhere und in  andern Teilen desselben niedrigere Druck  zonen entstehen.

   Diese Druckkräfte sind nach  der Mitte des magnetischen Kraftfeldes ge  richtet, welche Richtung mit Hilfe der be  kannten     Dreifingerregel    bestimmt werden  kann. Die Kraftrichtung wird auch bei Ver  wendung von Wechselstrom nicht geändert.  Daher behalten die in dem geschmolzenen Me  tall erzeugten Kraftkomponenten stets die  gleiche Richtung.  



  Wenn sich in dem geschmolzenen Metall  Schlackenteile     befinden,        dann    werden diese  Kraftkomponenten nur in dem die Schlacken    umgebenden Metall erzeugt; infolgedessen  werden die Schlacken gezwungen, in Zonen  zu     wandern,    wo niedrigere Drucke herrschen  als in ihrer Umgebung. Die elektromagne  tischen     Kräfte    sind bei den in Frage kom  menden Stromdichten viele hundert Mal grö  sser     als    die Schwerkraft, die im     Ruhezustande     des geschmolzenen     Metalles    zur Auswirkung  gelangt.    Es ist bekannt, Metallbäder, z.

   B. ge  schmolzenen     Siliziumstahl,    in den sogenannten  offenen Induktionsöfen von     Schlacken    zu  befreien; in diesem Ofen ist die     Primärspule     oberhalb des ringförmigen Metallbades ange  ordnet. Die     Schlackenteile    werden dabei ge  zwungen, an die Oberfläche des Bades zu  wandern, von wo sie entfernt werden können.  Das bekannte Verfahren hat den Nachteil  sehr hohen Stromverbrauches; wenn es sich  um leicht oxydierende Metalle handelt, ist es  besonders unvorteilhaft, da die Aufwärts  bewegung des Bades die Berührung desselben  mit der umgebenden Luft und Oxydierung  des     Metalles    fördert.  



  Es ist auch vorgeschlagen worden, die  Trennung der Schlacken vom     Metallschmelz-          bad    durch Schaffung     zweier    elektromagneti  scher Felder zu erzielen, die in besonderer  Weise zueinander orientiert     sind.    Hier wird  aber der Strom nicht im Bade     induziert,    son  dern direkt in     dasselbe    geleitet.

        Die     Fig.    9 und 10 veranschaulichen einen  langen Leiter von kreisförmigem Querschnitt;  durch den     ein    starker Strom geschickt     wird;     der     Rückleiter    befindet sich in ziemlicher       Entfernung,    und .der     Mittelpunkt    des magne  tischen Feldes fällt mit dem geometrischen       Mittelpunkt    31 des     Kreisquerschnittes    zusam  men.  



  Die magnetischen Kraftlinien verlaufen  in konzentrischen Kreisen um diesen Mittel  punkt (siehe     Fig.    9). Die Feldstärke im Mit  telpunkt ist Null     und    hat     einen        Höchstwert     am     Umfang.    Der grösste elektromagnetische  Druck     wird    in der     Mitte    und der geringste am  Umfange erreicht. Die     Kraftv,-irkungen        sind     daher radial nach dem Mittelpunkt gerichtet.  



  Die Kräfte, die durch die Wirkung des       elektrischen    Stromes und der Magnetfelder  erzeugt werden, können aus der     nachstehenden     Gleichung         K   <I>=</I> 0,125<I>. j. H (1)</I>    abgeleitet werden, wobei         E    =     Kraft    in     dyn./em3     j = Stromdichte in     Amp./cm-          H    = Feldstärke in     Amp./em       ist.  Die Stromdichte     j    im Querschnitt von Lei  tern,     wie        sie    für die vorliegenden Zwecke in  Frage kommen, ist überall ungefähr gleich.

    Die     Feldstärke    in einer kreisförmigen  Schicht mit dem Durchmesser x ist  
EMI0002.0031     
    Durch Einsetzen von Gleichung (2) in  Gleichung (1) ergibt sich eine Kraft pro Vo  lumeneinheit wirksam auf alle Teile eines  Kreises mit dem Durchmesser x  
EMI0002.0032     
    In den Aussenschichten des kreisförmigen  Leiters ist die Kraft  
EMI0002.0033     
         Fig.    10 zeigt die Verteilung der     Kräfte     über -den     Querschnitt.       In einer praktisch endlosen zylindrischen  Spule, die einen Durchmesser D hat,

   können       die    wirksamen Kräfte durch Anwendung der       Gleichungen    auf ein     Einheitslängenteil    er  rechnet werden (vergleiche     Fig.    11). Die  Feldstärke ist in     einer    Schicht, die eine Ent  fernung x von dem Umfange des Leiters hat       HX=x.j   <I>(5)</I>  Durch     Einsetzen    von Gleichung (5) in  Gleichung (1) ergibt     sich          Ix.   <I>=</I> 0,125<I>. x.

   j= (6)</I>  An der     Innensebichtseite    ist     die    Höchst  kraft pro     Volumeneinheit     <I>K</I>     ma,t    =     e125   <I>.</I>     j"   <I>. D (7)</I>         Fig.    11 zeigt     einen        Querschnitt    des Lei  ters samt den     Kraftfeldlinien    in und       Fig.    12 .die Verteilung der Kräfte auf den       Querschnitt.     



  Aus dem Vergleich der Gleichung (4) mit  der Gleichung (7) ergibt sich, dass unter ähn  lichen     Bedingungen,    das heisst gleicher Strom  dichte und     Querschnitt        des    Leiters, die     Kraft-          virkung        im    Falle der endlosen Spule vier  mal grösser ist als im Falle des langen Lei  ters.  



  Die Kräfte, die in den Schmelzkanälen  von     Induktionsöfen    mit unterhalb des Herdes  angeordneter Schmelzrinne wirken, liegen  zwischen denen der beiden oben erörterten  Grenzfälle.  



       Fig.    13 zeigt die Primärspule A eines In  duktionsofens, den Schmelzkanal B, die  Achse Y der     Primärspule    und die Streufelder       vt,    welche den Sekundärleiter umgeben und  durchsetzen. Der Nullpunkt M des Feldes     ist     innerhalb des Sekundärleiters, aber nicht im  Mittelpunkt desselben angeordnet, wie     in          Fig.    9 ; er liegt auch mehr innerhalb des Lei  ters B als in     Fig.    11. Es werden daher die  maximalen Kräfte zwischen den     Werten    lie  gen, die durch die Gleichungen (4) und (7)  bestimmt sind.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist da  durch gekennzeichnet, dass die Stromstärke  und die Dimensionen der Kanäle so gewählt      werden, dass das Produkt vom Quadrat der in       Amperen    pro Quadratzentimeter gemessenen  Stromdichte und dem in Zentimetern gemes  senen Durchmesser des dem Kanalquerschnitt  flächengleichen Kreises im unzugänglichen  Bodenkanal höchstens 1,3. 10s beträgt, damit  die dadurch bewirkten elektromagnetischen  Druckkräfte hier zu gering bleiben, um ein  Absetzen von Schlackenteilen zu bewirken,  während in den Verbindungskanälen dieses  Produkt grösser als     1,3.10s    gehalten wird.

    damit hier die Schlackenteile durch die elek  trischen Kräfte an die Wandungen gedrängt  werden und sich hier absetzen, und dass die  Schlackenteile hier entfernt werden, ohne den  Ofen zu entleeren und den kontinuierlichen  Betrieb zu unterbrechen. Der erfindungs  gemässe Induktionsofen zur Durchführung  des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,  dass er eine unterhalb des Ofenherdes angeord  nete, aus einem Bodenkanal und diesen Bo  denkanal mit dem Herd verbindenden geraden  Kanälen bestehende Schmelzrinne aufweist,  und dass die     Querschnittsfläche    des Boden  kanals mindestens dreimal so gross als die  jenige eines Verbindungskanals ist.

   In dem  Bodenkanal sind dabei die elektromagnetischen  Kräfte so gering, dass Schlackenteile, die von  der in dem Kanal herrschenden Metallbewe  gung mitgerissen werden, nicht haften blei  ben; daher kann ein Absetzen von Schlacken  in dem Bodenkanal nicht stattfinden; die  selben werden mit dem     Metallschmelzstrom    in  die Verbindungskanäle geführt, an deren  Wände sie durch die in demselben wirksamen  höheren elektromagnetischen Kräfte     gepresst     und zur Ablagerung gebracht. werden. Die  Entfernung der Schlackenablagerungen kann  ohne 'Unterbrechung des Betriebes vorgenom  men werden, weil die Verbindungskanäle ohne  Entleerung des Ofens zugänglich sind und ge  reinigt werden können.  



  Im folgenden werden Beispiele des Ver  fahrens und des Ofens erläutert.  



  Die     Fig.    1 bis 8, 14, 15 und 16 zeigen  senkrechte Schnitte durch solche Öfen, wobei       Fig.    2 einen Schnitt gemäss 2-2 der     Fig.    1,       Fig.4    einen Schnitt gemäss 4-4 der     Fig.    3 und         Fig.    15 einen Schnitt gemäss 2-2 der       Fig.    16 darstellt;       Fig.    17 ist eine Tabelle gleicher Betriebs  daten von erfindungsgemässen und nicht der  Erfindung entsprechenden Induktionsöfen;

         Fig.    18 zeigt eine Zusammenstellung von  Kurven, welche die Beziehungen zwischen  den elektromagnetischen Druckkräften und  den     Querschnittsänderungen    im sekundären  Leiter veranschaulichen.  



  Wie aus     Fig.    1 und 2 ersichtlich ist,  besitzt der Ofen einen Herd 2, welcher den       Hauptteil    der geschmolzenen Beschickung  enthält, eine Schmelzrinne mit Bodenkanal  7 und einen Transformator.  



  Die Teile des Ofens sind in ein Gehäuse  1 eingeschlossen, welches ein Futter 3 aus  feuerbeständigem Material besitzt. Die Trans  formatorwicklung besteht aus zwei isolierten       Kupferdrahtspulen,welche    an eine einphasige       Wechselstromquelle    angeschlossen sind, die  jedoch in den Figuren nicht gezeigt ist.  



  Die Spulen sind rechteckig und mit 8, der  Eisenkern mit 10 bezeichnet. Diese Primär  wicklung ist von der Schmelzrinne, welche  die     Sekundärwicklung    bildet, mittels einer       Asbestzementhülse    11 isoliert und befindet  sich in einem Gehäuse 12, in welches mit  tels des Gebläses 13 ein Kühlluftstrom ge  blasen wird.  



  Die Schmelzrinne besteht aus einem ver  tikalen Mittelkanal 5, zwei seitlichen verti  kalen Kanälen 4 und dem Bodenkanal 7, in  welch letzteren die vertikalen Kanäle 4, 5  einmünden.  



  Es sind Stopfen 17 für den Bodenkanal  vorgesehen; diese Stopfen werden aber nur  von Zeit zu Zeit zur Reinigung des Boden  kanals benützt. Im gewöhnlichen     Betrieb     werden die Kanäle nur von oben gereinigt.  



  Jeder dieser Kanäle hat einen in seiner  gesamten Länge im wesentlichen gleichen  Querschnitt, und alle drei vertikalen Kanäle  münden in den Herd und in den Bodenkanal  unter Vermeidung von Enderweiterungen. Die  Schlacken werden, wie beschrieben, in den  senkrechten Kanälen angesammelt, von wo sie  leicht entfernt werden können.      Beim Ofen gemäss     Fig.    3 und 4 sind       riunenförmige        Ausnehmungen    15 und 16 im  Bodenteil des Herdes 2 und in dem Oberteil  des Bodenkanals 7 angeordnet. Diese Aus  nehmungen verbinden die obern und untern  Enden der drei Kanäle 4 und 5.  



  Die beiden Spulen des Ofens sind an eine  einphasige Stromquelle angeschlossen und       können        hintereinander    oder parallel     geschaltet          werden.     



  Die Stromdichte in den vertikalen Ka  nälen ist ungefähr dreimal so hoch als die  Stromdichte in dem Bodenkanal.  



  Der Ofen gemäss     Fig.    5 hat einen Herd 2       und    eine Schmelzrinne, die aus einem Boden  kanal 5 und zwei Seitenkanälen 6 besteht.  Der Ofen ist. von einem Gehäuse 1 umgeben,  welches mit     -einem    feuerfesten Futter 3 ver  sehen ist. Der Transformator besteht aus  einem Eisenkern 4 und einer Spule 9, welche       mittels    einer Asbesthülse 8 isoliert ist.  



  Der     Querschnitt    der senkrechten Kanäle  ist hier leicht nach oben hin verjüngt; infolge  dessen werden maximale Druckkräfte in den       obern    Endteilen 7 erzeugt, wo die     grösste          Schlackenabsetzung        stattfindet    und wo die  Schlacken an den Innenwandungen der  Schmelzkanäle zum Anhaften gebracht  werden.  



  Diese     obern    Kanalzonen sind leicht zu  gänglich: die Schlacken können aus denselben  in gewissen Zeitabständen entfernt werden.  



  In dem Bodenkanal 5, welcher einen  wesentlich grösseren Querschnitt hat als die  Seitenkanäle und in welchem entsprechend       geringere    elektromagnetische Druckkräfte  herrschen, findet selbst nach langer Betriebs  flauer des Ofens keine Absetzung oder An  häufung von Schlacken statt. Die Schlacken  werden daher von dem     11#Ietallstrom,    der in be  kannter Weise durch die Schmelzrinne des  Ofens zirkuliert, erfasst und gelangen in die  Seitenkanäle 6, wo sie infolge der wesentlich  erhöhten elektromagnetischen Drucke zum  Anhaften an die Wände gebracht werden.  



  Der Ofen, welcher in     Fig.    6 dargestellt  ist, ist von dem in     F'ig.    5 gezeigten insofern       verschieden,    als hier drei vertikale Kanäle,    nämlich zwei Seitenkanäle 6 und ein Mittel  kanal 11 vorgesehen sind, die einen runden       Querschnitt    haben.  



  In der     Ausführungsform    des Ofens nach       Fig.    7 sind feuerfeste Stauplatten 14 ober  halb des obern Endes der vertikalen Kanäle  6 angeordnet. Die Zonen von     höchstem    elek  tromagnetischem Druck befinden sich daher  unterhalb dieser Stauplatten 14. Die Stau  platten 14 sind lose im Bodenteil des Herdes  angeordnet und können zum Zwecke der Rei  nigung .der Kanäle entfernt werden.  



  Zur     Reinigung    der Kanäle     können    Stahl  iohre verwendet werden. Beim Einführen der  Rohre in die Kanäle werden die Schlacken  aus den Kanälen herausgeschnitten, haften an  den innern Wandungen der eingeführten  Rohre an und     können    auf diese Weise leicht  entfernt werden.  



  Der in     Fig.    8 im     senkrechten    Schnitt ge  zeigte Ofen unterscheidet sich von dem in       Fig.    6 gezeigten Ofen insofern, als in den  obern Enden der     vertikalen        Kanäle    6 Ein  sätze 15 vorgesehen sind, welche einen innern  Kanal 16 besitzen.  



  Die beschriebenen     Üfen    eignen sich beson  ders für das Schmelzen von Kupfer, Leicht  metallen und Leichtmetallegierungen, z. B.  Aluminiumbronze,     Aluminium-Siliziumlegie-          rungen    usw.  



  In einem Ofen, wie er in den     Fig.    1, 2,  3, 4, 7 oder 8 dargestellt ist, haben z. B. die  beiden senkrechten Seitenkanäle einen kreis  förmigen Querschnitt mit einem Durchmesser  von 5 cm; sie erhalten jeder einen Strom von  17 500     Amp.;    der Wert     i'.   <I>D</I> ist dann gleich  etwa 4. 10'. Dadurch werden die Schlacken  teile an die Wand der senkrechten Seiten  kanäle gepresst, von wo sie in einfacher Weise  und ohne Unterbrechung des Schmelzbetriebes       entfernbar    sind.  



  Der mittlere senkrechte Kanal hat einen  rechteckigen Querschnitt von 5. 10 cm und  erhält einen Strom von 35 000     Amp:;    der  Wert     j'.   <I>D</I> ist hier<B>3,1.</B> 10'; die Schlacken  absonderung ist in diesem Kanal nicht ganz  so stark wie in .den beiden Seitenkanälen. Der  horizontale Bodenkanal hat einen Querschnitt      von 7,5 . 10 cm und erhält einen Strom von  17 500     Amp.;    der Wert     j'   <I>.

   D</I> ist gleich       0.55.10e.    Hier ist die elektromagnetische  Kraftwirkung so gering, dass eine     Schlacken-          nblagerunb    an den Wänden selbst nach einem  kontinuierlichen Betrieb von sechs und mehr  Monaten nicht     stattfindet.     



  Die Querschnitte der Kanäle können zu  einander im Verhältnis von 3 : 2 : 1 stehen.  Der in     Fig.    14 gezeigte Ofen besitzt einen  Herd 2 und eine unterhalb desselben ange  ordnete Schmelzrinne, welche aus dem Bo  denkanal 5 und den     beiden    senkrechten Ka  nälen 6 besteht, die den Bodenkanal mit dem  Herd verbinden. Der Ofen ist auch hier in  ein Gehäuse 1 eingeschlossen, welches mit  einem feuerfesten Futter 3 versehen ist. Der  Transformator besitzt eine Kupferspirale 9 und  einen Eisenkern 4; er     ist    mittels einer Asbest  hülse 8 isoliert. Das Verhältnis des Quer  schnittes des Bodenkanals 5 zum Querschnitt  jedes der Verbindungskanäle 6 entspricht hier  ungefähr 3 : 1.  



  Der Ofen, der in den     Fig.    15 und 16 dar  gestellt ist, hat zwei Schmelzrinnen, welche  im Winkel zueinander und zu dem Schmelz  herd angeordnet sind. Auch hier ist der Ofen  in ein Gehäuse 1 eingeschlossen, welches mit  einem feuerfesten Futter 3 versehen ist.  



  Die Schmelzrinnen bestehen aus einem  Bodenkanal 5 und den Seitenkanälen 6,  welche den Bodenkanal mit dem Herd 2 ver  binden.  



  Jede Schmelzrinne ist mit einem Trans  formator, bestehend aus einer Kupferspirale 9  und einem Eisenkern 4, versehen; die Spirale  ist     mittels    einer     Asbestzementhülse    8 isoliert.  



  Zum Vergleich sind die Betriebsdaten für  eine Anzahl von Induktionsöfen mit unterhalb  des Herdes angeordneter Schmelzrinne in der  in     Fig.    17 dargestellten Tabelle zusammen  gefasst worden. Die Öfen sind in der Tabelle  mit den Buchstaben     A-G    bezeichnet; die  Öfen     A-D    repräsentieren den     bekannten     Typ dieser Induktionsöfen, und die Öfen     E.     F, G repräsentieren Öfen, die gemäss der Er  findung ausgebildet sind.    Der Ofen A ist. z. B. ein Messingschmelz  ofen, in welchem versuchsweise Aluminium  geschmolzen wurde.  



  Die Öfen besitzen mit Ausnahme des  Ofens F     eine    einzige Schmelzrinne, während  der Ofen F zwei Schmelzrinnen hat.  



  In den Öfen     A-D    ist die     Querschnitts-          fläche    des horizontalen Bodenkanals gleich  der der senkrechten Verbindungskanäle, wäh  rend in den Öfen     E-C    der     Querschnitt    des  Bodenkanals beträchtlich grösser ist als der       Querschnitt    .der Verbindungskanäle.  



  In allen Fällen der hier behandelten Öfen  ist der Sekundärstrom gleich dem Primär  strom multipliziert mit der     Windungszahl.     



  In der ersten Spalte der Tabelle     (Fig.    17)  sind die Ofenbezeichnungen     A-G    verzeich  net, in der zweiten Spalte die     Windungszahl          1T,    in der dritten Spalte die Primärstrom  stärke, in der     vierten    Spalte die Sekundär  stromstärke, in der fünften Spalte die Quer  schnittsflächen Q der     Sekundärschmelzrinne,     wobei für die Öfen     E-G    die verschiedenen       Querschnitte    der Verbindungskanäle und des  Bodenkanals angegeben sind;

   in der sechsten  Spalte     ist    die Stromdichte     j    und in der sie  benten Spalte der Wert für     j"   <I>. D</I> angegeben.  Auf dem Kurvenschaubild, welches in der       Fig.    18 dargestellt ist, sind die Werte für  die     Querschnitte    auf der     Abszissenachse    und  die Werte für das Produkt     j2   <I>. D</I> auf der       Ordinatenachse    eingetragen, und     @    zwar ent  sprechend Stromstärken von 10000,<B>15000,</B>  20 000, 25 000     und.    30 000     Amp.     



  Wenn z. B. ein Kanal der Sekundär  schmelzrinne einen     Querschnitt    von 40 cm'  hat, ein Strom von<B>30000</B>     Amp.    durch     diesen     Kanal fliesst, dann zeigt die Kurve ein Pro  dukt von     j-   <I>. D</I> = 4. 10s an.<I>D</I> bezeichnet  immer den Durchmesser des der Querschnitts  fläche flächengleichen Kreises.  



  Die Arbeitsgebiete der einzelnen Öfen sind  durch kleine Kreise veranschaulicht, die in  das Schaubild der     Fig.18    eingetragen und  mit den Ofenbezeichnungen der Tabelle,  Spalte 1, in     Fig.    17 versehen sind. Die ver  schiedenen Querschnitte des Bodenkanals und  der Verbindungskanäle der Öfen     E,    F     und    G      sind durch die zusätzlichen Zahlen 2 und 1  kenntlich gemacht.  



  Während in den Ofen     -A-D    eine im  wesentlichen gleichförmige Schlackenablage  rung auf der Gesamtlänge der     Sekundär-          schmelzrinne        stattfindet    und infolgedessen  eine     Reinigung    der Schmelzrinne nach jeder  neuen Beschickung erforderlich ist, können  die Ofen     E-G    dadurch im kontinuierlichen       Betrieb    erhalten werden, dass die Schlacken  ohne Entleerung des Schmelzbades aus den  Verbindungskanälen entfernt werden und  die Absetzung von Schlacken in dem Boden  kanal völlig verhindert ist.  



  Das     Kurvenbild    der     Fig.    18 zeigt in sehr  anschaulicher Weise wie die elektromagneti  schen Druckkräfte die Schlackenabsetzung im  Verhältnis zum     Querschnitt    der Schmelz  kanäle bewirken oder verhindern.  



  Sämtliche in der     Fig.    18 eingetragenen  Kurven zeigen von rechts nach     links    betrach  tet einen langsam ansteigenden Verlauf, bis ein       gewisser    Punkt erreicht ist; von da ab erfolgt  ein     scharfer        Anstieg    der     Kurve,    das heisst,  wenn die     Querschnittsfläche    der Schmelzrinne       allmählich        verringert    wird, dann steigen die  elektromagnetischen Druckkräfte zunächst       allmählich    an und nehmen aber dann in  rapider Weise zu.  



  Wenn in der Schmelzrinne des Induktions  ofens ein Verhältnis eingehalten wird zwi  schen Stromdichte und dem Querschnitt des  Kanals,     wobei    sich das     j2   <I>. D</I> oberhalb der  Linie 0-P befinden, dann wird     eine        Ab-          lagerung    von Schlackenteilen aus dem  schmelzflüssigen Leiter innerhalb kürzester  Frist     stattfinden.    Dieses Gebiet oberhalb der  Linie 0-P     kennzeichnet    daher     Verhältnisse,     die in den bekannten Ofen eine häufige Unter  brechung des Ofenbetriebes und die Entlee  rung des Ofens zwecks Reinigung der Schmelz  rinne verursachen.  



  Die     Linie        M-N    zeigt die untere Grenze  dieses kritischen Betriebszustandes an. Diese  ist bestimmt durch Aufrechterhaltung     eines     Verhältnisses zwischen Stromdichte und dem  Querschnitt des geschmolzenen     Leiters,    wel  ches zur Bildung von     elektromagnetischen       Druckkräften führt, .die durch die Gleichung       j=    . D = 0,6 .     10e    definiert wird. Wenn diese  elektromagnetischen Druckkräfte in der  Schmelzrinne erzeugt werden, dann wird die  Absetzung von Schlacken für praktisch end  lose Zeitperioden ausgeschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Schmelzen von Me tallen in einem Induktionsofen mit unterhalb des Ofenherdes angeordneter Schmelzrinne. welche aus einem Bodenkanal und diesen Boden kanal mit .dem Herd verbindenden geraden Verbindungskanälen besteht, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stromstärke und die Dimen- s_onen der Kanäle so gewählt werden, dass das Produkt vom Quadrat der in Amperen pro Quadratzentimeter gemessenen Stromdichte und dem in Zentimetern gemessenen Durch messer des dem Kanalquerschnitt flächen gleichen Kreises im Bodenkanal höchstens 1,3.10 beträgt, damit die elektromagneti schen Druckkräfte hier zu gering bleiben,
    um ein Absetzen von Schlackenteilen zu be wirken, während in den Verbindungskanälen dieses Produkt grösser als 1,3.10' gehalten wird, damit hier die Schlackenteile durch die elektrischen Kräfte an die Wandungen ge drängt werden und sich hier absetzen, und dass die Schlackenteile von den Verbindungs kanälen entfernt werden, ohne den Ofen zu entleeren und den Betrieb zu unterbrechen.
    II. Induktionsofen zur Durchführung de.3 Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er eine unterhalb des Ofenherdes angeordnete, aus einem Boden kanal und diesen Bodenkanal mit dem Herd verbindenden, geraden Kanälen bestehende Schmelzrinne aufweist und dass die Quer schnittsfläche des Bodenkanals mindestens dreimal so gross als diejenige eines Verbin dungskanals ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Produkt aus dem Quadrat der Stromdichte und dem Durchmesser des dem Kanalquerschnitt flächengleichen Kreises im Bodenkanal einen Wert zwischen 0,5 und 0,7 . 10E aufweist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da. durch gekennzeichnet, dass die in den Ver bindungskanälen abgesetzten Schlackenteile aus denselben mittels Rohren entfernt werden. 3.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzrinne aus einem Bodenkanal, einem zentralen und zwei seitlichen Verbindungskanälen gebildet ist, dass die Querschnitte der Kanäle auf ihrer ge samten Länge annähernd gleich sind und dass der Querschnitt des zentralen Verbindungs kanals grösser ist als der eines seitlichen Ver bindungskanals. 4. Ofen nach Patentanspruch II und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Querschnitte des Boden kanals zum zentralen Kanal und zu einem der Seitenkanäle mindestens annähernd gleich 2 : 1 ist. 5.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Boden des Ofen herdes eine Ausnehmung vorgesehen ist, in welche die Verbindungskanäle einmünden. 6. Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenkanal mit einer obern Erweiterung versehen ist, in welche die Verbindungskanäle einmünden. 7. Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungskanäle an ihren obern Enden unter Vermeidung von Erweiterungen in den Herd einmünden.
CH258438D 1943-12-31 1946-04-15 Verfahren zum Schmelzen von Metallen in einem Induktionsofen und Ofen zur Durchführung des Verfahrens. CH258438A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0077750A1 (de) * 1981-10-20 1983-04-27 Asea Ab Rinnenofen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0077750A1 (de) * 1981-10-20 1983-04-27 Asea Ab Rinnenofen

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