CH258579A - Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure unter Bildung von Kochsalz durch die Umsetzung von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat mit Salzsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure unter Bildung von Kochsalz durch die Umsetzung von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat mit Salzsäure.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure unter Bildung von Kochsalz durch die Umsetzung von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat mit Salzsäure. In mannigfachen Verfahren der chemi schen Industrie werden in grosser Menge wäs serige Lösungen, enthaltend Natriumsulfat oder Natriumbisulfat, als Nebenprodukte er halten, deren rationelle Aufarbeitung und Auswertung wirtschaftliche Bedeutung zu kommt. Dies ist beispielsweise der Fall bei den in der Viskoseindustrie anfallenden ver brauchten Spinn- und Giessbädern.
Aus solchen Lösungen kann durch Ein dampfen und Kristallisation z. B. festes Na triumsulfat in Gestalt von Glaubersalz (De- kahydrat) oder Bisulfat in Form von Mono hydrat gewonnen werden. Zufolge der be schränkten Aufnahmefähigkeiten des Marktes ist es oft schwierig, diese Produkte zu ver werten, und es gibt Industrien, bei denen grosse Mengen von Natriumsulfat keine Ver wendung finden können.
Es ist allgemein bekannt, dass durch Ein leiten von Chlorwasserstoff oder -den Zusatz von konzentrierter Salzsäure zu Lösungen von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat eine Umsetzung zu Schwefelsäure und Kochsalz stattfindet. Sobald das Re aktionsgut sich mit Salzsäure angerei chert hat, beginnt das, Kochalz zufolge der hohen Chlorionen-Konzentration auszu fallen. Das Kochsalz kann abfiltriert und eine wässerige rohe Schwefelsäure gewonnen werden. Um die gelöste Salzsäure vollstän dig aus der rohen Schwefelsäure abtreiben zu können, besteht die Notwendigkeit, diese auf einen Gehalt von 70-78% einzudamp fen.
Diese nachträgliche Konzentration be einträchtigt in hohem Ausmasse die Wirt- schafthohkeit der Umsetzung von Natrium sulfat oder Natriumbisulsat mit Salzsäure im Zustande einer wässerigen Lösung.
Eingehende Versuche haben gezeigt, dass die Reaktion: Na2S04 + 2 H Cl = H2SO4 + 2 Na Cl nicht nur in wässerigen Lösungen erfolgt, sondern auch bei Verwendung von festem Natriumsulfat, z. B. in Form von Glauber salz. oder festem Natriumbisulfat in Form von Monohydrat durch Behandlung mit Chlorwasserstoff durohführbar ist, und hier bei fast theoretische Ausbeuten erreicht wer den.
Hierdurch wurde eine teshnisch auswert bare neue Arbeitsweise entdeckt, welche die Grundlage eines neuen Verfahrens bildet zur Verwertung von festem Natriumsulfat oder Natriumbisulfat.
D@a,s erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Schwefeilsäure unter Bil dung von Kochsalz durch die Behandlung von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat mit Salzsäure ist dadurch gekennzeichnet, dass festes Natriumsulfat oder Natriumbäaulfat mit gawsförmiger Salzsäure behandelt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ver wendet beispielsweise aus Ablaugen durch Eindampfen und Kristallisation gewonnene feste Salze in Gestalt von Glaubersalz oder von Natriumbisulfat - Monohydrat. Dilese Ausgangsmaterialien haben den Vorzug, rei ner zu sein als die Lösungen, aus denen sie gewonnen wurden, und dies wirkt sich vor teilhaft auf die Beschaffenheit der Schwe felsäure und des als Nebenprodukt erhal tenen Kochsalzes aus.
Durch die Behandlung vom festem Na triumsulfat oder Natriumbisulfat mit Chlor wasserstoff wird eine höher konzentrierte Schwefelsäure erhalten als bei der Umset zung von Lösungen von Natriumsulfat oder Natriumbsulfat mit wässeriger Salzsäure. Zur nachträglichen Konzentration der erhal tenen Schwefelsäure auf 75% muss daher viel weniger Wasser verdampft werden als bei den bereits bekannten Verfahren.
Es besteht beim erfindungsgemässen Ver fahren ferner die Möglichkeit, als Ausgangs material zu verwenden durch teilweise Ent wässerung von Natriumsulfat-Dek ahydrat erhaltene Produkte, oder Mischungen solcher Produkte mit Glaubersalz, oder Mischungen von festem wasserhaltigem Natriumsulfat und festem wasserhaltigem Natriumbisulfat. Beispiel: Ein oder mehrere säurefest ausgekleidete Behälter, anusgerüstet mit einem Kühlmantel und einem Rührwerk, dienen zur Durchfüh rung der Reaktion. Das feste Natriumsul fat oder Natriumbisulfat wird in die, Kes sel eingefüllt und unter ständigem Umrühren gasförmige Salzsäure eingeleitet. Beim Sul fat tritt zunächst eine starke Abkühlung des Reaktionsgutes ein.
Bei etwa 8 C beginnt die Masse zu schmelzen ohne Abscheidung von festem wasserfreiem Sulfat. Die wei tere Zufuhr von H Gl führt zu einer starken Erwärmung der Mischung, und allmählich fällt das gebildete Kochsalz aus. Unter wei terem ständigem Umrühren und Zuleiten von HCl wird Wasser durch den Kühlman tel geleitet und das Reaktionsgut auf diese Weise gekühlt biss zur vollständigen Ausfäl lung des Kochsalzes. Die rohe wässerige Schwefelsäure wird durch Zentrifugieren oder Abnutschen vom Kochsalz getrennt. Das Kochsalz wird mit wässeriger Salzsäure aus- g e waschen. Die rohe Schwefelsäure wird auf einen Gehalt von 75% eingedampft und die gelöste Salzsäure abgetrieben. Der grösste Teil der Salzsäure wird als Gas zurückge wonnen und wird in den Kreislauf zurück geführt.
Es besteht die Möglichkeit, beim erfin dungsgemässen Verfahren dem als Ausgangs materialdienenden festen Natriumsulfat oder Natriumbisulfat so viel Wasser zuzugeben, dass noch ungelöstes Salz übrig bleibt. Fer ner kann dem Ausgangsmaterial die in einem früheren Arbeitsgang erhaltene rohe Schwe felsäure in einem solchen Ausmasse zuge setzt werden, dass nicht alles Salz in Lö sung geht.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann vorteilhaft einer Chlornatrium-Elektrolyse dergestalt angegliedert werden, dass aus dem als Nebenprodukt gewonnenen Kochsalz einer seits Natronlauge, und anderseits Chlor und Wasserstoff gewonnen wird, aus dem Chlor synthetische Salzsäure hergestellt wird und dieses H Cl wieder zur Umsetzung mit den Sulfaten verwendet wird. Dadurch wird ein geschlossener Kreislauf in der Fabrikation erreicht, der lauf end Natriumsulfat aufnimmt und Natronlauge und Schwefelsäure abgibt, wobei lediglich die geringen Verluste an H Cl zu ersetzen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Schwefel säure unter Bildung von Kochsalz durch die Behandlung von Natriumdsulfat oder Natriumbisulfat mit Salzsäure, dadurch ge kennzeichnet, dass festes Nat.i-iumsulfat oder N atriumbisulfat mit gasförmiger Salzsäure behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem Natriums@ulfat-Dekahydrat als Aus- gangsmaterial verwendet wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem ein durch teilweise Entwäes.erung von Natriu,msulfat-Dekahydrat gewonnenes Produkt als Ausgangismaterial verwendet wird.Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem ein Gemisch von Natriumsulfat- Dekahydrat und einem durch mindestens teilweise Entwässerung von Natriumsulfat- Dekahydrat gewonnenes Produkt als Aus gangsmaterial dient. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem als Ausgangsmaterial ein durch Zusatz von Wasser zu wasserfreiem Na triumsulfat gewonnenes Produkt verwendet wird, wobei der Zusatz von Wasser in sol cher Menge erfolgt, dass nicht alles Salz in Lösung geht. 5.Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem als Ausgangsmaterial ein Produkt verwendet wird, das durch Zusatz von in einem vorhergehenden Arbeitsgang gewon nener wvässeriger, roher Schwefelsäure zu wasserfreiem Natriumsulfat in solcher Menge, dass nicht alles Salz in Lösung geht, erhal ten wurde. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem als Ausgangsmaterial festes Na- triumbisulfat verwendet wird. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem als Ausgangsmaterial ein Gemisch von festem wasserhaltigem Natriumsulfat und festem wasserhaltigem Natriumbisulfat verwendet wird. B.Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem ein Produkt verwendet wird, das durch Zusatz von in einem vorhergehenden Arbeitsgang erhaltener wässeriger, roher Schwefelsäure zu wasserhaltigem Natrium sulfat in solcher Menge, dass nicht alles Salz in Lösung geht, erhalten wurde. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem ein du@roh Zusatz von Wasser zu festem Na-triumbisulfat in solcher Menge, dass nicht alles Salz in Lösung geht, ge wonnenes Produkt verwendet wird. 10.Verfahren gemäss Patentanspruch, .da: durch gekennzeichnet, dass das als Neben produkt gewonnene Kochsalz der Elektrolyse zugeführt wird und die aus dem erhaltenen Chlor und Wasserstoff hergestellte gasför mige Salzsäure wieder zur Behandlung von Natriumsulfat oder Natriumbisulfat verwen det wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch, in welchem als Ausgangsmaterial ein aus einer Ablauge gewonnenes festes Natriumsulfat oder Natriumbisulfat verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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