CH259878A - Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallkörpern.

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CH259878A
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Aluminium-Industrie-Aktien-Ges
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Aluminium Ind Ag
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C32/00Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ
    • C22C32/001Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides
    • C22C32/0015Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides with only single oxides as main non-metallic constituents
    • C22C32/0036Matrix based on Al, Mg, Be or alloys thereof

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallkörpern.    Nach einem früher angemeldeten Verfah  ren zur Herstellung von Leichtmetallkörpern  mit einem spezifischen Gewicht von höch  stens 5, vorzugsweise von höchstens 3, einer  Zugfestigkeit von mindestens 30     kg/mm\    und  einer     Brinellhärte    von mindestens 80 kg/mm'  auch im geglühten Zustand wird Leicht  metallpulver von einer solchen Feinheit, dass       hei        mindestens    50 Gewichtsprozent der Pul  verteilchen wenigstens eine Dimension weni  ger als     2,u    beträgt, zusammengepresst und       gesintert.    Das Verfahren lässt sich auf ver  schiedene Weise durchführen, z.

   B.:         a)    1.     Kaltvorpressen,     2. Sintern,  3.     Warmnachpremen.     b) 1.     Kaltvorpressen,     2.     Warmnachpressen    und Sintern.  c) Warmpressen und Sintern.  



  Die überraschende Tatsache, dass     Reinalu-          miniumpulver        Metallkörper    hoher Zugfestig  keit und Härte liefern kann, ist wahrschein  lich auf den gleichzeitigen Einfluss der ge  ringen Teilchengrösse und es das Pulver be  deckenden     Oxydfilms    zurückzuführen. Das  im wesentlichen fettfreie Aluminiumpulver,  welches im Handel erhältlich ist und be  kanntlich     Blättchenform    hat, ist meistens  ohne     weiteres    Zutun schon genügend oxydiert  und auch genügend fein, um für die Aus  führung des     Verfahrens    brauchbar zu sein.

    Eine Erhöhung des     Oxydgehaltes    des Alu-         miniumpulvers        bewirkt    eine Erhöhung der  Härte der hergestellten Gegenstände, wo  gegen Streckgrenze, Zugfestigkeit und Deh  nung abnehmen. Versuche haben gezeigt, dass  praktisch     oxydfreies    Aluminiumpulver oder  solches, das nur einige Prozent Oxyd enthält,  für die Ausführung des Verfahrens unbrauch  bar ist, da man dann nicht Leichtmetallkör  per mit der angegebenen     Zugfestigkeit    und       Brinellhärte    erhält. Selbstverständlich steigen  Zugfestigkeit und Härte mit der Erhöhung  des     Oxy        dgehaltes    nicht sprunghaft an.

   Der  beanspruchte Schutz erstreckt sich aber auf  alle nach dem Verfahren hergestellten Leicht  metallkörper, sobald die Zugfestigkeit min  destens 30     kg/mm'    und die     Brinellhärte    min  destens 80     kg/mm'    auch im geglühten Zu  stand bei einem spezifischen Gewicht von 5  und darunter betragen. Da auch die Teilchen  grösse eine Rolle spielt, kann der hierfür not  wendige Mindestgehalt an Oxyd nicht ange  geben werden. Für die Feststellung der  Brauchbarkeit ist der Versuch massgebend.  



  Im Schweizer Patent Nr. 250118 ist an  gegeben, dass die günstigste Temperatur für  das Sintern 550-600  C beträgt. Ein Sintern  ist dort auf jeden Fall vorgeschrieben. Ein  gehende Versuche haben nun zum über  raschenden Ergebnis geführt, dass man durch       Kaltpressen    und nachfolgendes     Warmverfor-          men    von oberflächlich oxydiertem Leicht  metallpulver von einer solchen Feinheit, dass  bei mindestens 50 Gewichtsprozent der Pul  verteilchen wenigstens eine     Dimension    weni-           ger    als 2     ,u    beträgt, vorzugsweise bei Tempe  raturen von über 350 , die 500  nicht zu über  schreiten brauchen,

       Leichtmetallkörper    mit  einer     Zugfestigkeit    von über 25, vorzugsweise  von mindestens 30     kg/mm'    wenigstens in einer  Richtung, und mit einer     Brinellhärte    von min  destens 75     kg/mm'    auch im     geglühten    Zu  stand erhält, ohne dass ein Sintern und ein  besonderes Warmpressen notwendig sind.  



  Das Warmpressen zur     Verdichtung    des       Leichtmetallkörpers,    wie es im Schweizer  Patent     Nr.250118    angegeben ist, darf mit  dem     Warmverformen    nicht verwechselt wer  den.     Ein        Warmpressen    liegt vor, wenn die       Pulverteilchen    einfach ohne eigentlichen  Fliessvorgang     gegeneinandergepresst    werden.

    was     üblicherweise    in einem hohlen Zylinder  erfolgt, während beim     Warmverformen          (Strangpressen,    Warmpressen     im        Gesenk    und  dergleichen) ein Fliessen, das heisst ein Auf  einandergleiten der Pulverteilchen stattfindet.       Unter        Warmverformen    ist also ein Warm  pressen zu verstehen, das mit einem Kneten  verbunden     ist.    Für den     Verformungsgrad    bei       diesem        Kneten    kann kein     Mindestwert    ange  geben werden; auch hier ist .der Versuch  massgebend.

   Es hat sich gezeigt, dass ein     Ver-          formungsgrad    von über     50/'o    erwünscht ist.  Beim     Strangpressen    z. B. wird man dafür  sorgen, dass die     Querschni-hsverminderung     <B>50%,</B> vorzugsweise<B>70%</B> übersteigt.  



  Dadurch, dass man ohne Zwischenarbeits  gänge vom     Kaltvorpressen        zum        Warmverfor-          men    übergehen kann,     spart    man Zeit und       kommt        mit    weniger Energie aus,     insbesondere     weil man bei weniger hohen Temperaturen  arbeiten kann, um gleichwertige Ergebnisse  zu erzielen.  



  Theoretisch könnte man ohne     Kaltvor-          pressen    auskommen, doch würde das Weg  lassen dieses Arbeitsvorganges mit techni  schen     Schwierigkeiten    verbunden sein, die  einen     allfälligen        Zeitgewinn    in     wirtschaft-          licher        Hinsicht    illusorisch machen würden.

           Beispiel          Fettfreies        Reinaluminiumpulver    des Han  dels, dessen     blättchenförmige    Teilchen eine    Dicke unter     1,u    hatten, wurde in einen Hohl  zylinder von 100 mm Innendurchmesser unter  einem Druck von 5     t/em@    zu einem Bolzen  von 200 mm Höhe kalt gepresst. Hierauf  wurde der erhaltene Bolzen auf 500  erwärmt  und in     einer        Strangpresse    durch eine     Matrize     von 50 mm Durchmesser     gepresst.    Der Rezi  pient war ebenfalls auf ungefähr     500 'C    er  wärmt.

      Die erhaltene 50 mm dicke Stange zeigte  folgende     Eigenschaften:     
EMI0002.0062     
  
    Streckgrenze <SEP> 25-28 <SEP> kg/mm=
<tb>  Zugfestigkeit <SEP> 30-33 <SEP> kg/mm'
<tb>  Dehnung <SEP> (d <SEP> 10) <SEP> 6-8
<tb>  Brinellhärte <SEP> 80-95 <SEP> kg/mm=       Es ist noch zu erwähnen, dass die erfin  dungsgemässen Leichtmetallkörper, wenn sie  aus     Reinaluminiumpulver    hergestellt sind,  eine     verhältnismässig    hohe elektrische und  thermische Leitfähigkeit im Vergleich zu  Aluminiumlegierungen mit ähnlichen     Festig-          keiten    bei     Raumtemperaturen    besitzen.

    Ausserdem liegt der     'W'ärme-Ausdehnungs-          koeffizient    an der     untern    Grenze der für  Aluminium, - Kolben - Legierungen geltenden  Werte.  



  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass  die Leichtmetallkörper gemäss .der     Erfindung     raumbeständig sind, das heisst, dass sie keine  bleibende Volumenvergrösserung durch Er  wärmung erleiden.  



  Die     Warmdauerstandfestigkeit    dieser Kör  per ist unvergleichlich besser als diejenige der       bekannten        Aluminiumlegierungen.    Die Deh  nungsgeschwindigkeit beträgt z. B. bei 250  C  zwischen der 25. und der 35.     Belastungs-          stunde        0,62X10-3%/h    unter     einer        Belastung     von 9     kg/mm';

      unter denselben Bedingungen  erhält man bei einer vergüteten     Al-Cu-Mg-          Legierung    eine     Dehngeschwindigkeit    von       295X10-3%/h,    also rund das Fünfhundert  fache.  



  Wenn die     Körper    nur aus     Reinaluminium-          pulver    hergestellt     sind,    weisen sie im Salz  sprühbad dieselbe Korrosionsfestigkeit wie       Reinaluminium    auf.      Durch Zusatz von bestimmten Fremd  metallpulvern zu Aluminiumpulver oder durch  Verwendung von pulverisierten Aluminium  legierungen kann man nach dem erfindungs  gemässen Verfahren Leichtmetallkörper er  halten, die sich durch Wärmebehandlung  (Glühen, Abschrecken und gegebenenfalls       Warmauslagern)    aushärten (vergüten) lassen,  wobei für die Streckgrenze, die Zugfestigkeit.  und die     Brinellhärte    Werte erzielt werden.

    welche die der aus     Reinaluminiumpulver    her  aestellten Körper übersteigen.  



  Die gleichzeitige Verwendung von Pul  vern verschiedener Zusammensetzung ermög  licht die Herstellung von Körpern mit un  gleichmässig verteilten Eigenschaften, was  beispielsweise     bei    Kolben für     Brennkraft-          maschinen    oft erwünscht ist, da der Kolben  boden andern     Beansprucbungen    unterworfen  wird als der Kolbenmantel.  



  Eine Erhöhung des     Oxydgehaltes    des  Leichtmetallpulvers über das Optimum bewirkt  eine Erhöhung der Härte, wogegen Streck  grenze und Zugfestigkeit abnehmen. Man hat  es in der Hand, durch Verwendung von       Leichtmetallpulvern    verschiedenen     Oxydge-          haltes        Presskörper    herzustellen, die z. B. eine  härtere Oberfläche und einen zugfesteren  Kern besitzen. Man kann auch z. B. Pulver  mit einheitlichem     Oxydgehalt    verwenden und  den     vorgepressten    Körper durch geeignete  Behandlung im     Oberflächenbereich    an Oxyd  anreichern.  



  Das Leichtmetallpulver kann trocken be  nützt werden. Es kann aber auch vorteilhaft  sein, es mit einem flüssigen Stoff, z. B. mit  Wasser, anzurühren und in teigiger Form  der Presse zuzuführen. Es ist meistens nicht  notwendig, die Verarbeitung in einer beson  deren Atmosphäre durchzuführen, doch kann  die Anwendung einer solchen unter Umstän  den zweckmässig sein, z. B. wenn man dem  Oberflächenbereich des Körpers abgeänderte  Eigenschaften erteilen will. Um eine     weiter-          ;ehende    Oxydation zu verhindern; kann es       2:weckmässig    sein, den Körper unter einer  Schutzatmosphäre, z. B. von Wasserstoff  oder Stickstoff, herzustellen, insbesondere    warm zu verformen.

   Es ist     selbstverständlich     möglich, die Herstellung des Leichtmetall  körpers ganz oder teilweise bei Unterdruck  oder Überdruck durchzuführen.  



  Die nach dem Verfahren gemäss der Er  findung hergestellten Metallkörper     eignen     sich z. B. vorzüglich für solche Zwecke, bei  welchen hohe     Festigkeiten    verlangt werden  und hohe Temperaturen herrschen, z. B. für  Kolben von     Brennkraftmaschinen,    Kolben  ringe,     Leitschaufeln    von Dampf- und Gas  turbinen, Teile von     Düsenantriebsaggregatsn.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Leicht rnetallkörpern mit einem spezifischen Ge wicht von höchstens 5, einer Zugfestigkeit von über 25 kg/mm' wenigstens in einer Rich tung und einer Brinellhärte von mindestens 75 kg/mm' auch im geglühten Zustand, da durch gekennzeichnet, dass man oberflächlich oxydiertes Leichtmetallpulver von einer sol chen Feinheit kalt zusammenpresst und dann warm verformt, dass bei mindestens 50 Ge wichtsprozent der Pulverteilchen wenigstens eine Dimension weniger als 2,u beträgt. 1I. Gemäss dem Verfahren nach Patent anspruch I hergestellter Leichtmetallkörper. UNTERANSPRtrCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Aluminium pulver verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Pulver aus einer Aluminiumlegierung verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Aluminium pulver verwendet, dem weitere Stoffe zuge setzt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Aluminiumpulver verwendet, dem Legierungselemente zugesetzt sind. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man verschiedene Teile des Leichtmetallkörpers mit Leicht- metallpulver von verschiedenem Oxydgehalt herstellt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man für den Oberflächenbereich des Leichtmetallkörpers ein Leichtmetallpulver mit höherem Oxydgehalt verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den kalt vor gepressten Körper in. seinem Oberflächenbe reich an Oxyd anreichert. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Warmverfor mung durch Strangpressen erfolgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsverminderung beim Strangpressen 50 % übersteigt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Querschnittsverminderung beim Strangpressen <B>70%</B> übersteigt. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Warmverfor mung durch Warmpressen im Gesenk erfolgt. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Warmverfor mung bei Temperaturen zwischen 350 und 500 C erfolgt. 13.
    Leichtmetallkörper nach Patentan- spruGh II, dadurch gekennzeichnet, dass er aus oberflächlich oxydierten Aluminiumlegie- rungsteilchen besteht. 14. Leichtmetallkörper nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er aus oberflächlich oxydierten Aluminiumteil chen und einem andern pulverförmigen Stoff besteht.
CH259878D 1947-05-08 1947-05-08 Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallkörpern. CH259878A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19648261A1 (de) * 1996-11-21 1998-05-28 Seilstorfer Gmbh & Co Metallur Hochwarmfester Aluminiumwerkstoff, insbesondere für den Kolbenbau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19648261A1 (de) * 1996-11-21 1998-05-28 Seilstorfer Gmbh & Co Metallur Hochwarmfester Aluminiumwerkstoff, insbesondere für den Kolbenbau

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