CH260489A - Schaltung zur regelbaren Verstärkung elektrischer Schwingungen. - Google Patents
Schaltung zur regelbaren Verstärkung elektrischer Schwingungen.Info
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Description
Schaltung zur regelbaren Verstärkung elektrischer Schwingungen. Im Hauptpatent ist eine Schaltung zur regelbaren Verstärkung elektrischer Schwin gungen mittels zweier parallel geschalteter, gittergesteuerter Entladungsbahnen mit Kenn linien beschrieben, deren Steilheiten sich als Funktion der Steuergitterspannung verschie denartig ändern.
Diese Schaltung weist das Kennzeichen auf, dass die Charakteristik der einen Bahn eine in bezug auf die zweite Bahn grosse mittlere Steilheit, dagegen einen klei nen Aussteuerbereich aufweist, und dass Mit tel vorgesehen sind, die zwangläufig bewirken, dass die Verstärkung unterhalb eines vorge gebenen Amplitudenwertes der zu verstärken den Schwingungen wenigstens nahezu aus schliesslich durch die erstgenannte Bahn und oberhalb dieses Amplitudenwertes wenigstens nahezu ausschliesslich durch die zweite Bahn erfolgt, wobei die Signalspannung auf ein in der Nähe der Kathode angeordnetes Steuer gitter wirkt und die erwähnten Mittel durch weiter von der Kathode entfernte Gitter ge bildet werden, auf die von der Signalspan nung abhängige Spannungen wirken.
Die selbsttätige Umschaltung von der einen Entladungsbahn auf die andere kann zweck mässig dadurch erzielt werden, dass die Git tersteuerung durch eine von der Amplitude der zu verstärkenden Schwingungen abhän gige Regelspannung erfolgt, die bei verhält nismässig hohen Werten der zu verstärkenden Schwingungen die erste Entladungsstrecke sperrt und zugleich das Potential einer in der zweiten Entladungsbahn (d. h. der Bahn mit der verhältnismässig kleinen mittleren Steil heit und dem verhältnismässig grossen Aus steuerbereich liegenden Hilfselektrode in sol cher Weise beeinflusst, dass diese Bahn bei ver hältnismässig kleinen Werten der zu verstär kenden Schwingungen gesperrt wird.
Bei einer näher beschriebenen Ausfüh rungsform der Schaltung wird die erwähnte Hilfselektrode über einen Widerstand mit den miteinander verbundenen Anoden der beiden Entladungsstrecken verbunden, und im ge meinsamen Anodenkreis dieser Strecken liegt ein vorzugsweise hoher Widerstand solchen Wertes, dass bei kleinen Amplituden der zu verstärkenden Schwingungen die Entladungs strecke in der sich die Hilfselektrode befindet, gesperrt wird.
Die Erfindung bezweckt, eine Verbesse rung dieser Schaltung zu schaffen, durch welche die höchsterzielbare Verstärkung er höht wird. Der Erfindung liegt die Erkennt nis zugrunde, dass der zwischen der Hilfs elektrode und den Anoden vorhandene Wider stand die Anodenimpedanz und damit die Verstärkung verringert.
Gemäss der Erfindung wird die Hilfselek trode mit einer in der Entladungsstrecke mit der verhältnismässig grossen mittleren Steil heit angebrachten zusätzlichen Elektrode ver- Bunden, welche sich nur über einen verhältnis mässig kleinen Teil des Querschnittes dieser Entladungsbahn erstreckt, wobei der Hilfs elektrode über einen Widerstand eine positive Spannung erteilt wird, und die zusätzliche Elektrode und der erwähnte Widerstand der art bemessen sind, dass bei verhältnismässig kleinen Amplituden der zu verstärkenden Schwingungen die Entladungsstrecke,
in der sich die Hilfselektrode befindet, mindestens nahezu gesperrt wird.
Vorzugsweise wird die Hilfselektrode un mittelbar mit der vorstehend erwähnten Elek trode verbuhden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert, in welcher als Ausführungsbeispiel eine Schal tung zur Verstärkung von Niederfrequenz- schwingungen dargestellt ist.
Die Schaltung weist zwei Entladungs strecken (A und B) auf, die beide im gleichen Röhrenkolben 1 untergebracht sind. Diese Röhre enthält ein Steuergitter 2, ein aus zwei Teilen 3 und 3' bestehendes Schirmgitter, ein Fanggitter 4, eine Anode 5 und eine Ka thode 6, die mit dem Fanggitter 4 verbunden ist. Die vorstehend erwähnte Hilfselektrode wird vom Teil 3' des Schirmgitters gebildet. Die Entladungsbahn A, in der sich diese Hilfselektrode befindet, wird von dem Teil des Steuergitters gesteuert, der mit ungleich mässigem Wicklungssehritt ausgebildet ist.
Der in der andern Entladungsbahn liegende Steuergitterteil ist mit einer konstanten Stei- gung gewickelt. Die beiden Steuergitterteile sind elektrisch miteinander verbunden. Das Fanggitter 4, die Anode 5 und die Kathode 6 dienen gleichzeitig für die beiden Entladungs bahnen.
Der Schirmgitterteil 3 ist über einen aus zwei Widerständen 7 und 8 bestehenden Span- nungsteiler mit der positiven Klemme einer (nicht dargestellten) Gleichspannungsquelle und über einen Kondensator 9 mit der Ka thode 6 verbunden.
In der Entladungsbahn B, das heisst der Entladungsbahn mit der verhältnismässig gro- ssen mittleren Steilheit und dem verhältnis mässig kleinen Aussteuerbereich ist eine Elek trode 14 angebracht. Diese Elektrode, die vorzugsweise stabförmig ausgebildet wird, deckt- nur einen verhältnismässig kleinen Teil des Querschnitts der Entladungsbahn B ab und ist unmittelbar mit der Hilfselektrode 3' verbunden. Das Potential dieser Elektrode hat infolge ihrer kleinen Abmessungen wenig oder keinen Einfluss auf den in der Entla dungsbahn B fliessenden Strom.
Die Hilfselek trode 3' ist über einen hohen Widerstand 10 mit der positiven Klemme einer nicht darge stellten Gleichspannungsquelle verbunden. Die Elektrode 14 und der Widerstand 10 sind derart bemessen, dass bei verhältnismässig kleinen Amplituden der zu verstärkenden Schwingungen die Entladungsbahn A völlig oder nahezu völlig gesperrt wird. Die Hilfs elektrode 3' ist über einen Kondensator 11 mit der Kathode 6 verbunden. Im Anodenkreis liegt ein verhältnismässig hoher Widerstand 12. Der Wert des Widerstandes 10 ist ge wöhnlich höher als der des Widerstandes 12.
Die zu verstärkenden Niederfrequenz schwingungen werden gemeinsam mit einer von der Amplitude dieser Schwingungen ab hängigen Regelspannung dem Steuergitter 2 zugeführt. Die verstärkten Schwingungen können über einen Kondensator 13 vom Wi derstand 12 abgenommen werden.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist die gleiche wie die beim Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes beschriebene, das heisst man er hält eine grosse, maximale, rauschfreie Ver stärkung (bei niedrigem Anodenstrom), wenn die Amplitude der zu verstärkenden Schwin gungen verhältnismässig klein ist, und eine sehr gut regelbare Verstärkung, wenn diese Amplitude verhältnismässig gross ist. Die hohe maximale Verstärkung wird durch die Ent ladungsstrecke B erzielt, in welcher der Schirmgitterteil 3 liegt, während die regel bare Verstärkung beim Arbeiten der Ent ladungsbahn A erhalten wird, in der sich die Hilfselektrode 3' befindet.
Die selbsttätige Umschaltung der einen Entladungsstrecke auf die andere geht fol gendermassen vor sich Bei einer grossen Amplitude der zu ver stärkenden Schwingungen, also bei einem grossen negativen Wert der Regelspannung, wird die rechte Entladungsbahn von der dem Steuergitter 2 zugeführten Regelspannung ge sperrt, während die linke Entladungsbahn wirksam bleibt. Bei einer kleinen Amplitude der zu verstärkenden Schwingungen, also bei einem kleinen negativen Wert der Regelspan nung, bleibt die rechte Entladungsstrecke wirksam, während die linke Entladungsstrecke mindestens nahezu gesperrt wird.
Diese Sper rung findet wie folgt statt: Bei einer Abnahme des negativen Wertes der Regelspannung nimmt der Strom der rechten Entladungsbahn zu; diesem Strom wird ein kleiner Teil von der Elektrode 14 entzogen. Dieser Teil fliesst über den Wider stand 10 zur Kathode und ruft infolgedessen an. diesem Widerstand einen Spannungsabfall hervor. Die Elektrode 1.1 und der Widerstand 10 sind derart. bemessen, dass dieser Span nungsabfall so gross ist, dass die Spannung der Hilfselektrode bis unter den Mindestwert herabsinkt, der zum Aufrechterhalten des Entladungsstromes erforderlich ist, so dass die linke Entladungsbahn völlig oder praktisch völlig gesperrt wird. In diesem Falle trägt also die Entladungsbahn A nicht mehr oder praktisch nicht mehr zur Verstärkung bei.
Die vorliegende Schaltung bietet gegen über der im Hauptpatent beschriebenen Aus führungsform der Schaltung den Vorteil, dass die Anodenimpedanz einen hohen Wert haben kann, da der Widerstand 10 nicht mehr parallel zu ihr liegt.
Die Elektrode 14 kann auch durch einen Teil der Hilfselektrode 3' gebildet werden, und zwar durch eine Verlängerung derselben, die sich bis in den Bereich der Entladungs bahn B erstreckt. Bei einer praktischen Aus führungsform können die Hilfselektrode 3' und das Schirmgitter 3 z. B. koaxial gewickelt sein, wobei die Hilfselektrode 3' einen Teil des Schirmgitters 3 überlappt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltung zur regelbaren Verstärkung elek trischer Schwingungen nach dem Patentan spruch des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hilfselektrode mit einer in der Entladungsstrecke mit der verhältnis mässig grossen mittleren Steilheit angebrachten zusätzlichen Elektrode verbunden ist, welche sich nur über einen verhältnismässig kleinen Teil des Querschnittes dieser Entladungsbahn erstreckt, dass der Hilfselektrode über einen Widerstand eine positive Spannung erteilt wird, und dass die zusätzliche Elektrode und der erwähnte Widerstand derart bemessen sind, dass bei verhältnismässig kleinen Ampli tuden der zu verstärkenden Schwingungen die Entladungsstrecke, in der die Hilfselektrode liegt, mindestens nahezu gesperrt wird.UN TERAN Sl'Rü CHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Elek trode unmittelbar mit der Hilfselektrode ver bunden ist. 2. Schaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Elektrode stabförmig ausgebildet ist. 3. Schaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet., dass die zusätzliche Elektrode durch eine Verlängerung der Hilfs elektrode gebildet ist. 4.Schaltung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass eine Regelpen- tode verwendet wird, die mit einem aus zwei elektrisch voneinander isolierten Teilen beste henden Schirmgitter versehen ist, von dem der Teil, der sich gegenüber dem Steuergitterteil mit der kleinen mittleren Steilheit befindet, die Hilfselektrode bildet, und wobei dieser Teil sich bis ins Gebiet der Entladungsbahn mit der grossen mittleren Steilheit erstreckt. 5.Schaltung nach Patentanspruch, bei der die Entladungsbahnen in einer ein zigen Röhre angeordnet sind und die Kathode, die Anode und auch das Fang gitter gemeinsam haben, dadurch gekenn zeichnet, dass die eine Entladungsbahn (A.) von einem Steuergitter gesteuert wird, das derartig gewickelt ist, dass wenigstens eine der Grössen, Wicklungsschritt und Abstand zur Kathode, längs der Kathode veränderlich ist. A. Schaltung nach Ünteranspruch ä, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Elektrode zwischen Fanggitter und Anode angebracht und stabförmig ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL110301A NL64008C (de) | 1943-03-15 | 1943-03-15 | |
| BE260489X | 1945-06-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH260489A true CH260489A (de) | 1949-03-15 |
Family
ID=34712035
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH249756D CH249756A (de) | 1943-03-15 | 1944-05-23 | Schaltung zur regelbaren Verstärkung von elektrischen Schwingungen. |
| CH260489D CH260489A (de) | 1943-03-15 | 1946-06-25 | Schaltung zur regelbaren Verstärkung elektrischer Schwingungen. |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH249756D CH249756A (de) | 1943-03-15 | 1944-05-23 | Schaltung zur regelbaren Verstärkung von elektrischen Schwingungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (2) | CH249756A (de) |
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1944
- 1944-05-23 CH CH249756D patent/CH249756A/de unknown
-
1946
- 1946-06-25 CH CH260489D patent/CH260489A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH249756A (de) | 1947-07-15 |
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