CH260729A - Einstellvorrichtung für die Belastung einer Röntgenröhre. - Google Patents
Einstellvorrichtung für die Belastung einer Röntgenröhre.Info
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Description
Einstellvorrichtung für die Belastung einer Röntgenröhre. Zur Herstellung einer Röntgenaufnahme muss die Stärke des Anodenstromes der Rönt genröhre vorauseingestellt. werden. Dies wird durch die Regelung des Kathodenheizstromes bewirkt. Ausserdem sind Röntgengeräte mei stens mit Vorrichtungen zur Einstellung des Anodenstromes der Röntgenröhre und der Belastungsdauer versehen. Die Vorrichtung zur Regelung der Belastungsdauer wird als Zeitschalter bezeichnet. Das die Zeit feststel lende Element kann aus einer Uhr, einem Svnehronmotor oder einem Stromkreis be stehen, in den ein Kondensator und ein Wi- derstand eingefügt sind. Zur Ermöglichung der optimalen Schwär zung des photographischen Films muss man den richtigen Wert des Produktes aus Stromstärke (Miniampere) und Belastungs zeit (Sekunden), also der Ladung wählen. Ihre Grösse hängt von der Beschaffenheit des zu photographierenden Objektes ab. Bei vielen Röntgengeräten muss der Be nutzer die Faktoren Zeit und Stromstärke derart einstellen, dass ihr Produkt gleich der erwünschten Milliampere-Sekundenzahl ist. Bei diesem etwas schwierigen Verfahren kön nen leicht Rechenfehler gemacht werden. Der Zweck der Erfindung ist der Aufbau einer einfachen und billigen Messvorrichtung, mittels deren die Grösse der den eingestellten Werten der Stromstärke und der Zeit. ent sprechenden Ladung unmittelbar ablesbar ist. Gemäss der Erfindung sind zwei Hilfs- spannungsregler vorhanden. Das bewegliche Organ eines dieser Regler ist mit demjenigen der Stromstärkeneinstellvorriehtung gekup pelt, d. h. dass dieser Hilfsspannungsregler durch das Organ zur Einstellung der Strom stärke bedient wird. Die von diesem Regler gelieferte Spannung hat eine Komponente, die proportional zum Logarithmus der einge stellten Stromstärke ist. Das bewegliche Organ des zweiten Reglers ist mit dem Zeitschalter gekuppelt. Dieser Hilfsspannungsregler wird somit durch das Organ zur Einstellung der Belastungsdauer bedient. Die von diesem zwei ten Regler gelieferte Spannung enthält eben falls eine Komponente, die im gleichen Ver hältnis proportional zum Logarithmus der eingestellten Belastungsdauer ist wie die erste Komponente zur Stromstärke. Die Summe dieser Spannungen wirkt auf ein Mess- gerät. Da diese summierte Spannung eine Komponente hat, die proportional zur Summe der zwei Logarithmen ist, ist die Summe pro portional zum Logarithmus des Produktes aus der eingestellten Stromstärke und der ein gestellten Belastungsdauer, welches Produkt ein Mass der Ladung ist. Die Skala des Messgerätes umfasst zweck mässig nicht alle Werte, die durch Verviel fachung einer beliebig einzustellenden Strom stärke mit einer beliebig einzustellenden Be lastungsdauer entstehen können. Viele dieser Werte fallen ausserhalb des für die Präzis in Frage kommenden Gebietes. Es ist z. B. er sichtlich, dass der kleinste Wert der einzu- stellenden Stromstärke, multipliziert mit dem kleinsten Wert der einzustellenden Bela stungszeiten, ein Milliampere-Sekundenpro- dukt ergibt, das zur Ermöglichung einer ange messenen Filmschwärzung zu klein ist. Umge kehrt würde eine bei der grössten der einzustel lenden Stromstärken während der längsten der einzustellenden Belasttmgszeiten entstehende Ladung die Röntgenröhre überlasten und eine Überbelichtung des Films herbeiführen. Wenn also die Skala des Messgerätes alle möglichen Werte umfasste, würde ein grosser Teil dieser Skala nicht verwendet werden, und der für die Praxis in Frage kommende Messbereich wäre auf einen kleinen Teil in der Mitte der Skala zusammengedrängt. Eine besser ver wendbare Skaleneinteilung entsteht z. B., wenn das Messgerät so eingerichtet wird, dass sein Ausschlag erst bei einer Spannung an fängt, die der kleinsten Ladung entspricht, mit der noch Aufnahmen hergestellt werden können. Auch ist es erwünscht, dass das Mess gerät seinen grössten Ausschlag bei der grössten Ladung hat, die für praktische Zwecke in Frage kommt. In der beiliegenden Zeichnung ist das Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der er findungsgemässen Vorrichtung dargestellt. An die Primärwicklung 2 eines Transfor mators 1 wird stabilisierte Wechselspannung belegt. Diese kann einem Stabilisator entnom men werden, der zugleich den Heizstrom für die Röntgenröhre liefert, wie dies häufig in Röntgenapparaten vorgefunden wird. An den Enden der Sekundärwicklung sind Reihen von Anzapfungen 3 und 4 angebracht. Mit der Reihe 3 wirkt ein Schaltarm 5 zusammen, der mit dem Organ 7 gekuppelt ist, mit dem der Heizstrom der Röntgenröhre eingestellt wird. Mit der Reihe 4 wirkt ein Schaltarm 6 zusammen, der mit dem Organ 8 des Zeit schalters gekuppelt ist, mittels dessen die Belastungsdauer eingestellt wird. Die Drehpunkte der Schaltarme 5 und 6 sind über einen Strombegrenzer 10, deren Bedeutung später erklärt wird, mit den Klem- men eines Voltmeters 9 verbunden, so dass auf diesen Meter die Gesamtspannung wirkt, die von der Sekundärwicklung des Transfor mators 1 abgezweigt wird. Die Anzapfimgen 3 und 4 sind derart an geordnet, dass die von einem jeden der Hilfs- spannungsregler gelieferten Spannungen eine Komponente enthalten, die in gleichem Ver hältnis proportional zum Logarithmus der in Milliampere ausgedrückten Stromstärke bzw. der in Sekunden ausgedrückten Belastungs zeit ist, wie diese Grössen mittels der Organe 7 und 8 eingestellt werden. Die im Stromkreis des Voltmeters 9 wirksame Summe dieser Spannungen ist also massgebend für den Logarithmus des Produktes aus Milliampere und Sekunden. Der Voltmeter 9 zeigt also die durch die Stellung der Organe 7 und 8 bedingte Ladung an. Der Meter kann un mittelbar in Milliampere-Sekunden geeicht sein. Zwischen den Anzapfungen 3 und 4 hat die Sekundärwicklung des Transformators 1 einen Teil 11, der keine den Reihen 3 und 4 angehörigen Anzapfungen aufweist und der den Voltmeterkreis mit einer gleichbleibenden Spannung versorgt. Infolgedessen entsteht eine besser brauchbare Einteilung der Skala des Meters. Dieser Teil ist so gewählt, dass die Anzeige des Voltmeters bei dem kleinsten praktisch verwendbaren Milliampere-Sekun- denprodukt anfängt. Zwischen der Spannungs quelle und dem eigentlichen Messgerät ist ein Strombegrenzer 10 angebracht, der den Strom des Messgerätes auf denjenigen beschränkt, welcher der grössten für praktische Zwecke in Frage kommenden Ladung entspricht. Die Schaltung kann auch zur Vermeidung einer Belastung der Röntgenröhre ausserhalb des Gebietes der verwendbaren Ladungen ver wendet werden. Zu diesem Zweck können Verriegelvorrichtungen an den verschiedenen Einstellorganen angebracht werden, die vom Stromkreis der Messvorrichtung her gesteuert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einstellvorrichtung für die Belastung einer Röntgenröhre, welche Vorrichtung mit Organen zur Einstellung der Grössen Strom stärke und Belastungsdauer versehen ist, da durch gekennzeichnet, dass zwei Hilfsspan- nungsregler vorhanden sind, von denen einer durch das Organ zur Einstellung der Strom stärke und der andere durch das Organ zur Einstellung der Belastungsdauer bedient wird, und die Spannungen liefern, die je eine Kom ponente haben, die für beide in gleichem Ver hältnis proportional zum Logarithmus der vom zugehörigen Organ eingestellten Grösse ist und welche Spannungen summiert und einem Messgerät zugeführt werden, dessen Ausschlag für den Logarithmus der Ladung massgebend ist,die den eingestellten Grössen entspricht. UNTERANSPRtrCHE 1. Einstellvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die zu den Logarithmen der eingestellten Grössen proportionalen Spannungskomponen ten, sondern auch eine gleichbleibende Span nungskomponente auf das Messgerät wirkt. 2.Einstellvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs- Spannungsregler auf eine gemeinsame Trans formatorwicklung wirken, die mit einer Reihe von Anzapfungen für den einen und einer Reihe von Anzapfungen für den andern Hilfs- spannungsregler versehen ist, wobei die Trans formatorwicklung zwischen diesen zwei Rei hen von Anzapfungen einen nicht ange zapften Teil aufweist. 3. Einstellvorrichtung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine solche Aus bildung, dass der Ausschlag des Messgerätes erst bei einer Spannung anfängt, die der klein sten für praktische Zwecke in Frage kommen den Ladung entspricht. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in den Stromkreis der Messvorrichtung ein Strombegrenzer ein gefügt ist, der den Strom des Messgerätes auf den Wert beschränkt, welcher der grössten für praktische Zwecke in Frage kommenden Ladung entspricht, wobei das Messgerät bei diesem Wert seinen grössten Ausschlag auf weist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| GB1355343A GB569484A (en) | 1943-08-19 | 1943-08-19 | Improvements in and relating to x-ray control apparatus |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH260729A true CH260729A (de) | 1949-03-31 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH260729D CH260729A (de) | 1943-08-19 | 1947-10-03 | Einstellvorrichtung für die Belastung einer Röntgenröhre. |
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1947
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Also Published As
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