CH261135A - Verfahren zur Herstellung von Phosphatüberzügen auf Eisen und Stahl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphatüberzügen auf Eisen und Stahl.

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CH261135A
CH261135A CH261135DA CH261135A CH 261135 A CH261135 A CH 261135A CH 261135D A CH261135D A CH 261135DA CH 261135 A CH261135 A CH 261135A
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CH
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phosphate
iron
zinc
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C Romig Gerald
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American Chem Paint Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/05Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
    • C23C22/06Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6
    • C23C22/07Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6 containing phosphates
    • C23C22/08Orthophosphates
    • C23C22/10Orthophosphates containing oxidants

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Phosphatüberzügen    auf Eisen und Stahl.    Gegenstand     vorliegenderErfindung    ist ein  Verfahren zur Herstellung voll Phosphat  überzügen auf     Bisen    und     Stahl.        Solehe    Über  züge     können    verwendet werden als Unterlage  für     organisehe        Sellutzanstriehe,    um deren  Lebensdauer zu verlängern, eine verbesserte  Haftfestigkeit zu     erreiehen    und die Rost  bildung unter dem     Anstriehe    zu verhindern.  



  Die     Erfindung        bezweekt,    sehr feinkörnige       Phosphatüberzüg;e    sehr     raseh    und     fortlaufend     in grosser     GIeiellmässigkeit    über lange Zeit  räume hin bei     täglieh        24stündiger    Arbeits  zeit in sehr     wirtsehaftlieher    Weise     erzeugen,     hierbei die Notwendigkeit heisser Arbeits  lösungen     vermeiden,

      die     Sehlailunbil.dung    ver  ringern und die     Besehaffenheit    der     Phosphat-          überzü#U-e    in     vorteilhafter    Weise modifizieren  zu können.  



  Die in     Phospbatierlösungen    verwendeten  Metallphosphate. wie beispielsweise die Phos  phate voll Zink,     lfangan,        Kadmium,        Caleium.     usw., zeigen eine Neigung zur     Hydrolvse.     Dieser Vorgang kann beispielsweise     folgen-          dermassen    dargestellt werden:

    
EMI0001.0034     
  
EMI0001.0035     
  
    Primareseliliri(lares
<tb>  Zinkphosphat <SEP> Zinkphosphat     
EMI0001.0036     
         Sekundäres    Tertiäres       Zinkphosphat        Zinkphosphat       Wird die konzentrierte     Lösung    des primären  Zinkphosphates mit Wasser verdünnt und/  oder     erwärmt,    so tritt     l        ydrolpse    ein, wobei se  kundäres oder tertiäres, also     basisehere    Zink  phosphate ausgefällt werden, die, im Gegensatz  zum primären Phosphat, in W     asser    fast     un-          l.öslieh    sind,

   unter     gleiellzeitiger    Bildung von  freier     II"PO,.    Ein Zusatz von Phosphorsäure  bringt die     zunäelist        gefällten,    stärker Basi  sehen Phosphate (das heisst das     sekundäre     und tertiäre Phosphat)     allmählieh    wieder in  Lösung. Es besteht ein     Gleiell-ewichtsverhält-          ilis,    das abhängig ist von der     llellge    Zink  und Phosphorsäure, das heisst der     Aeidität     der     Lösung,        Lind    von der Temperatur.

   Die  Erfahrung\     zei < ,t,         < lass    dieses     Gleiehgewieht          nieht    sofort     erreieht    wird, sondern sieh erst       naeh    einiger Zeit einstellt.

   Befindet sieh die       Lösun-,    vor der     Erreiehung    des     Gleie@ge-          wielites    in     einem        Zustande    der     Übersättigung"     so enthält die     Lösung;

      mehr Zinkphosphat als  später     naeh        Erreiehung    des     Gleiehgewiehts-          zustandes.    Wird eine im     CIeieh,#@ew        ielits-          zustand        befindliehe        Lösung    erhitzt oder wird       deren        Aeidität    verringert (das heisst der     pil-          Wert    erhöht), so wird das     Gleiehgewieht        ge-          s        stÖrt;

          aber        trotzdem        ist        eine        beträ.ehtlielle     Zeit     erforderlieh,        inanehmal    Stunden, bis das       Gleiehgewieht    sieh unter     Ausseheidung    der  stärker     Basisehen    Phosphate einstellt.  



  Die zur     Erreiehung    des     CTleieha,ewiehtsziz-          standes    erforderliche Zeit - mit andern      Worten die Dauer der     Übersättigung    - ist  abhängig von der Konzentration der Zn"-,       PO,"'-    und     Hi--Ionen,    der Temperatur     und     ferner in gewissem Ausmasse von der Gegen  wart gewisser anderer Ionen oder von festen  Substanzen, welche als     Kristallisationskerne     wirken.  



  Der     p11-Wert    liefert einen praktischen  Massstab für die Bestimmung des übersätti  gungsgrades der Lösung, da eine übersättigte  Lösung einen höheren     p11-Wert    aufweist als  die bei gleicher Temperatur in einem Gleich  gewichtszustand sich befindende Lösung, be  vor sie in den Zustand der Übersättigung  verbracht     wurde.    Hierbei stehen zwei Wege  offen.

   Entweder wird von einer sich im       Gleichgewichtszustand    befindlichen Lösung  ausgegangen, diese durch Zusatz von Alkali  oder durch Erhitzen aus dem Gleichgewichts  zustand gebracht und die erhaltene über  sättigte     Lösung    mit der     ursprünglichen    Lö  sung verglichen, oder man lässt die übersättigte  Lösung ins Gleichgewicht kommen und ver  gleicht die im Gleichgewicht befindliche Lö  sung mit der ursprünglichen,

   übersättigten       Lösung.    Diese letztere Methode wird aus  praktischen Gründen bevorzugt     uuid    dient in  allen     Gebrauchsanweisungen    für die erfin  dungsgemäss verwendeten Lösungen zur Be  stimmung des     Übersättigungsgrades.     



  Eine<B>100%</B> übersättigte Lösung kann als  eine solche definiert werden, welche doppelt  soviel sekundäres Metallphosphat enthält,  als die gleiche Lösung nach Erreichung des  Gleichgewichtszustandes enthalten     wird.    Die  ses überschüssige Metallphosphat wird aus  gefällt, bis der Gleichgewichtszustand er  reicht ist.  



  Es wird allgemein angenommen, dass die  Bildung eines     Phosphatüberzuges    erst dann  einsetzt, wenn die     Phosphatierlösung,    z. B.  eine saure     Zinkphosphatlösung,    in unmittel  barer Nähe der Oberfläche des zu behandeln  den Werkstückes in ausreichendem Ausmasse  übersättigt ist, um eine Ausfällung des Zink  phosphates auf der Metallfläche zu verur  sachen. Diese Übersättigung erfolgt durch    die Auflösung des     Werkstüekmetalles    durch  die Säure, wodurch die     Acidität    abnimmt  (das heisst der     pH--#Vert    ansteigt), bis sie un  zureichend wird, um das Zinkphosphat in  Lösung zu halten.

   Gleichzeitig bildet sich  Eisenphosphat, und deshalb enthält der ge  bildete Überzug sowohl Zinkphosphat als  auch Eisenphosphat.  



  Die üblichen     Phosphatlösungen    sind ver  hältnismässig stark sauer, um stabil zu sein und  das Metallphosphat, z. B. Zinkphosphat, in.  Lösung zu halten. Solche Lösungen arbeiten  um so langsamer, je grösser der Säuregehalt  ist und je weiter sie entfernt sind vom Sätti  gungspunkt, der erreicht werden muss, um  die Phosphate zur     Ausfällung    zu bringen. Es  ist bereits vom gleichen Erfinder vorgeschla  gen worden, an sekundärem Zinkphosphat  gesättigte oder etwas übersättigte Lösungen  zu verwenden. Diese haben aber den Nach  teil, sehr viel Schlamm zu bilden, ganz be  sonders, wenn sie bei den üblichen hohen  Temperaturen von 70 bis     100     C gebraucht  werden.

   Der Schlamm wird     vorzugsweise        auf     den Heizschlangen abgelagert, bleibt aber  auch zum Teil in der Lösung suspendiert.  Hierdurch sind häufige Unterbrechungen       zum    Reinigen des Behälters, der Heizschlan  gen, Düsen, Pumpen usw. notwendig. Aus  solchen Gründen traten bisher stets Schwie  rigkeiten ein, die als unvermeidlich galten,  wenn nahezu gesättigte oder gar übersättigte       Lösungen    verwendet     wurden.     



  Aus dem Gesagten könnte man schliessen,  dass stark übersättigte Lösungen eine be  trächtlich beschleunigte     überzugsbildung    er  lauben sollten. Die Erfahrung zeigt jedoch,  dass dies nicht der Fall ist. Wird überhaupt,  ein Überzug gebildet, so ist dieser lose und  nicht festhaftend. Aus diesem Grunde konnte  bisher nicht mit stark übersättigten Lösun  gen gearbeitet werden.  



  Es wurde aber gefunden, dass eine über  sättigte kalte Lösung mit einem so hohen       pH-@Vert,    dass sie an sieh keinen Phosphat  überzug zu bilden vermag, durch einen ge  ringen Zusatz eines geeigneten Oxydations-      mittels in hohem Grade leistungsfähig ge  macht werden kann.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur       Ilerstellung    von     Phosphatüberzügen        auf          h7isen    und Stahl. durch Behandlung mit der  Lösung eines primären     Metallphosphates,    des  sen     Metall    in den Überzug geht, und eines       Oxydationsmittels    ist dadurch gekennzeich  net,     dass    die     lIetallphosphatlösung    während.

    der Behandlung hinsichtlich des Gehalts an  sekundärem     3Ietallphosphat    übersättigt ge  halten wird und bei einer 50" C nicht über  steigenden Temperatur zur     Anwendung    ge  langt.  



  Es ist selbstverständlich. vorteilhaft, die       Arbeitsstiieke,    z. B. Motorhauben, Kotflügel,  Autokarosserien,     Kühlschränke,    Radiokästen       usw.,    vor der     Phosphatierung    in der üblichen  Weise zu reinigen, um haftfeste, gute Über  züge zu erhalten.  



  Die     Phosphatlösung    kann wie nachfol  gend     beschrieben    hergestellt werden, wobei       vorztigs #eise    Zinkphosphat verwendet wird;  jedoch können auch andere, bei     den.    gegebe  nen     Arbeitsbeclin,#ungen    nicht     oxydierbare          1Vletallliliospliate    benutzt werden, z. B. Phos  phate von Mangan, Kadmium,     Caleium    usw.  



  Hiebei ist     ztt    berücksichtigen, dass den  Lösungen meist nur sehr geringe Mengen an       Oxydationsmittel    zugesetzt werden, die gerade  ausreichen,     uni    das vorn     Werkstück    an die  Lösung abgegebene Eisen zu oxydieren. Bei  solchen kleinen     Zusätzen    wird eine Oxydation  von in den     erfindtingsg-emäss    verwendeten  sauren     Lösungen    eventuell vorhandenem.

         Mangatiophosphat    kaum erfolgen.     lm    übri  gen werden     1langanosalze    weder durch Luft  noch durch     Ferrisalze    zu     Manganisalzen    oder       Matiganaten    oxydiert. Unter den gegebenen       Reaktionsbedingungen    ist also auch     iNfangano-          phosphat    ein nicht,     o_wdierbares    Metall  phosphat.  
EMI0003.0042     
  
     Diese konzentrierte Lösung wird     zuin    Ge  brauch mit 50     Volumteilen    Wasser verdünnt.

      Die verdünnte Lösung hat. bei 25  C einen     pH-          Wert    von etwa 2,5.  



  Uni eine Übersättigung dieser verdünnten  Lösung in bezug auf sekundäres Zinkphos  phat     zti    erreichen, wird die     Aeidität    auf ge  eignete Art vermindert, das heisst der     pH-          Wert    erhöht, beispielsweise durch den Zusatz  von Natronlauge, und zwar in solch hohem  Ausmasse, dass die     erhaltene    übersättigte Lö  sung nicht mehr fähig ist, bei Zimmertempe  ratur, das heisst bei 20 bis 30  C, einen     Phos-          phatüberzu-    zu bilden.

   Hierzu ist eine     Über-          sättiuung    der Lösung an sekundärem Zink  phosphat von 20     %    oder mehr notwendig, je  nach der Temperatur. Eine     zweckmässig    über  sättigte Lösung wird beispielsweise bei 15" C  einen     pH-Wert    von etwa 3,8 aufweisen, bei  50  C einen     pH-Wert    von nur etwa 3,0. Tem  peraturen über 50 C sind zu vermeiden;  vorzugsweise soll die Arbeitstemperatur zwi  schen 20 und     40     C sein.     Zweckmässigerweise     wird der Lösung keine -Wärme zugeführt.

    Ein etwaiger Anstieg der Zimmertemperatur  kann erfolgen durch die Behandlung von  Werkstücken, welche eine erhöhte Tempera  tur aufweisen zufolge ihrer Vorbereitung,  z. B. Spülen mit heissem Wasser nach dem  Reinigen. Es muss aber Sorge getragen wer  den, dass auf solche     Weise    die Temperatur  der Behandlungslösung nicht über<B>50'C</B> an  steigt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann  sowohl als      Badverfahren ,    wobei die zu be  handelnden     Werkstheke    in die Lösung einge  taucht werden, als auch besonders als so  genanntes      Spritzverfahren ,    wobei die Lö  sung auf die Werkstücke durch Düsen auf  gespritzt und im Kreislauf     verwendet    wird,       ausgeführt    werden. Dieses     Spritzverfahren     kann bei kontinuierlichem Arbeiten sehr gute  Überzüge innerhalb     1/"    bis 2     Minuten    liefern.  



  Die Erfindung wird     iin    folgenden näher  erläutert in der Ausführungsform als     Spritz-          verfahren.     



  Sobald das Verfahren in Gang gesetzt,  wird, werden zu der Lösung in kleinen und  regulierten Mengen die folgenden Chemikalien  zugesetzt           ca)    Ein Oxydationsmittel,     vorzugsweise     eine     wässrige        Lösung    von     Natriumnitrit,    z. B.  eine     6%ige    Lösung.  



  b) Eine konzentrierte     Zinkphosphatlösung,     um das für den Überzug verbrauchte Zn     lind     P04 zu ergänzen.  



  e) Gegebenenfalls ein     Neutralisiermittel,     wie beispielsweise     NaOH,    um überschüssige  Säure zu neutralisieren und den     pH-Wert    auf  den optimalen Wert     zu    bringen und zu halten.  



  Diese Zusätze werden vorzugsweise konti  nuierlich zugesetzt und vorzugsweise an einer  Stelle, wo die Lösung sich in lebhafter Bewe  gung befindet, um rasches gründliches Ver  mischen zu gewährleisten, aber besser nicht  zu nahe am Saugrohr der Pumpe, weil das  Oxydationsmittel     a)    das aufgelöste     Ferro-          eisen    als     Ferriphosphat    ausfällt, und der  Niederschlag in die Pumpe     und    Leitungen  gelangen     und    auf diese Weise die     il    behan  delnden Flächen     verunreinigen    würde.  



  Es     wurde    gefunden, dass der     Oxydations-          mittelzusatz    die übersättigte     Phosphatlösung,     welche an sich umfähig ist, einen Phosphat  überzug zu erzeugen, in hohem Grade wirksam  macht,     und    diese sofort damit beginnt, sehr  rasch, z. B. in höchstens     zw    ei     Minuten,    einen fest  haftenden,     feinkörnigen        Phosphatüberzug    zu er  zeugen.

   Diese merkwürdige Tatsache lässt sich  durch die Annahme     erklären,    dass das Oxy  dationsmittel die Werkstücke zunächst ober  flächlich oxydiert und die gebildete Oxyd  schicht leichter von der     Lösung    angegriffen  wird, deren     Acidität    nicht ausreicht, um das  metallische Eisen     aufzulösen,    aber wohl, um  das Eisenoxyd aufzulösen und in Phosphat       zu    verwandeln.     Dadurch    wird örtlich die     Aci-          dität    der Lösung weiter verringert, wodurch  unlösliches Zinkphosphat auf die.

   Oberfläche  der Werkstücke niedergeschlagen wird, so dass  sich eine feinkörnige, festhaftende Schicht  von Zink- und Eisenphosphaten bildet. Andere       Oleeignete    Oxydationsmittel,     -welche    Nitrite er  setzen können, sind     Bromate,        Jodate    und ge  wisse organische     Verbindungen,    wie beispiels  weise     Pikrinsäure    und     Chinon.     



       Lösungen    der Chemikalien     a)        lind        b)    kön  nen einzeln oder gemeinsam an derselben    Stelle zugesetzt werden, wobei die Mengen so  gewählt werden, dass der Gehalt an Zn und  an     N0"'-Ionen    annähernd konstant gehalten  wird. Dies bildet keine     Schwierigkeit    für den  Betriebschemiker, weil genügend Methoden  bekannt sind, um schnell die betreffenden  Werte elektrometrisch oder durch     Titration     usw. zu bestimmen.

   Obgleich der Gehalt an  Zn in verhältnismässig weiten Grenzen vari  ieren kann, ohne das Verfahren oder die  Qualität des Überzuges nachteilig zu beein  flussen, so wird in der Praxis     zweckmässig    ein  Gehalt von 2 bis 15 g Zink je Liter eingehal  ten. Die Gegenwart der     NO_;'-Ionen    sichert  eine sehr schnelle Reaktion zwischen dem Me  tall der zu behandelnden Oberflächen und der  Lösung, wofür oben- eine Erklärung gegeben.  wurde.  



  Der Gehalt an     NO..'-Ionen    muss mit Sorg  falt reguliert werden, weil ein zu grosser Über  schuss zur Bildung einer locker anhaftenden       Oxydschicht    anstatt einer     Phosphatsehicht     führen kann, während eine zu kleine Menge  die Reaktion nicht     genügend    beschleunigen  und die für die Bildung des     Phosphatüber-          zuges    benötigte Zeit unnötig verlängern  würde. Es wurde festgestellt,     da.ss    im allge  meinen eine untere Grenze von<B>0,1</B>2     g/Liter     und eine obere Grenze von 5     g/Liter    nicht.  überschritten werden sollte.

   Die Gegenwart  von     mi    grossen Mengen Nitrit, oder eines äqui  valenten Oxydationsmittels, wird sofort. be  merkt, weil das behandelte W     erlLstüek    einen  bläulichen oder rötlichen Ton annimmt und  der Überzug nicht mehr     graul        lind    feinkörnig  ausfällt, wie er sein sollte. Selbst ein Über  schuss von Nitrit, welcher noch nicht genügt,  um Verfärbungen zu verursachen, kann zur  Bildung von weniger haftfesten und korro  sionsbeständigen Überzügen führen. Einem  geübten Beobachter wird die Natur des Über  zuges ein zuverlässiger     TVeg-veiser    sein für  die richtigen Mengen Nitrit, insofern alle an  dern Faktoren stimmen.  



  Bezüglich des Zusatzes c), des     Neutralisier-          mittels,    soll darauf. hingewiesen werden,     dass          nach    Ansicht des Erfinders übersättigte Lö  sungen nur in Gegenwart eines Oxydations-      mittels rasch     Überzüge    bilden.

   Es ist aber  klar,     dali    diese     Übersättigtui-    der Lösung     in          unmittelbarer        Naehbarsehaft    des     Werkstückes     nietet oder nur in     ungeJ-ifi"encleinAusmasse    er  Folgt, wenn die     Lösung    zu stark sauer ist, und       dass    sie     iun    so sehneuer erfolgt, je     geringer     die     @leiclität    ist.

       Niin    wird aber die     Aciclität     der     Phosphatieriuigslösung    durch mehrere  Faktoren beeinflusst. Etwas Säure wird ver  braucht     zuni        Auflösen    von etwas Eisen.

   An  derseits wird Säure     mit    der     Verstärkun-s-          lösung    zugesetzt und     wird    gebildet bei der  Oxydation des Eisenphosphates und durch  die     IIydrolyse    des     Zinkpliospliates.    Die     Bil-          dung    von freier Phosphorsäure durch die  Oxydation von     Ferrophosphat    in der     Lösung     durch Luftsauerstoff     oder    durch Oxydations  mittel wie     1I._.0_    erklärt     siel>        n.ieli        fohrender      

      (Tleiehuny:     
EMI0005.0035     
    Im     Gegensatz    zu     Luftsauerstoff    und ähnlichen  Oxydationsmitteln bewirken aber Nitrite und  andere Äquivalente eine     Oxydation    von     Ferro-          phosphat        zit        Ferriphosphat    ohne die     Bildgig     von freier     Pliosplioi-siiui-e,

      und zwar     nach    fol  gender     Gleichung     
EMI0005.0047     
    Aus diesem     Grunde        werden    Nitrite und deren       Äquivalente        bevorzugt,    da sie praktisch diese  Quelle der     Aciditätsznnahme    sowie die damit.  verbundenen     sehädliehen    Auswirkungen elimi  nieren.  



       1)a    die die     Aeiclitiit        vergrössernden    Fak  toren gewöhnlich die die     Aeidität    verringern  den Faktoren überwiegen, so werden die     Phos-          phatierlösungen    unter normalen     Verhältnissen     dazu neigen, ihre     Acidität    zu erhöhen.     Wird     aber sehr rasch gearbeitet, so kann der Ver  brauch an     Säure    den. Zuwachs aus den er  wähnten Quellen kompensieren.  



  Die     Aci(lität,    üblicherweise gemessen durch  den     p11-Wert,    entspricht in einer     gegebenen          Phosphatlösung    bei einer bestimmten Tempe  ratur dem Ausmass der     Übersättigung    und  kann als Massstab für diese dienen. Es gibt         genügend    Mittel, um periodisch oder laufend  den     p11-Wert    zu messen, und der Zusatz eines       Neutralisiernüttels,    z. B. Natronlauge, kann  automatisch gestaltet werden, um den       pi,-Wert    auf einem vorbestimmten Wert  konstant zu erhalten.

   Der     gegebenenfalls    not  wendige Zusatz von     Neutralisiermitteln    hängt  <B>i</B> also ausser von der     Zusammensetzung    der Lö  sung-, der     Menge    und     Zusammensetzung    der       Ergänzungslösungen        (t)    und b)     und    der Tem  peratur auch von der Arbeitsweise, z.

   B. der       Schnelligkeit    des Arbeitens und der     Menge     der Werkstücke, ab; die     Messung    des     pH-Wer-          tes    gibt aber einen     guten    Massstab, und es ge  nügt, diesen Wert durch     Alkalizusatz    kon  stant zu halten.  



  Wie oben erwähnt, können auch andere  Phosphate als     Zinkphosphat    zur Herstellung  der     Phosphatierlösung        verwendet    werden, z. B.  die Phosphate des     111n,    Cd oder Ca. Es kann       beispielsweise    die folgende Lösung verwendet  werden:  
EMI0005.0093     
  
     Diese Stammlösung wird entsprechend ver  dünnt, dann übersättigt; im Betrieb wird. ein.

    Nitrit zugesetzt und die     Übersättigung        durch     den     p11-Wert    kontrolliert, wobei der Gehalt an       Mn    und     N0_'    konstant gehalten wird, wie be  reits für die     Zinkphosphatlösung    beschrieben.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besitzt  eine Anzahl     bemerkenswerter    Vorzüge. Da  keine zusätzliche Wärme der     Pliospliatier-          lösung        zugeführt    werden muss, so wird Brenn  material     gesparrt    und sehr viel weniger Wasser  verdampft; dies ist besonders der Fall bei  dem      Spritzverfahren .    Beim  Badeerfahren;   braucht der Tank nicht mit Heizvorrichtungen  (Dampfschlangen, elektrischer Heizung) ver  sehen zu sein.

   Die     Schlammbildun        r,    ist sehr  viel     geringer    und der gebildete Schlamm ist kri  stallinisch., dicht und rasch     sedimentierend    im  Vergleich zu dem voluminösen, flockigen oder  gelatinösen Schlamm, der bei den üblichen       Phosphatierverfahren    anfällt. Da der Schlamm      rasch und in Form eines sandigen Nieder  schlages absitzt, kann er rasch beseitigt wer  den. Der Schlamm gelangt alsdann nicht in  die Pumpen,     Rohrleitungen    usw., was so häu  fig der Fall ist,     wenn    der Schlamm zum gela  tinösen Typ gehört.

   Es brauchen keine Heiz  schlangen gereinigt zu werden, auf denen  sich üblicherweise dicke Isolierschichten von  Phosphaten ansetzen, die nur mit Hammer  und Meissel entfernt werden können.  



  Der optimale Grad der Übersättigung vari  iert etwas mit der zu behandelnden Sorte von  Eisen oder Stahl, mit der Art der     Reinigung     und der     Vorbehandl-LZng    der zu     phosphätieren-          den    Oberflächen. Für die meisten mit Lösungs  mitteln gereinigten, gewöhnlichen Stahlsorten       wird    eine Übersättigung von 20     %    sich als ge  nügend erweisen; für mit Alkali gereinigte  Stähle ist eine etwas höhere Übersättigung  zweckmässig,     die    bei mässig verdünnten Zink  phosphatlösungen bis zu 50     %    betragen kann.  



  In der Praxis genügt die Bestimmung und       Aufrechterhaltung    des Gehaltes an Zink und  an Oxydationsmittel     sowie    des     pH-Wertes    der       Lösung,    um im Dauerbetrieb tadellose     Phos-          phatüberzüge    in kürzester Zeit, das heisst mit  grossem Durchsatz, zu erhalten.    2. Verfahren nach Patentanspruch und       Unteranspruch    1, dadurch gekennzeichnet,  dass die Lösung so stark an sekundärem Me  tallphosphat übersättigt ist, dass sie ohne Zu  satz des Oxydationsmittels die zu     phosphatie-          rende    Metalloberfläche nicht angreift.  



  3. Verfahren nach     Patentanspruch    und       Unteransprüchen    1 und 2, dadurch gekenn  zeichnet, dass der Zusatz an Oxydationsmitteln  so bemessen ist, dass die Metalloberfläche von  der Lösung angegriffen wird und ein fest  haftender     Phosphatüberzug    gebildet wird,  aber nicht so hoch, dass ein locker anhaften  der     Oxydüberzug    entsteht.  



  4. Verfahren nach Patentanspruch, da  durch gekennzeichnet, dass eine Lösung von  primärem Zinkphosphat verwendet wird.  



  5. Verfahren nach Patentanspruch und  Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet,  dass die     Lösung    ein Nitrit als Oxydations  mittel -enthält.  



  6. Verfahren nach Patentanspruch und  Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekenn  zeichnet, dass die Lösung 2 bis 15 g Zn und  0,12 bis 5 g     NOJ-Ionen    je Liter enthält.  



  7. Verfahren nach Patentanspruch und  Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch gekenn  zeichnet, dass die verwendete Lösung in bezug  auf den Gehalt an Zink     -Lind    Nitrit sowie in  bezug auf den     p11-Wert    konstant gehalten  wird.  



  B. Verfahren nach Patentanspruch, da  durch gekennzeichnet, dass     zunächst    eine kon  zentrierte Lösung eines primären     überzug-          bildenden    Metallphosphates hergestellt, diese  sodann verdünnt und durch Zusatz von Na  tronlauge so weit an     sek-Lmdärem    Metallphos  phat übersättigt wird, dass sie die zu behan  delnde Metalloberfläche nicht mehr angreift,  worauf so     viel    einer     Nitritlösung        zugesetzt.     wird, dass die Lösung     innerhalb    zwei Minuten  einen festhaftenden, feinkörnigen Phosphat  überzug zu bilden vermag.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Phosphat überzügen auf Eisen und Stahl durch Be- handIung mit der Lösung eines primären Metallphosphates, dessen Metall in den Über zug geht, und eines Oxydationsmittels, da durch gekennzeichnet, dass die Metallphosphat lösung während der Behandlung hinsichtlich des Gehaltes an sekundärem Metallphosphat übersättigt gehalten wird und bei einer<B>50'C</B> nicht übersteigenden Temperatur zur An wendung gelangt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Übersättigung der Lösung an sekundärem Metallphosphat mindestens 20 ,wo beträgt.
CH261135D 1940-04-13 1947-06-24 Verfahren zur Herstellung von Phosphatüberzügen auf Eisen und Stahl. CH261135A (de)

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