Zahnbürste. Um Zahnbürsten auf Reisen unterzubrin gen, sind besondere Hüllen allgemein bekannt. Bei einigen Konstruktionen, bei denen der Bürstenhandgriff, der fest oder abnehmbar mit dem Kopfstück des Stiels verbunden ist, hohl ausgebildet ist, um eine Tube oder Pumpe mit Zahnpasta darin unterbringen zu können, und deshalb einen grösseren Umfang aufweist als das Kopfstück mit den Borsten, ist es möglich, eine Hülle in Form einer Hülse zu benützen, welche vom vordern Ende her über die Bürste gestülpt wird und bis zum vordern Ende des dickeren Handgriffteils des Stiels reicht.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zahnbürste, deren Stiel einen hohlen Hand griff und ein damit abnehmbar verbundenes Kopfstück aufweist und bei welcher eine Hülle vorhanden ist, um darin bei Nicht gebrauch der Bürste deren die Borsten tra gendes Kopfstück unterbringen zu können, welche dadurch gekennzeichnet ist., dass der Handgriff die Hülle bildet, und so gestaltet ist, sowie am Vorderende eine so grosse Mün dungsöffnung seines Hohlraumes aufweist, dass das Kopfstück mit den Borsten vom Vorderende her in den Handgriff einschieb bar ist, ferner dass das Hinterende des Kopf stückes als zapfenförmiger Teil ausgebildet ist, welcher geeignet.
ist, mit dem Handgriff in reibungsschlüssigen Eingriff zu treten und dabei sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Nichtgebrauchsstellung der Bor- sten einen Verschluss für das Vorderende des Handgriffes zu bilden.
Mit Rücksicht darauf, dass bei dieser An ordnung der Handgriff selbst eine Umhüllung für die Borsten bildet, entfällt die Notwendig keit eines besonderen Futterals. Die Bürste kann so ausgebildet -werden, dass sie in der geschlossenen Stellung (Nichtgebrauchsstel- lung) um so viel kürzer als in der Gebrauchs stellung ist, dass sie leicht in einer Rocktasche oder in einer Damenhandtasche oder derglei- ehen untergebracht werden kann.
Es sind Zahnbürsten mit Hülse bekannt, welche in der Verschlussstellung eine gerin gere Länge aufweisen als i_ n der Gebrauchs stellung, wobei die Bürste in der Hülse ent gegen der Wirkung einer Feder in der zurück gezogenen Lage gehalten ist. Hierbei befindet sich die Bürste in einer zum Aufbringen der Zahnpaste, welche durch einen Druckmecha nismus betätigt wird, geeigneten Stellung. Nach Entfernung des die Hülse verschliessen den Deckels stösst die Feder die Bürste so weit heraus, dass sie ohne Behinderung durch den Tubenhalter verwendbar ist. Wegen des verwendeten Mechanismus ist jedoch die Ein richtung als Ganzes auch in der geschlossenen Stellung nicht kürzer als übliche Zahnbürsten.
Ausserdem weist sie eine bedeutend grössere Querschnittsfläche auf, und bei der geschlos senen Stellung (Nichtgebraucbsstellung) sind die Bürsten nicht im Handgriff unterge- bracht, wie dies bei der Zahnbürste gemäss der vorliegenden Erfindung der Fall ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegenstandes sind in der beiliegenden Zeich nung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Zahn bürste in der Gebrauchsstellung.
Fig. 2 zeigt einen Grundriss dieser Aus führungsform in geschlossener Stellung.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht hierzu im Mittellängsschnitt.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt nach der Linie IV-IV und Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 3.
Fig. 6 zeigt in Seitenansicht eine andere Ausführungsform in der Gebrauchsstellung. Fig. 7 zeigt in derselben Ansicht, jedoch im Mittellängsschnitt, die geschlossene Stellung. Fig. 8 zeigt einen Querschnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7.
Fig. 9 zeigt eine Stirnansicht des Kopf stückes des Bürstenteils von innen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5 besteht die Bürste aus zwei Teilen, näm lich dem Handgriff 1 und dem Kopfstück 2 mit den Borsten 3. Der Handgriff 1 hat ovalen Querschnitt und ist hohl sowie am vordern Ende offen. An dieser Stelle ist er mit einem Verstärkungskragen 4 versehen. Wenn gewünscht, kann der Kragen als ge trennter Ring, z. B. aus Metall, vorgesehen sein, insbesondere dann, wenn der übrige Teil des Handgriffes 1 aus einem schwächeren Material, wie z.
B. Zelluloid oder anderem Kunststoff, besteht. Am vordern Ende kann die Innenwand des Handgriffes zweckmässig leicht konisch im Sinne einer Erweiterung nach vorn ausgebildet sein, wie z. B. bei 5 in Fig. 3 veranschaulicht ist.
Das Hinterende des Kopfstückes 2 des Stiels ist als hohlzapfenförmiger Teil 10 aus- gebildet, welcher gegen vorn offen ist und dessen rückwärtiges Ende 7 in der Richtung nach hinten leicht verjüngt ist, und zwar pas send zu dem leicht konischen Innenwandteil 5 des Handgriffstückes 1, um mit letzterem in reibungsschlüssigen Eingriff zu gelangen, wenn das Kopfstück in das Handgriffstück in der in Fig. 1 dargestellten Lage eingesteckt ist,
bei welcher ein Kragen 8 des Kopfstückes am Kragen 4 des Handgriffes anliegt.
Die Stielteile sind so gestaltet, dass in der in Fig. 3 dargestellten hTichtgebrauchsstellumg zwischen den Borsten 3 und dem zapfenför migen Teil des Kopfstückes 2 ein Fassungs raum vorgesehen ist, zum Zwecke, darin eine Tube 11 mit Zahnpasta unterbringen zu können. In dieser Stellung passt der nach vorn bei 9 (Fig. 1) ebenfalls verjüngte zap fenförmige Teil des Kopfstückes 2 in den innen konisch verlaufenden, den Mündungsteil des Hohlraumes begrenzenden Wandteil 5 des Handgriffes 1.
Zweckmässig ist die obere Aussenfläche des Kopfstückes 2 über seine ganze Länge bis nun Vorderende so gewölbt, dass sie der Form der Innenfläche des Hand griffes 1 angepasst ist, wie sich aus Fig. 4 ergibt.
Beim Gebrauch ist der Hohlzapfen 10 in folge seiner becherförmigen Gestalt geeignet. Schaum und Wasser zu sammeln, welches den Bürstenstiel entlang nach unten fliesst, so dass die Hand dadurch vor Beschmutzung ge schützt ist. Zur Lüftung können Löcher 12 vorgesehen werden, z. B. im Boden des Hohl zapfens 10.
Wegen des verhältnismässig grossen Vo- lumens kann der Handgriff 1 als Becher zum Spülen des Mundes Verwendung finden.
Bei der Ausführungsform, die in. den Fig. 6 bis 9 dargestellt ist, sind diejenigen Teile, welche der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 entsprechen, mit denselben Be zugszeichen versehen, die jedoch zum Unter schied oben einen Beistrich aufweisen.
Der hauptsächliche Unterschied gegenüber der erstbeschriebenen Ausführungsform besteht darin, dass der hohle Handgriff 1\ im Quer schnitt kreisförmig ausgebildet ist und dass der zapfenförmige Teil des Kopfstückes die Form eines getrennten Gewindezapfens Tauf wei'st, in welchem das die Borsten-tragende Stück z. B. durch eine mit 13 bezeichnete Verschraubung befestigt ist. Statt dessen kann auch eine Befestigung mittels einer Zelluloseemulsion oder einem andern wasser festen Klebstoff erfolgen.
Der Schraubenzapfen 7' kann in ein entspre chendes Muttergewinde am vordern Ende des Handgriffes 1' eingeschraubt werden, und zwar sowohl in der Gebrauchs- als auch in der Nichtgebrauchsstellung, so dass der Hohl raum des Handgriffes in den beiden Stellun gen geschlossen ist, wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht. In beiden Stellungen wird das Kopfstüek, falls der Zapfen völlig einge schraubt ist, durch reibungsschlüssigen Ein griff vollkommen festgehalten. Der kreis runde Querschnitt des Handgriffes 1' ermög licht die erforderliche Rotation des Kopf stückes 2' relativ zum Handgriff beim Ein- und Ausschrauben des Zapfens.
Zur Erleichterung der Handhabung und zur Verstärkung des Schraubenzapfens 7' und des Handgriffes 1' sind diese beiden Teile mit Querrippen 14 und 15 versehen, die sich je am Hinterende befinden. Ausserdem ist der Handgriff sowohl am vordern als auch am hintern Ende mit je einem Bund 16 und 17 versehen.
Auf der Vorderseite ist der Schrauben zapfen 7' neben dem Stück 2' mit einem Hohlansatz 10' versehen, welcher ähnlichen Zwecken dient wie der Hohlzapfen 10 bei der erstbeschriebenen Ausführungsform, indem er ebenfalls geeignet ist, Wasser und Schaum aufzunehmen. Ausserdem kann er auch be nützt werden zum Einschieben einer Mi- niaturtube 11'. Die Form des Hohlansatzes 10' kann so gewählt werden, wie in Fig. 9 an gedeutet ist, welche eine Stirnansicht von vorn des Zapfens 7' darstellt, welcher zur Belüf tung mit Löchern 12' versehen ist.