CH261632A - Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Polyazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Polyazofarbstoffes.

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CH261632A
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/28Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component containing two aryl nuclei linked by at least one of the groups —CON<, —SO2N<, —SO2—, or —SO2—O—

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren     Polyazofarbstoffes.       Die kupferbaren     Polyazofarbstoffe    er  freuen sich grosser Beliebtheit wegen ihrer ein  fachen Anwendungsmethode, ihrer sehr guten  Lichtechtheit, ihrer zuweilen auch bemerkens  wert guten     Nassechtheit    und ihrer Billigkeit.  Besonders seit in neuerer Zeit die Herstel  lung von     Polyazofarbstoffen    gelungen ist,  deren     gekupferte        Cellulosefärbungen    auch bei  mehrfacher Seifenwäsche genügende     Echt-          heiten    aufweisen, ist mit der breiter gewor  denen Verwendungsmöglichkeit auch ihre Be  deutung noch erheblich gestiegen.

   Die nach  dem vorliegenden Verfahren     herstellbaren     Farbstoffe stellen eine wertvolle Ergänzung  
EMI0001.0010     
    worin X die direkte     Kohlenstoffbindung    oder  ein zweiwertiges Brückenglied der Formel  -S-, -SO-,     -S0:    ,     _CH-'-,    -CO-.

         -NH-,        -NH-CO-,        NH-CO-NH-          bedeutet    und worin die     Benzolringe    noch in       Azofarbstoffen    übliche,     nichtionoide        Substi-          tuenten    enthalten können, mit 2     Mol    einer in       ortho-Stellung    zur     Hydroxylgruppe    kuppeln  den     Naphtholsulfonsäure    vereinigt, die noch.  weitere in Kupplungskomponenten übliche       Substituenten    und auch     Azogruppen    enthal  ten kann.

   Je nach Wahl der     Kupplungs.-          komponente    erhält man bordeauxrote bis vio  lette Farbstoffe, deren     gekupferte        Cellulose-          färbungen    durch bemerkenswert reine Nuan-    der Gruppe von hervorragend nass- und licht  echten kupferbaren     Polyazofarbstoffen    dar.

    Das neue Verfahren erlaubt die Herstellung  von bordeauxroten bis violetten kupferbaren  Dis- und     Polyazofarbstoffen,    deren     nachge-          kupferte        Cellulosefärbungen    bemerkenswert  reine Nuancen aufweisen und die den hohen  Anforderungen an die     Nassechth.eit    bei mehr  facher Seifenwäsche vollauf genügen.  



  Nach dem neuen Verfahren erhält man  wertvolle kupferbare Dis- und     Polyazofarb-          stoffe,    wenn man 1     Mol    eines     tetrazotierten          Diamins    der allgemeinen Formel         cen    und ausserordentliche Echtheit bei mehr  facher Seifenwäsche ausgezeichnet sind.  



  Die erfindungsgemäss zur Verwendung ge  langenden Diamine erhält man nach bekann  ter Methode (siehe z. B. deutsche Patentschrift       Nr.536653),    beispielsweise aus dem     3-Nitro-          4-acetoxy-    bzw.

       3-Nitro-4-carbalkoxybenzoe-          säurechlorid    und einem primären     p-Diamin     der     Diphenylreihe    in wasserfreien organischen  Lösungsmitteln, zweckmässig unter Zusatz  säurebindender Mittel wie     Natriumacetat,        Na-          triumcarbonat,        Magnesiumoxyd,    tertiären Ba  sen wie     Pyridin    oder     Dimethylanilin    usw., wo  bei man das angewandte     Lösungs-    oder Ver  dünnungsmittel je nach Löslichkeit des Di-           amins    wählt.

   Bei der Kondensation wird der  die     Hydroxylgruppe    schützende     Acylrest    ab  gespalten,     und    man erhält durch Reduktion  der Nitrogruppen nach üblichen Methoden  direkt das     Zwischenprodukt    der Formel I; ge  gebenenfalls kann der     Acylrest    auch vor oder  nach der Reduktion im     Zwischenprodukt    oder  auch erst im     Farbstoffverband    durch milde       Verseifung    entfernt werden.

   An Stelle der  in dieser Patentschrift genannten     3-Nitro-4-          acyloxy-benzoesäurechloride    kann man auch  das aus     3-Nitro-4-oxybenzoesäure    mit     Thionyl-          chlorid    erhältliche     3-Nitro-4-oxy-benzoylchlorid     verwenden.

   Als für das Verfahren geeignete     p-          Diamine    der     Diphenylreihe    werden verstan  den: die     4,4'-Diaminoverbindungen    des     Di-          phenyls,    des     Diphenylmethans,    des     Diphenyl-          sulfids,    des     Diphenylsulfoxyds,    des     Diphenyl-          sulfons,    des     Diphenylketons,    des     Diphenyl-          amins,    des     Diphenylharnstoffes,

      ferner die 4  Aminobenzoylderivate des     1,4-Diaminobenzols,     Die genannten Diamine können an den aro  matischen Ringen selbstverständlich noch  weitere in     Azofarbstoffen    übliche     Substituen-          ten    tragen, beispielsweise Halogen,     Alkyl-,          Alkoxygruppen,    sollen aber keine     ionoiden     Gruppen,     wie    beispielsweise     Carboxy-    und       Sulfonsäuregruppen,    enthalten.  



  Besonders     günstige        Diazokomponenten    der  Formel I zur Herstellung der erfindungs  gemässen     Polyazofarbstoffe    sind die     unsul-          fierten        4,4'-Di-        (3"-amino-4"-oxy-benzoyl-          amino)-diphenylverbindungen,    weil daraus  hergestellte     Polyazofarbstoffe    sehr gutes Zieh  vermögen auf die     Cellulosefasern    aufweisen  und hervorragend waschechte,     gekupferte          Färbungen    ergeben.

   Besonders ausgezeichnet  sind Farbstoffe aus     4,4'-Di-(3"-amino-4"-oxy-          benzoylamino)        -3,3'-dialkoxy-diphenylen    durch  sehr gute     Echtheiten    und bemerkenswerte  Reinheit.  



  Als Kupplungskomponenten eignen sieh  alle in Nachbarstellung     zur        Hydroxyl-          gruppe    kuppelnden     Naphtholsulfonsäuren,    die  ausser den in     Azofarbstoffen    üblichen     Substi-          tuenten    auch noch weitere     Azogruppen    ent  halten können, besonders auch     Amino-naph-          tholsulfonsäuren    und deren am Stickstoff ab-    gewandelten Derivate.

   Die     Naphtholsulfon-          säuren    geben bordeauxrote, die     Aminonaphthol-          sulfonsäuren    und ihre am Stickstoff abgewan  delten Derivate sowie die     kupplungsfähigen,     sauer gekuppelten     Azofarbstoffe    aus aromati  schen     Diazoverbindungen    und     Aminonaphthol-          sulfonsäure    violette Farbstoffe.

   Die Zahl  der     Sulfonsäuregruppen    in den     erfindim.gs-          gemässen,    kupferbaren     Polyazofarbstoffen     wählt man so, dass diese genügend wasserlös  lich werden. Zwei     Sulfonsäuregruppen    haben  sich als günstig erwiesen.  



  Wie aus obigen Ausführungen hervor  geht, erhält man die bezüglich der     Nassecht-          heiten    wertvollsten Farbstoffe aus     unsulfier-          ten    4,4'-Di-(3"-diazo-4"-oxybenzoylamino)-di       phenylverbindungenundxnonosulfiertenKupp-          limgskomponenten,    besonders     Naphtholmono-          sulfonsäuren    und     Aminonaphtholmonosulfon-          säuren    und deren am Stickstoff abgewandel  ten Derivaten. Die Kupplung wird oft mit  Vorteil in Gegenwart von     Pyridinbasen    durch  geführt.  



  Die     Kupferung    der     Polyazofarbstoffe    kann  im Färbebad oder auf frischem Bad mit den  üblichen Kupfersalzen, wie z. B. Kupfersulfat  oder Kupferacetat, in neutralem oder schwach  saurem Medium erfolgen. Gegebenenfalls  kann man auch gegen     Alkalien    beständige       Kupferverbindungen    verwenden,     wie    sie z. B.  bei der Umsetzung von Kupfersulfat mit     Na-          triumtartrat    in     sodaalkalischem    Bad erhalten  werden.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren       Polyazofarbstoffes:    Das Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man 1     Mol        tetrazo-          tiertes        4,4'-Di-    (3"-     amino-4"-oxy-benzoyl-          amino)-3,3'-dimethoxy-diphenyl    mit 2     Mol        1-          Acetylamino-8-oxy-naphthalin-4-sulfonsäure    in  alkalischem Medium vereinigt.  



  Der erhaltene neue     Disazofarbstoff    stellt  ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser  mit violetter und in konzentrierter Schwefel  säure mit roter Farbe löst und Fasern aus  natürlicher oder regenerierter     Cellulose    nach  gekupfert in rein violetten Tönen anfärbt,  welche     vorzügliche        Echtheiten    aufweisen.

        <I>Beispiel:</I>  51,4 Teile     4,4'-Di-        (3"-amino-4"-oxy-ben-          zoylamino)-3,3'-dimethoxy-diphenyl    werden in  600 Teilen Wasser mit 8 Teilen Natronlauge  kalt gelöst, mit 13,8 Teilen     Natriumnitrit    ver  mischt und in der Kälte unter Rühren auf  40 Teile konzentrierte Salzsäure und 80 Teile  Wasser     aufgetropft.    Nachdem die überschüs  sige Mineralsäure mit Soda abgestumpft    wurde, vereinigt man die erhaltene grün  stichiggelbe Suspension der     Tetrazoverbin-          dung    mit einer kalten alkalischen Lösung von  56,

  2 Teilen     1-Acetylamino-8-oxy-naphthalin-4-          sulfonsäure    und 400 Teilen Wasser in Gegen  wart von 30 Teilen Soda und 150 Teilen     Py-          ridin.    Nach mehrstündigem Rühren bei Raum  temperatur ist die Kupplung beendet. Der  erhaltene     Disazofarbstoff    der Formel  
EMI0003.0013     
    wird mit Kochsalz gefällt,     abfiltriert    und       getrocknet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer baren Polyazofarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1 Mol tetrazotiertes 4,4'- Di- (3"-amino-4"-oxy-benzoylamino)-3,3'-di- methoxy-diphenyl mit 2 Mol 1-Acetylamino-8- oxy-naphthalin-4-sulfonsäure in alkalischem Medium vereinigt.
    Der erhaltene neue Disazofarbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit violetter und in konzentrierter Schwefel säure mit roter Farbe löst und Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cellulose nach gekupfert in rein violetten Tönen anfärbt, welche vorzügliche Echtheiten aufweisen.
CH261632D 1947-09-15 1947-09-15 Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Polyazofarbstoffes. CH261632A (de)

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