CH261767A - Chirurgisches Instrument. - Google Patents

Chirurgisches Instrument.

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CH261767A
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CH
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surgical instrument
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body cavities
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Louis Van Lier
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Louis Van Lier
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description


  
 



  Chirurgisches Instrument.



   Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument, wie z. B. ein   Reetal-oder    Vagi  naispekulum,    Sigmoidoskop usw., das einen röhrenförmigen, zur Einführung in Körperhöhlen bestimmten, für die Lichtleitung ausgebildeten Teil aus durchsichtigem Material aufweist, der mit einer Lichtquelle zur Beleuchtung des Innern der Körperhöhlen in Verbindung steht.



   Ein derartiges Instrument kann sowohl für diagnostische Zwecke als auch als Hilfsmittel zur Einführung von Operationsinstrumenten in die Körperhöhlen Verwendung finden.



   Als lichtleitendes Material wird vorzugsweise Methylmethacrylat oder ein ähnliches, klares, synthetisches Harz verwendet. Derartige Materialien weisen, wie Versuche ergaben, gewisse Eigenschaften auf, die sie für den genannten Zweck besonders geeignet machen. In erster Linie sind sie praktisch unzerbrechlich, so dass man für alle in der Praxis vorkommenden Fälle annehmen kann, dass sie bei der Benützung nicht splittern. Ferner wurde festgestellt, dass sie sich besonders dazu eignen, das Licht in Krümmungen an der Oberfläche vollständig zu reflektieren.

   Das fertig bearbeitete Methylmethacrylat besitzt eine glatte, ziemlich klare Oberfläche, und es wurde gefunden, dass durch Ätzen oder sonstiges Aufrauhen, wie durch Anbringen sehr feiner Linien, die Oberfläche des Materials lichtzerstreuend gemacht werden kann, so dass das Licht in einer für die vorgesehenen   Beleuchtungsnvecke    besonders geeigneten   Weise    aus ihr austreten kann. Die Methylmethacrylatprodukte sind ausserdem gute Isolatoren und überhitzen sich daher bei geeigneter Bemessung der Lichtquelle nicht; ferner sind sie Nichtleiter für den elektrischen Strom und deshalb besonders geeignet für Instrumente, die bei internen Operationen, welche die Verwendung von Diathermieinstrumenten erheischen, verwendet werden müssen.



  Überdies können Instrumente, welche Teile aus Methylmethacrylatharz enthalten, zu Sterilisierzwecken ohne Schädigung ausgekocht werden.



   Die vorstehend erwähnten Eigenschaften der Methylmethacrylatprodukte sind bereits in chirurgischen Instrumenten nutzbar gemacht worden, und es sei   diesbezüglidh    auf die schweizerische Patentschrift Nr. 261766 verwiesen.



   Es sind auch schon rohrförmige Instrumente zu Untersuchungszwecken und für die Durchführung von Operationen in Körperhöhlen bekannt, die jedoch aus Metallrohren bestanden, die üblicherweise stark plattiert waren, um den hygienischen Anforderungen zu entsprechen. Zur Beleuchtung war eine kleine Lampe an einem langen Stiel befestigt, der bis zum äussern Ende des Rohres führte.



  Bei solchen Anordnungen ergaben sich   Schwie-     rigkeiten in der Beleuchtung, da die Lampe von Blut oder Exkrementen überzogen wurde, so dass sie während der Untersuchung oder Operation zwecks Reinigung mehrmals herausgezogen werden musste. Auch erschwerte diese Anordnung der Lichtquelle in vielen Fällen die Manipulation von in das Rohr einzuführenden Operationsinstrumenten.



   Nachstehend werden unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung drei   Ausfühs    rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, die die vorstehend erwähnten Nachteile nicht aufweisen, näher beschrieben:
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines sogenannten Sigmoidoskops, teilweise im Schnitt.



   Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht einer abgeänderten Form eines Rectalspekulums (Protoskop), und
Fig. 3 stellt eine perspektivische Ansicht eines Rectalspekulums dar, das eine Ad  justiervorriehtung    aufweist, die bei der Durchführung spezieller Operationen von Nutzen ist.



   Das in Fig. 1 dargestellte Instrument hat einen rohrförmigen Teil 4, von dem ein fester Schaft 5 abzweigt. Am Ende dieses Schaftes 5 ist eine abnehmbare Abschlusskappe 6 aufgesetzt, in der sich eine kleine   GSlühbirne    befindet, die   dadurch    das   Kabel    7 mit einer Stromquelle in   Verbindung    steht.



   Das Rohr 4 und der Schaft 5 sind aus   dnrchsichtigem    Material, vorzugsweise Methylmethacrylat, hergestellt und so ausgebildet, dass das Licht der Glühbirne durch den Schaft 5 und das Rohr 4 hindurch an dessen Vorderende 4A geleitet wird, das aufgerauht oder geätzt sein kann, um das Licht zu zerstreuen.



   Zur Ermöglichung der Einführung des    Instrumentes in die : Körperhöhlen besitzt das    Rohr an seinem Vorderende einen Zapfen 8.



  Dieser Zapfen 8 dient lediglich dazu, das In  Instrument    in die für die Untersuchung oder Operation erforderliche Lage zu bringen, wonach derselbe mittels des mit dem Zapfen    durch den Stab 10 verbundenen je Handgriffes    9 zurückgezogen wird.



   Der Ring 11 am innern Ende des   Eand-    griffes 9 kann in die Bohrung der Manschette 12 am   llandgriffende    des Rohres 4 eingeschraubt oder eingesteckt sein.



   Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform weicht von derjenigen nach Fig. 1 nur darin ab, dass die Proportionen verschieden sind und dass in Fig. 2 die Mansehette   12A    sich nach aussen ziemlich stark erweitert und so angeordnet ist, dass der Schaft 5 sich ausserhalb derselben befindet.



   Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der der Schaft 5 von einer Hülse 13 aus Metall bedeckt ist, die vorzugsweise schwer plattiert ist, um den hygienischen Anforderungen zu genügen. Die   Hülse    13 endigt in zwei seitlich voneinander distanzierten Füh  rungsansätzen    14, in denen die senkrechten Schenkel 15 eines verstellbaren   Spreizgliedes    18 mittels der Verstellschraube 16 gleitend verschoben werden können. Die Verstellschraube 16 geht durch die die Enden der Schenkel 15 verbindende Gewindeplatte 17 hindurch. Oberhalb der Führungsansätze 14 sind die Schenkel 15 rechtwinklig gegen das Vorderende des Rohres abgebogen, um das Spreizglied 18 zu bilden.

   Das Spreizglied 18 ist vorzugsweise aus einem Stab oder dicken Draht hergestellt, der in die dargestellte Form zurechtgebogen und schwer plattiert ist, um den hygienischen Anforderungen zu genügen.



  Der Oberteil des Rohres 4 ist, wie bei 19 dargestellt, gegenüber dem Spreizglied 18 derart weggeschnitten, dass das Rohr, ausgenommen an seinem Vorderende, offen ist, wobei der weggeschnittene Teil dazu dient, das Spreizglied 18 aufzunehmen. Für Operationen, die die Behandlung der Wandung einer   Körper-    höhle mit Instrumenten erforderlich machen, wird das Instrument eingeführt, und das
Spreizglied 18 durch Betätigung der Einstellschraube 16 bis zur Erreichung der nötigen Spreizung vom weggeschnittenen Teil 19 des Rohres 4 entfernt. Dann wird der Zapfen 8 mittels des   Eandgriffes    9 herausgezogen, und dem Arzt steht dann für die Operation ein verhältnismässig unbehinderter und ge nügend beleuchteter Raum zur Verfügung.  



   Die Lage der Lampe und ihres Reflektors ist in Fig. 3 durch die Bezugszeichen 20 und 21 angedeutet.



   Falls es erforderlich ist, das Spreizglied 18 breiter zu machen, können die Führungsansätze 14 nach oben etwas nach auswärts gerichtet sein, wobei dann das Vorderende des Spreizgliedes 18 aufgetrennt sein kann, wobei dessen beide Schenkel frei oder durch ein elastisches Material   verbunden    sein können.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Chirurgisches Instrument, dadurch gekennzeichnet, dass es einen rohrförmigen, zur Einführung in Körperhöhlen bestimmten, für die Lichtleitung ausgebildeten Teil aus durchsichtigem Material aufweist, der mit einer Lichtquelle zur Beleuchtung des Innern der Körperhöhlen in Verbindung steht.
    UNTERANSPRttCHE : 1. Chirurgisches Instrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vom rohrförmigen Teil ein fester, mit diesem ein Stück bildender Schaft aus dem gleichen Material abzweigt, an dessen äusserem Ende eine Lichtquelle abnehmbar angebracht ist.
    2. Chirurgisches Instrument nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen aus dem vorder Rohrende herausragenden, entfernbaren Zapfen aufweist, um die Einführung des Instrumentes in die Körperhöhlen zu erleichtern.
    3. Chirurgisches Instrument nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es ein verstellbares Spreizglied aufweist, das verstellt werden kann, um die Körperhöhlen auszuweiten.
    4. Chirurgisches Instrument nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil des Rohres gegenüber dem Spreizglied weggeschnitten ist.
    5. Chirurgisches Instrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das durchsichtige Material Methylmethacrylat ist.
CH261767D 1942-04-20 1947-10-21 Chirurgisches Instrument. CH261767A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB261767X 1942-04-20

Publications (1)

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CH261767A true CH261767A (de) 1949-05-31

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ID=10239539

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Application Number Title Priority Date Filing Date
CH261767D CH261767A (de) 1942-04-20 1947-10-21 Chirurgisches Instrument.

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CH (1) CH261767A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0043218A1 (de) * 1980-06-26 1982-01-06 Institute For Industrial Research And Standards Scheidenspekulum

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0043218A1 (de) * 1980-06-26 1982-01-06 Institute For Industrial Research And Standards Scheidenspekulum

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