CH262070A - Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine. - Google Patents
Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine.Info
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Description
Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Viertakt-Explosions-Brennkraftma- schine.
Von bekannten Brennkraftmaschinen die ser Art unterscheidet sich die erfindungs gemässe Brennkraftmasehine dadurch, da.ss vor dem Einlassventil jedes Zylinders noch ein Ventil angeordnet ist, ferner dadurch, dass der Nocken für die Steuerung des Einlassven- tils so ausgebildet ist, dass das Einlassventil während eines Teils des Kompressionshubes geöffnet bleibt, so dass ein Teil des angesaug ten Gasgemisches in den Raum zwischen den beiden Ventilen zurückgedrängt wird.
Es ist eine bekannte Tatsache, dass bei einer normalen Viertakt-Explosions-Brenn- kraftmaschine im Diagramm das Ende der Expansionskurve über der Atmosphäre liegt bzw. dass am Ende des Expansionshubes immer noch Überdruck im Zylinder herrscht, welcher beim öffnen des Auspuffventils unge nutzt verlorengeht und zudem noch ein lästi ges Geräusch verursacht, welches man mit sog. Auspufftöpren zu bekämpfen sucht.
Der Druckablass am Ende des Expansions hubes verursacht bekanntlich einen nicht un bedeutenden Leistungsverlust, welcher durch das Anbringen von Auspufftöpfen noch er höht wird, da sie der freien Strömung der Abgase einen erheblichen Widerstand entge gensetzen, welcher mir auf Kosten der Motor leistung überwunden werden kann.
Zur Behebung dieses Übelstandes hat man schon versucht, den Expansionshub gegenüber dem Kompressionshub zu verlängern und die Verbrennungsgase bis nahe an den Atmosphä rendruck hinunter expandieren zu lassen. Zu diesem Zwecke benutzte man einen komplizier ten Kurbelmechanismus mit Hilfskurbeln. Derartige Kurbelmechanismen haben aber den Nachteil, dass sie zufolge erhöhten Reibungs widerstandes an den vielen Gelenkstellen fast den ganzen Leistungsgewinn, der durch den verlängerten Expansionshub erzielt wurde, wieder aufhoben. Ausserdem sind derartige Konstruktionen mit Hilfskurbeln nicht so be te iebsicher und auch viel teurer als ein ge- wöhnliclies Kurbeltrieb.
Aus allen diesen Gründen haben sieh derartige Hubverlänge- rungs-Kurbelgetriebe in der Praxis nicht durchzusetzen vermocht.
Bei der erfindungsgemässen Brennkraft inaschine ist nun der Expansionshub gegen über dem wirksamen Teil des Kompressions hubes ebenfalls verlängert, so dass die Möglich keit besteht, die Verbrennungsgase bis ganz oder doch nahe auf Atmosphärendruck hin unter expandieren zu lassen. Dies ergibt sich bei der erfindungsgemässen Brennkraftma- schine aus einer Verkürzung des wirksamen Teils des Kompressionshubes. Und diese Ver kürzung kommt dadurch zustande, dass zu Be ginn des Kompressionshubes ein Teil des Cre- inisches in den Raum zwischen den beiden Ventilen zurückgeschoben wird.
Dies hat den grossen Vorteil, dass sich der Rückstau des Gas gemisches nicht bis weit in die Ansaugleitung hinein fortpflanzen kann, was ein starkes Schwingen der Gasgemischsäule in der An saugleitung und eine Verschlechterung der Gemischbildung zur Folge hätte.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1-6 halbschematisch einen Schnitt durch einen Zylinder einer Viertakt-Explo- sions-Brennkraftmaschine zu Anfang des An saughubes, am Ende des Ansaughubes, Mitte des Kompressionshubes vor und nach Beginn der Kompression, kurz nach der Zündung des Gemisches, am Ende des Expansionshubes.
1 bezeichnet den Zylinder und 2 den Kol ben einer Viertakt-Explosions-Brennkraftma- schine. 3 ist die zugehörige Pleuelstange und 4 die Kurbel. Weiter ist mit 5 die Ansaug leitung mit dem Einlassventil 6 und mit 7 der Auspuffstutzen mit dem Auspuffventil 8 bezeichnet. 9 ist ein in die Ansaugleitung vor dem Einlassventil 6 eingebautes Ventil, wel ches mit dem Einlassventil eine Hilfskammer 10 einschliesst.
Das Ventil 9 kann entweder selbsttätig d. h. als Rückschlagventil arbeiten oder aber von einem Nocken gesteuert sein.
Die Wirkungsweise der vorstehend be schriebenen Viertakt-Explosions-Brennkraft- maschine ist folgende: In Fig. 1 bewegt sich der Kolben 2 nach unten und saugt durch die geöffneten Ventile 6 und 9 Gasgemisch an. In der in Fig. 2 dargestellten Phase steht der Kolben 2 bei geschlossenem Ventil 9 und noch offenem Einlassventil 6 am Anfang des näch sten Aufwärtshubes.
Auf dem Kolbenweg aus der in Fig. 2 in die in Fig. 3 ersichtliche Kolbenstellung schiebt der Kolben 2 bei ent sprechend geringer Vorverdichtung einen Teil des angesaugten Gasgemisches bei geschlosse nem Ventil 9 in die Hilfskammer 10 zurück. Darum schliesst sich auch das Einlassventil 6 (Fug. 4), und das über dem Kolben befindliche Gemisch wird komprimiert. Im Bereiche des obern Kolbentotpunktes (Fug. 5) erfolgt die Zündung und anschliessend die Expansion (Fug. 6).
Nach Beendigung des Auspuffhubes beginnt ein neuer Kreislaufprozess, wie vor stehend beschrieben.
Durch das Zurückströmen eines Ladungs teils während des Kompressionshubes (Fug. 3) in die Hilfskammer 10 wird die Kompression auf die Strecke A in Fig. 4 verkürzt, während dem der Expansionshub über eine bedeutend längere Hubstrecke ss (Fug. 6) verläuft, so dass die Verbrennungsgase die Möglichkeit haben, sich weiter auszudehnen bzw. auf einen tieferen Druck als normalerweise zu expandie ren. Durch entsprechende Wahl des Zeitpunk tes für die Schliessung des Einlassventils kann die untere Grenze des Expansionsdruckes be einflusst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Viertakt - Explosions - Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einla.ss- ventil jedes Zylinders noch ein Ventil ange ordnet ist, ferner dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken für die Steuerung des Ein lassventils so ausgebildet ist, da.ss das Einlass- ventilwährend eines Teils des Kompressions hubes geöffnet bleibt, so dass ein Teil des an gesaugten Gemischvolumens in den Raum zwi schen den beiden Ventilen zurüekgedrängt wird.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil vor dem Einlassventil als Rüchschlagventil ausgebildet, durch den über- druck in der Ansaugleitung geöffnet wird und bei Druckausgleich infolge Federwirkung schliesst. 2. Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil vor dem Einlassventil durch einen Nocken gesteuert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262070T | 1948-01-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH262070A true CH262070A (de) | 1949-06-15 |
Family
ID=4474196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH262070D CH262070A (de) | 1948-01-24 | 1948-01-24 | Viertakt-Explosions-Brennkraftmaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH262070A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2909183A1 (de) * | 1979-03-08 | 1980-09-11 | Toyota Motor Co Ltd | Brennkraftmaschine |
| DE3024812A1 (de) * | 1980-07-01 | 1982-01-21 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Frischgas-saugrohr fuer eine viertakt-brennkraftmaschine |
| DE3104810A1 (de) * | 1981-02-11 | 1982-08-19 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | "fremdgezuendete viertakt-kolben-brennkraftmaschine" |
| US4753198A (en) * | 1986-02-04 | 1988-06-28 | Heath Kenneth E | Compression ratio control mechanism for internal combustion engines |
| US4773358A (en) * | 1986-02-04 | 1988-09-27 | Heath Kenneth E | Manifold intake arrangement for internal combustion engines |
| US5050384A (en) * | 1988-01-29 | 1991-09-24 | Crockett Ivan L | Two-stroke cycle internal combustion engine |
-
1948
- 1948-01-24 CH CH262070D patent/CH262070A/de unknown
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