Elektrische Nebenuhr mit von einem Synchronmotor angetriebenem Sekundenzeiger. Die Erfindung betrifft eine elektrische Nebenuhr mit von einem Synchronmotor an getriebenem Sekundenzeiger, bei der die Se kundenzeigerachse über eine nur einseitig wir kende Kupplung mit dem durch die Gleich stromimpulse der Hauptuhr betriebenen Gangwerk für den Antrieb der Minuten- und Stundenzeigerachse derart verbunden ist, dass bei laufendem Synchronmotor von der Se kundenzeigerachse aus auch die Minuten- und Stundenzeigerachsen kontinuierlich fort bewegt werden und somit der Minutenzeiger auch Bruchteile der Minuten anzeigt,
während beim Stillstand des Synchronmotors und damit der Sekundenzeigerachse die Minuten- und Stundenzeigerachsen ungehindert von dem durch die Gleichstromimpulse der Haupt uhr betätigten Gangwerk schrittweise fort bewegt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigt Fig. 1 einen Teilschnitt durch das Nebenuhrwerk mit Sekundenzeiger und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie D-D in Fig. 1, mit Sicht auf die nur einseitig wirkende Kupplung und das durch die Gleichstrom impulse der Hauptuhr betriebene Gangwerk.
Von einem Synchronmotor 1 aus wird über Zwischentriebe 2 und 3 die Sekunden zeigerachse 4 angetrieben. Mit der Sekunden zeigerachse 4 ist. eine Steuerscheibe 5 fest verbunden, welche nach jeder vollständigen Umdrehung des Sekundenzeigers und sobald derselbe die obere, senkrechte Stellung er- reicht hat, über eine Klinke einen nicht dar gestellten Kontakt betätigt, mit welchem die Stromzufuhr zum Synchronmotor 1 unter brochen wird. Die Übersetzung von Synchron motor 1 zu der Sekundenzeigerachse 4 ist so gewählt, dass der Sekundenzeiger in weni ger als 60 Sekunden, z. B. in 58,8 Sekunden, eine vollständige Umdrehung ausführt und somit der Synchronmotor 1 vor Ablauf einer ganzen Minute angehalten wird.
Solange der Synchronmotor 1 dreht, wird über ein mit der Sekundenzeigeraehse 4 festverbundenes Rit- zel 4a, ein Zahnrad 6, eine aus einer Klinke 7 und einer gezahnten Kupplungsscheibe 8 bestehende, nur einseitig, das heisst in der einen Drehrichtung, wirkende Kupplung, ein Ritzel 9 und ein Zahnrad 10 die Minuten zeigerachse 11 kontinuierlich gedreht. Die Klinke 7 ist mittels eines Bolzens 6a dreh beweglich auf dem Zahnrad 6 gelagert.
Die Kupplungsscheibe 8 ist fest mit dem Ritzel 9 verbunden. Über Zahnräder 12, 13, 14 und 15 wird von der Minutenzeigeraehse 11 aus auch die Stundenzeigerachse 16 angetrieben.
Jeweils nach Ablauf einer ganzen Minute wird durch die von der Hauptuhr kommen den, polarisierten Gleichstromimpulse ein Drehanker 20 in bekannter Weise um einen Schritt vorwärtsgeschaltet, indem einer der fünf Vorsprünge 20a abwechslungsweise von einem von zwei Polschuhen 22 und 23 ange zogen wird. Diese bilden die Enden von zwei je mit einer Spule 22b bzw. 23b versehenen Eisenkernen 22a, 23a, die durch einen Dauer- magneten vorerregt sind.
Jeder Schritt des Ankers 20 wird durch eine nicht dargestellte Sperrklinke, die den Anschlag für einen der zehn Sperrstifte 20b bildet, begrenzt; der einem Schritt des Ankers 20 entsprechende Winkel beträgt im dargestellten Ausfüh- rimgsbeispiel 36 . Jeder Gleichstromimpuls, der das schrittweise Drehen des Ankers 20 bewirkt, bewirkt gleichzeitig das Schliessen eines nicht dargestellten Kontaktes, der par allel zu dem von der Steuerscheibe 5 gesteuer ten Kontakt geschaltet ist, wodurch der Syn chronmotor 1 wieder in Bewegung gesetzt wird.
Der Anker 20 trägt einen Mitnehmerstift 20e, der in eine Aussparung 21a einer fest mit dem Ritzel 9 verbundenen Mitnehmer- seheibe 21 hineinragt. Die Aussparung 21a ist so bemessen, dass sieh das Ritzel 9 gegen über dem Anker 20 um einen einem Schritt des Ankers 20 entsprechenden Winkel ver drehen kann. Das Ritzel 9 samt der Kupp lungsscheibe 8 und der Mitnehmerscheibe 21 ist drehbar auf der Achse 20d des Ankers 20 gelagert.
Die Teilung der Verzahnung 8a der Kupplungsscheibe 8, die fest mit dem Ritzel verbinden ist, entspricht dem Winkel eines Schrittes des Ankers 20.
Die beschriebene Nebenuhr mit Sekunden zeiger arbeitet wie folgt: Mittels der Gleichstromimpulse der Haupt uhr wird am Ende einer verflossenen Minute gepriift, ob der Minuten-. und Sekundenzeiger in der der genauen Zeit entsprechenden Stellung sich befinden. Über die Zwischentriebe 2 und. 3 wird die Sekundenzeigerachse 4 angetrieben. Die Drehbewegung der Sekundenzeigerachse 4 bzw. des Zahnrades 6 wird mittels der Klinke 7 und der Kupplungsscheibe 8 über das Ritzel 9 der Minuten- und Stundenzeiger achse 11 und 16 übermittelt.
Vor Ablauf von 60 Sekunden hat die Sekundenzeigerachse 4 eine vollständige Umdrehung ausgeführt, so dass über die Steuerscheibe 5 der Unterbruch der Stromzufuhr zum Synchronmotor 1 be wirkt wird.
Da die Mitnehmerscheibe 21 die Drehbewegung des Ritzels 9 in der in Fig. 2 mit einem Pfeil angedeuteten Richtung mit- macht und die Länge der Aussparung 21a einem Schritt des Ankers 20 entspricht, kommt der Mitnehmerstift 20e an der linken Kante der Aussparung 21a zum Aufliegen, sobald die Sekundenzeigerachse 4 eine voll ständige Umdrehung ausgeführt hat.
Am Ende einer verflossenen Minute wird der Anker 20 durch den Gleichstromimpuls der Haupt uhr um einen Schritt vorwärtsgeschaltet, wo durch der Mitnehmerstift 20e, wie in Fig. 2 dargestellt, wieder am rechten Ende der Aus sparung 21a zum Aufliegen kommt.
Wird der oben beschriebene, normale Be trieb durch den Ausfall des Wechselstromes gestört, so steht der Synchronmotor und mit diesem die Sekundenzeigerachse 4 still. Die Gleichstromimpulse der Hauptuhr bewirken jedoch das schrittweise Drehen des Ankers 20 weiter. Durch die Drehbewegung des Ankers 20 wird mittels des Mitnehmerstiftes 20c die hlitnehmerscheibe 21 mitgenommen. Mit der Mitnehmerscheibe 21 dreht sieh auch das Rit- zel 9 und die Kupplungsscheibe B.
Da die Klinke 7 mir in der andern Drehrichtung wirksam ist, bleibt das Zahnrad 6 in seiner Lage stehen. Über das Ritzel 9 werden die Minuten- und Stundenzeigerachsen 11 und 16 schrittweise fortbewegt. Nach jedem Gleich stromimpuls der Hauptuhr bzw. nach jedem Schritt des Ankers 20 fällt die Klinke 7 in eine weitere Zahnlücke der Kupplungsscheibe 8 ein, da die Teilung der Verzahnung 8a dem Winkel eines Schrittes des Ankerrades 20 ent spricht.
Setzt nun in einem beliebigen Zeitpunkt die Stromzufuhr zum Synchronmotor 1 wie der ein, so werden die Sekundenzeigerachse 4, die die Steuerscheibe 5 trägt und das Zahn rad 6, auf dem die Klinke 7 gelagert ist, kon tinuierlich fortbewegt, bis der Sekunden zeiger die obere, senkrechte Stellung erreicht hat. In diesem Moment wird der Synchron motor 1 wieder abgeschaltet.
Bevor der Se kundenzeiger diese Stellung erreicht hat, gleitet die Klinke 7 auf einer der Zahnflanken der Verzahnung 8a und ist in dieser Zeit unwirksam, so dass die Drehbewegung des Zahnrades 6 nicht auf das Ritzel 9 bzw. auf die Minuten- und Stundenzeigerachsen 11 und 16 übertragen wird. Beim nächsten Gleich stromimpuls der Hauptuhr wird die Kupp lungsscheibe 8 durch das Ankerrad 20 um einen Schritt bzw. um eine Teilung der Ver zahnung 8a vorwärtsgeschaltet, so dass die Klinke 7 in die nächstfolgende Zahnlücke ein fällt.
Von diesem Zeitpunkt weg bis kurz vor Ablauf einer Minute werden nun die Mi nuten- und Stundenzeigerachsen 11 und 16 durch den Synchronmotor 1 wieder kontinuier lich fortbewegt.