CH262803A - Verfahren zur Herstellung von nagelbaren Pressstücken, insbesondere von Schuhabsätzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nagelbaren Pressstücken, insbesondere von Schuhabsätzen.

Info

Publication number
CH262803A
CH262803A CH262803DA CH262803A CH 262803 A CH262803 A CH 262803A CH 262803D A CH262803D A CH 262803DA CH 262803 A CH262803 A CH 262803A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pressed
heels
production
pieces
same
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Podnik Svit Narodni
Original Assignee
Svit Np
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Svit Np filed Critical Svit Np
Publication of CH262803A publication Critical patent/CH262803A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B21/00Heels; Top-pieces or top-lifts
    • A43B21/02Heels; Top-pieces or top-lifts characterised by the material
    • A43B21/20Heels; Top-pieces or top-lifts characterised by the material plastics
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


  <B>Verfahren zur Herstellung von nagelbaren</B>     Pref & stücken,   <B>insbesondere von Schuhabsätzen.</B>    Es wurde schon vielfach versucht, aus  plastischen Stoffen     Pressstüeke    zu erzeugen,  welche eine     Nagelung    ähnlich wie Holz er  möglichen. Bisher ist es aber nicht gelungen,  bei diesen Versuchen befriedigende Ergeb  nisse zu erzielen.

   Entweder sind die     Press-          stüeke        zwar    hart, fest, vertragen das Eintrei  ben von Schrauben und sind von gutem äusse  rem Aussehen, wie die auf Basis von moder  nen Kunstharzen erzeugten Gegenstände, aber  sie sind zu spröde und vertragen die Eintrei  bung von Nägeln nicht, oder die     Pressstiieke     können genagelt werden, halten aber nicht  gut die äussere Form, haben eine unansehn  liche Oberfläche und sind spezifisch zu  schwer, was zum Beispiel bei     Pressstüeken    auf  Basis     von    Gummimischungen der Fall ist.  



  Ein typisches Beispiel eines     (zegenstandes,     bei dem die Erzeugung mittels     Pressverfahren     wirtschaftlich erwünscht wäre, ist der Schuh  absatz, der als weitere Erfordernisse folgende  technologische Eigenschaften haben soll:     Na-          gelbarkeit,    Festigkeit, geringe Sprödigkeit,       geringes    spezifisches     Gewicht.    und glatte, po  lierbare Oberfläche. Diese Eigenschaften  haben aber bisher nur Absätze aus Leder und  aus Holz, die aber relativ teuer sind; Holz  absätze, insbesondere die schlanken Formen  von Damenabsätzen, sind dabei wenig dauer  haft.

   Dies alles erklärt, warum in der Schuh  industrie ein plastischer, Bartwerdender,  fester und dabei nagelbarer Stoff gesucht  wird, der     pressfähig    ist. Dasselbe gilt auch         von    andern     Sehuhteilen;    z. B. von Schuh  gelenkstücken zwischen Absatz und Sohle,  von     Absatzfleeken,    von     Arbeits-    und Spann  leisten für Schuhe sowie von andern Gegen  ständen, bei     denen    die Verbindung oder Be  festigung mit Nägeln wesentlich ist.

   Dabei ist  noch zu beachten, dass die oben erwähnten       Gegenstände    verhältnismässig massiv sind und  dass (las übliche     Pressverfahren    durch Ein  wirkung eines beweglichen Kolbens von einer  Seite her zur Folge hat, dass sich der Druck  im     Pressstüek    nicht ganz gleichmässig nach  allen Seiten fortpflanzt, wie es bei ganz pla  stischen Stoffen, z.

   B. bei     Gummi,    der Fall  ist, und     (lass    deshalb die     Diehtigkeit    der     Press-          stüeke    an den vom     Presskolben        weiter    ent  fernten Stellen viel zu     wünschen    übrig lässt.  



  Diese Schwierigkeiten werden noch besser       verständlich,    wenn die langjährigen, vom Er  finder durchgeführten Versuche     berücksieh-          tigt     -erden, um     Sehuliabsätze        ans        v        erschie-          denen    zerkleinerten faserigen Stoffen, wie Le  dermehl, Holzmehl usw. mit Zusatz von Har  zen, insbesondere von     Phenolkunstharzen,    mit  tels     Pressverfahren    zu erzeugen.  



  Grösserer Zusatz von     Phenolkunstharzen     machte die Absätze zu schwer und so hart,  dass man die Nägel nicht einschlagen konnte.  Die     Pressmassen    mit     geringem    Phenolharz  gehalt waren dagegen nicht genügend fest  und dabei nicht     feuehtigkeitsbeständig    und  leicht     abnutzbar.    Neben diesen Mängeln be  standen auch beträchtliche Fabrikations-           schwierigkeiten.    Bei der üblichen     Herstel-          luiugsweise    werden die     Pressstücke    nur in  einer Richtung ausgepresst;

   die erwünschte  Gleichmässigkeit der Dichte konnte dabei  nicht erreicht werden, weil der nicht direkt  gepresste Teil stets     zii    schütter     und    porös war.  Vor dem Nachbehandeln massten die Absätze  längere Zeit (fünf bis sieben Tage) getrock  net werden, wobei oft Deformationen infolge  ungleichmässigen     Austroeknens    entstanden.  Die Oberfläche     wurde    dann gewöhnlich durch  Nachpressen mit einem     Bakelitüberzug    ver  sehen. Aber an den ungenügend ausgetrock  neten Absätzen bildeten sich regelmässig Bla  sen. Ausserdem waren die Absätze infolge un  gleichmässigen     Austrocknens    einmal etwas  kleiner, dann wieder grösser als die normalen.

    Die kleineren zeigten nach dem Nachpressen  an der Oberfläche leere, nicht gepresste Stel  len; die grösseren     wurden    dagegen oft in der       Pressform        zerdrückt.    Auch das Kitten der  Oberfläche, das     gewöhnlich    mit den     Nitro-          lacken        durchgeführt    wurde, erforderte meh  rere     Anstriche    und ziemlich lange Zeit zum       Trocknen.    Es war eine stärkere Kittschicht  nötig,     tim    die Ungleichmässigkeiten der Ober  fläche     auszugleichen.    Das Polieren,

   durch das  die Oberfläche für das letzte Lackieren ge  glättet wird, erforderte eine Reihe von lang  wierigen Operationen     und    setzte vollständige  Austrocknung nach dem Kitten voraus. Die       Nitrozellulose,    welche bekanntlich thermopla  stisch ist, verschmiert und verstopft beim Po  lieren die Poren der Schleifscheiben. Beim  endgültigen Lackieren waren zum Erzielen  eines vollkommenen Aussehens vier bis fünf  Anstriche erforderlich. Als Füllstoff für die       Pressmasse        wurde    besonders verarbeitetes,  z. B. gekochtes oder gedämpftes Holzsäge  mehl verwendet.

   Der rohe     Holzabfall        wurde     wegen seiner ungleichmässigen Struktur und  wegen der Anwesenheit von Schleifkörnern,  welche rasches Abnutzen der     Pressform    ver  ursachten, nicht benutzt.  



  Der ganze Vorgang war     also    sehr kompli  ziert und kostspielig. Die Ergebnisse entspra  chen nicht der aufgewandten Mühe, da die  gepressten Absätze meistens die Qualität der         hölzernen    oder ledernen Absätze nicht er  reichten. Die Menge der fehlerhaften     Press-          stücke    war beträchtlich. Schliesslich gelang es  trotzdem, das Problem     zii    lösen.  



  Nach dem Verfahren gemäss vorliegender  Erfindung können vollkommen gleichmässige,  leichte und feste Schuhabsätze, Schuhleisten  aller Art und Absatzflecke hergestellt werden,  welche gegenüber Feuchtigkeit beständig  und gut nagelbar sind. Das neue Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet, dass Gemische  von 15 bis 10 Teilen von ungefähr 20     %    Was  ser enthaltenden     Dimethylolköndensations-          produkten,    die durch Kondensation des Form  aldehyds mit     Diamiden    der anorganischen  kohlenstoffhaltigen schwachen Säuren gewon  nen worden sind, mit 85 bis 90 Teilen von       troekenem,    zerkleinertem faserigem Füllstoff  bei mässiger Temperatur     nich    über 800 C zwei  seitig,

   von oben     -und    gleichzeitig von     -unten     her gepresst werden, wonach das rohe     Press-          stüek    mit einem Kitt, der die gleichen Kon  densationsprodukte     und    feinkörnige Füll  stoffe enthält,     zwecks        Glättumg    der Oberflä  che des     Pressstückes    behandelt, dann poliert  und schliesslich mit einem dieselben     Dimethv-          lolkondensationsprodiikte    enthaltenden Lack  behandelt wird.

   Die wasserhaltigen     Dimethy-          lolkondensationsprodukte    können zum Bei  spiel in an sich bekannter Weise aus Form  aldehyd und     Carbamid    oder     Thiocarbamid     oder     Dicyandiamid    oder aus ihren Derivaten  oder Gemischen hergestellt werden. Vorteil  haft wird der     Pressmasse        Phthalamid    oder       Phthalimid    in einer Menge von 1 bis 3     %    zu  gesetzt.

   Zweckmässig erfolgt das zweiseitige  Pressen in einer     Pressform,    in welcher zwei       Presskolben    gleichzeitig in entgegengesetzter       Richtung,    einer von oben und einer von un  ten her, bewegt werden, wodurch eine grosse  Gleichmässigkeit der Dichte erzielt wird. Bei  der erwähnten mässigen Temperatur ist die  Blasenbildung durch Wasserdampf ausge  schlossen. Die Oberfläche des     Pressstüekes     bleibt glatt     -und    voll. Das     Pressstück    braucht  kein Trocknen     und    kann unmittelbar nach  behandelt werden, wodurch nicht nur Zeit,  sondern auch Raum und eine Trockenanlage      erspart wird.

   Das Kitten., durch welches die  Oberfläche glatt für das Lackieren gemacht  wird, kann mit einem einzigen Anstrich  durchgeführt werden, wobei der Kitt die oben       erwähnten        Diniethylolkondensationsprodukte     als wesentlichen Bestandteil und     daneben     feinkörnige Füllstoffe     enthält.    Dieser Kitt  füllt die Poren und geringe Vertiefungen der  Oberfläche weit     besser    aus als die bisher ver  wendeten     Nitrozellulosekitte    und bildet da  neben eine dünne äussere Schicht, welche  beim Polieren leicht geglättet wird, ohne die  Poren der Schleifscheibe zu verstopfen.

   Die  ser Umstand ist dadurch erklärlich, dass die       Dimethylolkondensationsprodukte    in der Hitze  erhärten, während     Nitrozelhilose    bei höherer  Temperatur weich und schmierig wird.  



  Als faseriger Füllstoff     kommt    in erster  Reihe roher Holzabfall, z. B.     Holzschuhfabri-          kationsabfall,    in Betracht. Dieser kann jedoch  teilweise oder vollständig     durch    Lederabfall  oder ausgelaugte, getrocknete     Clerberlohe    oder  dergleichen ersetzt werden. Selbstverständ  lich kann auch Holzmehl jeder beliebigen Art  zum gleichen Zwecke     verwendet    werden.  



  Das Polieren kann vorteilhaft an einer       Bandpoliermaschine    durchgeführt werden.  Für das letzte Lackieren (Finish) wird  erfindungsgemäss ein Lack verwendet, der  ebenfalls auf Basis der     Dimethylolkondensa-          tionsprodukte    hergestellt ist. Dieser Lack ver  bindet sich vollkommen mit der Unterlage,  welche aus gleichem Material erzeugt wird,  und bildet eine glatte, glänzende Oberfläche;  zur Erzielung desselben Effektes waren bis-    her vier bis fünf     Nitrolackanstriche    erforder  lich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von nagel- haren Pressstücken, insbesondere Schuhabsät zen, Schuhleisten und Absatzfleeken, da- durch gekennzeichnet., dass Gemische von 15 bis 10 Teilen von ungefähr 20;
    0 Was ser enthaltenden Dimet.hy@olkondensat.ions- produkten, die durch Kondensation des Formaldehyds mit Diamiden der anorgani schen kohlenstoffhaltigen schwachen Säuren (gewonnen worden sind, mit 85 bis 90 Teilen von trockenen, zerkleinerten, faserigen Füll stoffen bei mässiger Temperatur nicht über 80II C zweiseitig, von oben und gleichzeitig von unten her, gepresst werden, wonach das Pressstück mit einem Kitt, der die gleichen Dimethylolkondensationsprodukte und fein körnige Füllstoffe enthält,
    zwecks Glättung der Oberfläche des Pressstückes behandelt, dann poliert und schliesslich mit einem die selben Kondensationsprodukte enthaltenden Lack behandelt wird. UN TER AN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass der Pressmasse Plithalamid in einer Menge von 1 bis 3 % zu gesetzt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Pressmasse Phthalimid in einer Menge von 1 bis 3 % zu gesetzt wird.
CH262803D 1941-12-20 1942-11-18 Verfahren zur Herstellung von nagelbaren Pressstücken, insbesondere von Schuhabsätzen. CH262803A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE262803X 1941-12-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH262803A true CH262803A (de) 1949-07-31

Family

ID=5981191

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH262803D CH262803A (de) 1941-12-20 1942-11-18 Verfahren zur Herstellung von nagelbaren Pressstücken, insbesondere von Schuhabsätzen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH262803A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US2307629A (en) Cementitious article of manufacture
US3238281A (en) Production of molded wooden articles of any desired shape and three dimensions from the aggregated wood fibers
US2446304A (en) Composite wood product
CH542029A (de) Verfahren zur Verbesserung der Zurückhaltung von Polyalkoholen oder deren Ester- oder Ätherderivaten in Holz, Mittel zur Durchführung dieses Verfahrens und nach diesem Verfahren erhaltenes Holz
CH262803A (de) Verfahren zur Herstellung von nagelbaren Pressstücken, insbesondere von Schuhabsätzen.
US1019408A (en) Wood-finishing.
AT351744B (de) Holzspanplatte mit einem kratzfesten, vorzugs- weise auch dekorativen ueberzug und verfahren zu deren herstellung
US1398143A (en) Moldable composition and method of making same
DE573884C (de) Presse
DE652227C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen aus haertbaren Kunstharzmassen
US1697248A (en) Process of treating wood
DE1792051C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kunststoffimprägniertem Holz
AT387183B (de) Verfahren zum anschaeumen eines teiles aus polyurethan-schaumstoff an wenigstens einen teil aus holz oder holzaehnlichen werkstoffen
AT46957B (de) Verfahren zur Grundierung von Holzplatten.
DE652073C (de) Verfahren zur Herstellung aufgerauhter Baukoerper
DE870660C (de) Verfahren zur Herstellung von mit plastischen Stoffen impraegnierten Schuhsohlen
DE863896C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstharzformkoerpern
DE1770192U (de) Geschirrplanke.
CH279390A (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhleisten.
DE870215C (de) Verfahren zum Herstellen von Schuhen aus Kunstharzen
DE1194133B (de) Verfahren zur Herstellung von oberflaechen-veredelten Platten oder Gegenstaenden auseiner nach dem Trockenverfahren gewonnenen Fasermatte aus lignocellulosehaltigem Material
DE972573C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleifkoerpern
DE2645314A1 (de) Verfahren zur herstellung von hitzebestaendigen gegenstaenden und die dabei erhaltenen produkte
DE1936234A1 (de) Satinierbleche zur Herstellung von Holzfaserplatten,Spanplatten u.dgl.
DE1546436C (de) Verfahren zum Beschleunigen des Preßvorgangs bei Preßlingen aus mit Aminoplastharzen imprägnierten Dekorpapieren und Faserdeckschichten