Zahltagatäschchen. Die Buchungsarbeiten im Zahltagswesen, speziell für Fabrik- und Bauarbeiter, sind durch die seit einiger Zeit erweiterten Sozial zulagen und -abzüge komplizierter geworden. Man sucht daher nach Erleichterungen, be sonders um die Zahltagstaschen und die für jeden Arbeiter zu führende Lohnkarte in einem Arbeitsgang auszufüllen.
Die heute im Handel erhältlichen Zahltagslisten usw. sind oft verhältnismässig breit, deshalb unhand lich, und erfordern besondere Vorrichtun gen zum Ausfüllen von Hand, das ohnehin ermüdend ist, oder Schreibmaschinen mit ent sprechend breitem Wagen und Vorsteckein- richtung.
Gegenstand der Erfindung ist ein Zahl- tagstäsehehen, gekennzeichnet durch eine auf der Vorderseite vorgesehene, quer unterteilte Kolonne zur Eintragung von textlich erklär ten Abrechnungszahlen und durch ein auf der Rückseite des Täschchens im Bereiche ge nannter Kolonne befindliches Durchschreibe feld zwecks Übertragung der in der Abreeli- nungskolonne vorzunehmenden Eintragungen auf ein Buchungsblatt.
Dies erlaubt, ohne besondere Hilfsmittel auf einfache Weise das Durchschreiben der auf dem Zahltagstäschchen zu vermerkenden Abrechnungszahlen, z. B. in eine oder meh rere Kolonnen einer das Buchungsblatt dar stellenden Lohnkarte.
An Hand der Zeichnung soll ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erklärt werden. Es zeigen Fig. 1 ein Zahltagstäschchen im ausgebrei teten Zustand, Fig.2 die Gebrauchsweise des Zahltags- täschehens beim Durchschreiben der auf ihr einzutragenden Berechnungszahlen auf eine Lohnkarte und Fig.3 schematisch das Aufspannen von Zahltagstäschchen und Lohnkarte auf die Schreibwalze einer Büromaschine.
Das aus Papier zugeschnittene Zahltags täschchen 1 gemäss Fig. 1 besitzt die übliche . Form; punktiert sind die Falze zur Bil dung von Faltteilen angegeben, wovon 2 als Rückwand bzw. Rückseite der Tasche und 3 als Verschlussklappe derselben bestimmt ist.. Auf dem die Vorderseite des Zahltags täschchens 1 darstellenden Teil sind den Ab rechnungszwecken entsprechende Beschriftun gen sowie eine angepasste Lineatur aufge druckt.
Mittels letzterer ist unter anderem dem linken Rand der Vorderseite des Zahl tagstäschchens entlang eine senkrechte Ko lonne 4 gebildet, die der Eintragung von in Betracht kommenden Abrechnungszahlen dient und durch eine Trennungslinie in zwei für die Angabe von Franken und Rappen bestimmte Felder und ausserdem durch Quer- bzw. Horizontallinien unterteilt ist, neben welchen rechtsseitig die Abrechnungsposten erklärender Text angebracht ist; ferner sind einige textfreie Querlinien vorgesehen, welche gegebenenfalls die Eintragung ergänzenden Textes, z. B. für den Abzug von Logiskosten usw., und der betreffenden Zahlenwerte ge statten.
Der Abrechnungskolonne 4 auf der Vor derseite des Zahltagstäschchens entsprechend ist auf deren Rückseite ein durch Karbonisie- rung oder in anderer Weise entstandenes Durchschreibefeld 5 vorgesehen, welches sich somit im Bereich genannter Kolonne 4 be findet, so dass in dieser vorzunehmende Ein tragungen auf ein unterlegtes Buchungsblatt durchgeschrieben werden können.
Das Durch schreibefeld 5 geht unten und oben über die Berechnungskolonne 4 hinaus, so dass in ent sprechenden Feldern auf der Vorderseite des Zahltagstäschchens zur Eintragung kom- mende Angaben ebenfalls durchgeschrieben werden; das betreffende untere Feld 6 der Vorderseite des Zähltagstäschchens kann zum Beispiel für Kontrollzwecke zur Aufnahme der Blattnummer der Zahltagsliste benutzt werden.
Die senkrechte Abrechnungskolonne 4 ist hinsichtlich Breite und Queriuiterteilung auf entsprechend gestaltete, zueinander parallele Einzelkolonnen der in Fig. 2 gezeigten recht eckigen Lohnkarte 7 abgestimmt; diese quer unterteilten Einzelkolonnen stehen senkrecht zu den Längsrändern der Lohnkarte 7 und reichen bis zu einem zur Aufnahme von Per sonalangaben usw. bestimmten obern Rand feld.
Auf der gezeichneten Vorderseite der Lohnkarte sind dreizehn fortlaufend nume- rierte Einzelkolonnen vorgesehen und an schliessend drei nicht numerierte Einzelkolon nen, von denen die erste in der Abrechnungs kolonne 4 des Zahltagstäschchens entspre chender Weise beschriftet ist, während die zwei ergänzenden Kolonnen die Eintragung zusätzlicher Angaben gestatten, wie z. B. be sondere Nachzahhmgen, Ferienvergütungen usw., und das Halbjahres- bzw.
Jahrestotal; die Rückseite der Lohnkarte besitzt eine ent sprechende und in gleicher Weise beschrif tete Einteilung, nur mit der Änderung, dass die dreizehn senkrechten Einzelkolonnen von vierzehn an fortlaufend numeriert sind. Die sechsundzwanzig Einzelkolonnen dienen zur Eintragung der Rechnungsposten je einer einzelnen Auszahlungsperiode.
Zahltagstäsch- chen-und Lohnkarte sind so aufeinander ab gepasst, dass, wenn das Zahltagstäsclichen mit tels des zur Bildung ihrer Verschlussklappe 3 vorgesehenen Falzes in der erfor derlielien Weise über den zii den Einzelkolonnen der Lohnkarte quer verlaufenden obern An schlagrand derselben gesteckt wird, die hori zontalen Linien beider Teile sich überdecken;
das Zahltagstäschehen kann dem erwähnten Rand entlang verschoben werden, damit die Berechnungskolonne 4 desselben mit der je weils in Betracht kommenden Einschreibe kolonne der Lohnkarte 7 zur Überdeckung kommt, wie es für ordnungsmässige Buchungs arbeit notwendig ist.
Der gegenseitige Abstand der horizontalen Linien der Berechnungskolonne des Zahltags täschchens und der Kolonnen der Lohnkarte entspricht zweckmässig einem Schaltschritt der Schreibwalze einer Büromaschine, uni die Eintragungen in die genannten Kolonnen und mit einer solchen Maschine vornehmen zu können. Aus Fig. 3 ist ohne weiteres die Art und Weise des Aufspannens des Zahl tagstäschchens 1 samt der Lohnkarte 7 er sichtlich; mit 8 ist die Schreibwalze und mit 9 die übliche Papierführung bezeichnet. Eine Vorsteckeinrichtung ist dabei nicht nötig.
Die Anordnung der Abrechnungskolonne 4 am linken Rand des Zahltagstäschchens er gibt den Vorteil, dass bei sukzessivem Ausfül len der Lohnkarte 7 in der vorgesehenen, von links nach rechts fortschreitenden Art bereits beschriebene Kolonnen der Lohnkarte durch das Zahltagstäschchen nicht überdeckt wer den, sondern sichtbar bleiben, so dass eine ent sprechende Kontrolle der neuen mit schon vorhandenen Zahltagseintragningen während des Eintragens möglich ist. Als weiterer Vor teil dieser Anordnung ist zu nennen, dass beim Ausfüllen mit einer Büromaschine links der Randsteller fixiert werden kann, so dass ohne Tabulator gearbeitet werden kann.
Durch das für jede Zahltagsperiode nur ein malige Fixieren des linken Randstellers sowie der Papierführung der Büromaschine ist die Gefahr, dass die Dir chsehrift irrtümlich in eine unrichtige Kolonne der Lohnkarte ge macht wird, vollständig ausgeschlossen, denn beim Einspannen in die Maschine zeigt es sich ja automatisch, wenn das Zahltagstäschclien unrichtig auf die Lohnkarte gesteckt wurde.
Die Anordnung der Abrechnungskolonne 4 am linken Rand ergibt ferner den Vorteil, dass zusätzlicher Text, z. B. über besondere Zulagen oder Abzüge, der nicht vorgedruckt ist, mit der Maschine rechts anschliessend neben den Betrag gesetzt werden kann, ohne dass zuerst die Randauslösetaste betätigt wer den muss.
1>a das Zahltagstäsehehen nur bei Eintra gungen in die letzte Zahltagskolonne auf bei den Seiten der Lohnkarte und auch dann nur wenig über den entsprechenden Rand der Lohnkarte hinausragt, reicht für das maschi nelle Beschreiben die normale Schreibwalze für A4-Format quer aus.
Das Zahltagstäsehehen kann gegebenen falls auf der Rückseite ein der Kontrolle sei nes Inhaltes dienendes Fenster besitzen.
Ausser für Lohnauszahlungen eignet sich das beschriebene Zahltagstäsehehen auch für periodische Auszahlungen anderer Art, wie z. B. zur Auszahlung von Pensionen.