CH263773A - Fernsteuerungsverfahren mit Gruppenwahl. - Google Patents

Fernsteuerungsverfahren mit Gruppenwahl.

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CH263773A
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Zellweger Ag Apparate-Un Uster
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Zellweger Uster Ag
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Description


  Fernsteuerungsverfahren mit Gruppenwahl.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Fernsteuerungsverfahren,    bei dem von einem  Sender     aus    ein     Startimpuls    und in bestimm  ten Zeitabständen von diesem     Gruppenwahl-          und        Betätigungsimpulse    gesendet werden.  



  Es kann vorzugsweise in     Überlagerungs-          Fernsteuerungsanlagen    für Netze zur Vertei  lung elektrischer Energie angewendet werden  und bietet in diesem Falle die Möglichkeit,  auf einfache Weise eine grosse Zahl von  Steuerbefehlen unabhängig voneinander mit  einer einzigen Steuerfrequenz zu übertragen.  



  Die Erfindung besteht darin, dass durch  den Startimpuls in den Empfängern je eine  um eine Achse drehbare     Mitnehmervorrich-          tung    in Drehbewegung gesetzt wird und dass  diese     Mitnehmervorrichtung    ihrerseits nur  durch mindestens einen nach dem Startimpuls  eintreffenden     Gruppenwahlimpuls    mit einem  ebenfalls drehbaren Schaltmechanismus ge  kuppelt wird, wobei nur im Falle der erfolg  ten Kupplung der Schaltmechanismus, ge  steuert durch die folgenden Betätigungs  impulse, mindestens auf einen zu     betätigen-          den    Schalter einwirken kann.  



  Die Erfindung umfasst auch eine Vorrich  tung zur Durchführung des erfindungsgemä  ssen Verfahrens. Demnach ist jeder Empfän  ger mit einer um eine     Achse    drehbaren     Mit-          neIrmervorrichtung    ausgerüstet, die nach  Empfang eines Startimpulses in Drehbewe  gung gesetzt wird. Eine um die gleiche Achse  drehbare     Schaltvorrichtung    wird nur dann  mit Hilfe einer Kupplung mit der Mitnehmer-         vorrichtung    gekuppelt, wenn vom Sender her  nach dein Startimpuls ein Gruppenwahl  impuls gesendet wird.  



  Die Kupplung wird vorteilhaft.. als Feder  mit je einem     Mitnehmer-    und einem     Verriege-          lungsbolzen    ausgeführt., wobei ein     Auswerfer     mit schiefer Ebene dafür sorgt, dass die Kupp  lung in der Nullage des Empfängers geöffnet.  wird.

   Eine drahtförmige     Verriegelungsfeder     hält mit Vorteil die Kupplung auch nach er  folgtem Start des Empfängers geöffnet., bis  ein nach dem Startimpuls eintreffender     Grup-          penwahlimpuls    die     Verriegelungsfeder    in den  Bereich eines     Gruppenwahlbolzens    bringt, der  seinerseits die Verriegelung der offenen Kupp  lung derart aufheben kann, dass sich nun die  Kupplung mit eigener Federkraft schliesst.  Es ist vorteilhaft, den     Gruppenwahlbolzen     versetzbar auszuführen, womit eine leichte  Umstellung der Empfänger von einer Gruppe  auf eine andere ermöglicht wird..

   Die Schalt  vorrichtung wird vorteilhaft als Scheibe mit  zwei gegeneinander um 1800     versetzten    radia  len Schaltarmen     ausgeführt.     



  An Hand der Zeichnungen wird beispiels  weise eine Vorrichtung zur Ausführung des  erfindungsgemässen Verfahrens in Anwen  dung auf     Energieverteilungsnetze    mit Hilfe  von überlagerten tonfrequenten Steuerimpul  sen näher erläutert:       Fig.    1 zeigt einen Schnitt durch den me  chanischen. Teil eines Empfängers sowie das  zugehörige elektrische Schaltschema.           Fig.    2 zeigt eine Ansicht von unten auf  wichtige Teile der Startvorrichtung des Emp  fängers.  



       Fig.    3 zeigt eine vergrösserte Ansicht der  Schalt- und der     Mitnehmervorrichtung    von  unten sowie der Kupplung     zwischen    den bei  den     genannten        Vorrichtungen.     



       Fig.    4 zeigt die Schalt- und     Mitnehmervor-          richtung    sowie die zu     betätigenden    Schalter  von oben.  



       Fig.    5     zeigt.    die     Vorrichtung    zum Auswer  fen der Kupplung nach einem vollendeten  Umdrehungszyklus der     Mitnehmervorrich-          timg.     



       Fig.    6 stellt ein     Impuls-Zeit-Diagramin    dar.  Zum besseren Verständnis sind unterhalb die  ses     Diagrarmnes    wichtige Teile des Empfän  gers in linearer Abwicklung gezeichnet.  



  In     Fig.1    bedeutet 1 einen     Synchronmotor,     der über das Getriebe 2, 3 die Welle 4 an  treibt. Der Schaltmechanismus besteht aus der  Schaltscheibe 5, die drehbar- auf der Schalt  welle 6 befestigt ist. Die Schaltwelle 6 ist samt  der Schaltscheibe 5     unter    der     Wirktrog    der  Druckfeder 7 in axialer     Richtilng    verschieb  bar. Sie wird in der gezeichneten obern Lage  durch den Anker 8 des Elektromagneten 9 ge  halten, da die Nase 10 des Ankers unter den  zylindrischen Ring 11 der Schaltwelle 6 greift.

    Die zu     betätigenden    Schalter, von denen in       Fig.    4 beispielsweise fünf     Stück,    12 bis 16, ge  zeichnet sind, sind im vorliegenden Beispiel  halbkreisförmig um die Schaltwelle 6 ange  ordnet, wobei ein Sektor für die Nullstellung  des Schaltarmes und die Gruppenwahl frei  bleiben muss.

   Gemäss den     Fig.    1     und    4 weisen  die     einzelnen    Schalter in zwei axial zueinan  der versetzten, senkrecht zur Schaltwellen  achse liegenden Ebenen sternförmig ange  ordnete Speichen 19     und    20 auf, wobei die in  der obern Ebene liegenden Speichen 19 in       Umfangsrichtung    sich in der Mitte zwischen  den in der     iuztern    Ebene liegenden Speichen  20 befinden. Auf der gleichen Welle, mit der  die Speichen 19 und 20 verbunden sind, sitzt  je ein scheibenförmiges     Sehaltglied    21 aus  Isoliermaterial fest, das mit Aussparungen 22  versehen ist.

   Die einzelnen Schalter 12 bis 16    sind geschlossen oder geöffnet, je nachdem die       Federn    12' bis 16' in den Aussparungen 22  oder auf dem Umfang des     Sehaltgliedes    21  aufliegen und so mit den Federn 12" bis 16"  eine elektrische Verbindung herstellen oder  nicht.    Auf der Schaltwelle 6 ist unterhalb der  Schaltscheibe 5 das     Mitnehmerklötzchen    40  fest     verstiftet.    An ihm ist die ringförmige  Kupplungsfeder 41 festgenietet. Diese Kupp  lungsfeder 41 trägt einen     Mitnehmerbolzen    42  sowie einen mit einer Nut 43' versehenen     Ver-          riegelungsbolzen    43.

   Befindet sich der Emp  fänger, wie in     Fig.    1 gezeichnet, in der Ruhe  lage, so wird die Kupplungsfeder 41 durch  einen Auswerfer 44 in einer     intern    Lage ge  halten, so dass sich die drahtförmige     Verriege-          lungsfeder    45 unter der Einwirkung ihrer  eigenen Federkraft in die Nut 43' des     Verrie-          gelungsbolzens    43 schieben kann.  



  Bei einer Befehlsdurchgabe kommt von  der Sendestelle über die Starkstromleitung 23       (Fig.l)    ein erster tonfrequenter Impuls 60,  genannt     Startimpuls    (Fug. 6), der in allen an  geschlossenen Empfängern die Einschaltung  des Synchronmotors 1 bewirkt. Dies geschieht  wie folgt:  An die     Starkstromleitung    23 ist das aus  dem     Kondensator    24 und der Spule 25 gebil  dete und auf die Steuerfrequenz abgestimmte  Filter angeschlossen. Die durch den Steuer  impuls an der Spule 25 bewirkte Resonanz  spannung bringt den Elektromagneten 9 zum  Ansprechen. Dieser zieht den Anker 8 ent  gegen der Wirkung der Feder 26 an, und die  Nase 10 gibt die Schaltwelle 6 frei.

   Unter der  Wirkung der Druckfeder 7 bewegt sich nun  die Schaltwelle 6 mit allen an ihr befestigten  Teilen in axialer Richtung in ihre untere  Lage. Diese untere Lage ist durch die Gegen  haltung 27 und die gegenüberliegende Zahn  lücke des Kronenrades 28 definiert. Am an  der Schaltwelle 6 befestigten Zahnrad 29 ist  ein Isolierstift 30 angebracht, der bei der     Ilin-          unterbewegung    der Schaltwelle 6 den aus zwei  Kontaktfedern gebildeten Schaltkontakt 31  schliesst. Dadurch wird der     Synchronmotor    1           schaltungsgemäss    an das Starkstromnetz 23  angeschlossen.  



  Er treibt nun über das Getriebe 2, 3, die  Welle 4, das     Ritzel    34 und das Zahnrad 29  die Schaltwelle 6 an. Kurz nach diesem Start  wird die Schaltwelle 6 durch die schiefe Ebene  des ersten Zahnes 35 des sich in Richtung des  Pfeils in     Fig.1.    drehenden Kronenrades 28,  die mit der     Gegenhaltung    27 zusammenwirkt,  wieder in ihre obere Lage     binaufgesehoben.     



  Der     Schaltkontakt    31 wird trotz dem Zu  rückweichen des Isolierstiftes 30 durch die  Nase 32 des     IIebels    33 bis auf weiteres in der  geschlossenen Lage gehalten, da sieh die Nase  32 unter der     Wirkung    der Druckfeder 39 über  einen Ansatz der obern Kontaktfeder des  Schaltkontaktes 31 schiebt.  



  Mit Hilfe der     Verriegelungsfeder    45 wird  die     Kupplung    in ihrer geöffneten Lage gehal  ten, trotzdem sie sieh durch die Drehbewegung  aus dem Bereich des Auswerfers 44 entfernt  hat.  



  Die     Nase    10 des     Ankers    8, die an der     Au-          I.')enfIäclie    des     Rin-es    11 auflag, solange sich  die     Schaltwelle    6 in der untern Lage befand,  se     Hiebt    sich nunmehr wieder     -unter    den     Ring     11 und hält die     Sehaltwelle    6 damit in ihrer  obern Lage, bis ein weiterer Steuerimpuls den  Anker 8 des Relais 9 wieder zum Anziehen  bringt.  



       17s    sei beispielsweise     angenommen,    dass der  folgende     Steuerimpuls    62, zeitlich wie in     Fig.    6  dargestellt, am     Empfänger    eintreffe, sobald  sich die     Verriegelungsfeder    45 unmittelbar  vor dem     Gruppenwahlbolzen    46 befinde.  



  Dieser     Steuerimpuls    62 sei     Gruppenwahl-          impuls        1I    genannt. Er erregt das Relais 9, so  dass dessen Anker 8     mit    seiner Nase 10 die       Schaltwelle    6 freigibt. Die letztere bewegt sieh  unter     dein        Einfluss    der Druckfeder 7 wieder  nach unten.  



  Die     Verriegelungsfeder    45     gelangt        hier-          dureli    unmittelbar vor den     Gruppenwahlbol-          zen    46, so     dali    sie beim Weiterdrehen der  Schaltwelle 6 durch den     Gruppenwahlbolzen          festgehalten    wird. Damit     gibt    die     Verriege-          lungsfeder    45 den     Verriegelungsbolzen    43  frei, so dass die ganze Kupplungsfeder 41 sich    unter dem Einfluss der eigenen Federkraft  nach oben bewegt.

   Etwas später wird durch  das     Wiederemporsteigen    der     Sehaltwelle    6,  bewirkt durch einen Zahn 35' des Kronen  rades 28, die     Verriegelungsfeder    45 vom       Gruppenwahlbolzen    46     freigegeben.    Die     Ver-          riegelungsfeder    45 kann sich nun aber nicht  mehr in die Nut des     Verriegelungsbolzens    43  einlegen, sondern sie stösst an dessen Kopf     4''     an. Die Kupplungsfeder 41 bleibt, also in ihrer  obern Lage.

   Hat sich die     Sehaltwelle    6 mit  der Kupplungsfeder 41 von der     Ausgangsstel-          lung    aus um 1800 gedreht, so trifft der     Kupp-          lungsbolzen    42 auf den     Mitnehmerlappen    47  der Schaltscheibe 5. Dadurch wird die letztere  mit. der Schaltwelle 6     gekuppelt,    so dass sie  sieh nun ebenfalls zu drehen beginnt.  



  Die Kupplung der     Mitnehmervorrichtung     mit der     Schaltvorriehtung    wird also durch  den     Gruppenwahlimpuls    durch Lösen einer  Verriegelung, die die     Kupplung    offenhält,  nur vorbereitet, während die eigentliche  .Kupplung erst später nach einem bestimmten  Weiterdrehen der     Mituehmervorriehtung    wirk  sam wird.  



  Durch das Weiterdrehen des Synchron  motors 1     gelangt    der     Sehaltarm    48 der Schalt  scheibe 5 schliesslich unmittelbar vor den  Schalter 12. Es sei angenommen, dass dieser       Schalter    12 in seine Einstellung     gesteuert          werden    müsse. Zu diesem Zwecke gibt der       Sender    einen sogenannten Betätigungsimpuls  72 an das Starkstromnetz ab,     Lind    zwar unmit  telbar bevor der Schaltarm 48 den Schalter 12  erreicht hat (siehe     Impuls-Zeit-Diagramm).     Durch diesen Impuls wird das Relais 9 neuer  dings erregt, so dass sein Anker 8 die Welle 6  wiederum freigibt.

   Unter dem Einfluss der  Druckfeder 7 bewegt sieh die Schaltwelle 6  nach unten und bringt so den Schaltarm 48  genau in den Bereich der Speichen 20 des  Schalters 12. Beim Weiterdrehen nimmt der       Sehaltarm    48 die Speiche 20 eine bestimmte       Strecke    weit mit und dreht. dabei das Schalt  glied 21 so weit, dass sich der Kontakt 12  schliesst. Unterdessen hat sich das Kronenrad       '28    ebenfalls     weitergedreht,    so dass nunmehr  sein nächster Zahn 35" in den Bereich der      Gegenhaltung 27     gelangt.    ist, wodurch die  Schaltwelle 6 wieder hochgeschoben und in  ihrer obern Lage     durch    den Relaisanker 8 ge  halten wird.  



  Es sei angenommen, der folgende Schalter  13 müsse ausgeschaltet werden. Dementspre  chend gibt der Sender keinen Steuerimpuls,  wenn sich der Schaltarm 48 vor dem Schalter  13 befindet. Das Relais 9 arbeitet also nicht.,  sein Anker 8 gibt die Schaltwelle 6 nicht frei,  so dass der Schaltarm 48 den Schalter 13 in  seiner obern Höhenlage passieren muss. Diese  ist     konstruktionsgemäss    derart, dass der  Schaltarm 48 sich diesmal im Bereich der  Speichen 19 befindet. Er nimmt die Speiche  19     also    eine Strecke weit mit, wodurch das  Schaltglied 21 des Schalters. 13 so lange ge  dreht     wird,    bis der Kontakt 13 öffnet.  



  Es sei angenommen, dass die folgenden  zwei Schalter 14     und    15 geöffnet bleiben sol  len, ihre     Schaltglieder    21 dürfen durch den  Schaltarm 48 also nicht gedreht werden. Wie  aus     Fig.    1 und 4 ohne weiteres ersichtlich ist,  ist     dies    der Fall, wenn keine Betätigungs  impulse gesendet werden, wodurch der Schalt  arm 48 sich in der gezeichneten     obern    Lage  an den Schaltern 14 und 15     vorbeibewegt.    Da  sich diese Schalter bereits in der     Ausstellung     befinden, stehen ihre Speichen 19 derart, dass  der Schaltarm 48 vor den Schaltern 14     und     15 passieren kann,

   ohne eine Speiche 19     mitzu-          nehmen.     



  Es sei ferner beispielsweise angenommen,       class    der Schalter 16 in der bereits geschlos  senen Lage verbleiben soll. Zu diesem Zwecke  gibt der Sender gemäss dem     Impuls-Zeit-Dia-          gram    in     Fig.    6 einen Betätigungsimpuls 76 ins  Netz, und zwar     unmittelbar    bevor der Schalt  arm 48 den Schalter 16 erreicht hat. Durch  diesen Impuls wird das Relais 9 erregt, so dass  der Schaltarm 48, wie bereits beim Schalter  12 beschrieben, in die Höhenlage der Speichen  0 gesteuert wird.  



  Da der Schalter 16 jedoch bereits geschlos  sen ist, befinden sich die Speichen 20, wie aus  der     Zeichnung    ersichtlich ist, bereits in einem  solchen     Winkel    zum Schaltarm 48, dass kein       Mitnehmen    mehr erfolgen kann.    Im vorliegenden Beispiel entspricht also  der     Sendung    eines Betätigungsimpulses die  Einschaltstellung und keinem Betätigungs  impuls die Ausschaltstellung. Das beschrie  bene Verfahren ist, aber nicht an diese Lö  sung     gebunden,    sondern es sind, dem jewei  ligen Zweck entsprechend, unter den einzel  nen Schaltern die verschiedensten Kombina  tionen möglich.  



  Die zeitgerechte Sendung der Betätigungs  impulse bereitet keine Schwierigkeiten und  kann zum Beispiel ohne weiteres im Sender  durch einen     synchronlaufenden    Kontaktarm  gesteuert: werden.  



  Bei Erreichen der in den     Fig.    1 und 4 ge  zeichneten     End-    oder     Startstellung    der Schalt  scheibe 5, das heisst nach einer Umdrehung  der Schaltwelle 6 und einer halben Umdre  hung der Schaltscheibe 5, wird der Synchron  motor 1 wieder selbsttätig stillgesetzt. Dies ge  schieht wie folgt: Das Zahnrad 29, von dem  in     Fig.    2 eine Draufsicht von     -unten    gezeich  net ist, besitzt einen keilförmigen Stift 36 und  zwölf auf einem Kreis angeordnete Ausspa  rungen 37. Diese     Aussparungen    37 entspre  chen der Startstellung sowie den Gruppen  wahl- und     Schalterstellringen.    Das Zahnrad  29 ist in der Startstellung gezeichnet.

   In die  ser     Stellung    ragt ein an der obern Kontakt  feder des Kontaktes 31 befestigter Isolierstift  38 in die erste Aussparung 37 des Zahnrades  29. Da sich das Zahnrad 29 bei jedem Betäti  gungsimpuls nach     -unten    bewegt, muss in dem  selben bei jeder Schalterstellung eine Ausspa  rung 37 vorhanden sein, damit der Isolierstift  nicht. anstösst. Bewegt sich der keilförmige  Stift 36 kurz vor Erreichen der Startstellung  in Richtung des Pfeils (Fug. 2) mit seiner ab  geschrägten Fläche am obern abgebogenen  Teil des Hebels 33 vorbei, so wird die Nase 3?  von der obern Kontaktfeder des Kontaktes 31  gelöst. Der Kontakt 31 kann jedoch erst öff  nen und so den Motor 1 vom Netz 23 abschal  ten, wenn der Isolierstift 38 in die entspre  chende Aussparung 37 hineingleiten kann.

    Dies erfolgt stets etwas später als die Lösung  der Nase 32, um so zu gewährleisten, dass sich  beim Stillstehen des Synchronmotors 1 der      konische Stift 36 bereits wieder am Hebel 33       vorbeibewegt    hat     (Fig.    2).  



  Da die Schaltscheibe 5 mit zwei genau um  1800 gegeneinander versetzten Schaltarmen 48  und     48',sowie    mit zwei     Mitnehmerlappen    47  und 47' ausgerüstet ist, ist es zur Erreichung  der Nullstellung nicht notwendig, auch die  Schaltscheibe 5 um<B>3600</B> zu drehen; dieselbe  befindet sieh vielmehr schon nach 1800 wieder  in einer Nullstellung.  



  Durch einen mit einer schiefen Auflauf  fläche ausgerüsteten Auswerfer 44 wird dafür  gesorgt, dass die Kupplung unmittelbar vor  der Nullstellung des     Mitnehmers    40 geöffnet,  dass heisst die Kupplungsfeder 41 in ihre un  tere Lage gebogen wird     (Fig.    5). Damit sich  die     Schaltscheibe    5 bei geöffneter Kupplung  nicht,     unerwünschterweise    drehen kann, wird  sie durch eine aus zwei Blattfedern 50, 51  bestehende Bremse in ihrer Lage festgehalten.

    Die Bremswirkung der Blattfedern 50, 51  wird dabei derart einreguliert, dass wohl ein       unerwünschtes    Drehen der Schaltscheibe 5,  wie es zum Beispiel durch die Lagerreibung  auf der Schaltwelle 6 hervorgerufen werden       l(önnte,    sicher vermieden wird, dass aber das  gewollte Drehen der     Schaltscheibe    5 bei ge  schlossener Kupplung 42 noch ohne weiteres  möglich ist.  



  Zum besseren.     Verständnis    der zeitlichen       Zusammenhänge    beim Arbeiten eines Empfän  gers sind in     Fig.    6 unter     cc)    ein     Impuls-Zeit-          Diagramm,    unter b) die beiden Schaltarme 48  und 48' sowie die Kupplungsvorrichtung mit  dem     Mitnehmerbolzen    42, dein     Verriegelungs-          bolzen    43 und dem Auswerfer 44, und unter  c) die     Abwicklung    des Kronenrades 28 mit  dem     Rückstellnocken    27 gezeichnet.

   Bei einer  Befehlsdurchgabe bewegt sich in Wirklichkeit  das Kronenrad 28 von rechts nach links, wo  bei der     Rückstellnocken    27 stillsteht. Die Vor  gänge lassen sich aber genau gleich verfolgen,  wenn man zur Erhöhung der Anschaulichkeit,  wie in     Fig.    6 durch Pfeile angedeutet ist, an  nimmt, das Kronenrad 28 stelze still und der       Rüekstellnocken    27 werde von links nach  rechts bewegt.

      Nach dem beschriebenen Verfahren ist es  mit Hilfe der ebenfalls beschriebenen Vorrich  tung also möglich, von einer zentralen Stelle  aus über das vorhandene Starkstromnetz in  allen angeschlossenen Empfängern, die den       Gruppenwahlbolzen    46 an der dem gesendeten       Gruppenwahlimpuls    entsprechenden Stelle  besitzen, die fünf Schalter 12 bis 16 nach Be  lieben durch eine entsprechende     Steuerimpuls-          folge    ein- oder auszuschalten.

   Wesentlich ist,  dass nach dem Startimpuls 60 im richtigen  zeitlichen Abstand auch der Gruppenwahl  impuls gesendet wird, so dass bei der durch  diesen Impuls hervorgerufenen Abwärtsbewe  gung der Schaltwelle 6 die     Verriegelungsfeder     45 durch den     Gruppenwahlbolzen    46 vom     Ver-          riegelungsbolzen    43 abgehoben wird, damit  sich die Kupplung schliessen kann. Unterlässt  man die zeitgerechte Sendung des Gruppen  wahlimpulses, so wird die Kupplung nicht ge  schlossen.

   Die Schaltwelle 6 führt in diesem  Falle, hervorgerufen durch den Startimpuls  60, wohl eine volle Umdrehung von 3600 aus,  die Schaltscheibe 5 bleibt in diesem Falle aber  stehen und kann so auf keinen der Schalter  12 bis 16 einwirken, auch dann nicht, wenn  ausser dem Startimpuls Betätigungsimpulse  oder sogar andere, der Stellung des Gruppen  wahlbolzens zeitlich nicht entsprechende       Clruppenwahlimpulse    gesendet werden.  



  Im     beschriebenen    Ausführungsbeispiel  wurde die Anzahl. der Gruppen mit fünf an  genommen und der Empfänger so ausgeführt,  dass er der Gruppe     II    angehört. Selbstver  ständlich kann die Anzahl der Gruppen in  einer Fernsteuerungsanlage "beliebig den<B>je-</B>  weiligen Bedürfnissen entsprechend festgelegt  werden. Desgleichen ist die Anzahl der pro       Clruppe    zu     betätigenden    Sehalter nicht, wie  beispielsweise dargestellt, auf fünf beschränkt  Durch die Anzahl der Gruppen und die An  zahl der pro Gruppe     zii    betätigenden Schalter  ergibt sich selbstverständlich die Zahnteilung  des Kronenrades 28.

   Um ein Dezimalsystem  zu erhalten, kann beispielsweise     sowohl    die  Zahl der Gruppen als auch die Zahl der pro  Gruppe zu betätigenden Schalter mit je zehn  festgelegt werden. Es ist dabei nicht notwen-           dig,    jeden Empfänger mit allen zehn Schal  tern auszurüsten. Nicht benötigte Schalter       können        einfach    weggelassen werden, ohne dass       dadurch    die     Funktionen    des Empfängers  irgendwie beeinträchtigt werden. Sofern die       Schaltbedürfnisse    im Laufe der Zeit gewach  sen     sind,    ist es anderseits möglich, ursprüng  lich nicht benötigte Schalter nachträglich in  den Empfängern zu montieren.

   Die Maximal  zahl der Schalter pro Empfänger kann dabei  naturgemäss die ursprünglich vorgesehene  Maximalzahl nicht überschreiten.  



  Um den für die Schalter vorhandenen  Platz besser auszunützen, brauchen die Schal  ter nicht -unbedingt,     wie    in     Fig.    4 dargestellt,  innerhalb eines Halbkreises angeordnet zu  werden. Es ist vielmehr möglich, die Schalter  über den ganzen Kreis zu verteilen. In     Fig.    4       kann    also beispielsweise auch die obere Hälfte  der Schalterplatine 56     ziun    Placieren von  Schaltern benützt werden.

   Die auf der obern       Hälfte        placierten    Schalter würden dann in  dem in     Fg.    4 gezeichneten Fall bei der näch  sten Empfängerbetätigung durch den Schalt  arm 48' betätigt, während die Betätigung der  in der untern Hälfte     placierten    Schalter  durch den Schaltarm 48 erfolgt.

   Da die  Schaltscheibe 5 bei einer Empfängerbetäti  gung jeweils nur eine halbe     Umdrehung     (1800)     ausführt,    betätigen die Schaltarme 48       und    48'     abwechslungsweise    das eine Mal die  auf der obern     Hälfte,    das andere Mal die auf  der untern     Hälfte    der Schalterplatine 56     pla-          cierten    Schalter. Um das nachträgliche Mon  tieren von Schaltern zu erleichtern, ist es vor  teilhaft, die Befestigungslöcher 54 von An  fang an für alle Schalter in die Schalterpla  tine zu bohren.  



  Das Umstellen     eines    Empfängers von einer  Gruppe auf eine andere kann sehr einfach be  werkstelligt werden, wenn zur Befestigung  des     Gruppenwahlbolzens    46 ein     Gewindeloch     55 in der     Schalterplatine    56 benützt wird     und     wenn in diese Schalterplatine 56 bei der Emp  fängerfabrikation die     Gewindelöcher    55 zum  vornherein für alle Gruppen gebohrt werden.  Das Ein- oder Umstellen der Gruppe kann         dann    durch einfaches Versetzen des Gruppen  wahlbolzens 46     bewerkstelligt    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLTCHE I. Fernsteuerverfahren, bei dem von einem Sender aus ein Startimpuls und in bestimm ten Zeitabständen von diesem Gruppenwahl und Betätigungsimpulse gesendet werden, da durch gekennzeichnet,
    dass durch den Start impuls in den Empfängern je eine um eine Achse drehbare Mitnehmervorrichtung in Drehbewegung gesetzt wird und dass diese Mitnehmervorrichtung ihrerseits nur durch mindestens einen nach dem Startimpuls ein treffenden Gruppenwahlimpuls mit einem ebenfalls drehbaren Schaltmechanismus ge kuppelt werden kann, wobei nur im Falle der erfolgten Kupplung der Schaltmechanismus, gesteuert durch die folgenden Betätigungs impulse,
    mindestens auf einen zu betätigen- den Schalter einwirken kann. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Empfänger eine um eine Achse drehbare Mitnehmervorrieh- tung aufweist, die nach Empfang eines Start impulses in Drehbewegung gesetzt wird, und ferner eine um die gleiche Achse drehbare Schaltvorrichtung,
    die nur dann mit Hilfe einer Kupplung mit der Mitnehmervorrich- tung gekuppelt werden kann, wenn vom Sen der her nach dem Startimpuls ein Gruppen wahlimpuls gesendet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss durch einen ein treffenden Gruppenwahlimpuls die Kupplun- der Schaltvorrichtung mit der Mitnehmer- vorrichtimg nur vorbereitet werden kann und dass eine effektive Kupplung erst nach einem von der Mitnehmervorrichtung ausgeführten Drehwinkel erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplung, so fern sie sich beim Arbeiten des Empfängers in der geschlossenen Stellung befindet, vor Er- reichung der Empfängernullstellnng durch eine Auswerfvorriehtnng wieder geöffnet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungs- feder derart mit einem Verriegelungsbolzen zusannnenwirkt, dass auch nach erfolgtem Start des Empfängers die Kupplung in der geöffneten Stellung verharrt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I Lind Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessen der Kupphing beim Ein treffen eines Gruppenwahlimpulses durch ein Lösen der Verriegelung der offenen Kupp lung erfolgt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösen der Verriege- hing durch ein Zusammenwirken der Verrie- gelungsfeder finit einem Gruppenwahlbolzen ei-folgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 3 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gruppenwalilbolzen zum Zwecke der F:in- oder Umstellung der Emp- Fänger auf eine gewünschte Gruppe versetz bar ausgeführt wird.
    i. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehaltv or- richtung als Scheibe mit zwei gegeneinander tim 1800 versetzten radialen Schaltarmen aus- geführt ist.
    B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung als Feder ausgebildet ist, die an einem Ende an der 1Iitnehmervorrichtung befestigt ist und am andern Ende je einen Kupplungs- und einen Verriegelungsbolzen trägt. 9.
    Vorriehtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass die Kupplungsfeder vor der Null stellung auf eine als Blechstreifen mit einer schiefen Ebene ausgebildete Auswerfvorrieh- tung aufläuft und so die Kupplung öffnet. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltv or- rich.tung mit einer Bremsvorrichtung ver sehen ist, die ein Drehen der Schaltvorrich tung im ungekuppelten Zustand verhindert.
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