Lichtreklamevorrichtung. Die bestehenden Neonliclitreklamevorrich- tungen mit Edelgasröhren haben den Nach teil, dass sie mir von Fachleuten montiert werden können, die dann noch auf eine span nungsfreie mechanische Montage zu achten haben.
Sowohl während des Transportes wie während der Aufstellung soll Rechnung ge tragen werden der Zerbrechlichkeit. der Röhren, welche die Reklameelemente bilden. Insbesondere bei Verwendung als Blickfänger in Schaufensterauslagen ist bei der Entfer nung von ausgelegten (legenständen und bei der periodischen L mwechslung der Kästen die grösste Vorsicht walten zu lassen, während die Anwendung auf sich fortbewegende Fahr zeuge (Autos, Lieferwagen, Strassenbahnen und Züge) völlig ausgeschlossen ist.
Dies alles steht einer reichlicheren An wendung von Neonrohrreklamen im Wege, was uni so mehr zutrifft, weil wegen den hohen Anschaffungskosten die regelmässige Erneuerung eines Textes oder einer Abbil dung ziemlich unmöglich ist.
Diese Reklame beschränkt sich dadurch oft auf den permanenten Gebrauch eines gleichen Textes an derselben Stelle. Ab gesehen von dieser praktischen Erwägung gilt als technisches Bedenken, dass wegen den mechanischen Anforderungen, welche bei der Herstellung von Neonröhren an die Glas konstruktion gestellt werden, die kleinen Neonbuchstaben im allgemeinen als Schreib buchstaben zu dick werden. Die Erfindung betrifft eine Liclitreklame- vorrichtung, welche bezweckt, diese Nach teile zu beheben.
Die erfindungsgemässe Lichtreklamevor- richtung zeichnet sich aus durch eine künst liche Quelle von ultravioletten Strahlen und von dieser Quelle bestrahlte, lumineszierende, aus Formstücken gebildete Reklameelemente.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielswei sen Ausführungsform dargestellt, und es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht von vorn einer Licht reklamevorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht hierzu, Fig. 3 die Verbindungsorgane der Be schriftung und Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Buchstabenformer.
Nach Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 ein Ge häuse zur Aufnahme eines Transformers, welcher zur Speisung einer an diesen ange schlossenen Quecksilber-Danipfröhre oder an dern ultravioletten Lampe dient, die in dein Reflektor 2 angeordnet sind. Aii der untern Seite des Gehäuses 1 ist ein U-förmiger Haltekörper 3 angeschweisst, welcher eine entsprechend geformte Schiene 4 eines Bogen stückes 5, 6 führt. Das obere Bogenstück 6 dient als Träger. der etwa 4,5 mm dicken Be schriftung 7, während ein im Mittelteil an geordnetes Horizontalstück 8 als Träger für die Beschriftung 9 dient.
Wenn nötig, kann mindestens ein weiteres, in Fig. 2 strichpunk- tiert dargestelltes Bogenstück 10 an dem Bogenstück 5 festgelegt werden, das als Trä ger einer weiteren Beschriftung 11 dient. Statt der Texte können auch willkürliche Figuren benutzt werden.
Die Beschriftung resp. Bilder bestehen aus verlöteten oder verschweissten Kupfer drähten, Stäben oder Rohren und sind durch Stiften 12 durch Verlötimg oder Verschwei- ssung mit den in der Horizontalrichtung ver laufenden, im Querschnitt gesehen U-förmi- gen Tragstangen 13 fest verbunden (Fug. 3). Die Tragstangen 13 sind in ihren Mittelteilen auf den in den Teilen 6, 8, 10 sitzenden Ver bindungsplatten 14 angeordnet.
Die Verbin dungsplatten greifen teilweise in Ausnehmun- gen der Teile 6, 8, 10 ein und werden durch die Klemmen 15 in Stellung gehalten. Die vordern freien Enden der Klemmen 15 sind nach oben gekröpft und liegen den untern und den vordern Seiten der Tragstangen 13 an.
Die den Teilen 6, 8, 10 zugekehrten Enden der Klemmen besitzen in entspre chende Kerben eingreifende Nasen und wer den durch die Schraubenmuttern 16, welche auf zugehörige, in den vorgenannten Suppor ten sitzende Schraubenbolzen geschraubt sind, festgehalten. Auf diese Weise können auch lange Beschriftungen resp. grosse Bilder an den Teilen 6, 8, 10 sicher gehalten werden.
Die Beschriftungen und Figuren können in Formen, wie in Fig. 4 dargestellt, verhält nismässig leicht und rasch hergestellt werden. Die einzelnen, durch Biegen hergestellten Buchstaben werden durch Verschweissen oder Verlöten zu der Beschriftung vereinigt.
Die Quecksilberdampfröhre oder ein an derer ultravioletter Strahler ist derart aus gebildet, dass nur die ultravioletten Teile des Spektrums ausgestrahlt werden. Die Strahlen werden direkt und durch den Reflektor 2 auf die Beschriftungen 7, 9, 11 geworfen, die auf der bestrahlten Seite mit einer Leuchtmasse versehen sind.
Als Material für die Reklameelemente kann neben Kupfer z. B. Aliuniniiundraht, Aluminiumstab oder Aluminiumrohr verwen det werden, die an den Stellen, welche Licht geben sollen, mit einem lumineszierenden, z. B. phosphoreszierenden, Stoff bedeckt sind. Wendet man durchgehende Drähte oder Stäbe an, so kann man diese örtlich mit einer dies bezüglichen nicht aktiv wirkenden Schicht bedecken, genau wie man bei durchgehenden Neonröhren die Ausstrahlung örtlich mit einer lichtdichten Farbschicht abfängt.
Die Anordnung der Beschriftungen auf den Teilen 6, 8, 10 erwecken beim Betrachter den Eindruck, dass sie frei schweben resp. in der Luft hängen, da die Teile 6, 8, 10 keine lumi- neszierende Schicht aufweisen.
Weil die Reklameelemente leicht sind und unempfindlich für Bruch, kann man sie als Einheiten leicht auswechselbar machen. Auch kann man z. B. Schlagzeilen aus Abteilungen herstellen, welche je einen Buchstaben oder ein Wort enthalten, was bei Neonlichtrekla men unmöglich ist.
Wegen der ausserordentlich einfachen Bauart kann die beschriebene Vorrichtung auch auf fahrenden Fahrzeugen, wie Liefer wagen, Lastautos, Autobussen, Strassenbahnen und Zügen angewendet werden. Für Schau fensterzwecke kann ein Kästchen benutzt werden, in welchem die Lampe montiert wird und das an der Vorderseite mit einem Pla teau versehen ist, auf welchem die beschrie bene Haltevorrichtung für die Texte und Figuren angeordnet ist.
Für die Lichtquelle kann Gebrauch von Filtern, Linsen, Reflektoren usw. gemacht werden, um die ultravioletten Strahlen mög lichst geit zur Geltung zu bringen. Man kann jede hinderliche, z. B. sichtbare Strahlung, verhüten und die aktive Strahlung möglichst stark machen oder in einer bestimmten Rich tung bündeln.. Ferner kann mit einer einzigen Lichtquelle mehr als ein einziger Text oder Figur in verschiedenen gegenseitigen Entfer nungen und Höhen bestrahlt werden, wo durch ein stereoskopischer Effekt erzielt wird.
Wenn erwünscht, kann man die Reklame elemente periodisch oder kontinuierlich in bezug auf die ultraviolette Quelle beweglich machen, wodurch ausser des Textes auch die Lichtintensivität und sogar die Farbe ge- wechselt wird, was eine sehr besondere Wir kung gibt.
Durch die beschriebene Vorrichtung wer den die selbständigen Glühkörper, z. B. der Edelgasreklame, ersetzt durch lumineszie rende Drähte, Stäbe oder Rohre, die einerseits dieselbe und teilweise sogar bessere Licht wirkung ergeben und anderseits hergestellt werden aus unzerbrechlichem Material, wo durch jedes Bild und jeder Text in einfacher leise gemacht und je nach Bedarf ausge wechselt werden kann. Ausserdem hat man eine grosse Wahl in den Fluoreszenzfarben, mit denen man Text oder Darstellung an jeglicher Stelle verschiedenartig machen kann.
Es wird ein überraschender Lichteffekt erhalten, der bei einer grossen Oberflächen klarheit nicht blendet und mit dessen An wendung erheblich weniger Gefahr verbun den ist, während man es selber in der Hand hat, dünne, sogar sehr dünne und schwache Buchstaben und Figuren zu bilden, welche in einem Neonrohr unmöglich hergestellt wer den können.