CH264320A - Blitzlichtlampe. - Google Patents

Blitzlichtlampe.

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CH264320A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
    • F21K5/02Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices ignited in a non-disrupting container, e.g. photo-flash bulb

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Description


      Blitzlichtlampe.       Die     vorliegende    Erfindung bezieht sich auf  eine     Blitzlichtlampe    für photographische  Zwecke, welche     einen    abgedichteten Kolben  aufweist, in welchem ein brennbares Material,  wie z. B. Aluminiumdraht in loser Anordnung,       zusammen    mit einer Zündvorrichtung für  dasselbe und mit einer Sauerstoffatmosphäre  eingeschlossen ist, welch letztere beim Ent  zünden der Lampe mit dem brennbaren     bIa-          terial    reagiert, wobei     aktinisches    Licht ausge  strahlt wird.  



  Die brennbaren Materialien, die sich bisher  für die     Verwendung    in     Blitzlichtlampen    als  am geeignetsten erwiesen haben, bestehen ent  weder aus einer dünnen     Metallfolie    oder dün  nem     Materialdraht,    der bei Entzündung in  einer Sauerstoff- oder Sauerstoff enthaltenden  Atmosphäre unter Ausstrahlung einer be  trächtlichen Menge     aktinischen    Lichtes sehr  schnell verbrennt. Während einerseits Blitz  lichtlampen mit Folien wegen der bei der  Entzündung entwickelten ungeheuren Menge  an     aktinischem    Licht und wegen des verhält  nismässig kurzen Blitzes für gewisse Arten  von photographischen Arbeiten, die gewöhn  lich als Photographie mit.

    offenem Blitz  licht  bezeichnet werden, besonders vorteil  haft und nützlich sind, werden anderseits       Blitzlichtlampen    mit Draht. wegen der län  geren Blitzdauer für die Photographie mit   synchronisiertem Blitzlicht , bei welcher das  Blitzlicht der Lampe gleichzeitig mit dem    Öffnen oder Auslösen des     Kameraverschlusses     entsteht, bevorzugt.  



  Damit mittels der heutzutage verwendeten  Filme und photographischen Ausrüstung be  friedigende Blitzlichtaufnahmen entstehen,  muss das von der     Blitzlichtlampe    erzeugte  Blitzlicht eine Spitzenintensität von minde  stens 900 000 Lumen aufweisen. Wie im ameri  kanischen Patent Nr. 2037101 vom 14. April  1936 von J.

   A.     M.        Van        Liempt    hervorgehoben  wird, wurde es als unmöglich erachtet, reinen       Aluminiumdraht    allein als brennbares Mate  rial. in     Blitzlichtlampen    zu     verwenden,    und  zwar deshalb, weil keine Mittel bekannt waren,  um denselben zwecks     Erzeugung    von genü  gend Licht für die     Blitzlichtphotographie     wirksam zu entzünden. Ausserdem konnte bis  her reines Aluminium nicht so fein ausge  zogen werden, dass es sieh mit der verlangten  Geschwindigkeit hätte entzünden können.  



  Obwohl reines Aluminium mittels des  im amerikanischen Patent Nr. 2215477 vom  24. September 1940 von     M.        Pipkin    beschrie  benen     Verfahrens    zu Draht eines Durchmes  sers von 0,025 mm ausgezogen werden kann,  wurde es trotzdem als erwünscht erachtet,  mit dem Draht eine kleine Menge Folie zu  verwenden, um ein Blitzlicht von genügender  Intensität für photographische Zwecke zu er  zeugen.

   Wenn mit den bekannten     Synehroni-          sierungsmechanismen    in befriedigender Weise  gearbeitet werden soll, so muss ausserdem die      Spitzenintensität des Blitzlichtes etwa 0,020  Sekunden nach     Schliessen    des Stromkreises er  reicht sein.

       Wein        Draht-Blitzlichtlainpen,    in  welchen ausgezogenes, reines     Ahuninium    von  etwa 0,025 mm Durchmesser und gewöhnliche       Zündmittel        verwendet    werden, zur Entzün  dung gebracht werden, so wird die Spitzen  intensität unweigerlich später als 0,020 Sekun  den nach dem     Schliessen    des     Stromkreises    er  reicht. Es wurde jedoch entdeckt, dass Ma  terialien, die     infolge    ihrer Materialbeschaffen  heit und der Stärke des Querschnittes, z. B.

    reiner Aluminiumdraht, mit einem Durchmes  ser von 2 5 bis 50     l.likrons,    schwer entzünd  bar sind     Lund        in    den bisher bekannten Blitz  lichtlampen keine für     synchronierte    Blitzlicht  aufnahme ausreichende     Abbrenngeschwindig-          keit    besitzen,     mittels    der     Zündmischung,     welche in der     Blitzlichtlampe    gemäss der Er  findung vorhanden ist, mit einer für solche  Aufnahmen genügenden Geschwindigkeit ab  gebrannt werden können.  



  Wenn z. B. ein nur aus reinem     Alumi-          niiundraht    von etwa 0,025 mm Durchmesser  bestehendes brennbares Material in Blitzlicht  lampen mittels eines Zündgemisches, wie es  in der     Blitzlichtlampe    gemäss vorliegender Er  findung vorhanden ist, entzündet wird, ent  steht ein Blitzlicht, dessen Spitzenintensität  etwa 0,020     Sekunden    nach dem Schliessen des  Stromkreises erreicht wird.  



  Die in der     Blitzlichtlampe    gemäss der Er  findung verwendete Zündmischung besteht  aus Metallpulvern, die bezüglich der Teilchen  grösse und Materialeigenschaften derart aus  gewählt sind, dass sie verschiedene     Zündtem-          peratur    und Wärmekapazität haben, wobei  das Pulver mit der höheren     Zündtemperatur     die grössere Wärmekapazität besitzt, so dass  das Oxydationsmittel und das Pulver mit der  niedrigeren     Zündtemperatur    die Entzündung  des     Zündgemisches    explosivartig bewirken,  derart, dass die brennenden Teilchen des Pul  vers mit der grösseren Wärmekapazität heftig  durch den Innenraum des Kolbens geschleu  dert werden,

   und genügend Hitze mit sich  führen, um die     Verbrennung    des brennbaren    Materials an     auseinanderliegenden    Punkten  im Innern der Hülle in     Gang    zu bringen.  



  Nachfolgend ist eine     beispielsweise        Aus-          führungsform    der erfindungsgemässen Blitz  lichtlampe an Hand der beiliegenden Zeich  nung beschrieben.  



       Fig.    1 ist ein Aufriss einer     Blitzlichtlampe.          Fig.    2 ist eine     graphische    Darstellung der  mittels der in     Fig.    1 gezeigten Blitzlicht  lampe erzeugten Lichtkurve, wobei die Ab  szisse die Zeit in     Millisekunden.    und die Or  dinate die Lichtintensität in Millionen Lumen  darstellen.  



  Die in     Fig.    1 gezeigte     Blitzlichtlampe    weist  einen durchsichtigen Glaskolben 10 auf, der  eine lose Füllung aus brennbarem Material 11  enthält, welches in der Hauptsache aus prak  tisch reinem ausgezogenem Aluminiumdraht  oder -band von einem Querschnitt besteht,  der gleich dem Querschnitt: eines Drahtes mit.  dem Durchmesser von etwa 0,025 mm ist.  Dieser Aluminiumdraht kann entweder mit  tels gewöhnlicher     Walzkaliberziehverfahren     oder mittels des im oben erwähnten amerika  nischen Patent Nr. 2215477 beschriebenen Spe  zialziehverfahrens hergestellt werden.

   Gemäss  diesem Verfahren wird das Aluminium zu der       gewünschten    Stärke im Innern eines Kupfer  mantels ausgezogen und das Kupfer hierauf  weggelöst, wobei der blanke Aluminiumdraht.  zurückbleibt. Der Kolben 10 enthält ferner  eine     Füllung    aus Sauerstoff oder aus einem  Sauerstoff enthaltenden Gas von geeignetem  Druck, welcher je nach der Art der Füllung,  der Grösse des Kolbens und der Menge     und     der     Art    des darin eingeschlossenen brenn  baren Materials schwankt.

   Für     gegenwärtig     gebräuchliche Kolbengrösse und bei Verwen  dung von Sauerstoff als Gas und von reinem  Aluminium als brennbares Material kann der  Druck der Gasfüllung bis     zu    500 mm<B>11.1 --</B>  betragen. Innerhalb des brennbaren Materials  11 befindet sich ein feiner Faden 12, dessen  Enden mit den Zuleitungsdrähten 13 verbun  den sind, die durch einen Quetschfuss     14-    hin  durch bis zu einem Sockel 15 gehen. Eine  Isolierscheibe 16 aus Asbest ist am Quetsch-      fuss befestigt, um das Basisende der Lampe  gegen die Verbrennungshitze zu schützen.  



  Der Faden 12 ist in einem Kügelchen 17  aus Zündsubstanz eingebettet, um so als     Zünd-          ;        vorrichtung    für die Lampe zu wirken. Die       Zündsubstanz    wird in Form einer aus Metall  pulvern, einem Bindemittel und einem     Oxv7-          dationsmittel    zusammengesetzten Paste auf  den Faden 12 aufgetragen.

   Die Zündsubstanz  17 enthält ein Metallpulver, welches aus einem       Cemisch    von     Zirkonmetallpulvern    verschie  dener Korngrösse besteht, von denen das eine  eine Korngrösse der Feinheit entsprechend  einem Sieb von etwa     0,044    mm     lichter    Ma  schenweite oder feiner und eine verhältnis  mässig hohe Entzündungstemperatur (zwi  schen<B>170</B> und 190  C) besitzt, während das  andere beträchtlich feiner als das erstge  nannte     Zirkonpulver    ist und, wie anzunehmen  ist, aus diesem Grunde eine tiefere Entzün  dungstemperatur (etwa zwischen 120 und  150  C) aufweist.

   Chemisch reines Kalium  perchlorat-Kristallpulver, welches eine unge  fähre Korngrösse entsprechend einer lichten  Maschenweite von     0,044    mm oder weniger  aufweist, wird als Oxydationsmittel verwen  det. Um die Bildung von grösseren, innern       1lohlräurnen    im     Zündkügelchen    im Verlauf  des     Trocknens    desselben zu verhindern, wird  ein langsam trocknendes, nicht gummiartiges  Bindemittel, wie z. B. Leim, verwendet.

   Das       31aterial    für das     obgenannte    Zündkügelchen  ist vorzugsweise ungefähr wie folgt zusam  mengesetzt         1prozentiges        Lehnwasser    5     em'          Kaliumperchloratpulver    4     g          Zirkonmetallpulver    mit, einer Entzün  dungstemperatur von etwa 170 bis  190  C 2,6 g       Zirkontnetallpulver    mit einer     Entzün-          dungstemperatur    von etwa.

   120 bis  150  C 2,6       Das        Zündkügelchengemisch    wird wie     folgt     hergestellt: 4 g     kristallisiertes        Kaliurnchlorat     werden zuerst gemahlen, bis eine einem Sieb  mit einer lichten Maschenöffnung von     0,044znm     oder eine noch grössere Feinheit erreicht    ist und hierauf in 5     em3    des     lprozentigen     Leimwassers eingetragen, wonach das Kalium  chlorat     gründlieh    eingerührt wird.

   Dann  werden 2,6 g     Zirkonmetallpulver    mit einer  Entzündungstemperatur von 170 bis 190  C  und hierauf 2,6 g     Zirkonmetallpulver,    dessen  Entzündungstemperatur etwa 120 bis l50  C  beträgt, zugesetzt und gründlich eingerührt.  Um ein homogenes Gemisch zu erhalten und  dasselbe zu verdünnen, wird eine zusätzliche  Menge Wasser     zugesetzt,    welche bewirkt, dass  das     Kaliumperchloratpulver    vollständiger ge  löst wird. Das überschüssige Wasser wird  hierauf zum Verdampfen gebracht, indem das       Gemisch    mit einem Luftstrahl behandelt wird,  bis die richtige     Konsistenz    erreicht ist. Der  Faden 12 und die damit verbundenen.

   Zulei  tungsdrähte 13 werden dann in das genannte  Gemisch eingetaucht, um. die Bildung eines  den Faden 12 und die angrenzenden Teile der  Zuleitungsdrähte einschliessenden Kügelchens  zu bewirken. Es hat sich gezeigt, dass durch  zweimaliges Eintauchen ein Kügelchen der  richtigen Grösse gebildet werden kann. Nach  dem das Kügelchen getrocknet worden ist,  wird es mit einer schützenden Schicht ver  sehen, um die     mechanische    Festigkeit des Kü  gelchens zu erhöhen und um dasselbe gegen  vorzeitige Entzündung während der Prüfung  der fertigen     Blitzlichtlampe    zu schützen. Die  genannte Schutzschicht kann entweder aus       Zelluloseazetat    oder aus einer 4prozentigen       Nitrozelluloselösung    bestehen.

   Eine geeignete  Menge     Kaliumperehlorat    oder eines andern  ähnlichen     Oxydationsmittels    kann dem Mate  rial des Schutzbelages zugefügt werden, um  die Verbrennung desselben zu erleichtern.  



       Gewünsehtenfalls    kann an Stelle von Leim  eine aus etwa 8 g     Zelluloseazetat,    100 cm'  Azeton und 100     cm-'        ;@thyllactat    zusammen  gesetzte     4prozentige        Zelluloseazetatlösung    als  Bindemittel verwendet werden.

   In diesem Fall  ist die bevorzugte Zusammensetzung des Ma  terials für das     Zündkügelchen    ungefähr die  folgende:         4prozentiges        Zelluloseazetat    5     ein'          Kaliumperchloratpulver    5 g           Zirkonmetallpulver    mit einer     Endzün-          dungstemperatur    von etwa 170 bis       190     C     31/4    g       Zirkonmetallpulver    mit einer     Endzün-          dungstemperatur    von etwa 120 bis  150 C     31/.1    g       

  Gewünschtenfalls    kann     ferner    das     Zirkon-          metallpulver        mit    der niedrigeren Entzün  dungstemperatur durch     Wolframmetallpulver     einer     Maschenfeinheit    von 0,044 mm oder  noch grösseren Feinheit ersetzt werden. Die  bevorzugte     Zusammensetzung    des Materials  für das     Zündkügelchen    ist dann ungefähr die  folgende  4prozentiges     Zelluloseazetat    3     em3          Kaliumperchloratpulver    (C.

   P.) 5 g       Zirkonmetallpulver    mit einer     Enzün-          dungstemperatur    von etwa 170 bis       190     C 2,6 g       Wolframmetallpulver    4 g  Das     Zelluloseazetat-Bindemittel    kann durch  4     cm@    einer     1prozentigen    Lösung von Leim  wasser ersetzt werden.  



  Das auf den Faden 12 aufgetragene     Zünd-          material    bildet, nachdem es     getrocknet    wor  den ist, ein gleichmässig poröses Kügelchen  aus einem innigen Gemisch von empfind  lichen Metallpulvern und     Kaliumperchlorat-          pulver.    Infolge des langsamen     und    gleichmässi  gen     Trocknens    des     Bindemittels    schrumpft  das Kügelchen 17 derart auf dem     darin    ein  gebetteten Faden 12 zusammen, dass dabei  keine grösseren und     unerwünschten    Hohlräume  im Kügelchen gebildet werden.

   Der Faden       ist    auf diese Weise vollständig eingebettet,  und dessen gesamte Oberfläche ist mit der  erhärteten     Zündsubstanz    17 bedeckt. Alle aus  dem oben beschriebenen Gemisch hergestellten  Kügelchen weisen deshalb eine gleichmässige  Struktur auf, so dass die     Zündungsgeschwin-          digkeit    aller Kügelchen gleichmässig ist.

   Mit  solchen gleichmässig     wirkenden        Zündkügel-          ehen        ausgestattete        Blitzliclrtlampen    funktio  nieren     hinsichtlich    der     Blitzlichterzeugung     gleichmässiger, wodurch die     Synchronisienrng          eines    Kameraverschlusses mit der Liehtspitzen-         intensität    erleichtert wird.

   Die Gleichmässig  keit der     Zündwirkung    des     Zündkügelchens          wird    weiterhin durch die     Verwendung    des  wasserlöslichen     Kaliumperehlorates    als Oxy  dationsmittel gefördert, da dieses im Wasser  des     Zündkügelchengemisches    leicht in Lösung  geht und seine gleichmässige Verteilung im  Gemisch gewährleistet wird.  



  Das im beschriebenen     Zündgemisch    ver  wendete     Kaliumperchlorat    liefert für die Un  terhaltung der Verbrennung der empfind  lichen Metallpulver einen äusserst reichlichen       Sauerstoffzustrom.    Infolgedessen entzündet  sich das     Zündkügelchen,    verglichen mit den  gewöhnlichen, bis jetzt verwendeten     Zünd-          gemischen,    sehr schnell.

   Die brennenden Teil  ehen des     Zündmaterials    werden mit unge  heurer Geschwindigkeit vom Faden 12 weg  geschleudert     und    rasch im Kolben verteilt, wo  bei bewirkt wird, dass der feine Aluminium  draht sich mit grosser Geschwindigkeit ent  zündet, und     zwar    mit viel grösserer Geschwin  digkeit, als dies bei Verwendung der bekann  ten Zündgemische der Fall ist.

   Infolgedessen  wird es bei Verwendung des     beschriebenen          Zündkügelchens    möglich, gezogenen reinen  Aluminiumdraht als einziges brennbares Ma  terial in     Blitzlichtlampen        zu        verwenden.    Ge  zogener reiner Aluminiumdraht einer Stärke,  die einem Durchmesser von     0,025-0,027    mm  oder etwas mehr entspricht, kann deshalb  mit Erfolg in     Blitzlichtlampen    verwendet  werden, um bei Zündung     mittels    des beschrie  benen     Zündkügelchens    ein Blitzlicht von hin  reichender Intensität für Zwecke der Blitz  lichtphotographie zu erzeugen.

   Ausserdem ge  nügen die mittels dieser     Blitzlichtlampen    er  zeugten Blitzlichter den heutigen Anforderun  gen der     Blitzlichtphotographie    mit befriedi  gender     Synchronisierung,    das heisst, dass diese  Blitzlichter durch eine während längerer Zeit  andauernde, verhältnismässig hohe Intensität,  die ihren     Spitzenwert    regelmässig etwa 0,020       Sekunden    nach dem Schliessen des     Stromkrei-          ses    erreicht, gekennzeichnet sind.  



  Die Kurve der graphischen Darstellung  nach     Fig.2    ist die     Zeit/Lichtintensitätskurve     der nachfolgend     beschriebenen        Blitzlichtlampe.         Diese     Lampe    bestellt aus einem Handelsübli  chen, birnenförmigen Kolben,     dessen    Durch  messer etwa 17,6     min    beträgt und der     m.it     etwa 10 mg 0,025 mm dickem, mittels des       I(aliberziehverfahrens        ausgezogenem,

      reinem       Aluininiumdralit        und    mit Sauerstoff eines  Druckes     voll    100     inm        Ilg    gefüllt ist und der  einen in einem Kügelchen aus     Zündmaterial     der     obgenannten.        Zusammensetzung    eingebet  teten 0,

  01\     nim    dicken     Wolfrainfaden        entliiilt.     Diese Lampe erzeugt ein Blitzlicht eines Total  effektes     voll    etwa 22 100     Lumensehinden    und  einer     Spitzenintensität    von etwa 1000 000     Lu-          inen.    Aus der graphischen Darstellung ist er  sichtlich, dass die     Zeit/Lichtilitensitätskurve          nielii#    oder     weniger    abgeflacht ist und bei  etwa 20     Millisekunden,    vorn Zeitpunkt des  Schliessens des Stromkreises an gerechnet, ein       llaxiinum    aufweist.

   Infolgedessen weist das  von der Lampe erzeugte Blitzlicht sowohl be  züglich der verlängerten     Zünddauer    als auch  bezüglich des     Zündzeitpunktes    die gewünsch  ten Charakteristika auf, die für eine befrie  digende Synchronisierung bei der Blitzlicht  photographie verlangt werden.  



  Wenn     Blitzlichtlampen    zur Entzündung  gebracht werden, so setzen sich die entwickel  ten Verbrennungsprodukte in der Hauptsache  an der Innenfläche des Lampenkolbens ab.  Wenn diese Verbrennungsprodukte schwarz  oder     sonstwie    dunkel gefärbt sind, kann na  türlich der Fall eintreten, dass eine solche  Ablagerung einen Teil des im Innern der  Lampe erzeugten aktirischen     Lichtes    daran  hindert, aus dem Kolben auszustrahlen. In  der beschriebenen     Blitzlichtlampe    jedoch, die  mit praktisch reinem Aluminiumdraht als  brennbarem Material und dem obergenannten,  verbesserten Zündgemisch ausgestattet ist,  sind die Verbrennungsprodukte praktisch  weiss.

   Infolgedessen bestellt nur eine geringe  oder praktisch keine Gefahr, dass die Ablage  rung auf der Kolbenoberfläche einen Teil des  bei der Verbrennung des Materials im In  nern des Kolbens erzeugten Lichtes abschirmt  oder absorbiert. So kann praktisch die     Ge-          samtmexige    des im Innern des Kolbens er  zeugten aktirischen Lichtes aus dein Kolben    austreten, so dass das verfügbare     aktinisehe     Licht maximal ausgenützt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Blitzlichtlampe für synchronisierte Blitz- lichtaufnahnien, bestehend aus einem abge dichteten Kolben, der eine Sauerstoffatmo sphäre, brennbares Material in loser Anord nung und eine mit einer Zündmisehung ver sehene Zündvorriehtung enthält, wobei die Zündmischung aus Metallpulvern, einem Oxy dationsmittel und einem Bindemittel besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das brennbare Material nacktes, fadenförmiges Metall solcher Stärke ist, dass es an sich schwer entzündbar ist, und dass die Metallpulver der Zünd inisehung bezüglich der Teilchengrösse und der Materialeigenschaften derart ausgewählt sind,
    dass sie verschiedene Zündtemperatur und Wärmekapazität haben und das Pulver mit der höheren Zündtemperatur die grössere Wärmekapazität besitzt, so dass das Oxy dationsmittel und das Pulver mit der niedri geren Zündtemperatur die Entzündung der Zündmischung explosivartig bewirken, derart, da.ss die brennenden Teilchen des Metallpul vers mit der grösseren Wärmekapazität heftig durch den Innenraum des Kolbens geschleu dert werden und genügend Hitze mit sich führen, um, die Verbrennung des brennbaren Materials an auseinanderliegenden Punkten im Innern der Hülle in Gang zu bringen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das brennbare Material aus praktisch reinem Aluminium be steht. z. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, da.ss das fadenförmige Material ein Alu miniumdraht mit dem Durchmesser 0,025 mm ist.
    3. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch und Unteransprüchen *1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zündmischung Kaliurn- perchlorat als Oxydationsmittel und zwei Zir- koninetallpulver verschiedener Korngrösse ent- hält, von denen das eine eine Korngrösse ent sprechend einem Sieb mit 0,044 mm Maschen weite aufweist und das andere feiner ist und eine niedrigere Zündtemperatur besitzt.
    4. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Zündmischung etwa 2,t g jedes der beiden Zirkorimetallpulver, 4 g che misch reines Kaliumperchloratpulver und ö cm' einer 1prozentigen Lösung von Leim wasser enthält.
CH264320D 1939-03-16 1947-07-09 Blitzlichtlampe. CH264320A (de)

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