CH332839A - Photographische Blitzlichtlampe - Google Patents

Photographische Blitzlichtlampe

Info

Publication number
CH332839A
CH332839A CH332839DA CH332839A CH 332839 A CH332839 A CH 332839A CH 332839D A CH332839D A CH 332839DA CH 332839 A CH332839 A CH 332839A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ignition
wire
percent
magnesium
weight
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Melvin Anderson Robert
Original Assignee
Gen Electric
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gen Electric filed Critical Gen Electric
Publication of CH332839A publication Critical patent/CH332839A/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
    • F21K5/02Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices ignited in a non-disrupting container, e.g. photo-flash bulb

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description


  Photographische     Blitzlichtlampe       Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Blitzliehtlampe,    welche aus drahtförmigem,  brennbarem     Blitzlichtmaterial    innerhalb eines  luftdichten Kolbens besteht, wobei dieses Ma  terial einerseits und ein Zünddraht ander  seits in     Wärmekontakt    mit einer     Zündstoff-          masse    stehen, die ans Magnesium,     Zirkon    und       haliumpereblorat,    in Pulverform gemischt  und zusammengehalten durch ein Bindemittel  besteht.  



  Bei bekannten     Blitzlichtlampen    besteht  das     Zündorgan    üblicherweise aus einem     dün-          i        )en        Wol        ir <         umdraht,        ausgespannt        zwischen        den     innerhalb des Kolbens gelegenen Enden der       Stromzuführungsdrähte,

      wobei der     Zünd-          draht    mindestens an seinen mit den     Zuleitun-          'en    verbundenen Enden einen Belag oder  Überzug ans Zündstoff aufweist. Zur Erzie  lung einer genauen Synchronisierung des       Liehtblitzes    der Lampe mit dem     Kamera-          versehluss    bei Blitzlichtaufnahmen ist erfor  derlich, dass jede     Blitzlichtlampe    in gleicher  Weise zündet.

   Ferner ist es von grossem Vor  teil, wenn die     Blitz'lichtlampe    auch dann     rieh-          ;        tig    zündet, wenn die Batterien schwach ge  worden sind und in ihrer Spannung nachge  lassen haben sowie bei anormal hohem Wider  stand im     Zünddrahtstromkreis,    etwa infolge  schlechter Kontaktgabe oder     aus    andern       i    Gründen.

   Um unter solchen Umständen die  sichere Zündung der Lampe zu gewährlei  sten, ist es empfehlenswert, einen Zünddraht    mit einem Durchmesser von etwa 15 bis  18     Mikron    zu verwenden, im Gegensatz     zu     dem bisher üblichen Drahtdurchmesser von  etwa 25     Mikron,    da der dünnere Zünddraht  infolge seiner geringeren Masse merklich we  niger elektrische Leistung zur Erhitzung auf  die erforderliche Zündtemperatur für den  Zündstoff und damit zur Zündung der Lampe  benötigt. .  



  Als     Zündstoffmasse    hat sich bisher für  eine     wirksame    Zündung von     Blitzlichtlam-          pen    mit reinem Aluminium in Form von  Drähten oder     Folienstreifen    als verbrenn  barem Material ein Gemisch aus pulverisier  tem Magnesium,     Zirkon    und     Kaliumper-          chlorat    als am günstigsten erwiesen, mit     An-          teilen        von    8     bis        2!6%        Magnesium,

          42        bis     520/u     Zirkon    und 32 bis     401/e        Kaliumper-          chlorat,        zu    einer festen Masse vereinigt.

   durch  ein geeignetes Bindemittel, etwa eine Lö  sung von Nitrozellulose in     Amylazetat.    Ob  wohl ein derart zusammengesetzter Zünd  stoff     zusammen    mit einem Zünddraht aus  Wolfram von etwa 25     Mikron    Durchmesser  in jeder     Weise    befriedigt, ist derselbe bei  einem Zünddraht von etwa 18     Mikron    Durch  messer für ein einwandfreies     Funktionieren     nicht empfindlich genug, und bei einem be  trächtlichen Prozentsatz solcher Blitzlicht  lampen brennt der Zünddraht durch, bevor  die     Zündstoffmasse    die zum     Wirksamwerden     erforderliche Temperatur erreicht, so dass      die Lampe nicht zündet.

   Anderseits sollte mit       Rücksicht    auf     Fabrikationsnotwendigkeiten     die Empfindlichkeit des Zündstoffes nicht so  gross sein, dass während der zur Feststel  lung von     Undichtigkeiten    und lufthaltigen  Lampen erforderlichen     Glimmlichtprüfung     die     Blitzlichtauslösung    erfolgt, da ein Aus  lösen auch nur einer einzigen     Blitzlichtlampe     das Bedienungspersonal vorübergehend der  art blendet, dass eine Überwachung der       Glimmlichtprüfung    während längerer Zeit,  in der Grössenordnung von einer halben  Stunde, nicht mehr möglich ist, was Reserve  personal erforderlich macht,

   um eine Unter  brechung der Massenproduktion derartiger       Blitzlichtlampen    zu verhüten.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die  Schaffung einer     Blitzlichtlampe,    die auch  dann zündet, wenn die Leistung der Batterien       bereits    nachgelassen haben, oder wenn der  Widerstand im     Zündstromkreis    anormal hoch  ist, das aber keine Zündung der Lampe beim  Auftreten einer Glimmentladung bewirkt,  wie sie während der normalen     Fabrikations-          Glimmkontrolle    auf- etwaigen Luftgehalt der  Lampen hervorgerufen wird.  



  Ferner soll die verbesserte Zusammen  setzung der Zündstoffe für das Zündorgan  derartiger     Blitzlichtlampen,    besonders für  solche mit     Reinaluminium    in Drahtform oder  in Gestalt von     Folienstreifen    als brennbares  Material, genügend empfindlich sein, um mit  einem Glühdraht von etwa 1,8     Mikron    Durch  messer gezündet zu werden.  



       Erfindungsgemäss    besteht die Zündstoff  masse der     Blitzlichtlampe    aus einem Gemisch  von 60 bis 90     Gewichtsprozent        Zirkon,    1 bis  8 Gewichtsprozent Magnesium und den Rest       Kaliumperchlorat,    alle Stoffe in Pulverform  gemischt und durch ein Bindemittel ver  festigt. Der Zünddraht des Zündorgans hat       zweckmässig    einen Durchmesser von 18     Mi-          kron    und ist dabei zweckmässig mindestens  längs eines Teils seiner Ausdehnung mit einem       Überzug    aus der     Zündstoffmasse    der genann  ten Zusammensetzung versehen.

      Die Erfindung ist nachstehend in einem    Ausführungsbeispiel an Hand der     Fig.1    bis  3 näher beschrieben. Es zeigt. hiervon:       Fig.l    einen Aufriss eines Ausführungs  beispiels der erfindungsgemässen Blitzlicht  lampe,       Fig.    leine Ansieht des     Zündorgans    von       Fig.1    in vergrössertem Massstab,       Fig.    a ein Diagramm über die Zündbar  keit von     Blitzlichtlampen    der erfindungsge  mässen Bauart im Vergleich mit bisher übli  chen derartigen Lampen, abhängig von der  zugeführten elektrischen Leistung.  



  Wie aus der     Fig.    1     ersichtlich,    besteht die       Blitzlichtlampe    aus einem Lampenkolben 1  aus Glas. Im Kolben 1 befindet sich eine  lockere Füllung aus brennbarem Material 2  in Drahtform, mit einem Durchmesser von  weniger als 50     Mikron,    oder fein geschnit  tenes Bandmaterial in Form von Folien  streifen mit einem     Querschnitt    von weniger  als 25 X 2,5     Mikron.    Das brennbare Material 2  besteht aus weitgehend reinem Aluminium,  jedoch kann auch eine     AluminiumlMagne-          sium-Legierung    mit geringem     Magnesiumge-          halt    verwendet werden.  



  Der Glaskolben 1 ist mit     Sauerstoff    oder  einem sauerstoffhaltigen Gas gefüllt. Der  Druck dieses Füllgases ist . dabei je nach  Gasart, Kolbengrösse, Menge und Art. des  brennbaren Materials verschieden. Für die  derzeit üblichen Kolbengrössen mit     Reinalu-          minium    als     brennbarem    Material und einer  Sauerstoffüllung kann der Gasdruck     -100    bis  700 mm     Hg    betragen, wobei die kleineren  Lampen gewöhnlich einen höheren Gasdruck  als die grossen besitzen.

   Der Kolben ist auf  der Aussen- oder Innenseite bzw. auch beid  seits mit einem transparenten Lacküberzug  versehen, um eine Zerstörung des Kolbens  während des Lichtblitzes zu verhüten und  denselben bruchsicherer zu machen.  



  Innerhalb des Kolbens 1 ist in     Zündr        eieh-          weite    vom brennbaren Material ? ein dünner       Zünddraht    3 angeordnet, vorzugsweise in Ge  stalt eines geraden     -#N'olframdrahtes,    ausge  streckt zwischen den Enden der     Stromein-          führungsdrähte    4, 4 des     Glasquetschfusses    5,  die ausserhalb des Kolbens am Stirn- bzw.      Seitenkontakt 6 bzw. 7 eines     übliehen,    am  Kolbenhals festgekitteten Lampenbajonett  sockels 8 angeschlossen sind.

   Die innerhalb  des Kolbens 1 gelegenen Enden der Zulei  tungsdrähte 4 und die dort befestigten     Zünd-          drahtenden    sind mit einem dünnen Überzug  einer     Zündstoffmasse    9 versehen, der die En  den in Tropfenform umhüllt. Diese Zünd  stoffmasse 9 wird als Paste, bestehend aus  Metallpulver, einem pulverförmigen     0y    da  tionsmit.tel und einem Bindemittel, auf die       Drahtenden    aufgebracht.    Bisher war die Verwendung eines     Zünd-          drahtes    3 aus Wolfram mit etwa     2'5        Mikron     Durchmesser üblich.

   Ein derartiger     Wolfram-          draht    ist jedoch nicht in der Lage, mit abso  luter Zuverlässigkeit auch bei schwach ge  wordenen Batterien die     Zündstoffmasse    9  zum Ansprechen zu bringen und die Lampe  zu zünden. Auch bei einem anormal hohen  Widerstand im     Zündstromkreis    der Lampe,  wie er bei unsauberem oder korrodiertem  Lampensockel auftreten kann, ist dies der  Fall.

   Im     Gegensatz    hierzu ist bei der v     orlie-          "enden    Lampe der Zündfaden 3 aus dün  nerem     Wolframdraht    hergestellt und besitzt  einen Durchmesser von ungefähr 18     Mikron.     Ein     derartiger    Zünddraht erfordert, wegen       seiner        merklich        (etwa        50        %)        geringeren        Quer-          sehnittsfläche    gegenüber dem bisher üblichen       25-Mikron-Draht,

      eine wesentlich geringere  elektrische     Heizleistung,    um die zum Ent  flammen des Zündstoffes 9 notwendige Tem  peratur zu erreichen. Demzufolge ist dieser       Zünddraht    besser geeignet, um den Zünd  stoff ansprechen zu lassen für den Fall, dass  die dem Zünddraht zwecks Zündung der  Lampe zugeführte elektrische- Leistung we  sentlich     -unter    dem     hTormalwert    liegt., sei es  infolge     sehwaeh    gewordener Batterien oder  wegen des aus irgendwelchen Gründen anor  mal hohen Widerstandes im elektrischen  Zündstromkreis.

      Wie bereits erwähnt, hat sich     als    geeig  netster und bisher für die Zündung von       Blitzlicht(lampen    mit     drahtförmigem    Bein  aluminium als brennbarem Material allge-    mein verwendeter Zündstoff 9 eine Masse er  wiesen, die aus einem pulverförmigen Ge  misch von     Zirkon,    Magnesium und Kalium  perchlorat, mit einem Bindemittel, etwa einer  Lösung von Nitrozellulose in     Amylazetat    be  steht.

   Hierbei sind in der Masse die pulver  förmigen Bestandteile etwa im     Verhältnis     von 42 bis 52 Gewichtsprozent     Zirkon,    $ bis  26 Gewichtsprozent Magnesium und als Rest  (32 bis 40 Gewichtsprozent)     Kaliiunperchlorat     vorhanden. Das Vorhandensein von Magne  sium im Zündstoff ist aus mehreren Grün  den vorteilhaft.

   Einerseits wegen einer     relatii#     hohen     Entflammungstemperatur    im Vergleich  mit     Zirkon    und andern derart kochempfind  lichen Metallpulvern, anderseits aber auch  weil die zur Erzielung einer wirksamen Zün  dung des brennbaren Materials und eines  genauen     Zündeinsatzpunktes    erforderliche  Menge der     Zündstoffmasse    9 bei Anwesen  heit von     1lagnesium    wesentlich geringer als  ohne dasselbe ist. Bei Verwendung dieser  kleineren     Zündstoffmenge    pro Zündtropfen 9  ist dessen Aufbringung auf die Zuführungs  drahtenden 4 erleichtert und die Tropfen  form einfacher zu erzielen.

   Ferner ergibt sich  eine höhere     Ansprechsicherheit    bezüglich der       Entflammung    des     Zündstofftropfens    9, so  dass eine grössere Gleichmässigkeit der Lam  peneigenschaften erzielbar ist als bei den  umfangreicheren     Zündstofftropfen.     



  Das Vorhandensein von Magnesium in der  obengenannten üblichen     Zündstoffmasse    be  wirkt normalerweise eine Verminderung der       Temperaturempfindlichkeit    derselben gegen  über einer Masse ohne Magnesium. Je grösser  der     Magnesiumgehalt    im Zündstoff     ist,    um so  schwieriger wird die     Entflammung    derarti  gen Materials.

   Der übliche Zündstoff mit  seinem merklichen Gehalt (8 bis 26 Gewichts  prozent) an Magnesium weist eine grosse  Zündsicherheit bei der Verwendung in     Blitz-          lichtlampen    mit     einem    Zündfaden 3 aus Wolf  ramdraht von etwa 25     Mikron    Durchmesser  auf, so dass die Lampe jederzeit wirksam ge  zündet sowie der richtige     Zündeinsatzpunkt     erzielt werden kann,

   solange die Zündbatterie  ihre volle oder nahezu volle Leistungsfähig-           keit    besitzt und der elektrische     Zündstrom-          kreis    den Normalwiderstand     aufweist.    Dage  gen ist ein derartiger stark     magnesiumhaltiger     Zündstoff nicht genügend temperaturemp  findlich, um auch mit einem dünneren Wolf  ramdraht von etwa 18     Mikron    Durchmesser  befriedigend zu arbeiten.

   In diesem Falle wird  nämlich häufig der dünnere Zünddraht 3  beim Stromdurchgang erhitzt und brennt  durch, ohne den     Zündstoffbelag    9 zu entflam  men und die Lampe zu     zünden.    Dies ist na  türlich für den Benützer unerfreulich und  störend,. da nicht nur eine bestimmte Auf  nahmekonstellation verloren, sondern meist  auch ein Film vergeudet ist.  



  Es wurde aber festgestellt, dass bei einer       Beschränkung    des     Magnesiumgehaltes    auf  höchstens 8 Gewichtsprozent und einer Ver  grösserung des     Zirkongehaltes    auf etwa 60  Gewichtsprozent ein Zündstoff erhalten wird,  der sämtliche Vorteile der     bisherigen    Masse  aufweist, aber ausserdem genügend tempera  turempfindlich ist, um seine     Entflammung     (und damit die Zündung der Lampe) in  praktisch allen Fällen durch einen     Wolfram-          Zünddraht    von etwa 18     Mikron    Durchmesser  gewährleisten zu können,

   auch wenn die Lei  stung der Zündbatterie bereits nachgelassen  hat oder der Widerstand im     Zündstromkreis     anormal hoch geworden     ist.    Ferner ist er  mittelt worden, dass     bereits    die     Beifügung     von wenigstens 1 Gewichtsprozent     Magnesium.     zum Zündstoff eine Temperaturempfindlich  keit desselben ergibt, die eine     Entflammung     des     Zündstoffbelages    9 und eine Zündung  der Lampe infolge der Glimmentladung  sicher verhütet, die in der Lampe bei der  im normalen Fabrikationsgang vorzunehmen  den     Glimmlichtprüfung    auf eventuellen Luft  gehalt erzeugt wird.  



  Für die beschriebene     Blitzlichtlampe    be  steht die Masse für den     Zündstoffbelag    9 aus  einem pulverförmigen Gemisch aus folgenden  Bestandteilen  
EMI0004.0027     
  
    Zirkonpulver <SEP> 60-90 <SEP> Gew.o/u
<tb>  Magnesiumpulver <SEP> 1- <SEP> ss <SEP> Gew <SEP> ()/o
<tb>  Kaliumperchloratpulver <SEP> 9-3ä <SEP> Gew.a/u       Eine besonders geeignete Mischung wurde  bei dem nachstehenden Gehalt an den ein  zelnen Bestandteilen ermittelt:  
EMI0004.0028     
  
    Zirkonpulver <SEP> 64 <SEP> Gew.o/o
<tb>  Magnesiumpulver <SEP> 7,5 <SEP> Gew <SEP>  /o
<tb>  Kaliumperchloratpulver <SEP> 28,5 <SEP> Gew.a/a.

         Es wurden besonders feinkörnige Pulver aus       Zirkon,        Magnesium    und     Kaliumperchlorat     verwendet, vorzugsweise mit einer Siebfein  heit von höchstens     0,044    mm. Als     Zirkon-          pulver    wird     vorzugsweise    die handelsübliche  Qualität     Nr.3    der     Foote    Mineral     Company,     Philadelphia (USA), verwendet, deren Ent  zündungstemperatur (über 170  C) gegenüber  andern     Zirkonpulvern    relativ hoch ist.

   Das  verwendete     Magnesiumpulver    ist ebenfalls  handelsüblich, und als       3?.5-liaschen-3Tagne-          siumpulver     der     United    Staues Magnesium       Company,        Pleasant        Valley,    New York (USA),  erhältlich. Ferner wurde chemisch reines kri  stallenes     Kaliumperehloratpulver    als     Oyda-          tionsmittel    im Zündstoff benützt.  



  Der Zündstoff wird auf die Enden der  Zuführungsdrähte als Paste aufgebracht, die  durch Suspension der Pulvermischung in       einem        Bindemittel,        aus        etwa        1%        Feststoff-          bestandteilen    in 99      /u    Lösungsmittel     entsteht.     Die nachträgliche Verdunstung des Lösungs  mittels aus der Paste ergibt einen harten  Rückstand als     Zündstoffbela;    9, der fast, voll  ständig aus     Zirkon,        Magnesium    und Kalium  perchlorat in Pulverform besteht.

   Vorzugs  weise wird als Bindemittel eine schwache  (etwa 2 a/a Gehalt)     Nitrozelluloselösung    in       Amy        lazetat    verwendet, die einen     Feststoff-          anteil    von etwa 1,2      /a    aufweist. Zum Pulver  gemisch wird so viel Bindemittel     zugefügt,     als zur Erreichung der erwünschten Konsi  stenz der     Zündstoffpaste    erforderlich ist, um  einen genügend grossen     Zündstofftropfen    9  an den innen gelegenen Enden der Zulei  tungsdrähte mittels des jeweils vorliegenden  Herstellungsverfahrens zu erhalten.

   Bei Ver  wendung der oben erwähnten etwa zweipro  zentigen Lösung von Nitrozellulose in     Amyl-          azetat    ist der meist erforderliche Binde  mittelanteil etwa 18 Gewichtsprozent der           Zündstoffpaste.    Beispielsweise hat sich das  nachstehende Rezept für eine     Zündstoff-          Paste    zum vorliegenden     Zw        eek    als besonders  befriedigend herausgestellt:  
EMI0005.0006     
  
    Zirkonpulv <SEP> er <SEP> 496 <SEP> Gramm
<tb>  Magnesiumpulver <SEP> 58 <SEP> "
<tb>  Kaliumperchloratpulver <SEP> 223 <SEP> "
<tb>  2 <SEP> 0/0 <SEP> Nitrozelluloselösung
<tb>  in <SEP> Amylazetat <SEP> 200 <SEP> cm3.

         Die     Zündstoffpaste    kann auf folgende Weise  hergestellt werden: Die im Rezept genannten  Mengen von Magnesium- und     Zirkonpulver     werden zuerst mit einem ausreichenden Teil  der rezeptmässig vorgesehenen Lösungsmittel.  menge gut vermischt, wobei zum Pulverge  misch     jeweils    nur einige     em3    zugegeben und  vor jeder weiteren     Bindemittelzugabe        gut    ver  rührt werden.

   Der Rest an Bindemittel     wird     dann,     ebenfalls    jeweils in wenigen     cms,    der  vorgeschriebenen Menge     KaliLunperchlorat-          pulver        beigefügt    und ständig     gilt        verrührt.     Anschliessend wird dann das     Kaliumper-          chlorat/Bindemittel-Gemisch        -unter    ständigem  Rühren dem     Zirkon/Magnesium-G-emisch    bei  gefügt und so die     Zündstoffpaste    hergestellt.  



  Die grössere Temperaturempfindlichkeit  der beschriebenen     Zündstoffmasse    sowie die  wesentlich verbesserte Zündfähigkeit der     be-          sehriebenen        Blitzlichtlampe    sind aus den  Kurven A, B und C des Diagramms nach       Fig.    3 gut     ersiehtlieh.    Diese     Kurven    zeigen  den Prozentsatz der bei verschieden grossen  elektrischen     Speiseimpulsen    im     Zündstrom-          kreis        ansprechenden    Lampen, die mit Aus  nahme des     Zündorgans    genau gleiche Bauart  besitzen.

   Die     Kurve    A gibt die     Zündbarkeit     von     Blitzlichtlampen    mit einem Zündfaden 3  aus     Wolframdrabt    von 25     Mikron    Durch  messer an, bei einem     Zündstofftropfen    9 aus  einer bisher üblicherweise verwendeten Masse  mit 8 bis     2@6    Gewichtsprozent Magnesium.

   Die  Kurve B gilt für ein genau gleiches     Zünd-          organ,    aber mit     Zündstofftropfen    9 aus der  beschriebenen, oben angegebenen Masse, wäh  rend die Werte der Kurve C mit Lampen  erhalten werden, welche einen     Zündfaden    3  aus     Wolframdraht    mit einem Durchmesser    von 18     Mikron    und ebenfalls     Zündstofftropfen     9 aus der     beschriebenen        Zündstoffmasse    be  sitzen, wobei der     Zirkongehalt    64 Gewichts  prozent, der     Magnesiumgehalt    7,

  5 Gewichts  prozent     und    der     Kalilunperchloratgehalt    28,5  Gewichtsprozent     beträgt.    Die Messung der  Kurven A, B und C erfolgte mit. Speiseim  pulsen im Heizstromkreis, die durch- Entla  dung der bekannten Elektrizitätsmenge eines  Kondensators über den     Zündstromkreis    her  gestellt     wurden.     



  Aus dem Vergleich der Kurven     .A,    B und  C ist ersichtlich,- dass die beschriebenen Blitz  lichtlampen mit einem     18-Mikron-Wolfram-          glühdraht    und der beschriebenen temperatur  empfindlicheren     Zündstoffmasse    im allgemei  nen für die gleiche prozentuelle     Zündwahr-          scheinlichkeit        nur        3,

  5        bis        50%        der        Zündener-          gie        wie    Lampen der bisher üblichen Bauart  mit     25-Milron--IV#Tolframdraht    und dem be  kannten Zündstoff benötigen.

   Insbesondere  benötigen die Lampen der vorliegenden     Bau-          art        (Kurve        C)        zur        Erzielung        einer        100;        %     Zündsicherheit nur etwa die halbe elektrische  Heizenergie wie die üblichen     Blitzlichtlampen     (Kurve A).

   Ferner zeigt auch der Vergleich  der beiden Kurven A und B, dass bei Lam  pen mit gleich dickem     Wolframdraht    als  Heizfaden (nämlich 25     Mikron    Durchmesser),  die mit dem Zündstoff verbesserter Tempera  turempfindlichkeit gemäss dem obengenann  ten Rezept     versehenen    Lampen     (Kurve    B)       um        15        bis        25        %        weniger        Zündenergie        benö-          tigen,

      um die gleiche prozentuelle     Zündwahr-          scheinlichkeit        zn        erzielen    als die Lampen  (Kurve A) mit dem bisher üblichen Zünd  stoff.  



  Aus dem angestellten Vergleich     ist    also  ersichtlich, dass bereits mit der vorliegenden  temperaturempfindlichen     Zündstoffmasse    al  leine schon eine merkliche     Verbesserung     der     Zündbarkeit    von     Blitzlichtlampen    erziel  bar ist, die sich weiter verbessern lässt durch  Verwendung zusammen mit einem dünneren       Wolframdraht    (das heisst 18     Mikron    Durch  messer) im Zündorgan.

   Dementsprechend  können Lampen dieser Bauart auch dann      sicher gezündet werden, wenn die zugeführte  elektrische Zündenergie weit unter dem Nor  malwert gelegen ist, was     dann    der Fall     ist,          wenn    die Batterien nachgelassen haben oder       infolge    schlechter Kontakte der Widerstand  im     Zündstromkreis    anormal gross geworden  ist.  



  Von Wichtigkeit ist auch die Tatsache,  dass die bedeutend     verbesserte        Zündbarkeit     der beschriebenen     Blitzlichtlampe    ohne eine  Vergrösserung des Prozentsatzes der bei der       Glimmlichtkontrolle    während der Fabrikation  ansprechenden Lampen erreicht ist.

   Beispiels  weise kann bei einer Massenfabrikation der  Prozentsatz der beim     Glimmlichtprüfen     ansprechenden     Blitzlichtlampen        keinesfalls          0,1%        übersteigen.        Obwohl        der        vorliegende          Zündstoff    wesentlich temperaturempfindli  cher als der bei solchen Lampen üblicherweise  verwendete Zündstoff ist und deshalb eigent  lich zu befürchten wäre, dass die<B>0,1</B>     14-Grenze     hierbei überschritten wird, hat sich das Ge  genteil gezeigt.

   Die Lampen der vorliegenden  Bauart mit dem     verbesserten    und tempera  turempfindlicheren Zündstoff weisen bei der  üblichen     Fabrikationsglimmlichtprüfung    eine       Ansprechhäufigkeit    auf, die durchaus     unter-          halb        der        0,1%-Grenze        gelegen        ist.        Ferner     ist bei Verwendung der beschriebenen Zünd  stoffmasse kein Einfluss auf die Lichteigen  schaften der     Blitzlichtlampe    feststellbar,

   und  das von ihr gelieferte Licht weist praktisch  die gleiche Intensität und den gleichen Zeit  verlauf     wie    dasjenige der     Blitzlichtlampen     mit der üblichen     Zündstoffmasse    auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Blitzlichtlampe, bestehend aus drahtför- migem brennbarem Blitzliehtniaterial inner halb eines luftdichten Kolbens, wobei dieses Material einerseits und ein Zünddraht ander seits in Wärmekontakt mit.
    einer Zündstoff masse stehen, die aus Magnesium, Zirkon und Kaliumperchlorat, in Pulverform gemisebt und zusammengehalten dureh ein Bindemit tel, besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Zünddraht einen Durchmesser von weniger als 25 Mikron besitzt, und da.ss die Zündstoff masse einen Gehalt von 1 bis 8 Gewichtspro zent Magnesium, 60 bis 90 Gewichtsprozent Zirkon und den Rest Kaliumperchlorat be sitzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Blitzliehtlampe nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass der Durehmes- ser des Zünddrahtes höehstens 18 Mikron be trägt.
    z. Blitzlichtlampe naeh Patentansprueh und Unteransprueh 1, dadureh gekennzeich net, dass die Zündstoffmasse aus 7,5 Gewichts prozent Magnesium, 64 Gewiehtsprozent Zir- kon und 28,5 Gewichtsprozent Kaliumper- ehlorat besteht, wobei sämtliche Bestandteile eine Siebfeinheit von 0,044 mm besitzen.
    3. Blitzlichtlampe nach Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, da.ss mindestens Teile des Zünddrahtes und der Befestigungsstellen desselben an den Zuführungsdrähten mit einem Überzug aus der Zündstoffmasse ver sehen sind.
CH332839D 1954-04-07 1955-04-07 Photographische Blitzlichtlampe CH332839A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US332839XA 1954-04-07 1954-04-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH332839A true CH332839A (de) 1958-09-30

Family

ID=21869535

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH332839D CH332839A (de) 1954-04-07 1955-04-07 Photographische Blitzlichtlampe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH332839A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2245717A1 (de) Elektrode mit einem poroesen sinterkoerper
AT163983B (de) Blitzlichtlampe
DE2827132A1 (de) Elektrische lampe
DE3123604A1 (de) Metalldampf-hochdruckentladungslampe
CH332839A (de) Photographische Blitzlichtlampe
DE2845283C2 (de)
DE2541407C3 (de) Zündmaterial für eine mit hoher Spannung betriebene Blitzlichtlampe
DE967714C (de) Aus hauptsaechlich wenigstens einem der Metalle Tantal und Zirkon bestehender Getterstoff fuer elektrische Entladungsgefaesse
DE883936C (de) Kathode fuer Entladungsroehren und Verfahren zu deren Herstellung
DE2110216C3 (de) Rauchmaterialmischung
DE3123605A1 (de) Metalldampf-hochdruckentladungslampe
DE2609674A1 (de) Blitzlampe
DE2118766C3 (de) Leuchtstofflampe
DE2648692C2 (de) Elektrisch zündbare Photoblitzlampe
DE2062305C3 (de) Blitzlampe
DE682620C (de) Elektrische Blitzlichtlampe
DE2709245A1 (de) Verbrennungsblitzlichtlampe
DE1018309B (de) Blitzlichtlampe
DE2322502A1 (de) Verfahren zur herstellung einer elektrischen entladungsroehre, gasbinder zur anwendung bei diesem verfahren und durch dieses verfahren hergestellte elektrische entladungsroehre
AT219413B (de) Blitzlichtlampe
AT142677B (de) Blitzlichtlampe.
DE2229557A1 (de) Quecksilberdampfniederdruck-entladungslampe mit ein oder mehreren amalgamen
CH183709A (de) Blitzlichtlampe.
CH264320A (de) Blitzlichtlampe.
DE722692C (de) Elektrische Blitzlichtlampe