Verfahren zur Abdichtung von Zement- und Schleuderbetonrohren und Dichtungs material zur Durchführung des Verfahrens. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abdichtung von Zement- und Schleuderbetonrohren und auf ein Dichtungs material zur Ausübung des Verfahrens. Bis her werden die Muffenfugen von Beton und Steinzeugrohren mit geteerten bzw. ungeteer- ten Hanf- oder Jutestricken durch Einstem men derselben abgedichtet, wobei auch Bitu- menkittmassen oder Asphaltheissvergussmassen verwendet werden.
Der Kitt muss auf der Baustelle vorgeknetet und bei kaltem Wetter auch vorgewärmt werden und nachträglich, um demselben die nötige Weichheit zum Ein bau zu verleihen, noch mit der Lötlampe ge wärmt werden. Diese Arbeiten sind kompli ziert, und die Dichtheit der Muffe ist in weit gehendem Masse von der Zuverlässigkeit des die Arbeit ausführenden Mannes abhängig. Es können dabei Undichtheiten entstehen, die nach Beendigung der Arbeit nicht kontrollier bar sind, so dass dieses Verfahren eine zuver lässige Abdichtung der Rohre an den Verbin dungsstellen nicht absolut gewährleistet.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Ab dichten von Rohrverbindungen kennzeichnet sich dadurch, dass in die Abdichtstelle von zwei Rohren vor deren Zusammenfügen ein plastisches, kalt quetschbares und vorgeform tes Dichtungsmaterial eingesetzt wird, wel ches durch den beim Zusammenstossen der Rohre erzeugten Druck in die Fugen der Dich tungsstelle gequetscht wird. Das zur Durchführung des Verfahrens er forderliche Dichtungsmaterial besteht aus einem plastischen, kalt quetschbaren Binde mittel aus Bitumen und Kunstharz.
Das Abdichtmaterial kann auch in Form von Platten hergestellt und an der Ver wendungsstelle in geeignete Formstücke, wie Streifen, Ringe, Scheiben, geschnitten werden.
An Hand der beiliegenden Zeichnung sind nachfolgend Durchführungsbeispiele des er findungsgemässen Verfahrens und ein Werk zeug zum Ineinanderpressen zweier Rohre be schrieben. Es zeigt: Fig.1 und 2 die Abdichtung von mit Spitzmuffen ausgeführten Betonrohren, Fig. 3 bis 8 die Abdichtung von mit Glok- kenmuffen ausgebildeten Betonrohren, Fig. 9 schematisch ein Werkzeug zum In einanderpressen der Rohre.
Das Rohrende 5 eines Betonrohres mit Spitzmuffe ist in den Fig.1 und 2 gezeigt. Diese werden vorerst mit einer kalt anwend baren klebrigen Masse, beispielsweise ein aus Bitumen, Kunstharz und Lösungsmittel her gestelltes Produkt, angestrichen, und alsdann wird die Dichtungsmasse 4 aufgetragen. Diese Dichtungsmasse besteht aus einer kalt ver formbaren Masse, beispielsweise einer Mi schung von Bitumen und Kunstharz. Zur Er höhung der Zugfestigkeit kann dieser Faser stoff in irgendeiner Form zugeführt werden.
Je nach dem Zweck, zu welchem die abzudich tenden Rohre verwendet werden, kann die Mischung beispielsweise aus Fasern, Bitumen und Kunstharz bestehen, welches zu Bändern von verschiedenen Querschnitten, beispiels weise rund, quadratisch oder flach, verarbei tet wird. Als Fasern können Hanf, Jute, Sisal, auch Asbest, Baumwolle, Glaswolle, dienen, die lose oder in Form von Stricken oder Ge weben verwendet werden. Die Stricke oder Gewebe werden in einem klebrigen Bindemit tel, beispielsweise Bitumen, getränkt und in der erwähnten kalt verformbaren, plastisch elastischen Masse eingeschlossen.
Das Dich tungsmaterial kann auch die Form von Plat ten haben, in die ein Textilgewebe eingeschlos sen ist. Durch Zusammenpressen der Rohre 5 und 6, Fig. 2, wird die Masse 4 ausgequetscht, so dass sie die Hohlräume der Muffenverbin- dung ausfüllt.
Fig. 3 und 4 zeigen die Verbindungsstellen eines Schleuderbetonrohres 7 mit Glocken muffe, deren Passfläche mit der erwähnten kle brigen Masse bestrichen und darauf ein Dich tungsstreifen aufgeklebt wird. Dieser Dich tungsstreifen enthält beispielsweise Stricke 9. Nach Einpressen des Rohrteils 7 in die Glok- kenmuffe 7_0 in der Achsrichtung der Rohre wird der Streifen 8 mit dem darin befind lichen Strick 9 breit gequetscht, und das Dich tungsmaterial 8 verteilt sich in dem verblei benden Zwischenraum.
Anschliessend kann dann durch Einfügen weiterer Dichtungen 12 und einer abschliessenden Zementfüllung 13 die Abdichtung des äussern Glockenmuffen raumes vervollständigt, werden. Die Fig.6 und 8 zeigen weitere Verbindungsstellen von Glockenmuffen, deren Abdichtung in gleicher " Weise wie bei Fig. 4 erfolgt.
In Fig.9 ist eine Winde veranschaulicht, mittels welcher die beiden Rohre ineinander gepresst werden.
Process for sealing cement and spun concrete pipes and sealing material for carrying out the process. The present invention relates to a method for sealing cement and spun concrete pipes and to a sealing material for practicing the method. Up to now, the socket joints of concrete and stoneware pipes have been sealed with tarred or un-tarred hemp or jute strings by mortising them, bitumen putty compounds or hot asphalt potting compounds being also used.
The putty must be pre-kneaded on the construction site and, in cold weather, also preheated and subsequently, in order to give it the necessary softness for installation, still be warmed with a blowtorch. This work is complicated, and the tightness of the sleeve is largely dependent on the reliability of the man performing the work. This can lead to leaks that cannot be controlled after the work is finished, so that this process does not absolutely guarantee reliable sealing of the pipes at the connection points.
The method according to the invention for sealing pipe connections is characterized in that a plastic, cold squeezable and preformed sealing material is used in the sealing point of two pipes before they are joined, wel ches into the joints of the sealing point due to the pressure generated when the pipes collide is squeezed. The sealing material required to carry out the process consists of a plastic, cold-squeezable binding agent made of bitumen and synthetic resin.
The sealing material can also be produced in the form of plates and cut into suitable shaped pieces, such as strips, rings, discs, at the point of use.
With reference to the accompanying drawings, examples of implementation of the inventive method and a work tool for pressing two tubes together are described be. It shows: FIGS. 1 and 2 the sealing of concrete pipes made with pointed sockets, FIGS. 3 to 8 the sealing of concrete pipes made with bell sockets, FIG. 9 schematically a tool for pressing the pipes into one another.
The pipe end 5 of a concrete pipe with a pointed socket is shown in FIGS. These are first painted with a cold applicable adhesive compound, for example a product made from bitumen, synthetic resin and solvent, and then the sealing compound 4 is applied. This sealant consists of a cold ver malleable mass, for example a mixture of bitumen and synthetic resin. To increase the tensile strength, this fiber material can be fed in any form.
Depending on the purpose for which the pipes to be sealed are used, the mixture can consist, for example, of fibers, bitumen and synthetic resin, which is processed into strips of different cross-sections, for example round, square or flat. Hemp, jute, sisal, as well as asbestos, cotton, glass wool can serve as fibers, which are used loosely or in the form of cords or fabrics. The cords or fabrics are soaked in a sticky Bindemit tel, for example bitumen, and enclosed in the aforementioned cold-deformable, plastic-elastic mass.
The up processing material can also be in the form of Plat th in which a textile fabric is included. By compressing the tubes 5 and 6, FIG. 2, the compound 4 is squeezed out so that it fills the hollow spaces of the socket connection.
Fig. 3 and 4 show the connection points of a spun concrete pipe 7 with bells sleeve, the mating surface coated with the aforementioned sticky mass and a sealing strip is glued to it. This sealing strip contains, for example, cords 9. After the tube part 7 is pressed into the bell socket 7_0 in the axial direction of the tubes, the strip 8 with the cord 9 therein is squeezed wide, and the sealing material 8 is distributed in the remaining space .
Subsequently, by inserting further seals 12 and a final cement filling 13, the sealing of the outer bell socket space can be completed. FIGS. 6 and 8 show further connection points of bell sleeves, the sealing of which takes place in the same way as in FIG.
A winch is illustrated in FIG. 9 by means of which the two tubes are pressed into one another.