CH264901A - Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von bei der Zerstäubungstrocknung angefallenem Pulver. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von bei der Zerstäubungstrocknung angefallenem Pulver.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von bei der Zerstäubungstrocknung angefallenem Pulver. hm die Zerstäubungstrocknung mit gutem Erfolg auch auf temperaturempfindliche Sub stanzen anwenden zu können, ist es wichtig, dass in einem Gasstrom bei verhältnismässig hohen Temperaturen zerstäubte und getrock nete bzw. auskristallisierte Pulver so rasch und gleichmässig als möglich auf unschädliche Temperaturen abzukühlen.
Dies wird nach bekannten Verfahren da durch erreicht, dass das bei der Zerstäubungs- trocknung angefallene Pulver mittels eines Stromes von zur Zerstäubungstrocknung be nütztem Gas kontinuierlich aus dem Zerstäu- bungstrocknungsbehälter abgeführt., diesem Gas-Pulver-Gemisch, das einen einzigen Strom oder mehrere Teilströme bilden kann,
ein Teil des Trocknungsgases entzogen und hierauf das Pulver zusammen mit dem restlichen Trocknungsgas in einen im wesentlichen gleichgerichteten Gasstrom von tieferer Tem peratur eingeleitet und durch diesen einem Staubabscheider zugeleitet wird, wobei auf dem Transportweg zum Staubabscheider eine innige Vermischung des Pulvers mit dem Kühlgas und damit der Wärmeaustausch herbeigeführt wird. Das Verfahren gemäss der Erfindung bezweckt eine Verbesserung dieses bekannten Verfahrens.
Das erfindungs gemässe Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass das Pulver und der Trocknungsgasrest jedes Einzelstromes in einen regulierbaren, gleichgerichteten Strom Kühlgas derart hin eingeleitet werden, dass der Kühlgasstrom den Pulver- und Trocknungsgasreststrom um hüllt und dass hierauf die Einzelströme zu einem einzigen Strom zusammengeführt wer den.
Bei der ebenfalls Gegenstand der Erfin dung bildenden Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist jedem Teilstrom eine Kühl gasleitung zugeordnet, in welche die das aus dem betreffenden Trocknungsgasentzieher kom mende Pulver führende Rohrleitung mündet, wobei die Austrittsstelle der Pulver führen den Leitung mindestens annähernd in der Mitte der zugehörigen Kühlgas führenden Leitung liegt.
An Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung soll nun das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise näher erläutert und ein Ausführungsbeispiel der zu dessen Aus führung dienenden Vorrichtung nach der Er findung beschrieben werden.
Das bei der Zerstäubungstrocknung ent standene Pulver wird durch eine Leitung 1 mittels eines durch Druckgefälle erzeugten Stromes von Gas (worunter auch z. B. mehr oder weniger wasserdampfgesättigte Luft oder ein Gasgemisch verstanden werden kann), welches bereits zur Zerstäubungstrocknung gedient hat, aus dem nur angedeuteten Zer- stäubungstrocknungsraum ab- und zwei par allel geschalteten Trocknungsgasentziehern 2 und 3 zugeleitet.
Diese sind als Zyklone aus gebildet, wobei das entzogene Trocknungsgas bei 4 durch einen nicht dargestellten Ven- tilator abgesaugt wird. Dieser Gasabzug kann auch durch einen im Zerstäubungstrockmimgs- raiun herrschenden L'berdruek bewirkt, oder erhöht werden.
Durch den Entzug eines Teils des noch warmen Trocknumgsgases wird die nachfol gende Kühlung des Pulvers beschleunigt und wirtschaftlicher gestaltet. Zugleich wird damit eine allfällig erwünschte Regelung des Feuchtigkeitsgehaltes des Pulvers durch ent sprechende Wahl des Feuchtigkeitsgrades dts Kühlgases erleichtert.
Der Entzug des Troek- nungsgases kann so weit getrieben werden, dass praktisch nur das in einem gehäuften Pulver immer noch zwischen den Pulverteil chen vorhandene Gas übrigbleibt.
Das Pulver mit dem restlichen Trock- nungsgas wird durch entsprechende Einstel lung des Druckgefälles in kontinuierlichem Strom aus der Spitze jedes Zyklons in je einen Kühlgasstrom, der zugleich zum Wei tertransport des Pulvers benützt wird, ein geleitet. Zu diesem Zweck mündet der Rohr stutzen 5 jedes Zyklons je in ein erweitertes Anfangsstück 6 eines Rohres 9.
Die Ein trittsstelle i des Kühlgases in das Anfangs stück 6 liegt, in der Strömungsrichtung des Pulvers betrachtet, rückwärtig der hfündungs- stelle 16 des Rohrstutzens 5 für die Zuleitung des Pulvers aus dem Zyklon, so dass an der Stelle ihres Zusammentreffens der Kühlgas- und der Pulverstrom im wesentlichen gleich gerichtet sind und an der Mündungsstelle 16 des Pulvers keine Stauungen entstehen.
Das von einem Teil des Troeknungsgases befreite Pulver, das der Zyklonspitze zuströmt, könnte auch auf bekannte Art durch eine Schleuse entnommen werden, -um es in den Kühlgas- strom einzuleiten.
Die Gleichrichtung des Kühlgasstromes auf möglichst kurzer Strecke wird dadurch ge fördert, dass das erweiterte Anfangsstück 6 des Rohres 9 in eine an die Zuleitung des Kühlgases angeschlossene Druckausgleich und -verteilkammer 11 und eine daratüfol- gende Gleichrichtkammer 12 aufgeteilt ist.
Die Abteilung der beiden Kammern ist beim rechten Teilstrom in der Figur durch eine Einschnürung 13 des Anfangsstückes 6 und beim in der Figur linken Teilstrom durch einen längs des Rohrstutzens 5 verstellbaren Ring 14 gebildet. Es könnte aber auch eine durchbrochene Trennwand vorgesehen sein.
Die Verengung zwischen den beiden Kam mern 11 und 12 kann auch so gestaltet sein, dass der die beiden Kammern verbindende Ringspalt ziun besseren Druckausgleich un gleichmässige Breiten aufweist. Die Mündung 16 ist so gelegt, dass das aus ihr austretende Pulver mindestens annähernd in die Mitte des Kühlgasstromes gelangt, wodurch eine rasche und gleichmässige Vermischung erleich tert wird.
Damit in dem vom Kühlgas umspülten Rohrstutzen 5 keine Kondensationserschei- nungen auftreten können, ist das entspre chende Rohrstück von einer Wärmeisolierhülle 15 iungeben (in der Figur mir rechts ein gezeichnet), in der z. B. warme Luft zirku liert.
Bis zur Mündungsstelle 16 behält das Pul ver annäherungsweise die im Zerstäubungs- trockmuigsraum angenommene Temperatur bei. Währenddem es hierauf vorn Kühlgas strom erfasst und in der Leitung 9 einem Staubabscheider zugeführt wird, tritt durch direkten Wärmeaustausch in kürzester Zeit.
die angestrebte Kühlung ein. Durch entspre chende Regulierung von Menge und Tem peratur des Kühlgases, letzteres beispielsweise durch nicht dargestellte, in die Gaszufuhr leitung eingebaute Heiz- und Kühlelemente, wird die gewünschte Endtemperatur des ent stehenden Gas-Pulver-Gemisches herbeige führt. Gleichzeitig kann die Feuchtigkeit des Pulvers durch entsprechende Wahl des Feuch tigkeitsgehaltes des Kühlgases in gewünsch tem Sinne beeinflusst werden.
Durch diese Art der Kühlung und Feuchtigkeitsregulie rung bleiben die einzelnen Pulverteilchen unter sich durch Gashüllen getrennt, so dass ein Zusammenpappen wie auch ein Ankleben an den Rohrwandungen während des Küh- lungsvorganges vermieden werden.
Die in den Rohren 9 geführten Einzel ströme werden hierauf vereinigt und in einer Leitung 10 gemeinsam dem nicht eingezeich neten Staubabscheideraggregat zugeführt. Gasmenge und Druck jedes Kühlgasstromes werden mittels der Ventile 8 je für sich regu liert, um Unregelmässigkeiten der einzelnen Abseheider 2, 3 auszugleichen.
Die Weg länge von der Mündung 16 bis zum Eintritt des Pulvers in den nachfolgenden Staub- abscheider ist mindestens so gross zu wählen, dass auf diesem Transportweg Kühlgas und Pulver während einer genügenden Zeitspanne in Berührung bleiben, um den Wärme- und allfälligen Feuehtigkeitsaustauseh im wesent lichen beendigen zu können.
Als Kühlgas kann Luft oder irgendein anderes Gas verwendet werden, z. B. ein iner- tes Gas, dessen beim Abscheiden im Pulver verbleibende Reste zusammen mit dem Pul ver verpackt werden und als Schutzgas wir ken, oder ein Gas, das mit der Pulversubstanz in bestimmter Weise reagiert.
Mit der beschriebenen Vorriehtung können Pulver aller Art, z. B. Seifen-, Kunstharz- und Milchpulver, behandelt werden. Beim Milchpulver kommt der Behandlung ledig lich eine konservierende Wirkung zu, indem das Pulver beim Gebrauch nach Zusatz von Wasser annähernd in den Ursprungszustand übergeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Kühlen von beim Trocknen durch Zerstäubung gebildetem Pul ver, das zusammen mit dem zum Trocknen angewandten CTas kontinuierlich aus dem Zer- stäubungsbehälter abgeführt.und durch eine Anzahl parallel geschalteter Troeknungsgas- entzieher geführt wird, wo ein Teil des Trock- nungsgases dem Pulver-Gas-Gemisch entzogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Pul ver und der Trocknungsgasrest jedes Einzel stromes in einen regulierbaren, gleichgerich teten Strom Kühlgas derart hineingeleitet werden, dass der Kühlgasstrom den Pulver- und Trocknungsgasreststrom umhüllt, und dass hierauf die Einzelströme zu einem ein zigen Strom zusammengeführt werden.II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass jedem Teilstrom eine Kühl gasleitung zugeordnet ist, in welche die das aus dem betreffenden Trocknungsgasentzieher kommende Pulver führende Rohrleitung mün det, wobei die Austrittsstelle der Pulver füh renden Leitung mindestens annähernd in der Mitte der zugehörigen Kühlgas führenden Leitung liegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Zuleitung des Pulvers und Troeknungsgasrestes aus jedem Trocknungsgasentzieher in den zugehörigen Kühlgasstrom kontinuierlich erfolgt und durch Erzeugung eines Druekgefälles bewirkt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Pulver mit dem Trocknungsgasrest jedes Einzelstromes wenigstens annäherungsweise in die Mitte des zugehörigen Kühlgasstromes geleitet wird. 3.Vorrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass der in das An fangsstück jeder Kühlgasleitung hinein ragende Rohrteil für die Zuleitung des Pul vers aus dem betreffenden Trocknungsgas- entzieher von einer Wärmeisolationshülle um geben ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das erweiterte Anfangsstück jeder Kühlgasleitung durch eine Verengung in eine an die Zuleitung des Kühlgases angeschlossene Verteil- und eine darauffolgende Gleichrichtekammer aufgeteilt ist, wobei von diesen unter sieh verbundenen Kammern die Verteilkammer, in der Strö- niungsriehtung betrachtet,rückwärtig der Mündungsstelle des Rohrteils für die Zulei tung des Pulvers aus dem zugehörigen Trock- nungsgasentzieher liegt.
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