CH265177A - Verfahren zur Herstellung eines Schichtkörpers aus mindestens zwei Gewebelagen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schichtkörpers aus mindestens zwei Gewebelagen.

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CH265177A
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Felix Arthur
Jakub Horn Jacques
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Felix Arthur
Jakub Horn Jacques
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06M17/00Producing multi-layer textile fabrics
    • D06M17/02Producing multi-layer textile fabrics by applying cellulose derivatives as adhesives

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Description


      Verfahren   <B>zur Herstellung eines</B>     Schichtkörpers   <B>aus mindestens zwei Gewebelagen.</B>    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung eines  Schichtkörpers aus mindestens zwei Gewebe  lagen.  



  Die Herstellung von steifen Geweben,  wie z. B. zur Verwendung für Kragen und  Manschetten für Kleidungsstücke, ist     bekannt.     Gemäss einem bekannten Prozess wird eine       Gewebezwischenschicht    verwendet, die aus Fa  sern aus thermoplastischem     Zellulosederivat     besteht, und die Verbindung wird durch Ver  wendung einer flüchtigen Flüssigkeit vorge  nommen, die einen wesentlichen Anteil an  einem echten Lösungsmittel für die Zellulose  derivate enthält, das aber die Derivate nicht  bei normalen Temperaturen, .sondern nur bei  erhöhten Temperaturen auflöst. Solche Flüs  sigkeitsmischungen können 3 bis 10,w, eines       Weichmachungsmittels    und nicht mehr     als     <B>10%</B> Wasser enthalten.  



  Bei einem andern Verfahren wird eine       Zelluloseazetatfäden    enthaltende Zwischen  schicht vor der Vereinigung mit dem Textil  material mit einem     Weichmachungsmittel    be  handelt, und nach dem Zusammennähen der  Textilien mit der Zwischenschicht wird das  Gewebe in eine Flüssigkeit     getaucht,    die das       Weichmachungsmittel    auflöst, aber nicht das       Zelluloseazetat.     



  Bei einem dritten Verfahren wird das zu  sammengesetzte Gewebe dadurch hergestellt,  dass ein Gewebe oder ein Papier mit einem    anorganischen,     wasserunlöslichen    aber was  serabsorbierenden Stoff wie kolloidale Kiesel  säure bedeckt oder imprägniert wird und  dann     mit    einer     Lösung    oder Dispersion  eines     thermoplastischen        synthetischen    Har  zes oder einem chlorierten     natürlichen    oder       synthetischen        Kautschuk    behandelt wird.

    Ein solches Schichtgebilde wird dann zwi  schen zwei Gewebelagen eingenäht und das  Ganze dann Hitze und Druck     ausgesetzt,        um     ein Zusammenkleben der Gewebelagen zu be  wirken.  



  Gemäss einem weiteren Verfahren ist  vorgeschlagen worden, waschbare,     luft-          und    feuchtigkeitsdurchlässige Kleidungs  stücke herzustellen, wobei gewisse Stellen  dieser     Kleidungsstücke    aus zwei oder meh  reren Gewebelagen bestehen, die eine ge  wünschte Form aufweisen und feste Ele  mente von     Zellulosederivaten    wie Zellulose  azetat     dazwischen    aufweisen und vermittels  dieser Elemente zusammengehalten werden,  die durch ein geeignetes Lösungsmittel  klebrig gemacht wurden, wobei     zwischen.    den  Elementen Zwischenräume vorgesehen wer  den, um die Durchlässigkeit nicht wesentlich  zu beeinträchtigen.  



  Ein anderes Verfahren erzeugt eine     Zwi-          sehenschicht    oder eine Unterlage, die ein  Textilgewebe enthält, an das ein vorgeformter  Film aus     thermoplastischem        Zellulosederi-          vat    angebracht wurde; diese Zwischenschicht      wird dann     mittels        eines        Lösungsmittels    für  den Film zum Zwecke einer genügenden       Weichmachung    desselben auf die Gewebe  lagen gebracht, um ein Zusammenkleben des  Films mit dem Gewebe durch Druck zu be  wirken, ohne dass aber der Film zerstört wird.  



  In allen     erwähnten    Verfahren wird Hitze  und Druck angewandt.  



  Es ist gefunden worden, dass es nicht nö  tig     ist,    .     Zalluloseazetat    in     Form    von     Fasern     oder präparierten oder     imprägnierten    Ge  webelagen zu verwenden, und das erfin  dungsgemässe Verfahren     ist        dadurch    gekenn  zeichnet, dass man mindestens zwei Lagen       eines        Textilgewebes    dadurch     miteinander    ver  klebt, dass man auf zwischen den Gewebe  lagen befindliche Schichten aus     thermo-          plastischem        Zellulosederivat,    wie z.

   B.     Zellu-          loseazetat,        ein    flüchtiges Lösungsmittel ein  wirken lässt und dann das Schichtgebilde  gleichzeitig Hitze und     Druck    aussetzt, derart,  dass die Schichten aus     ZeUulosederivat        ver-          schwinden        und    ein     luft-    und feuchtigkeits  durchlässiges     Produkt    erhalten     wird.     



       Gemäss    einer     beispielsweisen        Ausführungs-          form-        des        Verfahrens    werden zwei oder meh  rere Lagen Textilgewebe miteinander ver  klebt, indem     zuerst    jede     Gewebeschieht        in    ein  flüchtiges     Lösungsmittel    getaucht wird,     mit     oder ohne     Weichmachungsmittel,    und eine  oder mehrere Schichten     eines        thermoplasti-          sehen        Zellulosederivates,

      wie z. B. Zellulose  azetat,     zwischen    benachbarte Gewebelagen ge  legt werden     und    die zusammengelegten  Schichten schliesslich gleichzeitig Hitze und  Druck ausgesetzt werden.  



  Das flüchtige     Lösungsmittel    kann auch       vermittels        einer    Brause, einer Bürste, eines       Schwammes    oder anderer Mittel auf die Ge  webelagen gebracht werden.  



  Das Verfahren kann auch so durchge  führt werden,     dass    zwei oder mehrere Ge  webelagen mit' einer oder mehreren zwi  schen benachbarten Gewebelagen liegenden  Schichten aus thermoplastischem     Zellulose-          derivät    wie     Zelluloseazetat    zusammengenäht  werden,     worauf    diese Zusammensetzung  durch Eintauchen oder eine andere ge-         wünschte    Weise mit einem flüchtigen Lö  sungsmittel     zusammengebracht    wird     und     dann die Gewebeteile gleichzeitig Hitze     und     Druck ausgesetzt werden.  



  Es     wurde    gefunden, dass bei Verwen  dung von Schichten aus einem thermopla  stischen     Zellulosederivat    zwischen den Ge  webeschichten gemäss der Erfindung eine       Durehlässigkeit    des     .zusammengesetzten    Ge  webes für Lift     und    Feuchtigkeit erreicht  wird.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfindung     kann ferner so durchgeführt werden, dass  das Abfärben der     meisten    Farben eines ge  färbten Gewebes verhindert wird, so dass  das Verfahren auch auf heiklere Stoffe wie  Wolle neben den gewöhnlichen Arten wie       Baumwolle-        und    Leinengewebe ausgedehnt  werden     kann.     



  Im fertig präparierten,     gesteiften    Ge  webe ist das     Zellulosederivat    nicht mehr     als          Zwischenschicht    vorhanden, sondern bildet  mit dem     zusammengesetzten    Gewebe einen  festen Bestandteil.  



  Bei     Verwendung        von        Zelluloseazetat        aus     thermoplastischem Material werden dem ver  wendeten Lösungsmittel wie Azeton zweck  mässig ein     inertes    Verdünnungsmittel wie       Methylalkohol    und weichmachende Flüssig  keiten mit höherem     Siedepunkt,        Farbfixier-          flüssigkeiten    und Wasser beigemischt.

   Bei  spiele für weichmachende Flüssigkeiten und       Farbfixierflüssigkeiten        sind.:        Diazetin,        Tria-          zetin,        Diazeton-Alkohol,        Äthylenglykdlmo-          nomethyläther,        Äthylenglykolmonoazetat,        Di-          äthylenglykolmonoäthyläther,        Äthylendiaze-          tat,

          Dibutylphthalat    und     Äthyllaktat.    Das  Wasser im Lösungsmittel schränkt das Flie  ssen von gewissen heikleren Farben ein, ins  besondere das Verfliessen     auf        Wollgeweben;     es kann bis zu     25/19,7    Wasser     verwendet     werden.  



  Der     Lösungsmittelkomplex    löst das     Zel-          luloseazetat    bei     gewöhnlichen    Temperaturen  auf.  



  Das thermoplastische     Zellulosederivat     kann ebenfalls ein     Weichmachungsmittel         oder     Füllstoffe    enthalten, wie Schneider  kreide, Verbindungen von Antimon, Zinn,  Kalzium, Aluminium, Magnesium oder che  misch     inerte    Füllstoffe wie     Kieselgur    oder  Kaolin. Die     Steifigkeit    des Endproduktes  kann durch die     Anzahl    Schichten von ther  moplastischem Material oder die Dicke jeder       verwendeten    Schicht     verändert    werden. Die  verschiedenen Gewebelagen und das thermo  plastische     ZeZlulosederivat    werden dann  Hitze und Druck ausgesetzt.  



  Das resultierende Produkt ist steif oder  halbsteif je nach dem verwendeten Film oder  den Filmen und weist die gewünschte     Bieg-          samkeit        auf.       Das fertige Material kann gewaschen  werden, und wenn     es    erneut erhitzt wird, ge  winnt es seine     Steifigkeit    wieder zurück.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Schicht körpers, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens zwei Lagen eines Textilgewebes dadurch miteinander verklebt, dass man auf zwischen den Gewebelagen befindliche Schichten aus einem thermoplastischen Zel- lulosederivat ein flüchtiges Lösungsmittel einwirken lässt und dann das Schichtgebilde gleichzeitig Hitze und Druck aussetzt, der art, dass die Schichten aus Zellulosederivat verschwinden und ein luft- und feuchtig keitsdurchlässiges Produkt erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zuerst jede Ge webelage in das flüchtige Lösungsmittel ein getaucht und dann das thermoplastische Zel- lulosederivat zwischen die Gewebelagen ge bracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das flüchtige Lösungsmittel mittels einer Brause auf das Gewebe gebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das flüchtige Lö sungsmittel mittels einer Bürste auf das Ge webe gebracht wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das flüchtige Lö sungsmittel mittels eines Schwammes auf das Gewebe gebracht wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das flüchtige Lösungsmittel auf ein Schichtgebilde ein wirken lässt, das aus mehreren. zusammen genähten Gewebelagen, zwischen denen Schichten aus thermoplastischem Zellulose- derivat liegen, besteht. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Lösungs mittel ein Verdünnungsmittel beigegeben wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, unter Verwendung von gefärbten Textilge weben, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lösungsmittel. ferner ein Weichmachungs- mittel und eine Parbfixierflüssigkeit beige geben wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass düs thermopla stische Zellulosederivat ein 'V@'eicbmachungs- mittel enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, das das thermopla stische Zellulosederivat einen Füllstoff enthält.
CH265177D 1946-10-30 1947-10-25 Verfahren zur Herstellung eines Schichtkörpers aus mindestens zwei Gewebelagen. CH265177A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952256C (de) * 1951-05-28 1956-11-15 Bradford Dyers Ass Ltd Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Textilbahnen
DE1610639A1 (de) * 1967-06-07 1971-07-15 Johnson & Johnson Zwischenfutter zwischen zwei miteinander zu verbindenden Textilstofflagen und Verfahren zur Herstellung von Teilen von Bekleidungsstuecken mit derartigem Zwischenfutter

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DE952256C (de) * 1951-05-28 1956-11-15 Bradford Dyers Ass Ltd Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Textilbahnen
DE1610639A1 (de) * 1967-06-07 1971-07-15 Johnson & Johnson Zwischenfutter zwischen zwei miteinander zu verbindenden Textilstofflagen und Verfahren zur Herstellung von Teilen von Bekleidungsstuecken mit derartigem Zwischenfutter

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DE864846C (de) 1953-01-29

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