Vorrichtung zur Behandlung von Werkstücken durch Hochfrequenzheizung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zur Behandlung von Werkstücken durch IIochfrequenzheizun ü, mit einem einen Hohlzylinder aus elektrisch leitendem Mate rial, z. B.
Kupfer, besitzenden Konzentrator, dessen eines Ende durch einen am Hohl zylinder befestigten Endring aus elektrisch leitendem A-laterial gebildet ist, dessen Öff nung zur Aufnahme des Werkstückes dient, wobei der Konzentrator mit einem durchgte- lienden, radialen Schlitz versehen ist.
Der Hochfrequenzstrom kann dabei z. B. einer den Zylinder umgebenden Spule zuge führt werden.
Bei solchen Vorrichtungen ist es er wünscht, dass der erwähnte Endring das Werkstück weitgehend eng umgibt. Die Er findung ermöglicht, diesen Wunsch auf -ein fache Weise zu verwirklichen, um die Be handlung von Werkstücken von verschiedenen Abmessungen schnell nacheinander zu ermög lichen.
Erfindungsgemäss ist in der Öffnung des Endringes eine Tragfläche zur Abstützung eines auswechselbaren Passringes vorhanden, der in dieser Öffnung angebracht ist und mit einer zur Aufnahme des Werkstückes die nenden Öffnung sowie mit einem radialen Schlitz versehen ist. Der Passring kann aus ähnlichem Material wie der Endring best.e- lien. Damit rings um die Ringöffnung kein ge- sclilossener Kreis entsteht, liegen die Schlitze im Passring und in dein restlichen Teil des Konzentrators mit.
Vorteil in Flucht, sofern diese Teile in metallischem Kontakt mitein ander stehen. Zweckmässig jedoch wird der Passring gegen den restlichen Teil durch Zwischenfügung einer Schicht, z. B. aus Glimmer, isoliert, so class es nicht notwendi- ist, dass die Sehlitze in Flucht liegen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung er möglicht den Vorteil, dass, wenn ein Werk stück durch ein anderes mit anderem Durch messer ersetzt werden soll, nur ein anderer Passring mit einer Öffnung von geeigneten Abmessungen angebracht zu werden braucht, ohne dass der Konzentrator geändert wird. Auf diese Weise können Werkstücke ver schiedener Abmessungen schnell nacheinander behandelt werden. Es ist vorteilhaft, wenn dazu der Konzentratorzy linder mit der Achse senkrecht und mit dem Endring am obern Ende angeordnet wird.
In diesem speziellen Fall können die Passringe ohne weiteres auf der angebrachten Tragfläche frei aufruhen und erübrigen sich Befestigungsmittel.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindiungs- gemässen Vorrichtung sowie einige Ausfüh rungsformen des Passringes sind in der bei liegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Mittelschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2.
Fig. ? ist ein Grundruss.
Fig. 3 bis 6 zeigen Mittelschnitte von Pa.ss- ringen zur Verwendung in der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2, wobei Fig. 3 bis 6 in etwas grösserem Massstab als Fig. 1 und 2 ge zeichnet sind.
In Fig. 1 und 2 besteht der Induktor 1 aus einer Anzahl Windungen aus Kupferrohr mit quadratischem Querschnitt, deren aufein- anderfolgendeWindungen durch eine Anzahl isolierender Distanzstücke 2 in dem ge wünschten Abstand voneinander gehalten werden. Diese Distanzstücke sind zweckmä ssig in gewisser Entfernung vom Konzentrator 4, 5, dem Umfang der Wicklung 1 entlang im Abstand voneinander und in axialer Rich tung angeordnet und bestehen aus mit als Trennstücke für die Windungen dienenden Vorsprüngen 2a versehenen Latten. Die bei den Enden 3 des Induktors 1 sind mit An schlüssen für Leitungen zur Zu-@ bzw.
Ablei tung von Wasser oder einem sonstigen Kühl mittel versehen und sind auch elektrisch an die nicht dargestellte Hochfrequenzquelle an geschlossen. Innerhalb der Induktionsspule 1 ist. ein elektrisch leitender, z. B. metallener Konzentrator angeordnet, der aus einem hohl zylindrischen, mit doppeltem Mantel versehe- nen Körper 4 und einem an diesem befestigten Endring 5 besteht, dessen lichter Durchmes ser kleiner als der des Körpers 4 ist.
Der Teil 4 der Vorrichtung dient dazu, die axiale Länge der Sekundärwicklung, die im vorlie genden Fall durch den Konzentrator 4, 5 ge bildet ist, ungefähr gleich der axialen Länge der Primärwicklung 1 zu machen, um eine maximale Kopplung zu erhalten. Wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich, ist der Konzen- trator mit einem radialen Schlitz 6 versehen, der sich über den Endring 5 und über die ganze Länge des zylindrischen Organs 4 er streckt. Das zylindrische Organ 4 ist hohl und ist mit einer Wasserzuleitung 7 und einer Wasserableitung 8 versehen.
Die Teile 2, 4 werden von einer isolierenden Grundplatte 9 getragen, die mit Füssen 10 versehen ist., und der Konzentrator ist an der Grundplatte 9 durch Bolzen 14 befestigt (Fig.1). Der obere Teil des Endringes 5 ist mit einem flachen Schutzring 11 aus Isoliermaterial abgedeckt, der auch den obern Teil des Induktors 1 ab deckt. Der Schutzring 11 ist durch Bolzen 12 befestigt, die im Endring 5 eingebettet sind und auf welche Muttern aufgeschraubt wer den, die an der Aussenseite des Schutzringes 11 anliegen. Der Induktor 1 ist mit einer hohlzylindrischen Hülle 13 aus Isolierma terial umgeben, die sich zwischen der Grund platte 9 und dem Schutzring 11 erstreckt.
Der Endring 5 des Konzentrators hat zur .Aufnahme des Werlzstüclzes eine mittlere Öff nung mit einem Durchmesser, der wesentlich grösser ist als der Durchmesser des zu hei zenden Werkstückes. Zur Anpassung des Konzentrators an das Werkstück wird mit Spiel ein Passring 15 in die mittlere Öffnung des Endringes 5 eingesetzt., wobei der Pass- ring 15 mit einer mittleren Öffnung 16 ver sehen ist, die einer Abmessung des. zu hei zenden, in Fig. 1, 2 strichpunktiert darge stellten Werkstückes entspricht.
Dieser Pal)- ring 15 ist. mit einem radialen Schlitz 7 7 ver sehen. Bei der dargestellten Bauart kann eine nicht dargestellte Schicht aus Glimmer zwi schen dem Passring 15 und dem Endring 5 angebracht sein, so dass, wie dargestellt, der Schlitz 6 nicht mit dem Schlitz 17 in Flucht zu liegen braucht.
Der Passring 15 wird mit tels eines ringförmigen Organs<B>1.8</B> aus elek trisch isolierendem Material frei abgestützt, dessen Abstützfläehen (Tragfläche für den Passring) sich in der Öffnung des Endringes 5 befindet; das Organ 18 ist am untern Ende des Endringes 5 durch Bolzen 19 befestigt, die in mit Schraubengewinde versehene Lö cher 20 greifen, die sieh durch den Endring 5 hindurch erstrecken.
Der Passring 15 kann in folgedessen einfach und schnell durch einen Passring mit- einer Öffnung von anderer, dem zu behandelnden Werkstiiek entsprechender Form ersetzt werden.
Weitere Ausführungsformen von Passrin- gen sind in den Fig. 3 bis 6 dargestellt. Diese zeigen einen Querschnitt durch den Passring mit der Werkstücköffnung 16, wobei der Querschnitt über eine solche Linie geführt ist, dass der radiale Schlitz 17 (Fig. 1 und 2) nicht ersichtlich ist.
Die dargestellten Vorrichtungen zum Ab stützen des Passringes 15 im Endring<B>5</B> kön- nen auch anders ausgebildet sein. Es kann z. B. der Stützring 18 entfallen, wobei der Passring 15 kegelförmig-, und zwar nach unten eng auslaufend gestaltet wird und die Innenfläche des Endringes 5 eine entspre chende kegelförmige Tragfläche besitzt.
Der Kontakt, von Metall auf Metall zwischen dem Passring 15 und dem Endring 5 kann dann durch einen Radstern verbessert. werden, der am untern Ende des Endringes 5 in Fig. 1 anliegt. und mit Bolzen versehen ist., die in den Ring 5 eingreifen, tun die Kegelflächen fest aneinander zu klemmen. Der Ring 15 ist dann am Ring 5 lösbar befestigt. Der Sehlutz im Passring 15 muss in diesem Fall mit. dem Schlitz 6 im Endring 5 in Flucht liegen.
Gewünschtenfalls kann eine Kühlung des Passringes 15 in der Weise gewählt. werden, dass er hohl ausgebildet und ein Kühlmittel in ähnlicher Weise wie dies in Fig. 1 und 2 für den Konzentratorzvlinder .1 dargestellt ist, hindurchgeführt. wird.