CH267113A - Verfahren zur Herstellung von 4-Oxy-7-chlor-chinolin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Oxy-7-chlor-chinolin.

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CH267113A
CH267113A CH267113DA CH267113A CH 267113 A CH267113 A CH 267113A CH 267113D A CH267113D A CH 267113DA CH 267113 A CH267113 A CH 267113A
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C Price Charles
W Reitsema Robert
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C Price Charles
W Reitsema Robert
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/20Oxygen atoms
    • C07D215/22Oxygen atoms attached in position 2 or 4
    • C07D215/233Oxygen atoms attached in position 2 or 4 only one oxygen atom which is attached in position 4

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     4-Oxy-7-chlor-chinolin.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von     4-Oxy-7-chlor-          chinolin.     



       4-Oxy-chinolinverbindungen,    insbesondere  jene vom Typus (I), die im     carboeyclischen     Ring des     Chinolinringsy        stems    mindestens  einen     Substituenten    (X) tragen,    bilden eine wichtige Klasse von Zwischenpro  dukten, die bei der Herstellung zahlreicher  industrieller und pharmazeutischer Produkte       verwendet    werden. Zwischenprodukte dieses  allgemeinen Typs (I) wurden bisher durch  Kondensation eines kernsubstituierten Anilins,  z.

   B. des     m-Chlor-anilins        (II),    mit     Oxalessig-          säureester        (III)    unter Bildung des entspre  chenden     Anils    (IV) und durch nachfolgendes       Cyclisieren    des     Anils    zum kernsubstituierten       4-0xy-ehinolin-2-carbonsäureester    (V) gewon  nen.

   Der erhaltene Ester wurde hierauf     zur     entsprechenden freien Säure     (VI)    umgewan  delt und die Säure unter Bildung der Verbin  dung     (VII)        decarboxyliert.     
EMI0001.0023     
  
EMI0001.0024     
    Obgleich diese Methode vermutlich zufrie  denstellender ist als irgendeine andere, bisher  für die Synthese von Verbindungen des all  gemeinen Typus (I) bekannt gewordene Me-         thode,    so weist das in Frage stehende Ver  fahren dennoch verschiedene Nachteile auf.  



  Einer der bedeutsamsten dieser Nachteile  hat seinen Grund in der Tatsache, dass ausser      der     Ringschluissreaktion    zwei weitere Stufen  (das heisst die Hydrolyse und die     Decarboxy-          lierung)    erforderlich sind, um die     gewünschte     Verbindung     (VII)    zu erhalten. Mindestens  eine dieser Reaktionsstufen     (Decarboxylie-          rung)        ist    im allgemeinen schwer durchzufüh  ren, und ausserdem     sind    die Ausbeuten oft  sehr     gering.     



  Es     wurde    nun     gefunden,    dass man 4-Oxy-         chinoline    direkt durch eine     Ringschlussreak-          tion    erhalten kann,     unter    Vermeidung einer  nachträglichen     Decarboxylierung,    und zwar  ausgehend von leicht zugänglichen Ausgangs  stoffen, nämlich von     Aerylsäureestern    vom,  Typus (IX), worin Y entweder Wasserstoff  oder ein oder mehrere     Substituenten    darstellt,  oder von ihren     isomeren        Anilen    (X) bzw. von  Gemischen dieser     Isomer    en.

    
EMI0002.0023     
    Gemische von     substituüerten        Acrylsäure-          estern    und den entsprechenden     Anilen    lassen  sich leicht nach verschiedenen Verfahren her-    stellen, so kann man beispielsweise     m-Chlor-          anilin        (XII)    mit einem     Formylessigsäure-          ester        (XIII)    gemäss dem folgenden Schema       kondensieren:     
EMI0002.0035     
    Die Herstellung von     Verbindungen    der For  mel (IX) oder (X) ist bekannt.  



  Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren  zur Herstellung von     4-Oxy-7-chlor-chinolin,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man  ein Gemisch eines substituierten     Acrylsäure-          esters    der Formel  
EMI0002.0040     
    und des     isomeren        Anils    der Formel  
EMI0002.0043     
    worin     R    ein     Alkylradikal    bedeutet, in Lö  sung in     mindestens    der zehnfachen Gewichts-    menge eines hoch siedenden,     inerten    Lösungs  mittels erhitzt.  



  Wird das Ausgangsmaterial als solches  oder in     Form    einer verhältnismässig konzen  trierten Lösung in einem hoch siedenden,     iner-          ten        Lösungsmittel    erhitzt, so erhält man nur       teerige        Produkte    und     bis-m-Chlor-phenylharn-          stoff.    Erfindungsgemäss wird deshalb minde  stens die zehnfache,     zweckmässig    die zwanzig  fache Gewichtsmenge an     Lösungsmittel    ver  wendet.

   Als     Lösungsmittel    wird bevorzugter  weise     Diphenyläther    oder ein hoch siedender  Kohlenwasserstoff verwendet.  



  Der     Ringschluss    lässt sich zweckmässig in  der Weise bewirken, dass man das Ausgangs  stoffgemisch in der zehn- bis fünfzehnfachen       Gewichtsmenge    Lösungsmittel löst. und die      erhaltene Lösung langsam in eine     ungefähr     gleiche Menge Lösungsmittel einträgt, wel  ches auf einer für die Durchführung     des,     Ringschlusses genügend hohen Temperatur  (bei etwa 230 bis 270  C) gehalten wird.

   In  dem Mass wie die     Ringschlussreaktion    fort  schreitet., lässt man     zweekmässigerweise    den  während der Reaktion gebildeten     Alkohol    aus  dem Reaktionsgemisch     abdestillieren,    wobei  das Erhitzen     bevorzugterweise    so lange fort  gesetzt wird, bis das     Abdestillieren    von Alko  hol aufhört.  



  Hierauf kann das Reaktionsgemisch abge  kühlt und das     Ringschlussprodukt    vom Lö  sungsmittel abgetrennt werden.  



       Beispiel:     Ein Gemisch von     Isomeren    der genannten  Formeln kann durch Kondensieren von 1     Mol          m-Chlor-anilin    mit einem     Mol        Formylessig-          säure-methylest.er    erhalten werden. 10 g dieses       Ausgangsstoffgemisches    werden bei einer Tem  peratur von 120 bis 125  C in 100 bis 150 cm'       Diphenyläther    (siehe Anmerkung 1) gelöst.  Diese Lösung wird innert 15 bis 20 Minuten  durch einen Tropftrichter und einen Luft  kühler aus hitzebeständigem Glas in 100 cm'       Diphenyläther,    welcher heftig rückfliessend  siedet, eingetragen.

   Das Gemisch wird hier  auf während weiterer 30 bis 60 Minuten rück  fliessend erhitzt, bis kein Alkohol mehr aus  dem     obern    Ende des Kühlers     abdestilliert.     Nach 40 bis 60 Minuten, vom Zeitpunkt des  Eintragens des     Anils    an gerechnet, hat: sich  eine feste Substanz gebildet (siehe Anmer  kung 2).  



  Das Gemisch wird auf Zimmertemperatur  abgekühlt und filtriert. Die festen Bestand  teile werden mit     Petroläther    (90 bis l10  C)  gründlich gewaschen. Dieses Produkt wird  durch     Umkristallisieren    aus Wasser gereinigt,  wobei man     4-Oxv-7-chlor-chinolin    erhält. Eine  kleine Menge des gewünschten Produktes wird  ferner aus der     Diphenylätherlösung    durch  Extraktion mit siedendem Wasser oder ver  dünntem     Natriumhydroxyd    und nachfolgen  der Neutralisation erhalten (siehe Anmerkung  3). Die Ausbeute an rohem Produkt beträgt.    60     %,    die Ausbeute an gereinigtem Produkt  40     70    der theoretischen Menge.  



       Anmerkungen:     1. Ein Gemisch von     Diphenyläther    und     Di-          phenyl    kann mit gleich     guten    Resultaten  verwendet werden.  



  z. Bei einem der Versuche wurde dieses Pro  dukt durch Filtrieren der (230 C) heissen  Lösung isoliert. Dieses Produkt wog 0,4  bis 0,7 g und     schmolz    bei 320 bis 333  C.  Es kann in warmem, verdünntem     Natrium-          hy        droxy    d gelöst und durch Neutralisieren  mit verdünnter Salzsäure erneut gefällt  werden.  



  3. Eine kleine Menge des Produktes bleibt in  der Mutterlauge beim     Umkristallisieren    aus       Wasser    zurück. Diese Menge kann durch  Verdampfen des Wassers gewonnen wer  den.  



  Es ist. bekannt, dass bereits     Versuche    un  ternommen worden sind,     4-Oxy-chinolinver-          bindungen    durch     Ringschluss    von     Anilen    oder       Acrylaten    vom Typus (IX)     bzw.    (X) herzu  stellen. Soweit festgestellt werden     konnte,     führten diese Versuche nur zur Bildung von       teerigen    Reaktionsprodukten und     bis-m-Chlor-          pheny        lharnstoff    [siehe beispielsweise     R.ubstow,     J.

   Gen.     Chem.        USSR    1, 1885-95 (1937); 9,  1517 (1939)]. Der     Ringschluss    unter Bildung  von     4-Oxy-7-chlor-chinolin    tritt nur dann ein,  wenn die     Ausgangsmaterialien    von Typ (IX)  bzw. (X) in Form von verdünnten Lösungen  erhitzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Oxy-7- chlor-chinolin der Formel EMI0003.0062 dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch eines substituierten Acrylsäureesters der For mel EMI0004.0001 und des isomeren Anils der Formel EMI0004.0004 worin R ein Alkylradikal bedeutet, in Lö sung in mindestens der 10fachen Gewichts menge eines hoch siedenden, inerten Lösungs mittels erhitzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den bei der Ringschlussreaktion sich bildenden Alkohol während der Umsetzung aus dem Reaktions gemisch entfernt und das Erhitzen so lange fortsetzt, bis sich praktisch kein Alkohol mehr bildet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine Temperatur von etwa 250 C erhitzt, den sich bildenden Alkohol aus dem Reaktionsgemiseh abdestilliert, das resultie rende Reaktionsgemisch abkühlt und hierauf den Endstoff daraus isoliert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel minde stens teilweise aus einem hoch siedenden Koh lenwasserstoff besteht. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass als Lösungsmittel Diphenyl- äther verwendet wird.
CH267113D 1946-07-08 1946-07-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Oxy-7-chlor-chinolin. CH267113A (de)

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