CH267962A - Verfahren zur Herstellung eines Presspulvers. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Presspulvers.

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Pre & pulvers.       Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver  fahren zur Herstellung eines     Presspulvers.     



  Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,  dass man auf einem     inerten    Füllstoff, wie  z. B. Holzmehl, Sägespäne, Holzspäne, Kork  oder Faserstoffe oder eine Mischung meh  rerer oder aller dieser Bestandteile, einen  Überzug aus     Kautschukmaterial,    wie Natur  kautschuk,     Kautschukregenerat    oder     sy        nthe-          tischem    Kautschuk (z. B. polymerisiertem       Chloropren),    und einem Überzug aus Protein  material, das Blutalbumin enthält, aufbringt.  



  Es sind bereits viele     Presspulvermischun-          gen    vorgeschlagen worden, und einer dieser  Vorschläge ging darauf aus, blattförmige  Massen in feuchtem Zustande in blattförmige       Stüeke    zu unterteilen, die dann getrocknet  und mit Bindemitteln vermischt wurden. Als  Bindemittel sind Natur- oder Kunstharze,  Bitumina,     Albuminprodukte,        Zellulosederivate,     Natur- oder Kunstkautschuk oder     Kautsehuk-          latex,    hart- oder     Weichgrimmi    oder Mischun  gen solcher Stoffe vorgeschlagen worden.

   Die  vorliegende Erfindung     unterseheidet    sich je  doch von allen diesen früheren Vorschlägen da  durch, dass sie die eingangs erwähnten spe  ziellen Komponenten verwendet.  



  Das     Proteinmaterial    besteht vorzugsweise  aus einer     Mischung    von Kasein oder einem  ähnlichen Protein (z. B.     Soyaprotein)    mit  Blutalbumin. Vorzugsweise verwendet man  das     Kasein    in Form eines in der Wärme ab-    bindenden     Kaseinleims,    der     Härtungsmittel          und/oder        unlöslichmachende    Stoffe enthält.  



  Das fertige Pulver kann je 5 bis 25 Ge  wichtsprozent der Kasein- und     Albuminbe-          standteile    enthalten. Die Menge der Kaut  schukkomponente im Pulver kann zwischen       2,5        und        20%,        vorzugsweise        zwischen    5     bis          10        %,        liegen.     



  Das Verfahren kann vorzugsweise so  durchgeführt werden, dass man den Füll  stoff zuerst mit einer wässerigen Lösung des  Proteinmaterials und hernach mit einer wäs  serigen     Kautschuklatexlösung,    die die üb  lichen     Vulkanisiermittel    und Beschleuniger  enthält, vermischt, wobei die Mischung so       durehgeführt    wird, dass die     Füllstoffteilchen     von den Lösungen gut benetzt werden, der       Mischung    ein     Koagulierrnittel    für Latex zu  setzt (z. B.     Ammonalaun)    und sie trocknet.  Auf diese Weise werden die     Füllstoffteilchen     mit einem doppelten Überzug versehen.  



  Das so erhaltene Pulver kann zur Herstel  lung irgendwelcher Formkörper, einschliess  lich von Blättern oder Wandplatten, verwen  det werden, und es hat sich gezeigt, dass die  mit diesem Pulver hergestellten     Formartikel     im Vergleich zu ans andern     kautschukhaltigen          Pressmassen    erhaltenen besonders fest- und  hart sind.  



  Ein Beispiel für die Herstellung eines       Presspulv        ers    wird nachstehend beschrieben.  In diesem Beispiel werden zunächst die     fol              genden    Komponenten A, B, C, D und E wie  angegeben bereitgestellt.  



  A. 18,6 kg Sägemehl, Holzmehl, Holz  späne, Schälspäne, Faserstoffe oder sonst ein  bekanntes     Füllmaterial.       B. 2,27 kg Kasein (80 bis 90 Maschen)  wurden zu 6,8 bis 9,0 kg     Wasser    gegeben, in  einem Mischer gründlich vermischt und 10  Minuten stehengelassen. Dann wurden<B>358g</B>       Kalziumhydroxyd    mit wenig Wasser ver  mischt und bei laufendem Mischer zugesetzt.  



  C. 2,27 kg lösliches Blutalbumin, 3,6 bis  5,3 kg Wasser, 123g Ammoniak (spezifisches       Gewicht        0,9),        448        g        Formaldehyd        (30        %).        Das     Blutalbumin     wurde    vor dein Rühren 2 bis  3 Stunden in Wasser gequollen. Dann wurde  unter kräftigem, raschem Rühren der Form  aldehyd sorgfältig zugegeben. Diese Mischung  verdickt sich zu einer festen Gallerte, die je  doch nach 1 bis 2 Stunden wieder flüssig     wird.     



       D.        6,7        kg        Latex        (60        %        Kautschukgehalt)     wurde mit     VLilkanisiermitteln,    Beschleunigern,       Antioxydationsmitteln,    wie üblich vermischt.  Dazu fügte man 6,7     bis    9,0 kg Schutzkolloid  in Form einer 10prozentigen     borierten        Ka-          seinlösung.    Statt dessen kann man auch eine  10prozentige     Kaseinleimlösung,    wie in der  Komponente B, verwenden.  



  E. 14,4 kg einer     10prozentigen        Ammon-          alaunlösung    in heissem Wasser oder ein an  deres bekanntes, geeignetes     Koaguliermittel.     



  Der Füllstoff A     wurde    zuerst in einen  Mischapparat gegeben, der mit einem Rühr  werk ausgestattet ist und den üblichen Teig  mischern entspricht. Unter gründlichem Rüh  ren des     Füllstoffes    werden nacheinander die  Lösungen B, C und D langsam zugesetzt. Es       wurde    weitergerührt, bis der Füllstoff voll  kommen benetzt war. Dann wurde unter  Fortsetzung des     Rührens    das     Koagtiliermittel     E zugesetzt.

   Die Mischung wurde hierauf bei  26 bis 32  C im Warmluftstrom so lange ge  trocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt der     Mi-          schung    7     bis        10        %        betrug.        Für        den        Trock-          nungsprozess    wurde eine rotierende Trommel       verwendet,    was sich sehr bewährte, um ein    Zusammenbacken der Teilchen während des       Trocknens    zu vermeiden.  



  Bei Anwendung der oben angegebenen  Mengenverhältnisse in der angeführten Rei  henfolge werden die Holzteilchen nacheinan  der mit den verschiedenen     Stoffen    überzogen,  so dass     aufeinanderliegende        Sehiehten    entste  hen, die praktisch alle     Füllstoffteilchen    ein  hüllen.  



  Das getrocknete Pulver kann in übli  cher Weise     zu    Kügelchen geformt oder sonst  wie in körnige Form übergeführt  erden,  die man dann zur Herstellung von     Press-          stücken        verwenden    kann, bei deren Herstel  lung man in einer Heisspresse bei Tempera  turen zwischen 104 und 127  C und Drücken  von 35 bis 157,5<B>kg</B>     /em2    arbeitet. Für dünne,  flache Produkte kann der untere     Druekbe-          reich    genügen, während für     unregelmässig     geformte Artikel die obere     Druck#;renze    oder  sogar mehr erwünscht ist. Man \kann dem  Pulver ein bekanntes Schmiermittel, z. B.

         Aluminiumstea.rat,    zusetzen oder die Form  mit einem solchen vorbehandeln.  



  Eines oder alle der Bindemittel B, C oder  D können in grösserer Menge verwendet  werden, so dass die speziellen     Eigensehaften     des betreffenden Bindemittels mehr in V     or-          dergi-Lind    treten. So kann z. B. die Menge  der Komponente C erhöht werden, so dass die  Biegsamkeit des Kautschuks im fertigen  Formstück vorwiegt. Die Menge der Kom  ponente E sollte in diesem Falle im glei  chen Verhältnis heraufgesetzt werden. Im  vorstehenden Beispiel kann der Kautschuk  in. der Komponente D aus einer     1Tisehcng     von Latex und einer Dispersion aus     Regene-          ratkautschuk    bestehen.

   Es kann dann erfor  derlich werden, die Menge der Komponente  E im Verhältnis zur geringeren Menge des  angewendeten Naturlatex herabzusetzen. Die  Komponente E kann auch ganz     weggelassen     werden, wenn kein     Naturlatex:    verwendet  wird. Wenn eine in üblicher Weise     ver-          inischte    Dispersion aus     Kautsehukregenerat     verwendet wird, wird diese bereits auch das  übliche Schutzkolloid enthalten, so dass keine  Notwendigkeit besteht, eine 10prozentige Ka-           seinlösung    zuzusetzen.

   Die     Regeneratdisper-          sion    sollte einen genügend niedrigen     Fest-          Stoffgehalt    aufweisen, um die wirksame Be  netzung aller     Füllstoffteilchen    durch die  Dispersion zu gewährleisten. Im vorstehenden  Beispiel kann der Kautschuk in der Kompo  nente D auch aus einer Mischung von natür  lichem Latex mit einem synthetischen Latex,  wie polymerisiertes     Chloropren,    oder aus st'     n-          thetischem    Latex allein bestehen.

   Unabhängig  davon, ob man einen natürlichen oder st'     n-          thetisehen    Latex     verwendet,    empfiehlt es sich,  als Schutzkolloid eine 10prozentige     ammo-          niakalische        Kaseinlösung    zu verwenden.  



  Das vorstehende Beispiel kann auch so  abgeändert werden, dass man als Protein  material Blutalbumin für sich allein verwen  det, wobei dann die Menge der Komponente C  entsprechend erhöht wird, so dass die Gesamt  menge des Proteinmaterials gleich bleibt wie  vorher. Während der Herstellung des Pul  vers kann man auch jede gewünschte     farb-          gebende    Substanz zusetzen.  



       (lewünsehtenfalls    kann das hierin be  schriebene kautschukhaltige     Presspulver    mit  einem     Kunstharzpresspulver    vermischt wer  den. Das     Kunstharzpresspulver    kann 10 bis       75        %        thermoplastisches        oder        wärmeerhärten-          des    Harz enthalten, während der Rest prak  tisch vollständig aus     Füllstoff,    z. B. Holz  mehl, besteht.

   Das Harzpulver kann eine  Substanz wie     Stearatwachs    enthalten, um der  Neigung der Pulver, an den     Formwänden     festzukleben, entgegenzuwirken.     Gewünseh-          tenfalls    kann es auch geeignete färbende  Stoffe enthalten. Beim Verformen des Misch  pulvers verwendet man die gewöhnliche       Presstechnik    für Kunstharze und arbeitet bei  Temperaturen von beispielsweise 127 bis 160  und einem     Druck    von 70 bis 157     kg/cm2.    Das  Verhältnis der beiden Pulver in der Mischung  hängt. ab von den gewünschten Eigenschaften  des Endproduktes. Um z. B. etwas biegsame  Tafeln zu erhalten, kann man die Pulver zu  ungefähr gleichen Teilen mischen.

   Will man  harte, steife Tafeln herstellen, so kann man       80%        Kunstharzpulver        und        201/o,        kautschuk-          haltiges    Pulver verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Press- pulvers, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen inerten Füllstoff einen Überzug aus Kautschukmaterial und einen Überzug aus Proteinmaterial, das Blutalbumin enthält, auf bringt. II. Presspulver, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Holzmehl verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Sägemehl verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Holzspäne verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Kork verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Fasermaterial verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Kautschlik- material Naturkautschuk verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Kautschuk material regenerierten Kautschuk verwendet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet., dass man als Kautschuk material synthetischen Kautschuk verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Protein material eine Mischung aus Kasein und Blut albumin verwendet. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man einen in der Wärme abbindenden Kaseinleim verwendet. 11. Verfahren nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet., dass man einen in der Wärme abbindenden Blutalbuminleim ver wendet. 12. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man das Kasein und das Blutalbumin je in einer Menge von 5 bis 25 Gewichtsprozent des Ganzen ver wendet. 13.
    Verfahren nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass man das Kaut schukmaterial in einer Menge von 2,5 bis 20 Gewichtsprozent des Ganzen verwendet. 14. Verfahren nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass man das Kaut schukmaterial in einer Menge von 5 bis 10 Gewichtsprozent des Ganzen verwendet. 15.
    Verfahren nach Unteransprueh 9, da durch gekennzeichnet, dass man den Füllstoff zunächst mit einer wässerigen Lösung des Proteinmaterials und hernach mit einer wässe- riger, Kautschuklatexlösung, die Vulkanisier- mittel und Beschleuniger enthält, derart ver mischt, dass die Füllstoffteilchen dureh die Lösungen geit benetzt werden, wonach man der Mischung ein Koaguliermittel für den Latex zusetzt und sie trocknet.,
    wodurch auf die Füllstoffteilchen getrennte Überzüge aus Proteinmaterial und Kautsehuk aufgebracht werden. 16. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass man als Kautschuk latex eine Mischung aus Naturkautschuk lat:ex und synthetischem Kautsehuklatex ver wendet. 17. Verfahren nach Unterarisprueh 15, da durch gekennzeichnet, dass man als Latex synthetischen Kautschuklatex verwendet.
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