CH269803A - Verfahren zur Herstellung eines Presspulvers. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Presspulvers.

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CH269803A
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Presspulvers.       Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung von     Presspulver.     



  Es ist. ein Verfahren beschrieben worden,  gemäss welchem man einen     inerten    Füllstoff,  wie Holzmehl, Sägemehl, Holzspäne, Kork  oder Fasermaterial oder eine Mischung meh  rerer oder aller dieser Stoffe, mit einem  Kautschukmaterial, wie Naturkautschuk,       Regeneratkautschuk    oder synthetischer Kau  tschuk (z. B.     polymerisiertem        Chloropren),     und einem Proteinmaterial., das Blutalbumin  enthält, überzieht. Gemäss vorliegender Erfin  dung wird nun an Stelle des Proteinmaterials,  das Blutalbumin enthält, ein Proteinmaterial,  das mindestens zum Teil aus flüssigem Blut  besteht, verwendet.  



  Bei der Herstellung des     Presspulvers    geht  man     zweckmässig    so vor, dass man den Füll  stoff mit     wässrigen    Lösungen, die flüssiges  Blut und ein anderes Proteinmaterial ent  halten, sowie Kautschuklatex, der     Vulkanisier-          mittel    und Beschleuniger enthält, vermischt,  wobei man die Mischung so durchführt, dass  die     Füllstoffteilchen    von den Lösungen wirk  sam benetzt werden, wonach man der Mi  schung ein     Koaguliermit.tel    für den Kau  tschuklatex, z. B.     Ammoniumala.un,    zusetzt  und sie     trocknet.     



  Die anzuwendenden     Mengen    der Kompo  nenten sind beispielsweise je 5 bis 25 Ge  wichtsprozent Casein und flüssiges Blut und  2,5 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 5    bis 10 Gewichtsprozent     Kautschukmaterial,     bezogen auf das Ganze.  



  Als Kautschuklatex eignen sich Mischun  gen von     Naturkautschuklatex    und synthe  tischem Kautschuklatex oder auch synthe  tischer Kautschuklatex allein.  



  Ein Beispiel für die Herstellung eines       Presspulvers    wird nachstehend beschrieben. In .  diesem Beispiel werden die Komponenten A,  <I>B, C, D</I> und E zuerst wie folgt hergestellt:  A. 18,16 kg Sägemehl, Holzmehl, Holz  späne oder Schälspäne, Fasermaterial oder  andere     bekannte    Füllstoffe.  



  B. 2,27 kg Casein (80 bis 90 Maschen)  wurden mit 6,8 bis 9,0 kg     Wasser    in einem  Mischer gründlich vermischt und 10 Minuten       stellengelassen;    dann wurden 358 g     Calcium-          hydroxyd    in wenig Wasser unter Rühren  zugesetzt.  



  C. 5,9 kg flüssiges Blut wurden mit 123 g       Ammoniak        (spez.        Gew.    o,     ;-0)    und 118 g  Formaldehyd     30o/oig    vermischt. Bei der Her  stellung dieser Mischung wurde zuerst das  Ammoniak in das Blut eingerührt und dann       lmter    raschem und     gutem        Rühren    der Form  aldehyd sorgfältig zugegeben.  



       D.        6,7        kg        Latex        (60%        Kautschukgehalt)     wurden mit     Vulkanisiermitteln,    Beschleu  niger und     Antioxydationsmittel,    wie üblich,  vermischt;

   hierzu gab man 6,8 bis 9,0 kg  eines     Seliutzkolloids    in Form     einer        10o/oigen          borierten        Caseinlösung.    Als Variante kann      man auch     eine        10o/oige        Caseinleimlösung    wie       in    Komponente B     verwenden.     



  E. 14,4 kg     einer        10o/oigen        Ammonalaun-          lösimg    (in heissem Wasser) oder ein anderes       Koaguliermittel.     



  Der Füllstoff A     wurde        in    einen mit Rühr  werk versehenen Mischer und     unter    fortwäh  rendem Rühren die Lösungen<I>B,</I> C und<I>D</I>  nacheinander langsam zugegeben, worauf man       unter        Weiterrühren    das     Koaguliermittel    zu  setzte. Die Mischung     wurde    dann in einem  warmen, trockenen Luftstrom getrocknet.  



  Das trockene     Pulver    kann in Form von  Kügelchen gebracht werden, die dann in  üblicher     Weise        verpresst    werden.     Gewünschten-          falls    kann man der Mischung eines der be  kannten     Schmiermittel    zusetzen oder die  Form mit     einem    solchen, z. B.     Aliuninium-          stearat,    schmieren.  



  Die Mengen der     Bindemittel   <I>B,</I> C oder<I>D</I>  können geändert werden, um den verschie  denen     Anforderungen    zu entsprechen, z. B.  so,     da.ss    die spezifischen     Eigenschaften        eines     oder mehrerer der     Bindemittel    hervortreten.  So können z.

   B. die Komponenten der Mi  schung D in grösserer Menge verwendet wer  den, so dass die Elastizität des Kautschuks im  fertigen     Formprodukt        vorwiegt.        Gewünsch-          tenfalls    kann die Komponente B ganz weg  gelassen werden, wobei man     dann    die Menge  der Komponente C entsprechend herauf  setzen sollte. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines Press- pulvers, dadurch gekennzeichnet, dass man einen inerten Füllstoff mit einem Kautschuk material und einem Proteinmaterial, das min destens zum Teil aus flüssigem Blut besteht, überzieht. II. Presspulver, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Holzmehl verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Sägemehl verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Holzspäne verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss man als Füllstoff Kork verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Füllstoff Fasermaterial verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Kau tschukmaterial Naturkautschuk verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Kau tschukmaterial regenerierten Kautschuk ver wendet. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Kau tschukmaterial synthetischen Kautschuk ver wendet. 9. Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, dass man als Protein material eine Mischung von Casein und flüs sigem Blut verwendet. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man einen in der Wärme abbindenden Caseinleim verwendet. 11. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man das Casein und das flüssige Blut je in einer Menge von 5 bis 25 Gewichtsprozent des Ganzen ver wendet. 12. Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass man als Kau tschukmaterial in einer Menge von 2,5 bis 20 Gewichtsprozent des Ganzen verwendet. 13.
    Verfahren nach Unteransprueh 12, da durch gekennzeichnet, dass man als Kau tschukmaterial m einer Menge von 5 bis 10 Gewichtsprozent des Ganzen verwendet. 14. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man den Füllstoff mit wässrigen Lösungen des Proteinmaterials und Kautschuklatex, der Vulkanisiermittel und Beschleuniger enthält, derart vermischt, dass die Füllstoffteilchen durch die Lösungen gut benetzt werden, wonach man der Mi schung ein Koaguliermittel für den Latex zu setzt und sie trocknet. 7.5.
    Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeiehnet, dass man als Kau- tschuklatex eine ATischung aus Naturkau- tsehilklatex und synthetischem Kautschuk latex verwendet. 16. Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass man als Latex synthetischen Kautsehuklatex verwendet.
CH269803D 1941-10-01 1947-12-03 Verfahren zur Herstellung eines Presspulvers. CH269803A (de)

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